Donnerstag 22.11.07, 15:00 Uhr
Kommentar der Redaktion zur "Ökostrom-Entscheidung" der Stadt

Besser als nichts!

Die Umstellung der stromverbrauchenden Einrichtungen der Stadt Bochum auf Ökostrom ist sicher eine gute Entscheidung, aber konsequent ist sie nicht. Konsequent wäre es, die Stadtwerke über die entsprechenden Gremien zu zwingen, den Ökostrom auch selbst zu erzeugen. So bleibt das ganze eine Mogelpackung. Der Anteil des in der BRD erzeugten Ökostroms an der gesamten Stromerzeugung beträgt für 2006 ca. 12%. Die Stadtwerke Bochum erzeugen so gut wie gar keinen eigenen Ökostrom und wollen sich darüber hinaus noch an Kohlekraftwerken beteiligen, die mit ihrem Co2 Ausstoß die größten Dreckschleudern darstellen. Auch der so genannte Ökostrom, den die Stadtwerke aus Österreich beziehen, kommt nicht aus neuen Anlagen sondern aus alten Wasserkraftwerken. Richtig ist, dass mit der Umstellung in der Ökobilanz der Stadt Bochum ca. 12.000 t Co2 eingespart werden, aber mit einer echten Umstellung auf Ökostrom oder gar dem lokalen Einsatz erneuerbarer Energien hat das ganze nichts zu tun.

 
 
 
 


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