Willkommen auf unserer Webseite!

Liebe Freund*innen/Besucher*innen,

im Dezember können wir, wie nun bekannt, noch immer nicht zum Tanz aufspielen. Eine mittlerweile wirklich nervige Angelegenheit, da Kultur augenscheinlich keine größere Lobby zu haben scheint, im politischen Diskurs und Raum kaum Platz findet. Die abgesagten Dezember-Konzerte, und hier reden wir aktuell über Kleinevents mit stringenten Hygienekonzepten,  werden daher in den März 2021 verlegt. Ein neuerlicher Versuch, der dritte. Chapeau an die Veranstalter*nnen, für die das erhebliche Mehrarbeit bedeutet. In Anbetracht dessen tragen wir mittels regelmäßiger Updates Sorge dafür, sich unter „Termine“ zu informieren.

Ansonsten gilt: achtet weiterhin gut auf euch und andere Menschen und bleibt gesund!

Bei Musik /Hörproben haben wir übrigens aktuell einige LIVE-Mitschnitte veröffentlicht, die angesichts einer konzertfreien Zeit und darüber hinaus downzuloaden und kostenfrei sind. Viel Vergnügen beim Hören !

Außerdem gibt es Anlaß zur Freude, da unsere Freund*nnen  von bANDISTA aus der Türkei in 2021 auf Tour kommen.

Hier schon der eine oder andere bestätigte Termin. Auf unserer Homepage / Sistabands  ist ein Link von ihnen mit vielen Hörbeispielen zu finden.

                                                                        bANDISTA-Tour 2021

                                                           Lovely tunes against global Racism !

 8.4.:  Bochum / Bhf-Langendreer + Compania Bataclan         9.4.: Schwäbisch-Hall / Club Alpha 60    tbc.    +  I

 10.4.: Augsburg / Ballonfabrik,                                                  11.4.: Marburg       tbc.                 

12.4.: Reutlingen / Franz K.                                                        13.4.:       tbc.

14.4.: Oberhausen / Druckluft,                                                   15.4.: Hannover / Pavillon  + Compania Bataclan  + I

16.4.: Göttingen / Theaterkeller,                                                 17.4.: Kassel  /   ?      +  Compania Bataclan

18.4.: Leipzig / Markthalle                                                          19.4.:  Hamburg / Rote Flora

20.4.: Berlin  tbc.                                                                         21.4.: Flensburg    tbc.  

22.4.: Meuchefitz, Wendland /  Gasthof                                     23.4.:  Münster     tbc.

24.4.: Bremen / Kulturzentrum Schlachthof

I =  Infos zur politischen Situation in der Türkei !

Rojbas – Merhaba – Salute – Guten Tag.

Im Zuge der Reizüberflutung an Informationen zur Pandemie, schienen andere Ereignisse von der Tagesordnung verschwunden zu sein. Relevante politische Themen wurden größtenteils ausgeblendet.  Dennoch sehen wir uns mit vielen sozialen und politischen Fragen und Widersprüchen konfrontiert. Diese gilt es zu betrachten und nicht außer Acht zu lassen. Unser Blick auf Dinge:

In steter Regelmäßigkeit führt türkisches Militär  seit Anfang Juni im kurdischen Teil der Türkei, Syriens und Irak militärische Operationen  in den Regionen Rojava und Heftanin sowie im Qandil-Gebirge  aus, was erneuten Versuchen einer Invasion und  Besatzung gleich kommt und bombadiert Dörfer, Städte und Berge.  Auch das altbekannte paramilitärische  Dorfschützersystem ( kollaborierende Kurden, IS-Söldner und türkische Faschisten bekämpfen aufständige Kurd*innen, zwingen  die Bevölkerung zur Teilnahme und werden dafür vom türkischen Staat bezahlt ) ist  reaktiviert worden. Der Prämisse “ Dem Fisch das Wasser entziehen “ folgend und eine Politik der verbrannten Erde hinterlassend, waren in den 1990er Jahren Dorfschützer für Niederbrennen und Zerstörung 1000der Dörfer und Weiler, einhergehend mit Vertreibungen der dort lebenden Menschen  verantwortlich, die zumeist in einer zweifelhaften inländischen Fluchtalternative mündeten. Die kurdische, nach Sengal zurückkehrende jezidische Bevölkerung wird durch Drohnenangriffe heute wiedermals vertrieben. Gleiches gilt für die  Geflüchteten im Camp Mexmur. Den Menschen bleibt nur die Wahl zwischen Flucht  und Tod.  Begleitet  werden sie größtenteils vom Schweigen der Weltöffentlichkeit, die den völkerrechtswidrigen Einmarsch der Türkei mit dem Ziel der Kolonialisierung ignoriert und vor Kriegsverbrechen aus eigenen Interessen Augen und Ohren verschließt.

