31.8.05.23.00 Uhr
Zwischen Abschiebung und Ausgrenzung
Am Montag, 5. 9., findet um 19.30 Uhr bei Mira e.V., Westring 43, eine Veranstaltung zu Thema Flüchtlingsfrauen/-lesben in deutschen Lagern statt. Referentinnen sind Jessica Katurota von
"Frauen in der
Flüchtlingsinitiative Brandenburg" und Do Lindenberg vom "NoLager-Netzwerk".
NoLager-Netzwerk In der Einladung heißt es: "In der BRD fürchten zurzeit 200 000 Flüchtlinge mit einer so genannten 'Duldung' um ihren Aufenthalt, da Abschiebungen – z.B. in den Kosovo oder nach Afghanistan – verstärkt durchgesetzt werden sollen. Vielen von ihnen wurde von den Ausländerbehörden bereits die Arbeitserlaubnis entzogen, so dass sie und ihre Familien wieder in 'Gemeinschaftsunterkünfte' zurückkehren mussten. Die Unterbringung in Lagern ist neben der Residenzpflicht, dem Asylbewerberleistungsgesetz und den faktischen Arbeits- und Ausbildungsverboten für Flüchtlinge ein zentraler Baustein rassistischer Ausgrenzung. Lager isolieren Flüchtlinge, machen sie 'unsichtbar' und Abschiebungen reibungsloser. Deshalb ist der Besuch von Lagern und die Teilnahme an Aktionen gegen Lager ein wichtiger Bestandteil der Arbeit der Frauen/Lesben, die sich in der Flüchtlingsinitiative Brandenburg engagieren. Wir berichten von Gesprächen mit Frauen/ Lesben/ Transgender in Lagern in Brandenburg und dem Widerstand der Frauen/Lesben in der Flüchtlingsinitiative Brandenburg. Informieren möchten wir auch über die Aktivitäten des NoLager-Netzwerks, insbesondere über den Aktionstag gegen das Abschiebelager Bramsche am 24.September.
Die Veranstaltung findet deutsch/engl. und gegebenenfalls mit Übersetzungspausen für weitere Sprachen statt.


31.8.05.23.00 Uhr
Sie Bochumer DKP hat eine
Extra-Ausgabe ihrer Zeitschrift Bochum-Links zum Antikriegstag und zum geplanten Bundeswehrspektakel veröffentlich.

31.8.05.23.00 Uhr
Veranstaltung der Linkspartei zur Friedenspolitik:
"Deutschland verweigert den Kriegsdienst"

Die Linkspartei schreibt: "Unter dem Titel 'Deutschland verweigert den Kriegsdienst' lädt die Linkspartei am Montag, den 5.9. um 19.30 Uhr in ihr Büro, Unistraße 39 ein, um ihre friedenspolitischen Positionen zu diskutieren. Als Referent ist der Landesvorsitzende der Linkspartei Paul Schäfer eingeladen. Schäfer war in der letzten PDS-Bundestagsfraktion Referent für Abrüstungs- und Friedenspolitik und hat bei der kommenden Bundestagswahl einen sicheren Listenplatz. Die Veranstaltung steht in Zusammenhang mit einer Reihe weiterer friedenspolitischer Aktivitäten der Linkspartei. So beteiligt sich DIE LINKE an der Kundgebung des Friedensplenum zum Antikriegstag am 1. September um 17 Uhr an der Kortumsstr. Ecke Huestraße, an dem Alternativfest zur Bundeswehrshow am 9. September (ab 18.30 Uhr am Konrad-Adenauer-Platz) und an weiteren Aktivitäten gegen die Bundeswehr-Feier."

31.8.05.14.00 Uhr

Antikriegstag 2005: 1.September, 17.00 Uhr, Kreuzung Huestraße / Kortumstraße
Militarismus ist kein Grund zum Feiern
Das Friedensplenum ruft für den Antikriegstag am Donnerstag, 1.9., zu einer Aktion in der Innenstadt auf. Ab 17.00 Uhr wird auf der Kreuzung Huestr./Kortumstr. darauf aufmerksam gemacht, dass in 8 Tagen die Bundeswehr in Bochum einrückt, den Kirmesplatz besetzt und zum militärischen Sperrgebiet erklärt. Kinder sollen hier verführt werden, Waffen als harmloses Spielzeug zu begreifen. Das Friedensplenum ruft das zivilisierte Bochum auf, sich diesem Angriff entgegenzustellen.
Eine der schärfsten Waffen des Friedensplenums: Jürgen Schade und GenossInnen (Foto) singen Friedenslieder. Weitere wehrzersetzende Aktionen sind geplant.
30.8.05.20.00 Uhr

Freitag, 2.9., 20.00 Uhr, Werkstatt Wort und Bild, Lothringer Straße 36c

Eröffnung der Pablo-Neruda-Ausstellung "Aufenthalt auf Erden"

H.D. "Oskar" Gölzenleuchter schreibt: "Der 100. Geburtstag des chilenischen Dichters Pablo Neruda 2004 war für mich äußerer Anlass, Bildende Künstlerinnen und Künstler aufzufordern, mit ihren Mitteln an Neruda zu erinnern bzw. eine Auseinandersetzung mit seinem poetischen Werk, seinen sozialen Visionen, Hoffnungen, Kämpfen, seinen Niederlagen und nicht zuletzt mit seinem Tod zu führen.
Die Hoffnung, die von Nerudas Poesie ausging, verbanden viele von uns auch mit der Unidad Popular, der sozialistischen Regierung Salvador Allendes in Chile, deren Stimme Neruda war. Allende, Neruda, die Unidad Popular, das war auch die Hoffnung auf einen Sozialismus, der sich mit demokratischen Mitteln legitimierte. Am 11.9.1973 wurde diese Hoffnung (wieder einmal) zerschlagen. Die Zusammenhänge sind bekannt. Neruda starb am 23.9.1973, also wenige Tage nach dem gewaltsamen Sturz der Regierung Allende. Seine Beisetzung wurde zur ersten Manifestation gegen die Diktatur des General Pinochet. Nerudas Poesie bewegt noch heute, hat an Kraft nicht verloren. Nach wie vor ist sie eine Stimme der Hoffnung."
16 Künstlerinnen und Künstler folgten dieser Aufforderung und schufen überwiegend aktuelle Arbeiten.
Näheres.

30.8.05.16.00 Uhr

PDS-Ratsfraktion: "Verkehrspolitische Vernunft soll Priorität haben
Keine weiteren Millionengräber durch unsinnige Bauprojekte"
Die PDS-Ratsfraktion schreibt: "Rot-Grün hat durch denn U-Bahnbau jahrelang für millionenschwere Haushaltslöcher gesorgt. Die Bezirksregierung zog die Notbremse und bewilligte den vorgelegten Haushalt nicht. Die Stadt muss nun ihre Ausgaben um über 17 Millionen Euro kürzen und darf nur noch für dringend erforderliche Maßnahmen Mittel bereitstellen. Hierzu hat die Verwaltung eine Prioritätenliste vorgelegt, die an dem Ausbau des Westkreuzes an der A 40 festhält."
"Für dieses Jahr ist das Kind in den Brunnen gefallen," so der PDS-Fraktionsvorsitzende Ernst Lange, "die verbuddelten U-Bahn-Millionen können wir nicht mehr zurückholen, aber wir sollten aus der Vergangenheit lernen: Großprojekte, die den Haushalt dauerhaft belasten, sollten wir uns in dieser Situation sparen. Der Anschluss der Westtangente an die A 40 wird außer den Planungskosten von 292.000 Euro in diesem Jahr Folgekosten von mehreren Millionen nach sich ziehen. Der Ausbau der A 40 und die Aufstufung des Außenrings zur Autobahn sind verkehrs- und finanzpolitisch unsinnig und werden überdies die Anwohnerinnen und Anwohner noch stärker gesundheitsgefährdenden Abgasen aussetzen. Das ist mit der PDS-Fraktion nicht zu machen. Wir werden, wie schon in den Haushaltsverhandlungen, die Streichung der Planungskosten fordern. Die frei werdenden Mittel können besser in die Schulsanierung und Kulturprojekte investiert werden."
30.8.05.15.00 Uhr

