Sonntag 16.06.19, 08:05 Uhr

Bildung offensiv demokratisch gestalten

Antworten auf Versuche bildungspolitischer Einflussnahme von rechts

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaften (GEW) lädt am Montag, den 24. Juni um 18.30 Uhr im BlueSquare, Kortumstraße 90 zu einer Veranstaltung ein mit dem Titel “Bildung offensiv demokratisch gestalten – Antworten auf den Versuch einer bildungspolitischen Einflussnahme von rechts”: »Auch im Bildungsbereich versuchen rechte Gruppen und Parteien ideologisch Fuß zu fassen. Dabei sind antifeministische Haltungen, Erziehung zur Männlichkeit und ein reaktionäres Familienbild nur ein Teil des Versuchs einer Diskursverschiebung nach rechts. Rassistische Positionen, eine völkische Ideologie und antidemokratische Positionen werden als vermeintlich neutrale Meinungen aufgetan. Eine Strategie der Rechten, wie der AfD ist es, durch Dienstaufsichtsbeschwerden an Schulen und Universitäten Lehrende in die Defensive zu treiben, wenn sie aktiv eine demokratische, freie und emanzipatorische Haltung vermitteln. Nicht nur in Schule und Universitäten wird hierbei eine Verletzung einer vermeintlichen Neutralitätspflicht herbei konstruiert.
In Zeiten von erstarkendem Rechtspopulismus und gefühlten Wahrheiten ist es die Aufgabe von Bildungseinrichtungen, eine demokratische Haltung zu vermitteln.
Die Antwort auf diesen Versuch der Diskursverschiebung kann nur eine entschlossene Demaskierung dieser antidemokratischen Bestrebungen und eine offensive Verteidigung demokratischer Werte sein.
Welche Bedeutung diese Aufgabe in Schule und anderen Bildungseinrichtungen hat, soll an diesem Abend diskutiert werden.
Podiumsdiskussion mit:

Eine Veranstaltung der GEW-Hochschulgruppe und dem GEW-Stadtverband, gemeinsam mit der Fachschaft Sozialwissenschaften der Ruhr Universität Bochum«


Sonntag 16.06.19, 07:55 Uhr

Mit dem Geigerzähler durch Deutschland


Das Metropolis im Hauptbahnhof zeigt am Montag, den 24. 6. um 18:00 Uhr die Dokumentation “Ein strahlendes Land “. Wie gefährlich radioaktive Strahlung sein kann, weiß man spätestens seit Tschernobyl und Fukushima. Radioaktive Strahlung ist in Deutschland viel verbreiteter als wir glauben. Der Investigativjournalist Marvin Oppong ist mit einem Geigerzähler durch ganz Deutschland gereist auf der Suche nach radioaktiven Orten. Seine Reise führt ihn zu Nuklearanlagen, zu einem radioaktiv kontaminierten Einkaufscenter, auf Uranhalden in Ostdeutschland und zu einem strahlenden Bolzplatz neben einer Kita. Regisseur Marvin Oppong eird nach der Filmvorführung für ein Publikumsgespräch zur Verfügung stehen. Weitere Informationen über den Film.


Samstag 15.06.19, 16:21 Uhr

Bilder der Radwende-Demonstration

Weitere Bilder von der Radwende-Demo:


Samstag 15.06.19, 10:26 Uhr

Erinnerung an die Verbrechen
der Wehrmacht


Im Prinz Regent Theater wird am Sonntag, den 16. Juni um 18 Uhr das Stück “Die letzten Zeugen – Kinder im zweiten Weltkrieg” gezeigt. In der Ankündigung des deutsch-belarussisches Theater- und Hörspielprojekts nach dem Buch der Literaturnobelpreisträgerin Swetlana Alexijewitsch heißt es: »Swetlana Alexijewitsch sammelt und montiert in diesem „Roman der Stimmen“ die Kindheitserinnerungen Erwachsener aus der Zeit des NS-Terrors und der Verbrechen der Wehrmacht an der Zivilbevölkerung Weißrusslands. Eine Erinnerungsmontage für die Bühne zwischen Monolog und „chorischer Zeugenschaft“, die das Grauen der Kriegsrealität benennt und dem Wesen und Wirken des Erinnerns nachgeht.
In der gemeinsamen künstlerischen Arbeit eines deutsch-belarussischen Schauspielensembles mit den verschiedensten kulturellen Wurzeln öffnet sich ein Dialog der Generationen und Erinnerungskulturen, der den Blick auf die Gegenwart und ihre Herausforderungen freigibt. „Die letzten Zeugen“ erzählen nicht nur von der Vergangenheit, sondern berühren Erinnerungen und Traumata, die Kriegsflüchtlinge auch heute erleben.«