Nicht nur dieser Krieg  beginnt  vor unserer eigenen Haustür. Das Bundeswirtschaftsministerium und die im Lande ansässigen Rüstungskonzerne wie KraussMaffei, Rheinmetall, Thyssen-Krupp, Heckler & Koch  gelten noch immer als Haupt-Waffenlieferant der zweitgrößten Nato-Armee Türkei und spitzen diesen Konflikt, militärisch und lobbypolitisch, maßgeblich zu. Für Rüstungsschmieden ist die von Außen herangetragene Forderung nach einem Lieferstopp aus eigener kapitalistischer Logik undenkbar und verhindert somit  eine  inhaltliche Auseinandersetzung.  Profite und Renditen, Börsennotierungen entsprechen eher ihrem Zugang zur Welt. Zudem  zeichnen sie sich im Umgehen bestehender Gesetze und Verschleierung von Vertriebswegen aus. Getötete Menschen, Leid, Zerstörung und Flucht kommen in diesem Kalkül aber nicht vor.

Musiker*innen von Grup Yorum, einer beliebten Band in der Türkei und  Diaspora, sind nach langem Hungerstreik verstorben, wie ein politischer Gefangener auch. Erklärende Hintergründe findet ihr dazu auf unserer Homepage unter “ Politische Stellungnahmen „.

Nach wie vor fallen Oppositionelle, Rechtsanwält*innen, Politiker*innen, Kulturschaffende und freie Presse  “ Säuberungsaktionen wie Inhaftierung, Ermordung oder Verschwindenlassen  “  in der Türkei  zum Opfer.  Counter-Insurgency-Programme ( Kriegführung  durch mittlere Intensität, Kollaborateure, Kontra-Guerilla)) in Kurdistan sind wie erwähnt Alltäglichkeit.  Alltag bedeutet für die kurdischen politischen Gefangenen um Reber Apo auf der Gefängnisinsel Imrali im Marmara-Meer aber auch eine seit Jahren praktizierte Kontaktsperre, was nichts anderes als Isolationshaft bedeutet. Die Zeit seiner Freilassung nach der Entführung vor 21 jahren aus Nairobi /  Kenia, einem nachfolgenden entwürdigenden Schauprozeß unter türkischen Fahnen und die Jahrzehnte der Haft auf Imrali, ist daher gekommen und könnte erneute Grundlage für eine Annäherung zur Lösung der kurdischen Frage sein.

Das Ganze erinnert an Robben-Island, einer Gefangeneninsel vor Kapstadt, wo einst Ahmed Kathrada, Walter Sisulu,  Madiba (Nelson) Mandela und weitere ANC-Kader und Kämpfer gegen die Apartheid inhaftiert waren. Als “ Terroristen “ bezeichnet, im Rivonia-Prozeß mit der Todesstrafe bedroht, aber aufgrund weltweiten Widerstands zu lebenslänglich verurteilt, verbrachten sie dort mehr als zwei Jahrzehnte unter menschenverachtenden Bedingungen. Nach ihrer Freilassung wurde Nelson Mandela zum Staatspräsidenten Südafrikas gewählt. Im Licht der Geschichte wurden der ANC und ihr Widerstand gegen Rassismus frei gesprochen,  zwar nicht juristisch, aber moralisch und politisch. Wie heißt es so treffend: das Wesen des Rechts ist nur eine Quelle des Widerstands gegen das Unrecht. Im Falle Südafrikas waren es u.a. die Massaker der Burenarmee an der schwarzen Bevölkerung z.B. in Sharpeville oder Soweto.

