„Let's misbehave“
Linke Liste an der Ruhr-Universität startet in die heiße
Wahlkampfphase


Vom 27. bis zum 31. Janur sind die Studierenden der
Ruhr-Universität aufgerufen, das neue
Studierendenparlament (SP) zu wählen. Unter dem Motto
"Let's misbehave" ist die Linke Liste (LiLi) in die
heiße Wahlkampfphase gestartet. Mit 169 KandidatInnen
ist sie wie in den vergangenen Jahren die größte Liste.
Gegen die derzeitige AStA-Koalition aus LiLi,
Alternativer Liste (AL) und Fachschaftsinitiative treten
die Hochschulorganisationen von CDU/CSU, SPD, FDP sowie
die neue Liste "Young Engaged Students" an.

"In diesem Jahr haben wir zum ersten Mal ein
Kurzwahlprogramm veröffentlicht, in dem wir einige
unserer Ziele zusammenfassen," sagt der derzeitige AStA-
Vorsitzende Rolf van Raden, der für die LiLi auf
Listenplatz zwei kandidiert. "Wir wollen die Uni-Leitung
weiterhin in die Pflicht nehmen: Probleme wie überfüllte
Hörsäle, ein unklares Lehramtskonzept und das Chaos bei
den gestuften Studiengängen müssen schnellstmöglich
beseitigt werden." Weitere Schwerpunkte des LiLi-
Programms liegen bei dem Kampf gegen Studiengebühren,
der Unterstützung von Fachschaften und Initiativen, der
Förderung von kritischer Wissenschaft und dem Widerstand
gegen Nazis in Bochum.

Aktiv an der Uni und gegen Nazis

"Wir nehmen weder Naziaufmärsche in Bochum hin, noch die
Übergriffe auf diejenigen, die nicht in das Weltbild der
Nazis passen," sagt Hanna Höfer, LiLi-Kandidatin auf
Listenplatz 1 und derzeit Referentin für
Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation im AStA. "Das
ist natürlich ein Thema für die Studierendenvertretung.
In der letzten Zeit hat es mehrere rechte Angriffe auf
Obdachlose in Bochum gegeben. Die nächsten Opfer könnten
genausogut Studierende sein, die für die Rechten
zufällig nicht deutsch genug aussehen", so Höfer weiter.
In den vergangenen Wochen waren der AStA und die Linke
Liste maßgeblich an der Organisation der Proteste gegen
die Nazi-Aufmärsche beteiligt.

Erfolgreiche AStA-Arbeit fortsetzen

Die Linke Liste rechnet sich gute Chancen aus, die
erfolgreiche AStA-Arbeit fortsetzen zu können. Aus den
Wahlen vor einem Jahr war sie als stärkste Gruppierung
hervorgegangen. Obwohl die Fachschaftsinitiative dieses
Jahr nicht mehr antritt, könnte es wieder eine
Studierendevertetung aus Linker und Alternativer Liste
geben. "In den letzten beiden Jahren hat die LiLi
jeweils Sitze im Studierendenparlament dazugewonnen.
Hält dieser Trend an, könnte es ohne weiteres für eine
Mehrheit der beiden großen parteiunabhängigen Listen
LiLi und AL reichen."


Mehr Informationen über die Linke Liste finden Sie auf
unserer Web-Seite unter
http://www.ruhr-uni-bochum.de/lili