Donnerstag, 1.9., 19.30 Uhr, Christuskirche, Westring 26 b

Soziale Liste: "Nach Afghanistan und Irak - nun Krieg im Iran?"
Aus Anlass des internationalen Antikriegstages lädt die Soziale Liste Bochum zu einer Diskussionsveranstaltung ein. Der Grund für diese Veranstaltung ist "die aktuelle Kriegsdrohung von US-Präsident Bush gegen den Iran." Referent ist Michael Opperskalski (Köln)
Die Soziale Liste Bochum schreibt in einem
Flugblatt: "Mit publizistischen, politischen und militärischen Mitteln haben die USA bereits umfangreiche Kriegsvorbereitungen gegen den Iran getroffen. Die Bundesregierung unter Schröder und Fischer hat die Kriege gegen Jugoslawien und Afghanistan mitgeführt und beim letzten Irakkrieg der USA geholfen (Überflugrechte, Wachdienst, Ersatz von US-Truppen, Ausbildungsmaßnahmen). Deshalb sind Zweifel an der bisherigen Ablehnung der Kriegsdrohung der USA durch Schröder und Fischer angebracht: Unter anderem sollen folgende Fragen diskutiert werden: Wie groß ist die Gefahr eines Krieges gegen den Iran tatsächlich? Kann man den verbalen Dementis deutscher Zustimmung zum möglichen Krieg gegen den Iran glauben? Wird nicht wieder versucht, mit dem Thema im Wahlkampf zu punkten, ohne etwas tatsächlich zu leisten?"
28.8.05.23.00 Uhr
Themen im Agenda-Beirat:

Bürgerhaushalt und BoBaKu-Film
Am Mittwoch, 31.8., tagt ab 17.30 Uhr der Agenda-Beirat öffentlich im kleinen Sitzungssaal des Rathauses. Zunächst wird ein Film zum
Projekt BoBaKu über den Aufbau einer Vollkorn-Bäckerei in Bamako, Mali gezeigt. Auf der Tagesordnung des Beirates stehen zwei Projektanträge, die Genehmigung des Wirtschaftsplans und ein Konzeptpapier zur Öffentlichkeitsarbeit. Der Arbeitskreis Verkehr hat zudem einen Antrag eingereicht, der den Parkplatzausbau der Bundesknappschaft zum Thema hat. Ferner wird über den Bürgerhaushalt Berlin-Mitte informiert. Unter einem Bürgerhaushalt ist eine Beteiligung der BürgerInnen beim Aufstellen des kommunalen Haushaltes gemeint, um ihn verständlich zu machen und eine Mitgestaltung zu ermöglichen.
Die Agenda-Idee wirbt generell für Beteiligung und Mitgestaltung vieler BürgerInnen. Das personell gut ausgestattete
Agenda-Büro der Stadt Bochum hat es vier Tage vor der Sitzung noch nicht einmal geschafft, die Einladung für die Sitzung im Internet zu veröffentlichen.

26.8.05.23.00 Uhr

Soziale Liste: "Ein Fest für Kinder, Jugendliche und Familien im militärischen Sperrgebiet?"

Die Soziale Liste schreibt: "Die Veranstaltungen anlässlich des 50jährigen Jubiläums der Bundeswehr im September auf dem Platz an der Castroper Str. (Kirmesplatz) sollen offensichtlich auf militärischem Sperrgebiet stattfinden. Für den 8. bis 11. September 2005 hat die Bundeswehr Bürger und Familien, vor allem aber Jugendliche und Kinder zum "Show-Programm mit Action, Spaß und Information" eingeladen.
Das heißt, dass auf dem Kirmesplatz die Polizei keinerlei Befugnisse mehr hat, sondern die Feldjäger der Bundeswehr Hausrecht und Gewaltmonopol haben. Normalerweise werden militärische Sperrgebiete durch Schilder kenntlich gemacht, auf denen vor einem Schusswaffengebrauch gewarnt wird. Günter Gleising, Gruppensprecher der Sozialen Liste im Rat erklärt, 'das Militärspektakel ist für viele Bochumer eine Zumutung, zumal die Friedensarbeit eine große Tradition in der Stadt hat. Unerträglich aber ist, wie schon Kinder mit Hilfe von Militärtechnik und Kriegsfahrzeugen für die Bundeswehr begeistert werden sollen und wie auch die Jugendarbeitslosigkeit für Werbungszwecke ausnutzt wird.'"
Im Wortlaut.

26.8.05.23.00 Uhr
Ein offenes Treffen für Erwerbslose, 1-Euro-Jobber ...
...und prekär (arm und unabgesichert) Beschäftigte findet am Dienstag, 30. August, um 18.00, im
Sozialen Zentrum statt. Wie an jedem letzten Dienstag im Monat ("JELEDI") lädt die Unabhängige Sozialberatung zu zwanglosem Austausch und allgemeiner Beratung.

26.8.05.23.00 Uhr

August-Plenum des Bochumer Sozialforums

Am Montag, 29.8., findet um 19 Uhr im Sozialen Zentrum das August-Plenum des Bochumer Sozialforums statt. Haupthema wird diesmal das dritte Sozialforum sein. Hierbei geht es um die Planung für ein drittes Bochumer Sozialforum bzw. ein Perspektivenkongress zusammen mit anderen Gruppen. Ein weiteres Thema wird die Solidarität mit dem Internet-Portal Labournet sein. Es gibt inzwischen einige Ideen für Veranstaltungen und Aktionen in Bochum. Außerdem findet am 5. September ein bundesweiter Aktionstag statt: Hartz-Schluss. Er soll auch für Bochum vorbereitet werden.
25.8.05.23.00 Uhr
"Wohltätigkeitskonzert" der Bundeswehr für die Bochumer Synagoge im militärischen Sperrgebiet auf dem Kirmesplatz
Die Bundeswehr hat ihren Propaganda-Feldzug für das Militärspektakel vom 8.-11. September auf dem Bochumer Kirmesplatz begonnen. In etlichen Bochumer Geschäften hängen jetzt Werbeplakate für die Militärshow. Das Programm für die Waffenschau der Bundeswehr ist jetzt
im Internet veröffentlicht. Dass Soldaten zum Töten ausgebildet werden, wird im Programm nicht erwähnt. Ausbildung, Abenteuer und Action stehen auf dem Programm. Ein Punkt darin lässt die zivilisierten Bochumer BürgerInnen hoffen: Am Samstag um 10.55 Uhr wird versprochen: "Action: Waffenloser Kampf der Feldjäger". Mittlerweile ist nämlich bekannt geworden, dass der gesamte Platz während des Militärspektakels zum militärischen Sperrbezirk erklärt wird. Die Feldjäger der Bundeswehr haben damit das Sagen auf dem Kirmesplatz.
Das Militärspektakel endet am Sonntag unter dem Motto "Familientag mit dem Luftwaffenmusikkorps 3 aus Münster" mit einem "Wohltätigkeitskonzert für den Freundeskreis Bochumer Synagoge". Ob der Vorstand des Fördervereins für den Bau der Bochumer Synagoge sich ernsthaft darüber Gedanken gemacht hat, was es für viele Mitglieder bedeutet, wenn ausgerechnet eine Militärkappelle zur Unterstützung des Neubaus der Synagoge eingesetzt wird? Der Vorstand muss doch gewusst haben, dass das Ganze weniger der guten Sache als der Akzeptanzbeschaffung der Bundeswehr dienen soll.
Das Bochumer Friedensplenum sieht das gewaltige Bemühen der Militärs um Anerkennung als kleines Kompliment für die eigene Arbeit. Ein Teilnehmer schlug auf der letzten Sitzung vor: "Wir fordern jetzt, dass der gesamte Militärhaushalt für Wohltätigkeitskonzerte ausgegeben wird."

