Montag 17.09.07, 20:00 Uhr
Dokumentarfilm zur Privatisierung der Deutschen Bahn AG

Bahn unterm Hammer

Der Dokumentarfilm “Bahn unterm Hammer” wird am Freitag, den 21.9. im endstation.kino im Bahnhof Langendreer, Wallbaumweg 108 und am Montag, den 24.9. im Casablanca, Kortumstr. 11 jeweils um 18 Uhr gezeigt. Im Film von Herdolor Lorenz und Leslie Frank werden liberale Wirtschaftsprofis ebenso wie globalisierungskritische Gewerkschafter befragt: Was passiert mit der von Steuergeldern geschaffenen Bahn, wenn sie unter Investoren aufgeteilt wird? Welche Chancen bietet die Privatisierung? Wem nützt der Verkauf der Bahn? Den Kunden, dem verschuldeten deutschen Staat, der Bahn? Oder nur den Investoren, die die Bahn wie in Großbritannien filetieren, ausnehmen und dann verkommen lassen (was dort zu einer Serie verheerender Bahnunglücke führte)? Aber er zeigt auch Alternativen: Wo die Bahn nicht an multinationale Konzerne verschleudert, sondern an Kommunen verpachtet wird, die im Interesse ihrer BürgerInnen handeln, funktioniert sie plötzlich wieder. Wie in der Schweiz …

“Bahn unterm Hammer” macht deutlich, dass die Deutsche Bahn AG kein Interesse daran hat, ein gutes öffentliches Verkehrsmittel zu sein. Sie will als “weltweit führender Mobilitäts- und Logistikdienstleister und Manager hochkomplexer Verkehrsnetzwerke” (Selbstdarstellung) der Börse und nicht Fahrgästen gefallen. Dazu sind ihr fast alle Mittel recht: Streckenstilllegungen, Servicevermeidung, Rückzug aus dem Güterverkehr, Verschleuderung des Vermögens. Der Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG Hartmut Mehdorn sagt: “Der Kunde möchte eine günstige Fahrkarte und eine pünktliche, bequeme Fahrt.” Der Film Bahn unterm Hammer zeigt: Dieser Wunsch wird nicht erfüllt werden. Am Freitag, den 21.9. laden die attac-Gruppen Bochum und Witten und am Montag, den 24.9. lädt der Verkehrsclub Deutschland (VCD) im Anschluss an die Vorführung zur Diskussion über Auswirkungen und Alternativen zur Privatisierung und über alternative Wege der Verkehrspolitik ein. Weitere Informationen unter www.bahn-unterm-hammer.de

 
 
 
 


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