Samstag 15.06.19, 06:00 Uhr
Radwege in der Innenstadt

Die Zukunft hat es schon einmal gegeben


Die roten Linien auf der Karte einer Verwaltungsvorlage aus dem Jahr 1966 zeigen, welche Radwege-Abschnitte auf dem Innenstadtring zu Parkplätzen für Autos werden sollen. Opel kam. Bochum wurde Autostadt. Opel war gestern. Heute startet um 12 Uhr eine große Raddemo vor dem Hauptbahnhof, die u. a. zum Ziel hat, die Fehlentwicklung zu korrigieren und die Parkplätze wieder zu Radwegen zu machen. Klaus Kuliga hat vor vier Jahren auf der Webseite des ADFC ausführlich beschrieben, wie hervorragend das Radwegnetz bis Mitte der 1960-er Jahre in Bochum aussah: Rad fahren in Bochum: Die Zukunft war gestern.


Freitag 14.06.19, 12:18 Uhr

“25 Jahre Tod von Halim Dener”

Am 21.6. lädt die Antifaschistische Linke Bochum ab 19:00 Uhr in das Provisorium, Dorstener Straße 17 zu einer Veranstaltung einmit dem Titel: „25 Jahre Tod von Halim Dener. Eine deutsche Geschichte“: »Halim Dener wäre heute 41 Jahre alt, hätte ihm nicht vor 25 Jahren, in der Nacht vom 30. Juni auf den 01. Juli, ein deutscher Polizist in den Rücken geschossen. Halim Dener wurde erschossen, weil er Plakate der kurdischen Befreiungsbewegung plakatierte. Er repräsentiert in seiner Person viele verschiedene Kämpfe, die hier und weltweit geführt werden – der Kurdistan-Konflikt, Krieg und Flucht, Repression linker Ideen und Organisationen sowie (rassistische) Polizeigewalt.
Vor 5 Jahren wurde in Hannover eine Kampagne gestartet, um an Halims Schicksal zu erinnern und eine Auseinandersetzung in der Stadt anzustoßen. Die Kampagne ruft zum 25. Todestag ein letztes Mal dazu auf, zusammen auf die Straße zu gehen. In der Veranstaltung – mit Gästen aus Hannover – wird die Geschichte von Halim Dener erzählt, über den Kampf in Hannover für ein würdiges Gedenken an ihn berichtet, und von den Plänen für die anstehende bundesweite Gedenkdemonstration am 6.7.2019 in Hannover erzählt – natürlich geht es dabei auch um die aktuelle Repression gegen die kurdische Bewegung, auch hier in der BRD.«


Donnerstag 13.06.19, 19:49 Uhr

Silke Helfrich „Frei, fair und lebendig”

Am Mittwoch, den 19. Juni, um 19.00, lädt der Bahnhof Langendreer gemeinsam mit der Rosa Luxemburg-Stiftung NRW zu einer Veranstaltung mit der Autorin Silke Helfrich ein, die ihr aktuelles Buch „Frei, fair und lebendig – Die Macht der Commons” vorstellen wird. Der Begriff „Commons“meint Ressourcen – zum Beispiel Wissen, Nahrung, Land Wasser – die aus Prozessen des gemeinsamen und bedürfnisorientierten Produzierens, Verwaltens, Pflegens und Nutzens hervorgehen („Commoning“). Das Buch gibt eine Einführung in das Verständnis von Commons und zeigt an konkreten Beispielen wie Wirtschaften und politisches Handeln durch eben diese Praktiken des „Commoning“ verändert werden können. Ziel des Buches ist es überkommene Denkmuster freizulegen und ein Programm für ein gelingendes Miteinander zu entwerfen.
Silke Helfrich ist freie Autorin, Aktivistin, Forscherin, Bloggerin (commons.blog) und Rednerin. Sie ist Mitbegründerin des Commons-Institut e.V. und der Commons Strategies Group. „Die Macht der Commons” veröffentlichte sie gemeinsam mit dem amerikanischen Commons-Experten David Bollier.
Der Eintritt ist frei.