25.8.05.22.00 Uhr

Dienstag, 30.08., 19.30 Uhr im Bahnhof Langendreer

Frank Deppe: Zur Neugründung der politischen Linken
Professor Frank Deppe ist Politikwissenschaftler an der Phillips-Universität Marburg. Er ist einer der profiliertesten Forscher auf dem Gebiet der politischen Ideengeschichte, der Gewerkschafts- und Parteientwicklungen. Er hat zuletzt die Bücher „Politisches Denken im 20. Jahrhundert“ und „Politisches Denken zwischen den Weltkriegen“ veröffentlicht.
In der Einladung von Bahnhof Langendreer und Rosa-Luxemburg-Stiftung zu der Veranstaltung heißt es: "Mittelfristig ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es in Deutschland zu einer Reorganisation des Parteiensystems, zu einer Parteineugründung auf der politischen Linken kommt. Eine politischen Kraft links von der „neuen Sozialdemokratie“, die es in den meisten europäischen Ländern ja gibt, kann einen wichtigen Beitrag zur Veränderung der gesellschaftlichen und politischen Kräfteverhältnisse leisten. Über die Bedingungen, Widersprüche und Schwierigkeiten bei der Neugründung der politischen Linken soll in dieser Veranstaltungen, auch in historischer und europäischer Perspektive, diskutiert werden."
25.8.05.22.00 Uhr
Bleiberecht und Abschiebehaft
Das Internationale Aktionsbündnis trifft sich am Sonntag, 28.8., um 14.00 Uhr im Sozialen Zentrum, um die Teilnahme an der
Demonstration für Bleiberecht am 17.September in Düsseldorf und am Aktionstag gegen das Modell-Abschiebelager in Bramsche bei Osnabrück am 24. September zu planen. Eine wichtige Frage in der Vorbereitung für beide Demos wird am Sonntag genauer besprochen werden müssen: Wie kann ein kollektiver Umgang mit der Bedrohung durch die Residenzpflicht gefunden werden, die Flüchtlinge mit Bußgeldern bedroht, wenn sie ohne Erlaubnis des Ausländeramtes an den Demos teilnehmen? Das Bündnis freut sich, wenn InteressentInnen zu dem Treffen kommen.

25.8.05.13.00 Uhr
Diskussion zur Wohnsituation nach ALG II in Bochum
Die Kirchen-nahe Arbeitslosen-Initiative Werkschlag und der Arbeitskreis Erwerbslose in der IG-Metall laden für nächsten Dienstag, 30.8., 10.00 Uhr zu einer Diskussion in den Gewerkschaftssaal der IG-Metall ein. In der Einladung heißt es:"Nach den massiven Protesten hatte die rot-grüne Mehrheit im Rat mit einem Änderungsantrag im Sozialausschuss eine Vorlage der Verwaltung vertagt, nach der ca. 800 ALG II-Haushalte zum Umzug aufgefordert werden sollten. Die Kriterien für die Kosten der Unterkunft werden neu geregelt, jetzt heisst es aufpassen." ReferentInnen von der SPD, der CDU und vom Mieterverein werden angekündigt. Die linke Oppopsition im Rat, Linkspartei.PDS und Soziale Liste, sind nicht eingeladen.
Das Einladungsflugblatt.

25.8.05.13.00 Uhr
Anfrage der Sozialen Liste:
Stadt soll Auskunft zu Atombunkern geben

Aus Anlass des diesjährigen Internationalen Antikriegstages am 1.September stellt die Ratsgruppe der Sozialen Liste im Rat eine Anfrage zu den auf dem Bochumer Stadtgebiet liegenden Atombunkern und dem sog. Bochumer Bunkerplan. Sie schreibt: "Die Atombunker sind ein Relikt des kalten Krieges. Symbol für die veränderten Zeiten ist die Aufgabe und der Rückbau des Atombunkers der Bundesregierung 'Marienthal' südlich von Bonn. Waren die Atombunker schon zur Zeit des kalten Krieges umstritten, so sind sie gegenwärtig ein Anachronismus, der abgeschafft werden sollte. Beendet werden müsste auch die Zusammenlegung der Ämter, Stellen und Maßnahmen zum 'Schutz' vor einem atomaren oder militärischen Schlag und zum natürlichen Katastrophenschutz. Gegen atomare und militärische Schläge schützt vor allem eine konsequente Friedenspolitik. In diesem Zusammenhang begrüßen wir ausdrücklich die Unterzeichnung der 'Erklärung deutscher Bürgermeister zur Abschaffung von Atomwaffen' durch Bochums Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz". Im Wortlaut.
23.8.05.23.00 Uhr
Internationaler Kongress: Gerechtigkeit heilt

Mit einem Eröffnungsvortrag von Beate Klarsfeld “Die Notwendigkeit der strafrechtlichen Verfolgung von Menschenrechtsverbrechen” beginnt am 14. Oktober ein dreitägiger internationalen Kongress der Medizinischen Flüchtlingshilfe im Bahnhof Langendreer. Es sind MenschenrechtsexpertInnen aus verschiedenen Ländern eingeladen. Vorträge, Podiumsgespräche und themenbezogene Workshops sollen der Vernetzung und dem Erfahrungsaustausch im Kampf gegen Straflosigkeit dienen. Das ganze läuft im Rahmen der
Kampagne Gerechtigkeit heilt der Medizinischen Flüchtlingshilfe. Hier wird seit 2002 die gesellschaftliche Aufarbeitung von Kriegs- und Menschenrechtsverbrechen sowie ihre juristische Ahndung zum Thema gemacht. Die Kampagne verbindet Menschenrechtsarbeit mit Prävention gegen Menschenrechtsverletzungen und Therapie bei Überlebenden und traumatisierten KlientInnen. Neben individuellen Therapieansätzen haben
demokratische gesellschaftliche Umbrüche gezeigt, dass Gerechtigkeit heilt.
23.8.05.21.00 Uhr

Donnerstag, 25. August, Beginn: 21 Uhr, Zwischenfall, Alte Bahnhofstr. 214

BLACKFIRE (Navajo Indian Punkrock)

RadioBoenteKoe präsentiert:"BLACKFIRE ist eine traditionell beeinflusste, energiegeladene Band, zusammengesetzt aus drei Geschwistern aus dem Navajo-Gebiet im Norden Arizonas. Die Lieder variieren von wirklich schnellen Punk-Stücken über melodiösere, hymnenverdächtige Stücke bis hin zu Unikaten von Dark Wave oder rein traditionellem Gesang. Mit ihrer kraftvollen Musik und den herausfordernden Texten über die Zwangsumsiedlung indigener Völker, Umweltzerstörung, Völkermord und Menschenrechte reflektieren Jeneda, Klee und Clayson die Stimme und Hoffnung einer engagierten Generation. Blackfire veröffentlichen auf einem eigenen Label namens Tacoho, touren seit Ende der Neunziger durch Nordamerika und Europa und traten zweimal in der Subsahara auf. Ihr Album “One Nation Under“ gewann 2002 den “Native American Music Award“."
23.8.05.17.00 Uhr
Zivile Alternative zur Bundeswehr-Show
Mitte September will die Bundeswehr mit einem riesigen Spektakel auf dem Kirmesplatz an der Castroper Straße ihr 50-jähriges Bestehen feiern. Den Höhepunkt der Militärshow soll am Freitagabend - am Jugendtag - Popstar Juliette und die Bigband der Bundeswehr bilden. Das Friedensplenum bietet am 9.9., ab 19.00 Uhr auf der Bühne auf dem Konrad-Adenauer-Platz vor dem Mandragora ein echtes Alternativprogramm: Chorrosion, Sons of Gastarbeita und Black Ash.
In der übrigen Zeit werden viele Bochumer Gruppen zusammen mit dem Friedensplenum am und auf dem Kirmesplatz Aktivitäten entwickeln. Wahrscheinlich wird das Gelände symbolisch vermint. Das Motto für die Aktion: Bundeswehr in aller Welt - friedlich wie ein Minenfeld. Das Friedensplenum lädt für den morgigen Mittwoch, 24.8., um 19.30 Uhr in den Bahnhof Langendreer ein. Gruppe aber auch einzelne Interessierte können sich noch mit Aktionsideen einbringen.
Die VVN/BdA veranstaltet am Freitag, 26.8. um 19.30 Uhr im Gemeindesaal der Christuskirche
einen Informationsabend zum Thema "Militarismus ist kein Grund zum Feiern". Wolfgang Dominik, Günter Gleising und Reinhard Junge werden zum Thema Bundeswehr einige Ausführungen machen.
22.8.05.23.00 Uhr

Zäher Protest
Der Abbau des
Protestcamps gegen Studiengebühren an der Ruhr-Uni war ein Symbol für die Aktion. Er verlief ziemlich zäh. Es ist nicht gelungen den Protest motivierend in die Semesterferien bzw. in das nächste Semester zu tragen. Die AStA-kristische Web-Seite "AStA-Watch" resümiert die Schwierigkeiten eines Protestes, der vom AStA nicht ernsthaft unterstützt wird. Neu auf AStA-Watch: Die Meldungen sind jetzt auch thematisch sortiert zu finden.

