Mo., 24. 06. 02, 19.30 Uhr
Gerd Dembowski (BAFF) liest und politaint über Rassismus und Diskriminierung
im Fußball

Veranstaltungsort: Kulturzentrum Bahnhof Langendreer / Raum 6

Rassismus und Diskriminierung im Fußball werden oftmals verharmlost, um
Businessbetrieb und (nationales) Image nicht zu stören. Die
Wander-Ausstellung "Tatort Stadion. Rassismus u. Diskriminierung im Fußball"
zeigt auf, dass es sich im Stadionumfeld nicht um Neonazi-Aliens handelt,
die einmal landen, den "deutschen" Fußball beflecken, und sich dann wieder
verdünnisieren. Es gibt eine Kontinuität, die bis zu einer minderheitlichen
rechten Jugendkultur führt. Die Ausstellung "Tatort Stadion" - derzeit in
Jena - erreichte in Bochum ihren Zuschauerrekord und löste einen
Medienrummel aus, weil sie Rassismus und beschleunigende Verhaltensweisen
von Spielern, Sportfunktionären, Verbänden und Politikern nicht außen vor
lässt.
Gerd Dembowski ist Sprecher des Bündnisses Aktiver Fußballfans und hat die
Ausstellung konzipiert. Er hat zuvor 4 Jahre in 2 Duisburger Fanprojekten
gearbeitet. Seit seinem Aufruf zum Dekoder-Boykott 2001 ist er "der
allerschlimmste Albtraum" des Medien-Hooligans Leo Kirch (SWR). Und der
"Spiegel" schrieb dazu: "Wo ein Mann wie Dembowski das Wort führt, können
auch die Politiker nicht schweigen. Genervt vom wochenlangen Hickhack
meldete sich sogar der Kanzler aus seinem Italien-Urlaub zu Wort."Heute
stellt er das Buch "Tatort Stadion" vor und plaudert aus dem Nähkästchen
rund um Rassismus im Fußball. Zur Wiederherstellung der Biergartenstimmung
sampelt er das Ganze mit Fußballglossen der "Neuen Heiligen" (Alibri Verlag)
und seinen Texten für das St. Pauli-Fanzine "Der Übersteiger".

Erscheint zahlreich, wenn möglich manisch!