Donnerstag 13.06.19, 16:16 Uhr

Unabhängige Beschwerde- und Informationsstelle Flucht“ (UBIF) startet

Im aktuellen Newsletter des Flüchtlingsrates NRW wird berichtet: »Nach dem Bekanntwerden von Misshandlungen von Flüchtlingen in nordrhein-westfälischen Landesaufnahmeeinrichtung im Jahr 2014 verabschiedete das damalige Ministerium für Inneres und Kommunales unter Beteiligung der Wohlfahrtsverbände und Nichtregierungsorganisationen ein Konzept für ein Beschwerdemanagement auf Landesebene. In der Folge wurde ein flächendeckendes Beschwerdeannahme- und -bearbeitungssystem für Flüchtlinge in Landesaufnahmeeinrichtungen etabliert. Auf kommunaler Ebene gibt es lediglich vereinzelt zentrale Anlaufstellen für Flüchtlinge, um Anregungen und Beschwerden vorzubringen. [..] Am 01.06.2019 startete nun das Pilotprojekt „Unabhängige Beschwerde- und Informationsstelle Flucht“ (UBIF) in Bochum. Es ist Teil des Transfernetzwerks „Soziale Innovation“ und basiert auf der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und einer engagierten Öffentlichkeit. Die bei der evangelischen Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe angesiedelte UBIF soll Beschwerden und Informationen zur Situation und zu Problemen von Flüchtlingen in Bochum aufnehmen, Hindernisse und Probleme, die menschenwürdigen Lebensbedingungen und gesellschaftlicher Teilhabe von Flüchtlingen entgegenstehen, erfassen und Lösungsansätze entwickeln.
Als unabhängige Stelle steht die UBIF als Ansprechpartnerin sowohl Flüchtlingen als auch ehren- und hauptamtlich in der Flüchtlingsarbeit tätigen Menschen zur Verfügung. Dabei kann man sich auch anonym an die UBIF wenden. Weitere Informationen sowie Flyer in unterschiedlichen Sprachen werden auf der Internetseite der UBIF zur Verfügung gestellt.«


Mittwoch 12.06.19, 12:50 Uhr

Job mit Verfallsdatum ?

In Bochum haben derzeit rund 22.400 Beschäftigte einen befristeten Arbeitsvertrag. Das sind 13,7 Prozent aller ArbeitnehmerInnen in der Stadt, wie die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) mitteilt. Die Gewerkschaft beruft sich dabei auf Angaben aus dem aktuellen Mikrozensus. „Es kann nicht sein, dass Unternehmer trotz der guten Lage am Arbeitsmarkt weiterhin so stark auf Befristungen setzen. Die Bundesregierung muss jetzt mit ihrem Versprechen Ernst machen und Zeitverträge per Gesetz eindämmen“, fordert Gabriele Henter von der IG BAU Bochum-Dortmund.
Anders als bei einer Schwangerschaftsvertretung oder einer Probezeit gibt es nach Beobachtung der Gewerkschaft häufig keine zwingenden Gründe für eine Befristung.„Gerade Berufsanfänger werden gern mit einem Job auf Zeit abgespeist. Sie müssen sich von Stelle zu Stelle hangeln“, kritisiert Henter. Nach Angaben des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) waren im vergangenen Jahr bundesweit 38 Prozent aller Neueinstellungen befristet.
„Wer als Berufsstarter eine Familie gründen oder einen Kredit für die eigene Wohnung oder fürs Auto bekommen will, der braucht keine Zitterpartie, sondern einen sicheren Job, so die IG BAU-Bezirksvorsitzende. Die Gebäudereinigung zähle zu den Branchen, in denen Befristungen besonders verbreitet seien. Gerade Frauen litten hier unter wackeligen Arbeitsverhältnissen. „Statt des Prinzips Heuern und Feuern braucht es eine verlässliche
Personalplanung“, so Henter weiter.
In ihrem Koalitionsvertrag haben Union und SPD festgeschrieben, Befristungen ohne konkreten Sachgrund – wie etwa eine Elternzeitvertretung – einzudämmen. In Betrieben mit mehr als 75 Beschäftigten sollen solche Zeitverträge demnach künftig auf maximal 2,5 Prozent der Belegschaft begrenzt werden. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will dazu noch vor der Sommerpause einen Gesetzentwurf vorlegen. Bislang ist die
Befristung eines Arbeitsvertrages ohne sachlichen Grund prinzipiell bis zu zwei Jahre lang erlaubt. In diesem Zeitraum kann ein befristeter Arbeitsvertrag in der Regel maximal dreimal verlängert werden.


Dienstag 11.06.19, 21:26 Uhr
Interessengemeinschaft Grummer Teiche gegründet

“Grummer Teiche sind Schutzzone!”