21.8.05.10.00 Uhr
Vielzeitungsleser Stefan Nölle fand diese Kombination von Bild und Überschriften im Berliner Tagesspiegel recht beeindruckend:


20.8.05.16.00 Uhr
Soziale Liste Bochum: Akzente im Wahlkampf
Die Soziale Liste schreibt: "Mit vielfältigen Aktivitäten startet die Soziale Liste Bochum in die zweite Jahreshälfte. Obwohl das kommunale Wahlbündnis selbst nicht zur Bundestagswahl antritt, sollen trotzdem auch Akzente im Wahlkampf gesetzt werden. Ebenso sind zum Antikriegstag Aktivitäten geplant, soll im September das diesjährige Kulturfest stattfinden und in den nächsten Tagen erscheint die neue Ausgabe der Zeitung der Sozialen Liste."
weiter

20.8.05.16.00 Uhr

Der Intendant der RuhrTriennale reist ins 19. Jahrhundert
Jürgen Flimm kämpft für Hartz 4

Heute beginnt die 2. RuhrTriennale unter der Intendanz von Jürgen Flimm in der Bochumer Jahrhunderthalle. Romantische Bewegung und industrielle Revolution ist ein Schwerpunkt des Programms. Jürgen Flimm kündigt für die RuhrTriennale eine Zeitreise ins frühe 19. Jahrhundert an. Sozialpolitisch hat er das Ziel seiner Reise schon längst erreicht.
Am 2. Oktober 2004 erschien in der Süddeutschen Zeitung
eine ganzseitige Anzeige, in der sich 62 bekannte Personen kompromißlos hinter die geplanten Einschnitte in das soziale Netz unter dem Titel "Hartz IV" und hinter den Bundeskanzler Schröder stellten. Auch Jürgen Flimm ist auf den "Hundt" gekommen und unterzeichnete den Aufruf "Auch wir sind das Volk: Die unter dem Angst machenden und abschreckenden Schlagwort Hartz IV beschlossenen Änderungen in der Arbeitslosen- und Sozialhilfe sind überlebensnotwendig für den Standort Deutschland." weiter.

19.8.05.19.00 Uhr
Website-Schnupperworkshop für Eine-Welt-Aktive
Die Initiative bobaku bietet am Samstag, den 28. August von 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr einen Website-Schnupperkurs für Eine-Welt-Aktive an. In der Einladung heißt es: "Wer kennt das nicht? In der Initiative, in der Eine-Welt-Gruppe oder auch in der Gemeinde möchten die Aktiven auf ihre Arbeit auch im Netz hinweisen. Wenn man Glück hat - so wie z.B. bobaku (
www.bobaku.de) findet sich ein aktives Mitglied, das gut und günstig eine Seite kreiert. Was aber ist, wenn diese Person mal nicht da ist, aber aktuelle Infos auf die Seite sollen? Was wenn er/sie die Stadt wechselt und keine/r mehr mit der Technologie umgehen kann? Die Idee ist, die "Medienkompetenz" in der Gruppe anzugleichen und steigern, so dass es möglich wird, die Aufgaben der Öffentlichkeitsarbeit auf mehrere Schultern zu verteilen. Dafür gibt es einfache Lösungen, die in diesem Workshop vorgestellt werden sollen."
Der Workshop findet in den Räumen der Gruppe
"Das Labor" im Sozialen Zentrum statt - eine professionelle Infrastruktur ist vorhanden. Die Teilnahme kostenlos.
Anmeldungen an:
raestrup@diadiss.net
19.8.05.19.00 Uhr
Zu der in der nächsten Meldung angesprochenen Kritik des Bundesrechnungshofes erklären die Bochumer Grünen: "Die pauschale Kritik des Bundesrechnungshofs (BRH) und des Bundeswirtschaftsministers an der Umgehensweise der Stadt Bochum mit den Kosten für die Unterkunft von Arbeitslosen weisen wir zurück."
Die Presseerklärung der Grünen.

19.8.05.11.00 Uhr

Clements Rache?
Ver.di, der Bochumer Mieterverein und das Bochumer Sozialforum hatten im letzten Jahr mit Veranstaltungen und Aktionen (näheres) als erste darauf aufmerksam gemacht, dass es zu den Folgen von Hartz IV auch gehören wird, dass MieterInnen aus ihren Wohnungen vertrieben werden. Dies hat bundesweit für Aufmerksamkeit gesorgt. Politik und Verwaltung in Bochum versprachen allerdings - kurz vor der Kommunalwahl - , dass es zu keinen Vertreibungen von MieterInnen kommen soll (näheres). Vor ein paar Wochen hatte die Stadtverwaltung dieses Versprechen vergessen und eine Vorlage erstellt, wie Opfer von Hartz IV aus Wohnungen verdrängt werden sollen (näheres). Massiver Protest u. a. vom Mieterverein führte dazu, dass die rot-grüne Mehrheit im Rat ihre Verwaltung stoppte und erst nach der Bundestagswahl über das weitere Vorgehen entscheiden will (näheres). Gestern war in der Financial Times (FTD) zu lesen: "In einem Brief an das Ministerium, der der FTD vorliegt, weist der Rechnungshof darauf hin, dass die Stadt Bochum nicht gegen zu hohe Ausgaben bei Mieten vorgehe." Die FTD ist die Hauspostille des Wirschaftsministeriums, dem "Superminister" Clement vorsteht. Bevor Clement Bundesminister wurde, hatte er seinen Landtagswahlkreis in Bochum. Zur Bundestagswahl hat keine SPD-Gliederung ihm einen Wahlkreis angeboten. In vier Wochen ist er von der politischen Bühne verschwunden.
18.8.05.17.00 Uhr

Donnerstag, 25. August, 19.30 Uhr, Lesung in der Bodegas Rioja

Sommerwehen. Effekte aus dem Schreibhaus.

Karin Kress und Uri Bülbül lesen Gedichte, Essays und Geschichten
Das
Schreibhaus verspricht: "Kurzprosa, Erzählungen und literaturwissenschaftliche Texte sind ihr Metier. Die Virtuosität in der Stilkunst konzentriert sich bei Karin Kress auf die Bandbreite der Ausdrucksmöglichkeiten von theoretisch-abstrakt bis bildlich-poetisch. Literarisch bleibt sie im Feld der Prosa, auch wenn ihre Texte oft an die Grenze des Lyrischen gehen. Es sind zauberhafte Ausflüge wie Glühwürmchen bei einer Nachtwanderung.
Für schiefe Bilder in Selbstironie und philosophische Poesie (ob es so etwas überhaupt geben kann???) ist Uri Bülbül zuständig. Immer wieder hört man von ihm die Abkehr vom gedruckten Wort als schriftstellerisches Bekenntnis. Er will raus aus den Buchdeckeln wie der Geist aus der Flasche, er will Zusammenhänge, wo die Buchbinde- und Druckkunst nach Ordnung rufen. Knoten im Hirn? Kein Problem für das vernetzte Denken! Und wer glaubt, dass es hier keinen doppelten Boden gäbe, könnte sich hinters Licht führen lassen.
Am heutigen Abend in der Bodega wird bestimmt auch ein Gläschen Wein serviert. Dazu gibt es kleine Leckereien und in Häppchen Gedichte, Essays, Kurzprosa und Längergeratenes von Aperitif bis Aperçu.
18.8.05.14.00 Uhr
Sonntag, 21.8., 19.04 Uhr, Urbo-Bürgerfunk
50 Jahre Bundeswehr - Kein Grund zum Feiern

