Willkommen auf unserer Webseite!

In würdiger Erinnerung:

am 10.Juli ist Esther Bejarano, Überlebende der Shoa und Musikerin des sog. Mädchen-Orchesters in Auschwitz-Birkenau, im hohen Alter von 96 Jahren in Hamburg gestorben. Zeit ihres Lebens war sie Kämpferin und Aufklärerin gegen Faschismus, Antisemitismus und Rassismus. Sie wird unvergessen bleiben!

Werte Freund*innen / Besucher*innen,

Obgleich der Spuk der Pandemie noch nicht wirklich vorüber ist, scheint sich die Lage zumindest temporär ein wenig zu entspannen. Konzerte sind in Sichtweite, siehe Termine.

Auch wenn auf hohem Niveau geklagt wird, bleibt im Nachhinein zu konstatieren, dass es bis heute zu keinem wirklichen Lock-Down kam, wie es in anderen Ländern gang und gäbe war / ist. Viele Verbote mussten ertragen werden: nächtliches Ausgehen oder Einschränkung sozialer Kontakte sind zwischenzeitlich aufgehoben worden. Leere Straßen, Plätze und Innenstädte füllen sich wieder mit Leben. Vereinzelung / Einsamkeit, die für lange Zeit unseren Alltag bestimmt hat, ist mehr in den Hintergrund gerückt, jedoch für viele weiterhin Lebensrealität.  Zugegeben: eine schwere Zeit, von der Menschen aus vielen gesellschaftlichen Bereichen erfasst worden sind. Daher gilt es jetzt vorsichtig und immer noch mit Abstand sinnvoll die Zeit zu gestalten.

Es hat nicht wirklich überrascht, dass die Bundesregierung mit ihren Krisenkonzepten auf ganzer Linie versagt hat. Statt gezielt und stringent, jedoch dosiert Informationen zum lebensbedrohlichen Thema an die Menschen heranzutragen, kam es zu einer medialen Inszenierung, die in Reizüberflutung an Informationen mündete und die Bevölkerung verunsicherte. Dass es sich dabei um keine schöne Nachrichten handelte, ist hinreichend bekannt. So wurden Politiker*innen und Wissenschaftler*innen, und andere von einer Talkshow zum nächsten Interview weiter geleitet. Eine neue Form des Pandemie-Tourismus mit sog. Expert*innen, die alle was zu sagen haben, aber substantiell ohne wirklich neue Inhalte blieben, ist entstanden. Mit dem Resultat, dass große Teile der Bevölkerung in den Abschaltmodi übergingen, immer mehr Wut sich mangels Ergebnislosig – und Handlungsunfähigkeit Bahn brach und Rücksichtsnahme sowie Vorsichtigkeit im allgemeinen Umgang mit der Pandemie zwangsläufig in Vergessenheit geriet. Was heute parlamentarisch und wissenschaftlich unterfüttert noch als beschlossen galt, wurde tags darauf schon wieder ausgehebelt und verworfen. Eine opportunistische Groteske mit chaotischen Zuständen, den die sog. Volksvertreter*innen und Wissenschaftler*innen zu verantworten haben. Konrad Adenauer / CDU, erster Bundeskanzler (1949-63) sagte einst: “ Was schert mich mein Geschwätz von gestern „.  Aussagen wie diese haben heute in vielen Fragen noch immer Bestand und Aktualität. Erschwerend zu all dem gesellt sich der ewig gestrige, viel zu langsam arbeitende und auf Genauigkeit basierende deutsche Bürokratismus, der schon im Kaiserreich für Unverständnis und Verzweiflung sorgte und somit lange Tradition hat. Beispiele der Kritik wie die der Masken-Skandale, deren Vetternwirtschaft millionenfache Profite in die eigenen Tasche von Politikern spülte, gäbe es insgesamt en masse, was jedoch in der konkreten Situation kaum weiter hilft. Es bleibt aber schon jetzt ein bitterer Beigeschmack des Süppchens von den Köchen aus dem Kabinett der Eitelkeiten und Machtkämpfe, die uns tee-löffelweise zu Munde gereicht wurden. Transparenz, Handlungsfähigkeit, Informationen mit Aussagekraft und solidarische Verständigung sind Inhalte, die auf der anderen Seite jener Medaille wie in Stein gemeißelt stehen und folglich dringend von Nöten sind.