Die Grummer Teiche sollen als Schutzgebiet gegen die Klimakrise gesichert werden. Das ist das Ziel der neu gegründeten “Interessengemeinschaft Grummer Teiche”, die auf Initiative von AnwohnerInnen ins Leben gerufen wurde. In einer Stellungnahme heißt es: »Das traditionsreiche Feuchtgebiet entlang des Grummer Baches liegt als Oase im Bochumer Nord-Osten. Das sogenannte Grumbecktal dient als wichtiges Frischluftentstehungsgebiet und zur Naherholung von tausenden Anwohnern. In Folge der Klimakrise bekommt die Teichlandschaft an heißen Tagen eine immer größere Bedeutung als kühlender Feuchtigkeitsspender des Ortsklimas. Die Interessengemeinschaft “Grummer Teiche” wurde im Mai 2019 von interessierten Anwohnern aus den Bochumer Stadtteilen Vöde und Grumme ins Leben gerufen. Sie will sich für den Erhalt der Kulturlandschaft, für die Naherholungsfunktion des Gebiets und die klima-stabilisierende Wirkung des Grünzugs sowie die Information der Bürger einsetzen. Das bewaldete Feuchtgebiet soll eine besondere Bedeutung bei der Bekämpfung des am 6. Juni 2019 vom Rat der Stadt Bochum ausgerufenen Klimanotstandes bekommen.
Nachdem Pläne der Stadt Bochum zur Neugestaltung des Gebietes bekannt wurden, will die “IG Grummer Teiche” die unzureichende Information der Betroffenen verbessern. In mehreren Treffen wurden bereits Maßnahmen entwickelt. Dabei hatten sich die Interessen­gemein­schaft auch Sach­verstand von Fachleuten aus dem Umweltschutz, Landschaftsplanung und Bürgerbeteiligung zur Hilfe geholt. Für Ende Juni 2019 ist eine Bürgerversammlung geplant, die über die Entwicklungs­planungen (Rad-Wege-Konzept und Neugestaltung Grummer Bach) informieren soll und bei der auch nachhaltige Sofortmaßnahmen zur Bekämpfung des Klimanotstands entwickelt werden sollen.
Die überparteiliche IG „Grummer Teiche“ ist damit die erste Organisation der Stadt, die aus dem Klimanotstand konkrete Maßnahmen entwickelt und zur sofortigen Umsetzung zu Beginn des Sommers dem Rat der Stadt Bochum vorschlagen will.«


Montag 10.06.19, 14:41 Uhr

Mit Symbolpolitik gegen den Klimawandel

Für das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung erklärt Wolfgang Czapracki-Mohnhaupt zu dem in Bochum ausgerufenen Klimanotstand: »Mit den Stimmen der SPD hat der Rat zu Beginn seiner Sitzung am 06.06.2019 den Klimanotstand für Bochum ausgerufen. Dabei hatte die Bochumer SPD vor der Europa-Wahl eine solche Resolution noch abgelehnt und dem grünen Koalitionspartner bei diesem Thema Populismus vorgeworfen.Wie ernst es der rot/grünen Koalition mit der in der Resolution angekündigten „Berücksichtigung der Auswirkungen auf das Klima bei jeglichen davon betroffenen Entscheidungen“ und der „Priorität der Entscheidungen, welche den Klimawandel oder dessen Folgen abschwächen“ wirklich ist, zeigte sich dann im weiteren Verlauf der Ratssitzung, als Rot/Grün sein „Leitbild Mobilität“ knapp zwei Wochen nach der Bürgerkonferenz 2019 zum Thema „Mobilität von morgen“ durchsetzte.

Die auf der Bürgerkonferenz aufgestellten Forderungen erfüllt das rot/grüne Leitbild nicht. Wenn auch eine abschließende Auswertung der Konferenz noch aussteht, war bereits als zentrale Forderung erkennbar, dass in Bochum zunächst einmal die Voraussetzungen für einen Umstieg vom Auto auf klimafreundliche Verkehrsmittel wie Bus und Bahn sowie Rad geschaffen werden müssten. Hierfür sind aber u.a. ein lückenloses Alltags-Radwege-Netz sowie die Beschleunigung des ÖPNV durch Taktverdichtung und Abstimmung im Netz unverzichtbar.

Mit dem rot/grünen „Leitbild Mobilität“ wird Bochum dies nicht schaffen.

Die dort angestrebten Ziele bleiben nämlich noch hinter den bereits 2016 in die Bewerbung für die Aufnahme in die „Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte und Gemeinden“ (AGFS) aufgenommenen Ziele – u.a. Reduzierung des Anteils am motorisierten Individualverkehr auf 35 % bei Anhebung des Radverkehrs-Anteils von derzeit 5 % auf 20 % – zurück.