Generell muß  sich die herrschende Klasse in der Türkei aber fragen lassen, wie viel mehr soziale, politische und militärische Konflikte und Kriegsverbrechen, heute  Syrien, Libyen, Aserbaidschan durch logistische Unterstützung für die jeweilige verbündete Kriegspartei,  sie verantworten wollen? Die nächste kriegerische Aggression  um Berg-Karabach  hat gerade begonnen (26.9.). Nutznießerin dieser Intervention könnte  die Türkei und ihr Expansionsdrang hin zu einem  großtürkischen Reich sein. Welches Verhältnis  hat die Regierung zur Schleusung und Ausbildung von IS-Terrorist*innen, die für mörderische Ziele instrumentalisiert werden ?

Insbesondere an diesem Punkt entsteht ein neues Bedrohungsszenario durch potentielle Attentate für Menschen in der Region und darüber hinaus. Folter,  Einschüchterung, Angst, Propagandalügen und Destabilisierung bestehender Strukturen treten  zudem als psychologische Kriegsführung zu Tage Wann endlich wird die türkische Regierung  gegen die rassistischen Morde an syrischen Geflüchteten einschreiten, die immer mehr in den Metropolen um sich greifen? Wer gebietet den türkischen  und iranischen Soldaten Einhalt bei der Ermordung von kurdischen Kolbern? Kolber sind Grenzhändler und Lastenträger, die schwerste Waren auf ihren Rücken über die Berge, die so hoch sind als könne mit ausgestreckten Armen der Himmel berührt werden, tragen und so für das materielle Überleben ihrer Familien sorgen. Immer öfters bleiben verzweifelte, weinende und trauernde Frauen und Kinder zurück. Nicht verfolgt und ungestraft wird  ebenso die aus Kampfhubschraubern in die Tiefe gestürzten wahllos auf Hochalmen festgenommenen Ziegenhirten bleiben, gleichsam wie der Einsatz von chemischen Kampfstoffen (Phosphor) oder das Abschneiden von Ohren und Nasen getöteter Guerilla-Kämpfer*innen als eine Art “ Kopfgeld “ , was einerseits der Einschüchterung dient, ferner aber auch eine Entehrung der Opfer darstellt. Demnach werden Kurd*innen immer mehr zu Opfern einer zutiefst entmenschlichenden und faschistischen Ideologie der Vernichtung.

Die ökonomische Krise in Zeiten von Kriegswirtschaft wird sich anhand  komplexer Entwicklungen ausweiten und verschärfen, bis sich Menschen kein Brot mehr leisten können. Eine rasante Inflation wird die Folge sein. Die kriegerischen Auseinandersetzungen sind aber nur ein Instrument von eben dieser Wirtschaftskrise abzulenken. Tourist*innen, und das ist eine richtige Entscheidung, bleiben der Türkei bedingt durch Covid 19, zunehmender radikaler Islamisierung, repressivem Auftreten und Kriegstreiberei der Regierung aus AKP/MHP, die die gesamte Türkei mittlerweile in eine Knastrepublik verwandelt hat, fern.

Fast täglich kommt es zu sexualisierter Gewalt  und Morden an Frauen (Femizide) oder deren Selbsttötungen aus Scham, und ist auch in der Türkei und Kurdistan Ausdruck eines international auftretenden Patriachats. Verharmlosung einerseits und  Schutz der Täter ( u.a. Militärs) durch die Regierung überhaupt, vervollständigen ein weiteres unfreundliches Bild von einem wunderschönen Land mit vielen herzlichen und fortschrittlichen Menschen, denen wir unsere Grüße der Solidarität schicken. Dabei ist es unerheblich, ob sie aus der Türkei, Syrien, Irak oder Kurdistan kommen.