Am Sonntag den 21.08.gibt es wieder Radio Friedensplenum im "Unabhängigen Radio Bochum", Urbo. Vom 8. bis 11. September wird es in Bochum eine Militärshow zum 50-jährigen Bestehen der Bundeswehr geben. Das Bochumer Friedensplenum sagt Nein zu dieser Jubelveranstaltung. 50 Jahre Bundeswehr sind kein Grund zum Feiern!
Zu empfangen ist die Sendung auf der Frequenz von Radio 98.5 (UKW 98,5 MHz und im Kabel 99,4 MHz).
18.8.05.08.00 Uhr
Samstag, 20.8., 16.30 und 19.30 Uhr
"Reverend Billy" beim Eröffnungsevent der Ruhrtriennale
Die RuhrTriennale - eine Feierlichkeit der Kommerzkultur - hat am Samstag zu ihrem Eröffnungsevent den Performancekünstler Bill Talen eingeladen. Er ist eine der führenden Figuren der New Yorker Antiglobalisierungsbewegung und tritt als "Reverend Billy" von der "Church of Stop Shopping" auf. Seine "Einkaufsinterventionen des Stoppt Shopping" an öffentlichen Orten stehen in einer Tradition mit dem Living Theater, José Bové, Lenny Bruce und den Yippies. Sein erster Auftritt bei Starbucks dauerte 90 Sekunden. Es gelang "Reverend Billy", mitten in der Caféhaus-Filiale ins Publikum zu schreien: "Sie stecken in einer Blase bourgeoiser Sicherheit fest!" Der Manager des Coffee-Shops holte die Polizei und im Handumdrehen stand der selbsternannte Prediger draußen. Seine Auftritte: kurz, aber schlecht fürs Geschäft. Seine simple Botschaft lautet: "Stoppt den Konsum!". Er stört Büroangestellte ("Haben Sie je über die Ökologie des Planeten nachgedacht?"), macht Gästen den Kaffee madig ("Die Kaffeebauern bleiben arm!") und verschreckt Gemüseverkäufer ("Bananenhandel ist unfair"). Schon werden Angestellte geschult, wie sie sich verhalten sollen, falls Billy ihren Laden stürmt. Seine Aktionen enden häufig im Gefängnis. Bill Talen spricht vom Betreten eines imaginären Raumes. Die Polizei nennt es schlicht widerrechtliches Betreten fremden Eigentums. Der "Reverend" ist überzeugt, dass soziale Veränderung mit zivilem Ungehorsam beginnt.
18.8.05.08.00 Uhr

Verhalten gegenüber der Polizei

Das Aktionsbündnis gegen Kettenduldungen lädt zu einer Veranstaltung am Sonntag, 21.08., 12 Uhr im Bahnhof Langendreer. Das Thema ist: "Welche Rechte habe ich gegenüber der Polizei, was kann ich bei Vorladungen, Festnahmen und Durchsuchungen tun, wann muss ich Aussagen machen, wie kann ich mich am besten schützen?" Ein Rechtsanwalt wird auf der Veranstaltung mit Hilfe von konkreten Fällen die Rechte verständlich machen. Die Veranstaltung wendet sich besonders an Flüchtlinge und MigrantInnen.
17.8.05.10.00 Uhr
Linkspartei für Kündigungsschutz
Die
Linkspartei unterstützt die Forderung des Mietervereins an die CDU-Landesregierung, den Mieterschutz für von Privatisierung betroffene MieterInnen zu erhalten. Die Linkspartei bittet alle BürgerInnen, "sich mit ihrer Unterschrift für den Erhalt der NRW-Verordnung für Kündigungssperrfristen einzusetzen". Dafür sammelt die Linkspartei am kommenden Samstag zwischen 11 und 14 Uhr an ihren Infoständen in der Kortumstraße und im Unicenter Unterschriften.
16.8.05.20.00 Uhr
Staatsanwaltliche Einstellungen
WAZ, Ruhr-Nachrichten und der lokale Radio-Sender berichten heute über die Entscheidung des Oberlandesgerichtes (OLG) im Emily-Prozeß. In der Hauptsache hat das OLG das Urteil des Landgerichtes bestätigt.
Siehe Meldung vom 15.8. Wenn die Medien einhellig nicht darüber berichten, dass die Generalstaatsanwaltschaft auf "Anregung" des OLG einen Teil der Anklage (Veröffentlichung der Anklageschrift) zurückgenommen hat, dann hat das einen einfachen Grund: Diesen nicht alltäglichen Vorgang hielt die Bochumer Staatsanwaltschaft in ihrer Presseerklärung nicht für erwähnenswert. Immerhin ist dies ein Signal des OLG und der Generalstaatsanwaltschaft, dass die Bochumer Justiz in dieser Sache ein wenig zu weit gegangen war.
16.8.05.18.00 Uhr
Neuerscheinung:
"Es lebe das Leben..."

Die Freimarks aus Bochum - eine deutsch-jüdische Familie - Briefe 1938-1946

Ende September erscheint eine Briefedition des Bochumer Historiker Hubert Schneider. In der Buchankündigung heißt es: "Zwischen Oktober 1938 und Oktober 1941 schrieben Karola und Simon Freimark aus Bochum 102 Briefe und Postkarten an ihre Kinder Stefanie und Gerhard, die wenige Tage vor der Pogromnacht zu Verwandten nach Philadelphia (USA) ausreisen konnten. Die Briefe dokumentieren in exemplarischer Weise, wie die nationalsozialistische Segregations- und Verdrängungspolitik vor Ort funktionierte; [...] an zahlreichen Punkten wird deutlich, dass dieser Verdrängungsmechanismus nur funktionierte, weil er von der Mehrheitsgesellschaft getragen wurde. [...]
Karola und Simon Freimark konnten nicht mehr emigrieren. Sie wurden im Juli 1942 in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Nach ihrer Befreiung im Mai 1945 warteten sie in dem Displaced-Persons-Lager Deggendorf auf die Ausreise in die USA. Der Briefwechsel zwischen Eltern und Kindern wurde von Deggendorf aus sofort wieder aufgenommen. Überliefert sind 40 Briefe der Eltern und 25 Briefe der Kinder. Diese Briefserie gibt in exemplarischer Form Hinweise darauf, ob und wie es den Überlebenden der Lager gelingt, mit diesen Erfahrungen zu leben."
Die vollständige Ankündigung.
Das Buch wird am Dienstag, dem 6. September 2005, 18.00 Uhr, in der Bibliothek des Ruhegebiets in der Clemensstraße vorgestellt.

16.8.05.18.00 Uhr
Soziale Liste kritisiert ARGE:
Kontrollen statt Vermittlung

Der Sozialen Liste Bochum schreibt, "dass derzeit auch Bochumer BezieherInnen von
ALG II von Callcentern in Thüringen, die angeben im Auftrag der Bundesagentur für Arbeit zu handeln, in Anrufen zu einem telefonischen Datenabgleich aufgefordert werden. Es sollen Fragen 'ob man schon in Arbeit sei' oder nach der 'Verfügbarkeit für den Arbeitsmarkt' beantwortet werden. Erst auf Nachfragen wird auf die 'Freiwilligkeit' der Teilnahme an der Aktion hingewiesen. Offen ist derzeit, ob der ARGE vertrauliche Angaben verloren gegangen sind, oder ob es sich hierbei um die von Minister Clement angekündigten Überwachungsmaßnahmen in der Urlaubszeit handelt." Weiter schreibt die Soziale Liste: "Diese schikanösen Maßnahmen sollen offensichtlich auch über den Misserfolg der Hartz Gesetze hinweg täuschen, die vor 3 Jahren mit einem gewaltigen Medienrummel und der Ankündigung der 'Halbierung der Arbeitslosigkeit bis 2005' verkündet wurden."

15.8.05.23.00 Uhr
Mini-Erfolg vor dem Oberlandesgericht - aber
Emily auch in dritter Instanz verurteilt
Das Oberlandesgericht (OLG) Hamm hat in dritter Instanz die Urteile des Amtsgerichtes und des Landgerichtes bestätigt, in denen die Veröffentlichung des nebenstehenden Plakates auf dieser Web-Seite als Aufruf zu Gewalttaten betrachtet wurde.
Nach einer Aufforderung durch das OLG hat die Generalstaatsanwaltschaft allerdings das zweite Verfahren eingestellt. Hier war der verantwortliche Redakteur von bo-alternativ.de in den beiden ersten Instanzen zusätzlich verurteilt worden, weil er die
Anklageschrift veröffentlicht hatte. Die verbliebene Strafe beträgt 1.500 Euro. Hinzu kommen Gerichtsgebühren und die Kosten für die Anwältin. Eine weitere Revisionsmöglichkeit gegen das Urteil gibt es nicht. Nur eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht wäre noch möglich.
Das OLG-Urteil im Wortlaut. Eine Dokumentation des Emily-Verfahrens.
15.8.05.20.00 Uhr