Da darf sich die rot/grüne Koalition nicht wundern, wenn ihr vorgeworfen wird, in Bochum mit Symbolpolitik gegen den Klimawandel vorgehen zu wollen.

Will sie diesen Vorwurf entkräften, muss sie nicht nur bei allen zukünftigen Entscheidungen die Frage nach den Auswirkungen der konkreten Maßnahmen vorschalten und – wie die Grünen angekündigt haben – konkrete Maßnahmen zur Klimaverbesserung einleiten. Sie muss auch bereits getroffene Entscheidungen erneut auf ihre Klimaauswirkungen überprüfen.

Dann gehört aber nicht nur das „Leitbild Mobilität“ unter Berücksichtigung der Auswertung der Bürgerkonferenz 2019 auf den Prüfstand.

Auf den Prüfstand gehören dann u.a. auch Vorgaben, die 2018 durch das Wohnbauflächenprogramm für Bauvorhaben geschaffen worden sind. Dieses Programm enthält nämlich nicht nur solche Flächen, die aufgrund bisheriger Nutzung bereits überwiegend versiegelt sind. Vielmehr weist es in den Bezirken auch Freiflächen aus, die trotz ihrer ökologischen und klimatischen Wertigkeit für die Stadt neu versiegelt werden sollen. Dabei lag Bochum nach einer VdS-Studie 2018 bei den versiegelten Flächen unter den Großstädten bundesweit an 9. Stelle und im Ruhrgebiet hinter Oberhausen und Gelsenkirchen sogar auf dem 3. Platz. Und dies, obwohl nach dem rot/grünen Koalitionsvertrag von 2014 nicht nur weitere Versiegelungen gestoppt, sondern sogar versiegelte Flächen entsiegelt werden sollten.

Um dem ausgerufenen Klimanotstand nachzukommen, muss jede Freifläche vor Aufnahme der Planungen für den Vorentwurf eines Bebauungsplans deshalb nochmals auf ihre Klimabedeutung überprüft werden.

Weil die Bürgerkonferenz nun aber gezeigt hat, dass die Bochumer Bevölkerung nicht nur zur Mobilitätswende bereit ist, sondern auch lokalen Sachverstand besitzt, sollten Politik und Verwaltung die Bereitschaft und die Kenntnisse der Bürger*innen vor Ort auch für die weitere Planung nutzen.

Das Netzwerk fordert den Rat deshalb auf, der Verwaltung aufzugeben, jeder Erstellung eines Vorentwurf zu einem Bebauungsplan eine Untersuchung der Klimaauswirkungen vorzuschalten, die Ergebnisse der Untersuchung zu veröffentlichen und diese dann in dem betroffenen Stadtteil mit den Bürger*innen vor Ort zu erörtern.«

 


Montag 10.06.19, 07:21 Uhr

Seenotrettung im Mittelmeer


Am Montag, den 17. Juni wird im Kinocafé des Bahnhof Lamgendreer zunächst um 18.30 Uhr die Ausstellung “Zwischen gestern und morgen – Seenotrettung im Mittelmeer” der Fotografin Judith Büthe eröffnet. Um 19.15 Uhr ist anschließend im endstation.kino der Dokumentarfilm “Die Mission der Lifeline” von Markus Weinberg zu sehen.
Die Ausstellung von Judith Büthe zeigt Fotografien der zivilen Seenotrettungsorganisationen bei ihren Einsätzen. Sie entstanden Ende 2016 in internationalem Gewässer vor der Küste Libyens. Die freie Bildjournalistin war mit Hilfsorganisationen als ehrenamtliche Helferin und Medienbeauftragte auf dem Mittelmeer im Einsatz. Ihre Arbeiten erscheinen u.a. in verschiedenen Magazinen und Zeitschriften.
Das Rettungsschiff des Vereins „Mission Lifeline“ legte im Herbst 2017 erstmalig von Malta aus ab und erlangte im Juni 2018 traurige Berühmtheit, als es nach einer Rettungsmission vor der libyschen Küste tagelang im Mittelmeer umher irrte, weil kein europäischer Staat die 234 Geflüchteten aufnehmen wollte. Über zwei Jahre lang hat Markus Weinberg die deutsch-spanische Crew der Mission Lifeline begleitet– vom Sammeln der Spenden, über den Kauf des Schiffes, bis zu dessen Beschlagnahmung auf Malta.
Anschließend: Filmgespräch mit Regisseur Markus Weinberg


Sonntag 09.06.19, 16:02 Uhr

Mindestlohn für Musiker*innen!?