Wem die Menschheitsgeschichte mit den Epochen der Diktaturen vertraut ist, weiß:  Wer zu Hoch hinaus will, fällt in der Regel tief ! Beispiele gab und gibt es en masse, die derzeitige Warteschlange an potentiellen Kandidaten für den Internationalen-Strafgerichtshof in Den Haag wird immer länger. Organisierte Unmenschlichkeit kann aber nur bekämpft werden, wenn grundsätzliches Interesse und Fokus einer Notwendigkeit zur Strafverfolgung mittels Prozessen geschärft wird und mit Druck der kritischen Weltöffentlichkeit einhergehen, Ein gewichtiges Argument, um der Täter, die Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu verantworten oder begangen haben, habhaft zu werden. Doch es geschieht so gut wie nichts. Im Nachlauf der Ereignisse ist ebenso geschuldet, dass die Bundesregierung einen “ Kuschelkurs “  mit Ankara fährt, türkische Geheimdienste ausbildet und aufbaut sowie deren Tätigkeiten hier freie Hand lässt, was wiederum ein Bedrohungspotential für Kurd*nnen und türkische Linke beinhaltet. Deutsche Interessenvertretungen tun ein übriges: Rüstungskonzerne liefern hochtechnisierte Drohnengefechtsköpfe mit dem Logo deutscher Wertarbeit ( des Todes).

Am 27.8.  ist die Menschenrechtsaktivistin und Rechtsanwältin Ebru Timtik, die im März 2019 durch den sogenannten  „Terrorparagraph“ zu 13, 5 Jahren Haft verurteilt wurde, nach 238 Tagen im Hungerstreik verstorben. Welchen “ Terror “ hat sie begangen? Hintergrund ihres Hungerstreiks war die Forderung nach einem gerechten bzw. rechtsstaatlichen Gerichtsverfahren.  Ebenso die Fortsetzung ihrer anwältlichen Tätigkeit. Während der Beerdigungzeremonie kam es seitens der Sicherheitskräfte zu schweren Übergriffen durch Tränengas und zu Festnahmen von Teilnehmenden aus der Trauergemeinde. Rechtsanwalt Aytac Ünsal, der sich ebenso im Hungerstreik befand und in akuter Lebensgefahr schwebte, hat diesen, nachdem eine Höhere Instanz / Kassationsgericht seine Freilasung angeordnet hat, vor wenigen Tagen als für beendet erklärt und das Krankenhaus verlassen können. Ein weiter und schwieriger Weg bis hin zu seiner vollständigen Gesundung liegt vor ihm.

Heute wollen wir noch an den revolutionären und unvergessenen Schauspieler, preisgekrönten Filmemacher, Regisseur und Wegbereiter des kurdischen Kinos Yilmaz Güney erinnern, der vor 36 Jahren  in Frankreich im Exil gestorben ist.  Seine Filme wie Umut (Hoffnung), Duvar (Die Mauer) oder Yol (Der Weg) waren und sind bis heute Klassiker der Filmgeschichte, die uns schon in der Vergangenheit die Realität der Türkei näher gebracht und vor Augen geführt hat. Der  Preis für seine kulturelle Einmischung und Aufklärung: Verfolgung und lange Haftstrafe. Vergessen wurde er aber nie!

USA:

Gesellschaftlicher und institutioneller Rassismus mit unzähligen afro-amerikanischen Opfern hat eine lange Tradition in den USA. Münchhausen Donald als Twitter-Maniac und seine mächtige Entourage bestehend aus  den Familien Koch ( Koch-Industries) und  Mercer, R. Guilani, NRA, reaktionäre fundamentalistische Evangelikanen sowie der Organisierten Kriminalität, A. Jones / Plattform Infowars, S. Bannon / Thinktank Breitbart, letztere mit rechtsradikalem und/oder verschwörungstheoretischem Hintergrund, zeigt Verhaltensmuster einer narzistischen Persönlichkeitsstörung, die auch Ausdruck von Größenwahn in Mimik und Gestik findet.  So lügt der sich von Geltungssucht getriebene um Kopf und Kragen, ruft zu sexuellen Übergriffen an Frauen auf, verortet sich als Steuerbetrüger und Rassist,  tut jegliche Kritik als Fake ab und verhindert so Diskussionen. Skandale mit der Ukraine/Russland und Deutscher Bank werden geleugnet und zeitgleich ein chaotisches Coronakrisen-Management an den Tag gelegt, das die Pandemie herunter spielt und 100.000 und mehr Tote in Kauf nimmt. Auf selbigem Fuß folgt eine gruselige selbstdarstellerische Performance: aggressiv, emphatielos und autoritär.  Von fehlender sozialer Kompetenz  ganz zu schweigen. Der Ausstieg aus dem Pariser Klimaabkommen und der WHO, stetige Drohungen die NATO zu verlassen (hoffentlich bald) werfen Zeichen seines Niedergangs an die Wand. Auch die Wall-Street hat sich von ihm abgewandt. Zwei FBI-Ermittlungsverfahren wegen Korruption und Postenschiebereien  verliefen im Sande, die Grenzen des Erträglichen  waren jedoch längst überschritten. Nach den aktuellen Ereignissen in den USA will dieser Baron der Lügen Teile des Militärs zu einer privaten Miliz umbauen und gegen die schwarze und widerständige weiße Bevölkerung einsetzen, so  geschehen in Washington, Portland, Chicago. Distanzlos zündelt er verbal tatkräftig mit, heizt die Stimmung wie ein Brandbeschleuniger an und diffamiert demokratische, antifaschistische, anarchistische, schwarze und linke Zusammenhänge, die ihn endlich Laufen sehen wollen. Die Errungenschaften der amerikanischen Demokratie stehen mit ihm auf dem Prüfstand.

Update: “ You are fired “ Baron Münchhausen. Die US-Wahl ist entschieden, die Welt von einem Unsymph befreit. Auch Rechtsbeistände werden diese Tatsache trotz ihrer Klagen nicht ändern können. Im Gegenteil: Münchhausen wird in bis zu 30 Gerichtsverfahren gegen ihn selbst Rechenschaft ablegen müssen. Ein Krimineller, der sich das Mäntelchen der Politik umgehangen hat, weniger. Viele Menschen weltweit freuen sich.

Aber welche politische Ausrichtung werden uns die Demokrat*innen servieren? Zurück zu alten Werten? Was da hieße,  konstruierte Propaganda (Massenvernichtungsmittel Saddam H., die es nie gab) mitzutragen und zu verbreiten. Kriegs – und Drohneneinsätze an sich wie einst u.a. in Afghanistan und Irak fortzuführen. Für diese Politik hat sich der neue Präsident der USA bis vor einigen Jahren stark gemacht, will nun jedoch von diesem Kurs abweichen.

Der US- historische Rassismus aber ist darüber hinaus bekannt als frühes Model der Apartheid (sog. Rassentrennung), welcher als orientierender Impuls  vom südafrikanischem Buren-Regime aufgegriffen und für deren Militanz gegen die schwarze Bevölkerung adaptiert wurde. Rassismus, der sich nicht nur im Sklavenhandel  in dunkler Vergangenheit verortet, durch  Ku Klux Klan und seinen Angst und Schrecken verbreitenden Lynchmorden an der schwarzen Bevölkerung in den Südstaaten Bahn brach und in der Ermordung Martin Luther Kings gipfelte, waren eindringliche Warnsignale. Der Weg zur Befreiung von rassistischen Vorurteilen und den daraus resultierenden Morden  ( Emmet Till, Ahmoud Arbery, Rayshard Brooks, Manuel Ellis, George Floyd ) sowie alltäglichen, gewalttätigen Polizeiübergriffen wie im Fall von Rodney King wird trotz weltweiter Demonstrationen ein mühsamer sein. Darüber hinaus sind hunderttausende schwarzer US-Amerikaner*innen, unter ihnen immer noch der Journalist Mumia Abu Jamal (Free him !) inhaftiert. In Verhältnismäßigkeit der Bevölkerungszahl jedoch werden schwarze Menschen  prozentual betrachtet,  viel öfters zum Tode verurteilt und hingerichtet als weiße. In Anbetracht all dessen steht in Zukunft ein langwieriger internationaler Prozeß bevor, um sich von einer der Geißeln der Menschheit, Rassismus in  seinen strukturellen und allgemeinen Erscheinungsformen, zu befreien. Dafür muß sich Jede und Jeder, denen eine gerechte und bessere Welt nicht bedeutungslos ist, einbringen. In den USA, hier und überall !