Eröffnung der "Goldkante" verschoben

"Behördliche Hürden sind manchmal höher, als es aus der Ferne scheint" schreiben die Verantwortlichen der Goldkante (
siehe Meldung vom 12.8.). Weiter heißt es: "Die letzte war jedenfalls höher als wir erwartet haben. Deshalb müssen wir mit der Eröffnung der "Goldkante", die am 19. August geplant war, leider noch ca. 4 Wochen warten. Einen genauen Termin gibt es aber noch nicht."
15.8.05.19.00 Uhr
Bundeswehr in Bochum und Gegenwehr
Die Bundeswehr will vom 8. bis 11. September auf dem Kirmesplatz an der Castroper Straße mit einem Militärspektakel ihr 50-jähriges Bestehen feiern. Mit dieser Militärshow soll - wie die Bundeswehr in ihrer Öffentlichkeitsarbeit schreibt - Nachwuchs für die Truppe geworben werden.
Das Bochumer Friedensplenum schreibt: "Es gibt eine Reihe von guten Ideen, wie wir mit diesem militärischen Angriff umgehen. Denn: Militarismus ist kein Grund zum Feiern!
Um unsere Planungen zu koordinieren, lädt das Bochumer Friedensplenum für Mittwoch, den 17. 8., 19.00 Uhr, zu einer Beratung im Bahnhof Langendreer ein. Unser Treffen wird sehr pünktlich beginnen und wir werden um 20.30 Uhr alle wichtige Dinge behandelt haben. Menschen, die dann das Fußballspiel zwischen der DFB-Herrenauswahl und einer niederländischen Mannschaft sehen wollen, können das dann in der Kneipe des Bahnhofs tun. Es wäre gut, wenn wir am Mittwoch zu einer realistischen Einschätzung kommen könnten, mit wieviel Aktionen anlässlich des Militärspektakels zu rechnen ist und wie wir dies optimal koordiniert bekommen."
14.8.05.23.00 Uhr
Justiz-Willkür
Fünf Wochen nach dem Justizübergriff auf das linke gewerkschaftliche Internetportal
LabourNet haben die Behörden die beschlagnahmten Unterlagen wieder rausgerückt. Zum Stand der Dinge siehe den Bericht auf LabourNet. Für viele BeobachterInnen ist nach wie vor unklar, ob der Übergriff eher durch Dummheit oder durch Willkür der Justizbehörden motiviert war. Es mehren sich die Zeichen, dass es um politische Willkür geht. Vor zwei Tagen gab es einen vergleichbaren Übergriff auf die Räume der "Anti Atom Aktuell". Hierzu schreibt das Bochumer Anti-Atom Plenum: "Wie bei der rechts- und grundgesetzwidrige Aktion mit konstruierten Vorwürfen
gegen die Redaktion von Labournet wurde auch in diesem Fall versucht, dem Presseorgan einer kritischen außerparlamentarischen Stimme die Arbeitsgrundlage zu entziehen und diese zu kriminalisieren. Das Anti-Atom-Plenum Bochum verurteilt nicht nur beide Aktionen aufs
schärfste, sondern vermutet auch, dass die VertreterInnen der BRD-Justiz in vorauseilendem Gehorsam sich selbst gleichschalten, wenn es um Sozialabbau und basisdemokratischen Widerstand geht."

12.8.05.21.00 Uhr

Mietervereine und -initiativen starten Unterschriftenaktion:

CDU & FDP wollen Kündigungschutz von MieterInnen in NRW verkürzen
Die neue schwarz-gelbe Landesregierung von NRW will die Kündigungssperrfristverordnung ersatzlos streichen. Abertausende MieterInnen im Ruhrgebiet, deren Wohnungen in Eigentumswohnungen umgewandelt worden sind, sind dann nur noch 3 statt 6 oder 8 Jahre gegen Eigenbedarfskündigungen geschützt. Dagegen formiert sich Widerstand. Das "Mieterbündnis Ruhr", ein Zusammenschluss verschiedener Mieterinitiativen, und das Mieterforum Ruhr e. V., die Arbeitsgemeinschaft der
Mietervereine Bochum, Dortmund, Witten, Essen, haben gemeinsam eine Unterschriftenliste entwickelt, mit der sie zum Protest gegen diese Pläne aufrufen. „Die Sperrfristverordnung wurde von der alten rot-grünen Landesregierung erst im vergangenen Jahr aus gutem Grund verlängert!" erläutert Mietervereins-Geschäftsführer Michael Wenzel. In Bochum seien Mieter daher bisher für acht Jahre vor Eigenbedarfskündigungen bei Umwandlung geschützt gewesen. Die Verordnung war in der Vergangenheit ein wesentlicher Faktor, MieterInnen zumindest in Teilbereichen gegen die Auswirkungen der massenhaften Wohnungsverkäufe zu schützen. „Wir möchten alle MieterInnen bitten, sich an der Unterschriftenaktion des Mieterbündnis Ruhr zu beteiligen", so Wenzel. Möglichst noch vor der Bundestagswahl sollen die Unterschriftenlisten dem neuen CDU-Wohnungsbauminister Oliver Wittke übergeben werden. Wenzel: „Wir bemühen uns zur Zeit, einen Termin zu erhalten." Vordrucke der Unterschriftenliste können in der Geschäftsstelle des Mietervereins (0234-96 11 40) angefordert werden oder stehen hier zum Download zur Verfügung.

12.8.05.07.00 Uhr
Demnächst: Selbstorganisierte Goldkante an der Herner Straße
Siebzig ehemalige Stammgäste der an der Herner Straße dichtgemachten Kneipen „London Tokyo Paris" (LTP) und „Rauschen" halten es offensichtlich nicht aus, heimatlos zu sein. Sie entschlossen sich, an gleicher Stelle etwas "vielleicht noch Schöneres und Aufregenderes auf die Beine zu stellen." Sie schreiben in einer Presseerklärung: "Im Juni 2005 wurde ein 'Kulturverein h 13 e.V. Bochum' gegründet. Das Vereinslokal an der Herner Str. 13 heißt jetzt 'Goldkante'. Wir haben es renoviert. Es gibt wieder helle Wände, eine bessere Musikanlage und streifenfreie Fenster. Viel ehrenamtliches Engagement hat etwas neues geschaffen. Das nicht-kommerzielle, selbstorganisierte und von der bloßen Leidenschaft fürs Miteinandersein getragene kleine Universum „Goldkante" wird am Freitag, den 19. August, eröffnet. Jeder, der gern hingebungsvoll in Musik und Geselligkeit badet, ist dazu sehr herzlich eingeladen."
12.8.05.07.00 Uhr

Odysee-Konzert: auch in der Halle Eintritt frei!
Das Konzert mit Rebel Moves (Istanbul) im Rahmen der Reihe ODYSSEE – Festival Kulturen der Welt findet wegen der ungünstigen Wetterprognosen am heutigen Freitag nicht am Kemnader Stausee sondern im Bahnhof Langendreer statt. Einlass 19.30 Uhr. Beginn 20.00 Uhr. Der Eintritt ist frei!
11.8.05.18.00 Uhr
Bundeknappschaft lässt fünf Bäume stehen
Die BürgerInnen-Interessengemeinschaft Grüne Insel Ehrenfeld schreibt: "Beim zweiten Runden Tisch zum Thema "Parkplatzneugestaltung Bundesknappschaft/Hauptverwaltung-Pieperstraße" am 10. August im Bochumer Rathaus hat die Bürgerinteressengemeinschaft Grüne Insel Ehrenfeld einem von der Bundesknappschaft (BK) und dem Grünflächenamt Bochum gemeinsam erarbeiteten neuen Bebauungsplan zugestimmt. Er sieht den Erhalt von 4 prächtigen Platanen in der Mitte des Parkplatzes und einer Linde an der Ecke Hugo-Schulz/Yorckstraße vor. [...]
Alternative Vorschläge der Interessengemeinschaft im Hinblick auf die Neugestaltung und auf eine ‘integrative’ Parkplatz-Lösung an der Pieperstraße sind in das neue Konzept nicht eingegangen. Da zudem insgesamt nur 5 alte Bäume erhalten bleiben sollen, wertet die Interessengemeinschaft den aktuellen Kompromiss ausdrücklich nicht als Konsens zwischen der BK und den Anwohnern, sondern bestenfalls als Minimalkompromiss, bei dem gesetzliche Spielräume hinsichtlich der Anwendung der Baumschutzsatzung der Stadt Bochum nicht ausreichend genutzt wurden."
Die vollständige Pressemitteilung.
11.8.05.17.00 Uhr
bodo sucht Trödel