Künstler*innen, Konzerte und LIVE-Kultur, als ein anti-rassistisches Instrument, entschwanden zwischen Meshed im Iran und Islam Quala in Afghanistan, kommen aber langsam aus dieser Region zurück und haben das menschenleere NomadLand, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen, wieder verlassen. Hintergrund ihrer Entscheidung speist sich aus seit Beginn der Pandemie von Politiker*innen vermittelte Eindruck, Kultur sei nicht so wichtig, darauf könne verzichtet werden. Neben geringer Wertschätzung und einem indirekten kulturellen Berufsverbot war es dem Vernehmen nach ein Affront der Arroganz, einhergehend  mit Einschränkungen und Angriffen auf ein weiteres Grundrecht. Bis vor kurzem an der Tagesordnung im Land gern zitierter Dichter und Denker. In Folge dessen und mit Handlungsauftrag ausgestattet, muß kulturelle Vielfältigkeit verteidigt werden. Kenntnisnahme darüber hat im kultur-politischen Raum und Diskurs, endlich mehr und mehr Einlaß mit positiven Änderungen gefunden. In Frankreich kam es zwischenzeitlich zu Theaterbesetzungen durch Schauspieler*innen und ihren Teams. Bei ihnen handelte es sich weder um Corona-Leugner*innen noch Verschwörungsliebhabende oder sonstigem Klientel.

Um es deutlich zu machen: Schutz vor der Pandemie steht an erster Stelle! Bleibt unbedingt achtsam! Herbst und Winter könnte zur nächsten Zerreißprobe werden.

Damit die Zeit bis hin zu den Konzerten nicht allzu lang wird, ist ein LIVE-Stream-Konzert vom 8.Mai (Tag der Befreiung vom Faschismus) auf unserer Homepage, dort bei Facebook, zu finden und zu sehen. Viel Vergnügen!

Chapeau und Dank an alle Veranstalter*innen, die durchgehalten haben. In Anbetracht dessen tragen wir mittels regelmäßiger Updates dafür Sorge, sich unter „Terminen“ zu informieren.

Ansonsten gilt: achtet weiterhin gut auf euch und andere Menschen und bleibt gesund! Rücksichtslosigkeit und Ignoranz sind das Sprungbrett für die Pandemie.

ABER: eine Zeile tiefer gibt es erfreuliche und bessere Nachrichten!

MA VALISE – NO BORDER Stylie– Abschiedstour, März 2022

Afro-Dub-Reggae-Cumbia-Rock-Musette / Clisson – France

* 4.3.: Marburg / Kulturzentrum Waggonhalle

* 5.3.: Augsburg / Ballonfabrik

* 6.3.:

* 7.3.: Reutlingen / Kulturzentrum Franz K.

* 8.3.: Oberhausen / Druckluft

* 9.3.: Bremerhaven / Pferdestall

* 10.3.: Bochum /Kulturzentrum Bhf.-Langendreer

* 11.3.: Leverkusen / KAW

* 12.3.: Stuttgart / Kulturzentrum Laboratorium

bANDISTA- Yes, we are locked but never down-Tour, Mai 2022

Reggae – Ska – Mestizo – Anatolian Grooves / Istanbul – Turkiye

* 12.5.: Stuttgart / Kulturzentrum Laboratorium

* 13.5.: Bochum / Kulturzentrum Bhf.-Langendreer + Compania Bataclan

* 14.5.: Göttingen / Theaterkeller

* 16.5.: Reutlingen / Kulturzentrum Franz K.