Unter dem Titel „Mindestlohn für Musiker*innen! Was ist uns Livemusik wert?“ veranstaltet das Musiksyndikat Ruhr in Kooperation mit der Rotunde am Sonntag, dem 16. Juni, ab 17 Uhr eine Podiumsdiskussion. Zum Thema diskutieren in der Rotunde: Milli Heuser (freie Musikerin), Bertram Frewer (Kulturbüro Bochum), Jörg Obereiner (stellv. Vorsitzender im Kulturausschuss beim RVR) und Sven Nowoczyn (Veranstalter). In der Einladung heißt es: »Wer ins Musikforum geht, hat selbstverständlich eine Karte gekauft, wer in einer Kneipe Livemusik erlebt, wird sehr häufig um eine Spende gebeten und wenn es gut läuft, kommt auch etwas Zählbares dabei herum. Wovon lebt der/die freie Musiker*in, der/die doch auch – wie der/die Musiker*in im Orchester – unser Leben so bereichern kann? Welche Wertschätzung erfahren frei lebende Musiker*innen? Wie sieht die öffentliche Finanzierung dieser freien Musikszene aus?«

 


Samstag 08.06.19, 11:45 Uhr

Ein feministisches Hauptquartier

Am Sonntag, den 16. Juni findet ein “Stadtrundgang durch ein feministisches Hauptquartier in Bochum”. Treffpunkt ist um 16 Uhr im atelier automatique, Rottstraße 14. Im Fokus der aktuellen Ausstellung »Emanzenexpress – gemeinsam sind wir gemeiner« im atelier automatique stehen Beispiele feministischen Widerstands der 1980er und 90er Jahre in Bochum. Begleitend dazu bieten die Initiator*innen Eva Busch und Julia Nitschke darum Führungen durch das in der Nachbarschaft des atelier automatique liegende Rottstraßen-Viertel in Bochum an, da sich dort viele wichtige Orte der damals feministischen Bewegung befinden. U.a. war dort der ehemalige Frauenbuchladen Amazonas über viele Jahre hinweg ein wichtiges Zentrum der autonomen FrauenLesbenbewegung. Das regelmäßig vom Frauenbuchladen herausgegebene Programmheft namens Fraueninfo wurde neben zahlreichen Flyern und Postern auch in der Druckerei Versalis gedruckt, deren ehemalige Räumlichkeiten heute die Werkstatt des atelier automatique beherbergen.

Es gab im Viertel eine Hausbesetzung von und für Frauen, und nicht weit entfernt die internationale Frauenkontakt- und Beratungsstelle »Mona«. Durch das wiederholte Aufsuchen und Erinnern an diese Orte und ihre Geschichte soll den feministischen Kämpfen in Bochum ein Denkmal gesetzt werden, ein Oral Memorial. Eine Reflexion immaterieller widerständiger Erinnerungskultur, die auch deutlich macht, dass viele der Orte und Kämpfe auch mit heutigen Herausforderungen mithalten.


Samstag 08.06.19, 11:33 Uhr

Selbstbestimmung & Arbeit

Bestimmt die Arbeit uns oder wir die Arbeit?