Das
Straßenmagazin Bodo schreibt in seiner aktuellen Ausgabe: "Neben den Projekten Zeitung, Bücher und Umzüge beschäftigen wir uns seit längerem auch mit Trödel. Neben Trödelwaren, die wir durch Haushaltsauflösungen erhalten, konnten wir dank zahlreicher Gönner auf eine große Auswahl zurückgreifen. Nun sind unsere Bestände nahezu erschöpft und wir wenden uns mit einer Bitte an Sie: Falls Sie oder Ihre Verwandschaft auf Speichern, in Kammern und in den Tiefen des Kellers noch Schätze aufbewahren, die nicht mehr gebraucht werden oder Sie sich von unnötigem Ballast befreien möchten: Denken Sie an bodo! Wir suchen gut erhaltenen Trödel, den wir nach vorheriger Terminabsprache gerne bei Ihnen abholen. Melden Sie sich bitte! Ernst Lange nimmt unter 0231 – 98 22 97 96 gerne Ihren Anruf entgegen."
11.8.05.15.00 Uhr

Das Konzert mit
Rebel Moves (Istanbul) im Rahmen der Reihe ODYSSEE – Festival Kulturen der Welt findet wegen der ungünstigen Wetterprognosen am morgigen Freitag nicht am Kemnader Stausee sondern im Bahnhof Langendreer statt. Beginn 20.00 Uhr.

10.8.05.08.00 Uhr

Opel-Betriebsratsvorsitzender Einenkel ruft zur Wahl der Linkspartei auf:

"Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter wählen links!"
Der Bochumer Opel-Beriebsratsvorsitzende Rainer Einenkel und die ehemalige Betriebsratsvorsitzende des City-Bank-Call-Centers Annette Falkenberg gehören zu den ErstunterzeichnerInnen eines Aufrufes von GewerkschafterInnen zur Wahl der Linkspartei. Der Aufruf beginnt: "Wir leben in einem Land mit großem Reichtum und stetig wachsender Produktivität der Arbeit. Doch seit Jahren sind wir Zeugen und Opfer einer Politik, die angeblich ohne Alternative ist: Beschäftigten und Erwerbslosen, Kranken und sozial Schwachen werden Jahr für Jahr größere Opfer zugemutet. Öffentliche Einrichtungen verkommen, Leistungen werden verschlechtert. Zugleich wurden die Steuern für Unternehmen und auf hohe Einkommen drastisch gesenkt. Kurz: Eine gigantische Umverteilung von unten nach oben wird betrieben. Wir setzen dagegen: Eine Alternative ist möglich und nötig.
Die rot-grüne Bundesregierung hat mit der Agenda 2010 und Hartz IV einen bisher beispiellosen Abbau sozialer Errungenschaften durchgesetzt. Die SPD hat sich von sozialdemokratischen Grundsätzen verabschiedet. Für uns ist die Politik dieser Partei nicht mehr wählbar. Das gilt ebenso für die Politik der Grünen, die sich zu einer Partei der Besserverdienenden mit ökologischem Etikett entwickelt haben."
Der ganze Aufruf.
8.8.05.08.00 Uhr
Mittwoch, 10.8., 19.30 Uhr, Umweltzentrum, der Arbeitskreis Umweltschutz lädt ein:

Heizkosten senken, Energie sparen, Klima schützen

Der Arbeitskreis Umweltschutz schreibt: "Fast täglich wird in der Presse von verheerenden Regenfällen, von Überschwemmungen und Erdrutschen berichtet. Oft kommen dabei Menschen ums Leben. In anderenTeilen treten extreme Trockenheiten auf. Das Trinkwasser muß rationiert werden. Spanien ist hier ein aktuelles Beispiel. All diese Wetteranomalien sind mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auf menschliche Tätigkeiten zurückzuführen. Unser viel zu hoher Energieverbrauch und der damit verbundene Kohlendioxidausstoß ist hierfür eine wesentliche Ursache. Energieeinsparung und damit die Verhinderung des Klimachaos ist notwendig und leicht möglich. Gleichzeitig können so Kosten gespart werden. Der Arbeitskreis Umweltschutz berät kostenlos hierüber am Mittwoch, 10.08., um 19.30 Uhr, im
Umweltzentrum, Alsenstr. 27 und erläutert die Zusammenhänge. Auf seiner homepage kann jeder seinen eigenen Heizenergieverbrauch in wenigen Minuten automatisch bewerten lassen. Wenn er zu hoch liegt, erhält der Nutzer kostenlos ein Gutachten mit Hinweisen zur Gebäudesanierung und über Fördermöglichkeiten."
8.8.05.08.00 Uhr

BürgerInnenInitiative zur geplanten Baumfällaktion der Bundesknappschaft:

Baumschutz-Satzung in vollem Umfang anwenden!

Die BürgerInnen-Interessengemeinschaft "Grüne Insel Ehrenfeld" schreibt: "Der Streit um die Neugestaltung des Parkplatzes der Bundesknappschaft-Hauptverwaltung (BK) an der Pieperstraße in Bochum geht am kommenden Mittwoch in die ‘vierte Runde'. Zwei Info-Veranstaltungen und ein erster ‘Runder Tisch' im Rathaus am 12. Juli 2005 haben das Bochumer Sozialversicherungsunternehmen jedoch nicht dazu bewegen können, seine Position einem Kompromiss anzunähern. Statt gemeinsam mit den Vertretern der Anwohner sowie den anderen Beteiligten eine Lösung zu erarbeiten, wurde am 12. Juli plötzlich der vormals mit 300 bezifferte Bedarf an Parkplätzen auf 410 bis 700 nach oben beziffert. Für den Parkplatzbedarf beantragt die BK die Erteilung einer Ausnahmegenehmigung für die Fällung von 20 geschützten, zum Teil imposanten, Bäumen auf dem Parkplatz der BK-Hauptverwaltung/Pieperstraße. Das Angebot einer ‘integrierten' Lösung, bei dem im näheren Umkreis der Hauptverwaltung und auf unbebauten Flächen des Grundstücks der BK freie Parkplätze genutzt werden könnten, wurde von der BK nicht berücksichtigt. Ebenso unberücksichtigt bleibt ein zeitgemäßes Mobilitätsmanagement innerhalb des Unternehmens. Anstatt sich kreativ und flexibel mit modernen Mobilitätskonzepten auseinanderzusetzen, will man bei der althergebrachten Maßnahme der Abholzung bleiben."
Die vollständige Pressemitteilung.
7.8.05.23.00 Uhr
Wahlprüfsteine des Mietervereins
Der
Deutsche Mieterbund (DMB), dem auch der Bochumer Mieterverein angehört, hat zur Bundestagswahl sechs Fragen an CDU/CSU, SPD, Grüne, FDP und die Linkspartei-PDS gerichtet. Stellung nehmen sollten die im Bundestag bereits vertretenen Parteien unter anderem zu den Themen Verkauf von Immobilienunternehmen, Hartz IV und Wohnkosten sowie zum Thema Gebäudepass. Mieterverein-Geschäftsführer Michael Wenzel: „Wir hoffen, den Mieterinnen und Mietern damit eine Hilfestellung für ihre Wahlentscheidung zu geben!“
Sehr schön formuliert ist z.B. die
Antwort der Grünen auf die Frage nach der Umsetzung der Arbeitslosengeld-II-Regelungen: "Mit dem Sozialgesetzbuch II wurde ein schlankes und leicht verständliches Gesetz geschaffen. Der mit seiner Umsetzung verbundene Neuzuschnitt von Verwaltungsstrukturen, der Einsatz einer vollständig neuen Software zur Fallbearbeitung und die Aufstockung des Personals in den Arbeitsagenturen haben jedoch offenbar in der ersten Jahreshälfte für manche Notlösung gesorgt." Die vollständigen Fragen und Antworten.
7.8.05.14.00 Uhr

