Montag 17.12.07, 08:00 Uhr

Märchenfilmabend: Ein Hauch russischer Weihnacht

BoSKop, das Kulturbüro an der Uni, schreibt: “Es gibt vieles, was das russische Weihnachtsfest von dem deutschen unterscheidet. Die Feierlichkeiten finden nach Silvester statt, offiziell gibt es keinen Heiligen Abend, keinen Weihnachtsmann und keine Weihnachtslieder. Doch eines gibt es: wunderschöne Wintermärchen. Vier dieser Geschichten werden als original Verfilmungen mit deutschen Untertiteln am Mittwoch, den 19. Dezember ab 20.00 Uhr im Euroeck in Querenburg (Spechtsweg 20) vorgeführt. Zu den wunderschönen Filmen gibt es zusätzlich leckere Kalt- und Heißgetränke und das ein oder andere zum naschen. Einlass ab 19.30 Uhr, der Eintritt ist frei!
Programm:
Raum 1:
20.00 – 21.30:
Die Schneekönigin / Снежная королева / Snezhnaja korolewa
UdSSR, 1966, 80 Min., Farbe, Original mit deutschen Untertiteln
Regie: Jewgenij Schwarz, Darsteller: Lena Proklova, Natalja Klimova, Nikolaj Bojarskij, Slava Tsjupa, Jewgenij Leonow, Irina Gubanova, Olga Wiklandt
Nach dem Märchen des dänischen Schriftstellers Hans Christian Andersen.
Gerdas Spielgefährte und Nachbar Kay wurde von der Schneekönigin entführt. Nun lebt er in einem kalten Traum in ihrem Palast. Der Kuss der Schneekönigin hat sein Herz in einen Eisklumpen verwandelt und Kai völlig gefühllos gemacht.
Nach vielen Monaten Warten begibt sich das tapfere Mädchen auf die Suche nach ihrem Freund. Ihr treues Herz hilft ihr, auf dieser Reise zahlreiche Hindernisse zu überwinden und am Ziel anzukommen.

22.00 – 23.30:
Schneeflöckchen / Снегурочка / Snegurotschka
UdSSR, 1968, 90 Min., Farbe, nur in russischer Sprache!
Regie: Pavel Kadochnikov, Darsteller: Jewgenija Filonowa, Jewgenij Zharikov, Irina Gubanova, Boris Himitschew, Pawel Kadochnikow, Sergej Fillipow, Ljubow Malinowskaja, Walentina Pugatschewa, Swetlana Onuchkina, Gennadij Nilow
Nach einem gleichnamigen Stück von A.N. Ostrovski, mit vielen Elementen der russischen Folklore.
Snegurotschka ist die Tochter von Väterchen Frost und einer Frühlingsgöttin. Durch diese Wurzeln ist sie einerseits von kühlem Gemüt, andererseits voller Sehnsucht nach Liebe. Sie verliebt sich den jungen Lel’, den sie heiraten will, doch sie schmilzt unter der machtvollen Sommersonne, worauf sich ihr Verlobter im Meer ertränkt.
Snegurotschka ist die bekannteste Märchengestalt in Russland überhaupt. In den 20er Jahren des 20 Jahrhunderts wurde der Nikolaus von den Kommunisten als Geschenkebringer vom Väterchen Frost ersetzt. Dieser brauchte auch eine passende Begleitung. Schnell wurde aus dem Schneeflöckchen, einer anderen Märchengestalt, dessen Enkelin, die ihn bis heute auf seinen Geschenktouren begleitet. So ist das Schneeflöckchen populärer als fast jede andere Märchenfigur und ist jedem russischen Kind ein Begriff.

Raum 2:
20.00 – 21.30:
Väterchen Frost. Abenteuer im Zauberwald / Морозко / Morosko
UdSSR, 1964, 84 Min., Farbe, Original mit deutschen Untertiteln
Regie: Alexander Rou, Darsteller: Alexander Hwylja, Natalja Sedych, Eduard Isotov, Inna Churikova, Vera Altajskaja, Georgij Milljar, Tatjana Peltzer, Anatolij Kubatskij, Valentin Bryleev, Tatjana Baryschewa
Dieser Märchenfilm vereint verschiedene Figuren und Geschichten der slawischen Folklore wie Väterchen Frost und die Hexe Baba Jaga.
Die schöne Nastjenka, lebt bei ihrem Vater und ihrer bösen Stiefmutter, die sie ausnutzt und ständig zur Arbeit antreibt, während sie ihre eigene, hässliche Tochter Marfuschka verwöhnt und verhätschelt. Die beiden Mädchen sind im heiratsfähigen Alter, aber die Stiefmutter versteckt und verkleidet Nastja, damit niemand sieht, dass sie viel schöner ist als Marfuschka. Ihren Ehemann, den Vater von Nastjenka, hält sie erfolgreich unter dem Pantoffel, indem sie ihn kontinuierlich massiv einschüchtert.
Der Regisseur Alexander Rou wurde durch seine zahlreichen wundervollen Märchenfilme bekannt, die sich nicht nur in Russland großer Beliebtheit erfreuen.

22.00 – 23.00:
Die Nacht vor Weihnachten / Вечера на хуторе близ Диканьки / Vechera na hutore blis Dikanki
UdSSR 1961, 66 Min., Farbe, Original mit deutschen Untertiteln
Regie: Alexander Rou, Darsteller: Alesandr Hvylja, Ljudmila Myznikova, Jurij Tawrow, Vera Altajskaja, Georgij Milljar, Sergej Martinson
Nach der Erzählung von Nikolaj Gogol „Die Nacht vor Weihnachten“.
Die letzte Nacht vor Weihnachten ist über dem kleinen Dörfchen Dikanka angebrochen. In dieser Zeit kommt der Teufel herunter, um Schmied Wakula einen gehörigen Denkzettel zu verpassen, denn Wakula hat ihn auf einem Kirchenbild so hässlich gemalt, dass ihn nun alle anderen Höllenbrüder verspotten. Zuvor klaut er noch den Mond vom Himmel, um nicht von den Weihnachtssängern gesehen zu werden, die nach dem altern Brauch durch die Gassen ziehen.
Auch die Hexe Solocha ist nicht untätig – sie hilft dem Teufel, einen Schneesturm zu entfesseln, damit Wakula sich nicht heimlich mit seiner Angebeteten, der schönen Oxana treffen kann. Dieser Plan misslingt zwar, der Schmied steht nach dem Rendezvous aber vor großen Schwierigkeiten. Oxana will ihn nämlich nur dann heiraten, wenn er ihr die Schuhe der Zarin herbeischafft …
Eine märchenhafte Weihnachtsgeschichte von einem der größten russischen Autoren – burlesk, fantastisch und humorvoll.

 
 
 
 


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