* 17.5.: Oberhausen / Druckluft

* 18.5.: Braunschweig / Nexus

* 20.5.: Wetzlar / Kulturzentrum Franzis

* 21.5.: Augsburg / Ballonfabrik

* 22.5.: Leipzig / Markthalle

* 25.5.: Hannover / UJZ-Korn

* 26.5.: Wendland – KLP  tbc.

* 27.5.: Bremerhaven / Pferdestall

more to come!

I = Infos zur politischen Situation in der Türkei! (siehe ‚Politische Stellungnahmen‘)

Das Programm der COMPANIA, deren Musiker*innen auch die Instrumente untereinander tauschen, präsentiert einen Stil- Mix mit eigenen Texten und begeistert unter anderem mit anatolischen Grooves. An den europäischen Osten erinnert der Klezmer-Freilachs, eine bekannte jiddische Weise. Neben der musikalischen Vielfalt tritt COMPANIA auf der Bühne gleichwohl mit politischer Aussage, aber auch Liebesliedern, an das Publikum heran. Immer tanzbar und mit viel Groove.

COMPANIA BATACLAN ist eine 6-köpfige Band aus NRW.
Musikalischer Abwechslungsreichtum verbindet sich mit politischem Anspruch. Texte aus eigener Feder werden mit verschiedenen Stilen unterlegt. Heraus kommt ein spannender Soundclash; ob Balkan, Klezmer, Rock, Swing, ReggaeSka sowie orientalische Nuancen – COMPANIA BATACLAN tanzt auf vielen musikalischen „Hochzeiten“ – frei nach dem Motto der amerikanischen Anarchistin Emma Goldman „Wenn ich nicht tanzen kann, ist es nicht meine Revolution.“

Der Name COMPANIA BATACLAN hat nichts mit dem schrecklichen Attentat des IS in Paris zu tun, erinnert jedoch an eine Gruppe libertärer Menschen im Umfeld einer Bar (Bataclan) in Madrid, die den Plan fassten, ein Attentat auf den spanischen Diktator und Vorgänger Francos, Primo de Rivera, zu verüben. Durch Denunziantentum wurde der Plan jedoch vereitelt, die Beteiligten festgenommen und hingerichtet. Mit diesem historischen Rückgriff und Namen will die Band an jene mutigen Menschen erinnern, die in der aktuellen Geschichtsschreibung (fast) keinen Platz gefunden haben.

COMPANIA BATACLAN hat unter anderem auch als musikalische Begleiterin mit Markscheider Kunst, Irie Revoltés, Kocani Orkestar, Antwerp Gypsy Ska Orkestra, Red Ska, Özgür Cebe (Kabarett), Sookee, Esther & Joram Bejarano / Microphone Mafia, Dottore Ring Ding, Sara Hebe und Band, den türkischen- und kurdischen Kapellen Bandista, Hakan Vreskala, Grup Yorum, Mikail Aslan & Ensemble, Mavis Güneser, Miraz sowie Ma Valise oder 44 Leningrad gespielt.

Insbesondere die Konzerte mit unseren Sistabands Ma Valise und Bandista haben großes Vergnügen bereitet.

Gerne treten wir bei Solidaritätsveranstaltungen auf, deren Inhalte wir teilen.

COMPANIA BATACLAN organisiert sich „with a little help from their comrades!“ selbst.

Line-up:

Zebralina – Stimme, Kazoo, Tinwhistle, Percussion, Texte, Akkordeon

Sabin Bassasin – Gitarre, Bass

Nico – Cajon / Schlagwerk

Heval Botan – Percussion, Texte

Sax-Machine San Holo – Saxophon, Klarinette, Violine & Satire

El Luce – Elektro Saz-Bass, Kontrabass

Che-Thin, Istanbul (zeitweilig) – Percussion

Nutty Dread – Webmaster / Design

Dank und viele Grüße an die Redaktion von bo-alternativ.de, alle Konzertbesucher*nnen, Freund*innen und Veranstalter*innen.
Besonderer Dank: U. Uno, Wgang und Mari-Anne. Selbiges an unseren Webmaster/Designer sowie Gevatter F.

 Booking und Kontakt: bataclan@bo-alternativ.de