Atombomben vernichten!
Bei strömendem Regen zogen am Samstag Mitglieder des Bochumer Friedensplenums durch das Bermuda-Dreieck, um mit Ausstellungsplakaten an den ersten Atombomben-Abwurf vor 60 Jahren zu erinnern. Unterstützt wurden sie dabei von der Bochumer Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz. Sie ist Unterzeichnerin des Aufrufes "Mayors for Peace" (Bürgermeister für den Frieden). Die Kampagne setzt sich dafür ein, dass die Welt bis zum Jahr 2020 atomwaffenfrei sein soll.
Mit Flugblättern erinnerte das Friedensplenum daran, dass immer noch Atomwaffen in unserer Nähe (Büchel in der Eifel) lagern. Das Friedensplenum kritisiert die “nukleare Teilhabe” der Bundesrepublik als völkerrechtswidrig, da sich Deutschland in internationalen Verträgen zu einem vollständigen Verzicht auf Atombomben verpflichtet hat.
Die Mitglieder des Friedensplenums hatten sich am Samstag weiße Schutzanzüge übergestreift und trugen an einer Wäscheleine eine Ausstellung mit Bildern des zerstörten Hiroshima und der Opfer der Atombombe durch die Kortumstraße. Die Aktion sorgten in den naheliegenden Gaststätten für viel Aufmerksamkeit und die Gäste nahmen sehr interessiert
Flugblätter an.
6.8.05.14.00 Uhr
Heft Nr. 49 der kultuRRevolution erschienen:
„Reformen und Amokläufe“

In der aktuellen Ausgabe der
kultuRRevolution fragt Jürgen Link:
»Normalisierungsgesellschaft«? »Kontrollgesellschaft«? »Flexibler Normalismus«? Aichard Hoffmann (Mieterverein Bochum) schreibt über die Wohnungspolitik (konkretes Beispiel: Bochum), Heinz-Jürgen Dahme und Norbert Wohlfahrt (Ev. FH Bochum) beleuchten das Modell „aktivierender“ Sozialpolitik. Georg Mein und Clemens Kammler haben Artikel zur Bildungspolitik beigesteuert. Ein sehr schön böser
"Selbernachruf zu Lebzeiten" wird dem gescheiterten grünen Ex-Staatsminister Ludger Volmer gewidmet. Zur Erinnerung für LeserInnen dieses Nachrufes: "Synthesis" heißt die Firma über die Volmer Geld von der Bundesdruckerei bekam.

6.8.05.08.00 Uhr
Hiroshima mahnt - Atomwaffen verschrotten!
Heute vor 60 Jahren wurde die japanische Stadt Hiroshima durch eine Atombombe fast vollständig ausgelöscht. Am Tag des Abwurfs starben 45.000 Menschen an den Folgen der Druck- und Hitzewelle, 90.000 fanden in den folgenden Monaten einen qualvollen Tod durch die nukleare Strahlung. Bis heute sterben Menschen an den Folgen der Bombe. Sie sind Opfer des Zweiten Weltkrieges, den neben Deutschland auch Japan zu verantworten hat.
Mit den erschreckenden Bildern aus dem verwüsteten Hiroshima will das Bochumer Friedensplenum heute ab 16.00 Uhr im Bermuda-Dreieck daran erinnern, dass die atomare Bedrohung immer noch nicht beendet ist.
Auf Flugblättern wird darüber informiert, dass noch immer US-Atomwaffen in Deutschland stationiert sind. Deutschland ist mehr als 15 Jahre nach dem Ende des Kalten Krieges immer noch nicht atomwaffenfrei. Etwa 150 Atomsprengköpfe befinden sich auf dem Fliegerhorst Büchel bzw. auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein.
Die Aktion startet an Engelbert-Brunnen. Bereits gestern hatte sich das Friedensplenum mit vielen UnterstützerInnen an einer weltweiten Kerzen-Aktion zum Gedenken an die Opfer von Hiroshima beteiligt. (Foto)
Das Flugblatt zur heutigen Aktion.
5.8.05.10.00 Uhr
Soziales Zentrum plant Monatsprogramm

Das vor knapp einem halben Jahr in der Rottstraße eröffnete Soziale Zentrum ist mittlerweile zum Treffpunkt und Zuhause von 14 Gruppen und Initiativen geworden. Ab September soll es auch häufiger Diskussions- und Informationsveranstaltungen geben. Auf dem monatlichen Plenum am morgigen Samstag, 6.8., 12.00 Uhr, soll hierzu Näheres beraten werden. Am heutigen Freitag lädt ab 19.00 Uhr das Sommerpausencafé zum Essen, Trinken und Diskutieren ein. Um 22.00 Uhr geht es dann zum Konrad-Adenauerplatz zur Beteiligung an der weltweiten Aktion zum Hiroshima-Tag.
4.8.05.23.00 Uhr
Traute Kirsch ist tot
Das Herz einer großen Kämpferin für eine bessere Welt hat aufgehört zu schlagen. Am morgigen Freitag wird Traute Kirsch beerdigt. Seit mehr als 30 Jahren war sie eine der engagiertesten GegnerInnen der Atomindustrie und -parteien. „Du verachtest jede Buckelei und Machthörigkeit", hieß es in der Laudatio, als sie im vergangenem Jahr mit dem "Preis für Zivilcourage" geehrt wurde. „Du kannst dich völlig unabhängig machen von Zustimmung und Anerkennung." Nicht nur der „löchrige Mantel des AKW Würgassen", sondern auch der „Kampf durch UNRAST (Unser Recht auf Stillegung) gegen die aufgescheuchte Atom-Lobby" habe 1995 zum Abbruch des Kraftwerks geführt. Seitdem habe sie mit „unbeugsamem Gerechtigkeitsgefühl" beim BUND gegen die Novellierung des Atomgesetzes und bei attac gegen den Verkauf kommunaler Pflichten gekämpft."
Im vergangenen Jahr kam sie noch regelmäßig nach Bochum, um den überregionalen Widerstand gegen die Cross-Border-Leasing-Deals zu koordinieren. Zur Erinnerung:
Ihre Rede zur Preisverleihung.
3.8.05.09.00 Uhr
Linkspartei.PDS & WASG
Der Sprecher der WASG Arbeit & Soziale Gerechtigkeit Bochum und Herne, Ulrich Opalach, ist aus beruflichen und privaten Gründen zurückgetreten. Sein bisheriger Stellvertreter, Guido Ebbinghaus, ist jetzt Sprecher der Partei. Am morgigen Donnerstag, 4.8., um 19.00 Uhr in der Gaststätte Weilinghaus, Laerstr 78 findet eine
Mitgliederversammlung der WASG statt.
Die Linkspartei.PDS stellt auf ihrer
Webseite ihre DirektkandidatInnen für die Bundestagswahl vor: Anna-Lena Orlowski und Jürgen Klute. Klute war Spitzenkandidat der WSAG zur Landtagswahl. Für die Bundestagswahl wurde er auf Platz 10 der Landesliste der Linkspartei.PDS gewählt.
1.8.05.23.00 Uhr
OB Scholz unterstützt den Aufruf "Mayors for Peace"
Im Zusammenhang mit den Aktionen zum Hiroshima-Tag (
siehe Meldung vom 28.7.) wollte das Bochumer Friedensplenum Oberbürgermeisterin Scholz auffordern, den internationalen Aufruf "Mayors for Peace" (Bürgermeister für den Frieden) zu unterstützen. Die Kampagne setzt sich dafür ein, dass die Welt bis zum Jahr 2020 Atomwaffen-frei sein soll. Dabei hat das Friedensplenum herausgefunden, dass die Oberbürgermeisterin diesen Aufruf bereits unterzeichnet hat.
Das Friedensplenum hofft nun, dass dieses Bekenntnis auch bald stärker in die Öffentlichkeit getragen wird. Die Oberbürgermeisterin wird vom Friedensplenum gebeten, dies auch auf der Internet-Seite der Stadt Bochum zu dokumentieren. Das Friedensplenum regt ferner an, dass der Rat der Stadt das Engagement der Oberbürgermeisterin begrüßen soll. Die Oberbürgermeisterin ist vom Friedensplenum eingeladen, sich an den Aktionen des Friedensplenums zum Hiroshimatag zu beteiligen.
In der Erklärung der deutschen BürgermeisterInnen, den Ottilie Scholz unterzeichnet hat, heißt es u.a., dass die deutsche Regierung aufgefordert wird, sich “für die sofortige Aufnahme von Verhandlungen zum Verbot und zur Abschaffung von nuklearen Waffen und Material aktiv einzusetzen, Verhandlungen über den Abzug der US-Atomwaffen von deutschem Boden zu beginnen und die nukleare Teilhabe Deutschlands aufzugeben.” In der Selbstverpflichtung heißt es weiter: “Ich werde diese Anliegen so lange verfolgen, bis die Atomwaffengefahr von unseren Bürgerinnen und Bürgern genommen ist.”

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