Am Montag, den 17. Juni findet um 19 Uhr im Provisorium, Dorstener Straße 17 eine Veranstaltung zum Thema “Selbstbestimmung & Arbeit – Bestimmt die Arbeit uns oder wir die Arbeit?” Es diskutieren: Kai Lindemann (DGB-Bundesvorstand, Grundsatzabteilung), Kirsten (Stadt für alle) und Stephan Siemens (Meine Zeit ist mein Leben). In der Einladung heißt es: Unsere Arbeitswelt befindet sich im Wandel und wir haben unsere produktiven Fähigkeiten in den letzten Jahrzehnten grundlegend weiterentwickelt. Weithin ist von Digitalisierung, Flexibilisierung, Teamwork und neuen Arbeitsorganisationsformen die Rede.
Dabei bewegen sich die Vorschläge zum Umgang mit dem Wandel der Arbeitswelt häufig zwischen unkritischer Bejahung und rigoroser Ablehnung. In der gesellschaftlichen Linken finden sich dabei die unterschiedlichsten Positionen: Ersetzen wir die Lohnarbeit durch ein bedingungsloses Grundeinkommen? Lassen wir die Arbeit gänzlich hinter uns? Passen wir Lohnarbeit und Sozialstaat den geänderten Entwicklungen an? Kollektivieren wir Unternehmen und Produktionsmittel?
Der gegenwärtige Wandel unserer Arbeit findet unter kapitalistischen Vorzeichen statt. Lohnarbeit im Kapitalismus bedeutet Ausbeutung zur Profitmaximierung – daran ändert auch die Digitalisierung nichts, mag sie die Ausbeutung auch mal verschärfen, mal erträglicher machen. Aber auch wenn noch so viele Roboter und Algorithmen eingebunden werden, bleibt die Arbeit menschliche Tätigkeit. Und daher können wir sie gestalten, verändern.
Wir wollen gemeinsam mit unseren Referent*innen darüber diskutieren, welche Möglichkeiten wir haben, den Wandel der Arbeitswelt fortschrittlich zu gestalten und welche Perspektiven auf Emanzipation und eine menschliche Gesellschaft sich uns dadurch bieten. Es diskutieren: Kai Lindemann (DGB-Bundesvorstand, Grundsatzabteilung), Kirsten (Stadt für alle) & Stephan Siemens (Meine Zeit ist mein Leben)
Unterstützt von:
Linke Liste Bochum
NRW-Jusos
DGB-Jugend Hochschulgruppe Bochum
Naturfreundejugend NRW


Freitag 07.06.19, 13:10 Uhr

Hau-ab-Gesetze heute im Bundestag

Der Flüchtlingsrat NRW erklärt: »Die Große Koalition will heute – im Rahmen eines unwürdigen und völlig inakzeptablen parlamentarischen Schnellverfahrens –ein gewaltiges weiteres „Asylpaket“ durch den Bundestag bringen. Die Auswirkungen dieser Gesetzesvorhaben auf Flüchtlinge sind in ihrer Dramatik kaum zu überschätzen. Umso unverständlicher ist es, dass keine ausführliche Debatte stattfindet. Im Gegenteil, Einwände von Sachverständigen werden einfach ignoriert. In Fortführung der restriktiven Politik seit 2015 werden Flüchtlinge immer weiter ausgrenzt und entrechtet.Aufgrund des von der Bundesregierung propagierten angeblichen „problematischen Missstandes“ beider Durchsetzung der Ausreisepflicht gerät die Wahrung der Rechte von Schutzsuchenden vollkommen aus dem Blick. „Offensichtlich möchte die Bundesregierung mit einer autoritären Politik, bestehend aus symbolpolitischen Schnellschüssen, die rechtsstaatlichen Prinzipien missachten und massive Auswirkungen auf die Situation Schutzsuchender haben, Handlungsfähigkeit simulieren“, so Birgit Naujoks, Geschäftsführerin des Flüchtlingsrates NRW.

„Die zur Abstimmung stehenden Gesetzesänderungen verstoßen gegen Grundgesetz, Völkerrecht und EU-Recht.“So soll Abschiebungshaft unter Missachtung von EU-Recht massiv ausgeweitet werden. Leistungen können erheblich gekürzt oder sogar komplett gestrichen werden, so dass sehenden Auges Menschen in die Mittel-und Obdachlosigkeit getrieben werden. Das Grundsatzurteil des Bundesverfassungsgerichts vom 18. Juli 2012, welches das Menschenrecht auf Sicherung einer menschenwürdigen Existenz betont und ausdrücklich untersagt, das Existenzminimum migrationspolitisch zu relativieren, wird von der Bundesregierung schlichtweg ignoriert. Der Datenschutz wird für Schutzsuchende erheblich eingeschränkt, wenn zahlreiche Behörden automatisierten und nahezu uneingeschränkten Zugang ins Ausländerzentralregister erhalten. Ein derartiger Umgang mit sensiblen Daten widerspricht der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts. Auch die Schaffung eines neuen Aufenthaltsstatus durch Einführung der „Duldung light“ führt zur fortschreitenden Entrechtung von Menschen. Dauerhafte Lagerunterbringung, gekürzte Leistungen, Arbeitsverbot und keinerlei Möglichkeit der Entwicklung von Lebensperspektiven in Deutschland sind mit einem Leben in Würde nicht vereinbar.Selbst kürzlich auf den Weg gebrachte positive Entwicklungen (wie die Ausbildungsduldung) werden mit den geplanten Gesetzesänderungen konterkariert, wenn durch das Verschließen der Zugänge zum Arbeitsmarkt zukünftig niemand davon profitieren kann. Die Voraussetzungen zum Erhalt der vorgesehenen „Beschäftigungsduldung“ sind zudem auch bei einem vorhandenen Zugang zum Arbeitsmarkt für die wenigsten Schutzsuchenden zu erfüllen. „Der Anschein von Humanität, den die Regelungen zur „Bleibesicherung“ vermitteln sollen, erweist sich als pure Seifenblase“, erklärt Birgit Naujoks.«