Und sonst ?

Noch immer ertrinken oder verdursten Geflüchtete im Mittelmeer und der Sahara.  Sie sollen für eine Krise verantwortlich gemacht werden, wohl wissend und ausblendend, dass es Menschen kaum noch nach Europa schaffen und sie als Betroffene es selbst sind, die schwerste Krisen ( Krieg, Flucht, Hunger, (Re)Traumatisierung) zu meistern haben, ein Leben zwischen Schmerz und Hoffnung führen. So werden selbige mittlerweile nicht mehr als Menschen, sondern als “ Eindringlinge “ wahrgenommen. Der Abschied vom Humanismus ist ein beschämendes Zeugnis für große Teile der hiesigen Gesellschaft. Deshalb: Fluchtursachen benennen und Geflüchtete unterstützen. Das Recht auf Asyl verteidigen !

Kurz zurück zur Pandemie:

Mehrere Pharma-Unternehmen scheinen relativ zeitnah mit einem Impfstoff auf den Markt zu drängen, die Produktion sei sogar schon angelaufen. Es fehle nur noch eine Zulassung. Zunächst also ein hoffnungsfrohes Signal. Wenn aber evident wird, dass die reichen Industrie-Nationen alle potentiellen und zukünftigen Bestände bestellt und schon aufgekauft haben sollen, hieße dieses im Umkehrschluß, dass die vielen armen und mittellosen Menschen der ausgebeuteten Länder dieser Welt keinen Zugriff auf hilfreiche Medikamente erhalten.

Das ist nicht hinnehmbar und muß verhindert werden. Einen Impfstoff-Nationalismus darf es nicht geben. Daher Impfstoff für alle weltweit, insbesondere vor gesundheitsstrategischem Hintergrund einer neuerlichen und potentiellen Coronawelle, die Wiederansteckungsgefahr in sich birgt. Bekanntlicherweise schert sich das Virus in einer globalisierten Welt nicht an Grenzen.

 

Zu uns:

Autoritäre Gesellschaftsformen und auch Normen, deren herrschaftliche Zeitzeichen wie gesellschaftlicher und institutioneller Rassismus, teilen wir nicht. Kultureller und politischer Internationalismus jedoch bleibt unteilbar sowie die Verteidigung von Menschenrechten selbstverständlich, was sich auch in unserer Musik und unseren Inhalten verortet.

Compania Bataclan lädt  zu einer musikalischen Stipp-Visite in vieler Menschen Länder ein. Konzerte jedoch sind nicht nur von Musik, sondern auch satirisch oder von Tanzperformance geprägt.

In Zukunft warten übrigens Veranstaltungen mit noch unbekannten Songs auf euch. Unter Terminen, immer aktuell,  erfahrt ihr, wann und wo wir spielen.

Einladungen wertschätzen wir im besonderen. Unsere Homepage ist neu gestaltet. Es gibt einiges zu entdecken!  Vielen Dank für die wohlwollenden Kritiken seitens des Publikums und der Presse !

* Aufhebung des Betätigungsverbots der Arbeiter*innen – Partei Kurdistans * Freiheit für ihren Vorsitzenden * Es lebe die demokratische Autonomie !

Wir freuen uns auf Kennenlernen und Konzerte mit euch hoffentlich im März kommenden Jahres!

