
Deutlich mehr als die angemeldeten 500 Teilnehmende zählte am Freitag eine Demonstration gegen die Wiedereinführung des zwangsweisen Kriegsdienstes. Die Motivation der Schüler:innen, während der Schulzeit zu demonstrieren, war sehr unterschiedlich: Fast alle fanden es unerträglich, wie alte Leute beschließen, dass junge Menschen in Kasernen eingesperrt werden, Gehorsam und die Fähigkeit zum Töten lernen sollen, ohne dass mit den Betroffenen darüber auch nur geredet wird.
Etliche finden allein den Gedanken abwegig, sich dazu ausbilden zu lassen, Menschen zu erschießen, die man eventuell nett und freundlich findet. Es gab auch ganz klare antimilitaristische und antikapitalistische Positionen, mit denen die Beteiligung am Schulstreik begründet wurde.
Wer spekuliert hatte, dass hier eine Drückeberger-Generation auf die Straße geht, sah sich getäuscht. Die Hälfte der Demonstrierenden waren z. B. junge Frauen, die von dem im Bundestag verabschiedeten Gesetz nicht betroffen sind. Auch bei den Redebeiträgen, machten sie deutlich, dass Militarisierung und Hochrüstung Ressourcen vergeuden, die in zivilen Bereichen dringend benötigt werden.
Und dann waren da auch noch ein paar Dutzend Eltern und Großeltern, die einem alten Song von Reinhard Mey zustimmten: „Nein, meine Söhne geb’ ich nicht.“
Das Bochumer Friedensplenum und die DFG-VK bieten jetzt wieder Beratung für Kriegsdienstverweigerer an. Kontakt: KDV@Friedensplenum-Bochum.de.









Wie wäre es mit einem Werbeverbot für die Bundeswehr in Bochum? Vergleiche hier: https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen/bautzen/goerlitz-weisswasser-zittau/werbung-bundeswehr-keine-werbung-kreistag-100.html