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Stört uns doch nicht Am heutigen Weltspartag werben die Banken und Sparkassen dafür, Geld auf die hohe Kante zu legen. Aber Erwerbslose können nichts sparen - bei ihnen wird vielmehr seit Jahren gespart. |
Den Erwerbslosen geht's an die Wäsche
Wer länger als ein Jahr arbeitslos ist, der bekommt im Regelfall kein
Arbeitslosengeld mehr sondern nur noch die niedrigere Arbeitslosenhilfe. Das sind 53 Prozent vom letzten Nettolohn
bzw, 57 Prozent bei Arbeitslosen mit Kindern. Also ein herber Einkommensverlust gegenüber der Zeit der Erwerbstätigkeit.
Große Sprünge kann niemand von der Arbeitslosenhilfe machen.
Doch die frisch gewählte rot-grüne Bundesre- gierung und die sogenannte Hartz-Kommission wollen Arbeitslosen
noch einmal an die Wäsche gehen und weiter kürzen. Sie wollen die bisherige Arbeitslosenhilfe streichen.
Statt den 53 Prozent vom letzten Nettoverdienst sollen alle Arbeitslosen nur noch einen gleich hohen Geldbetrag
bekommen, der mal eben den nackten Lebensunterhalt deckt. Ganz ähnlich wie bei der Sozialhilfe. Und die liegt
heute bei knapp 280 Euro plus Miete. davon kann niemand anständig leben.
"Ich habe noch Arbeit, das geht mich nichts an" denken
Sie vielleicht.
Aber wollen Sie als Arbeitnehmer jahrelang oder gar Jahrzehnte Beiträge in die Sozialversicherung einzahlen,
und dann, wenn es drauf ankommt und sie doch mal arbeitslos werden, nur eine durchlöcherte Unterstützung
bekommen?
Wollen Sie, obwohl sie jahrelang Beiträge einzahlen, bei längerer Arbeitslosigkeit nur eine
Arbeitslosenunterstützung bekommen, mit der nur das Lebensnotwendige bezahlt werden kann, die nur mal gerade
so zum Leben reicht?
Was macht eigentlich Ihr Kontostand?
Geht uns nichts an? Stimmt. 110.000 Euro hat jeder Haushalt auf die hohe Kante gelegt. Haben Sie nicht? Wir auch
nicht. Kein Wunder, denn die 110.000 Euro sind nur der rechnerische Durchschnitt, wenn das Vermögen gleichmäßig
verteilt wäre. Tatsächlich aber gehören alleine den reichsten 10 Prozent 42 Prozent des gesamten
Geld- und Immobilienvermögens.
Wir meinen: Nicht sparen bei den Armen - streichen bei den Reichen !
Deshalb fordern Erwerbslose und Gewerkschaften gemeinsam:
Hände weg von der Arbeitslosenhilfe!
Arbeitszeit verkürzen - nicht die Arbeitslosen- unterstützung !
Die Reichen und Vermögenden stärker zur Kasse bitten !