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11.5.00
Presseerklärung
VCD: Bessere Bahn statt Metrorapid/innovative Verkehrspolitik und
wirkliche Verbesserungen gefordert
Bessere Bahn statt Metrorapid und innovative Verkehrspolitik statt
Orientierung an Rezepten der Vergangenheit - das fordert der VCD
angesichts der anstehenden Landtagswahl. Massiv wendet sich der VCD
dabei gegen Vorstellungen, den gescheiterten Transrapid als „bessere
S-Bahn“ durchs Ruhrgebiet schweben zu lassen. Daß dies auch bei Bochumer
Politikern Untestützung fand, hält der VCD für schädlich.
„Wir wollen konkrete Verbesserungen für die Fahrgäste und keine
Phantastereien“, so VCD-Sprecher Jürgen Eichel. Erstaunlich findet es
der VCD, daß die gravierenden Nachteile dieses Milliarden-Projektes
bislang kaum genannt werden: So würde der „Metrorapid“ weder in Köln Hbf
noch in Wuppertal Hbf halten, gleichzeitig würden Nah- und
Fernverkehrszüge gestrichen oder am Rand des Ballungsraumes Rhein-Ruhr
enden. „Tausende Fahrgäste würden kurz vor ihrem Ziel zum zusätzlichen
Umsteigen gezwungen - eine absurde Vorstellung“, so Eichel. Für die
Einfahrt des „Metrorapids“ in die Bahnhöfe müßten Gleise der Bahn
geopfert werden - was schon heute bestehende Kapazitätsprobleme für die
Züge noch verstärken würde. Das heißt: „Selbst wenn das Projekt jemals
finanzierbar wäre - es wäre nur denkbar, wenn man die Bahn kaputtmacht“,
so das Fazit des VCD.
Der VCD fordert stattdessen wirkliche Verbesserungen auch und gerade im
Schienenverkehr. Gerade hier hat die Landesregierung in den letzten
Jahren bereits einiges auf den Weg gebracht, was auch in Bochum und
Wattenscheid positive Auswirkungen hatte: so die erste Stufe des
„Integralen Taktfahrplans“ der Bahn mit mehr Zügen und besseren
Verbindungen, die Erweiterung des Nachtverkehrs, das Programm
„Sicherheit und Service im öffentlichen Verkehr“, Fahrradstationen an
Bahnhöfen.
Innovative Wege in die Zukunft hat nach Meinung des VCD auch die von der
Landesregierung eingesetzte Enquête-Kommission „Zukunft der Moblität“
die Zukunft gewiesen: In einem vom Landtag beschlossenen Bericht wird
ein Landesverkehrsplan mit Qualitätszielen empfohlen. Auch NRW soll
zukunftsfähig werden etwa beim Ressourcenverbrauch im Verkehr - was nach
Meinung des VCD ganz nach oben auf die Tagesordnung gehört. Nach einem
ersten Landtagsbeschluß zum Thema Landes-Agenda 21 steht die Antwort
noch aus. „Mobilität mit weniger Belastungen durch Verkehr ähnlich wie
beim Energieverbrauch“ - das muß das Ziel für die zukünftige
Verkehrspolitik in NRW sein“, so der VCD. Und das sollten auch die
Politiker vor Ort unterstützen.
zum VCD Bochum
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