★ Beste Grüße einstweilen !

Compania Bataclan / November 2020

 

Das Programm der COMPANIA, deren Musiker*innen auch die Instrumente untereinander tauschen, präsentiert einen Stil- Mix mit eigenen Texten und begeistert unter anderem mit anatolischen Grooves. An den europäischen Osten erinnert der Klezmer-Freilachs, eine bekannte jiddische Weise. Neben der musikalischen Vielfalt tritt COMPANIA auf der Bühne gleichwohl mit politischer Aussage, aber auch Liebesliedern, an das Publikum heran. Immer tanzbar und mit viel Groove.

COMPANIA BATACLAN ist eine 6-köpfige Band aus NRW.
Musikalischer Abwechslungsreichtum verbindet sich mit politischem Anspruch. Texte aus eigener Feder werden mit verschiedenen Stilen unterlegt. Heraus kommt ein spannender Soundclash; ob Balkan, Klezmer, Rock, Swing, ReggaeSka sowie orientalische Nuancen – COMPANIA BATACLAN tanzt auf vielen musikalischen „Hochzeiten“ – frei nach dem Motto der amerikanischen Anarchistin Emma Goldman „Wenn ich nicht tanzen kann, ist es nicht meine Revolution.“

Der Name COMPANIA BATACLAN erinnert an eine Gruppe libertärer Menschen im Umfeld einer Bar in Madrid namens Bataclan, die den Plan fassten, ein Attentat auf den spanischen Diktator und Vorgänger Francos, Primo de Rivera, zu verüben. Durch Denunziantentum wurde der Plan jedoch vereitelt, die Beteiligten festgenommen und hingerichtet. Mit diesem historischen Rückgriff und Namen will die Band an jene mutigen Menschen erinnern, die in der aktuellen Geschichtsschreibung (fast) keinen Platz gefunden haben.

COMPANIA BATACLAN trat neben eigenen Konzerten unter anderem auch als musikalische Begleiterin von Markscheider Kunst, Irie Revoltés,  Kocani Orkestar, Antwerp Gypsy Ska Orkestra,  Red Ska, Özgür Cebe (Kabarettist), Sookee, Esther & Joram Bejarano / Microphone Mafia, Dottore Ring Ding, Sara Hebe und Band, den türkischen- und kurdischen Kapellen Bandista, Hakan Vreskala, Grup Yorum, Mikail Aslan & Ensemble, Mavis Güneser, Miraz sowie Ma Valise oder 44 Leningrad auf.
Gerade die Konzerte mit unseren Sistabands Ma Valise und Bandista haben großes Vergnügen bereitet.  Update: Ma Valise / Fr. dagegen teilen mit, dass sie sich aufgelöst haben ! Aber es wird nun doch eine kurze Abschiedstour in 2021 geben.

Gerne treten wir bei Solidaritätsveranstaltungen auf, deren Inhalte wir teilen.

COMPANIA BATACLAN begreift sich als Kollektiv und organisiert sich „with a little help from our comrades!“ selbst.

Line-up Companeras/os:

Zebralina – Stimme, Kazoo, Tinwhistle, Percussion, Texte, Akkordeon

Sabin Bassasin – Gitarre, Bass

Nico – Cajon / Schlagwerk

Heval Botan – Percussion, Lyrics

Sax-Machine San Holo – Saxophon, Klarinette, Violine & Satire

El Luce – Elektro Saz-Bass, Kontrabass

Che-Thin, Istanbul (zeitweilig) – Percussion

Nutty Dread – Webmaster / Design

Thx und viele Grüße an die Redaktion von bo-alternativ.de, alle Konzertbesucher*nnen, Freund*innen und Veranstalter*innen.
Besonderer Dank an den uns unterstützenden Fuhrpark: U. Uno, Wgang und Mari-Anne. Selbiges an unseren Webmaster/Designer sowie Gevatter F.  Be well! *

Booking und Kontakt: bataclan@bo-alternativ.de