Donnerstag 06.06.19, 18:23 Uhr

Berichte von Frauen, die nicht
in Deutschland geboren sind

Am Sonntag, den 16. Juni steigt in Langendreer das jährliche Stadtteilfest „Bänke raus!“ Die Naturfreundejugend NRW, das Netzwerk Flüchtlinge Langendreer und Seebrücke Bochum laden in das Naturfreundezentrum, Alte Bahnhofstr. 175 und werden Frauen zu Wort kommen lassen, die nicht in Deutschland geboren sind. In der Einladung heißt es: »Um 14:00 Uhr spricht  Adjovi Bonconvi. Sie hat ihr Herkunftsland Togo verlassen, weil sie als Frau dort nicht so leben konnte, wie sie wollte. Hier setzt sie sich besonders für die Belange von geflüchteten Frauen und Mädchen ein und informiert über die Situation in Togo und die dortigen Kämpfe gegen patriarchale Gewalt. Sie spricht mit uns auch über ihre Erfahrungen mit geschlechtsspezifischen Fluchtgründen wie Zwangsheirat, Polygamie, Beschneidung und über die Lebensrealitäten geflüchteter Frauen in Deutschland.
„Neu in Deutschland“ (nid) ist eine deutschsprachige Zeitung über Flucht und Ankommen mit Texten geflüchteter Frauen und Männer. Zugleich ist es eine Plattform für vielfältige persönliche Begegnungen: durch kreative öffentliche Aktionen, Lesungen, Interviews und andere Dialog-Formate.
Einige dieser Texte werden an diesem Nachmittag von Redakteurinnen vorgetragen. Ab 16:00 spielt das Alam-Bülow-Trio: Groove und Harmonie – wenn man die vielen Einflüsse aus Folklore, Weltmusik, Jazz, Klassik auf eine Formel bringen müsste, wären diese zwei Zutaten auf jeden Fall essentiell für das Alam-Bülow-Trio.«


Donnerstag 06.06.19, 17:17 Uhr

Antikommunismus und Recht:
Das KPD-Verbot und die Folgen

Die Rosa Luxemburg Stiftung Nordrhein-Westfalen lädt für kommenden Mittwoch, dem 12. Juni um 19:00 Uhr im Bahnhof Langendreer zu einer Veranstaltung „Antikommunismus und Recht: Das KPD-Verbot und die Folgen“ ein: »Am 17. August 1956 wurde die Kommunistische Partei Deutschlands verboten. Es war ein vorläufiger Höhepunkt des Antikommunismus in der jungen Bundesrepublik in der Hochphase des Kalten Krieges. Dem Parteiverbot vorangegangen war eine weitreichende Verbotsserie von Organisationen, die des Kommunismus verdächtigt wurden, und massiver Polizeigewalt gegen Veranstaltungen, die inhaltlich oder organisatorisch mit der KPD oder der FDJ verbunden wurden. Auch nach dem Verbotsverfahren gab es weiterhin Kampagnen antikommunistischer Repression, wie die sogenannten Berufsverbote. Wie erlebten Betroffene die Repressionen, wie haben sie sich dagegen zur Wehr gesetzt? Welche Rückschlüsse lassen sich aus den damaligen Auseinandersetzungen für die Gegenwart ziehen, in der Meinungsfreiheit von anti-demokratischen Kräften und Regimen diskreditiert, angegriffen und beschränkt wird? Wie äußert(e) sich dieser fortgelebte Antikommunismus über die Jahrzehnte bis heute? Gibt es Parallelen der (rechts-)historischen Entwicklung in der Bundesrepublik zur aktuellen Repression in anderen Ländern und wenn ja welche?
Es diskutieren:
Sevim Dagdelen, MdB, stellvertretende Vorsitzende Fraktion Die Linke im Bundestag
Helga Krüger, Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft in Wuppertal
Friedrich Straetmanns, MdB, Justiziar der Fraktion Die Linke im Bundestag
Moderation: Gunhild Böth, Vorsitzende Die Linke im Rat der Stadt Wuppertal«


Donnerstag 06.06.19, 08:22 Uhr

„deutsch, weiß, bürgerlich“?

Das feministische Archiv ausZeiten lädt unter dem Titel „deutsch, weiß, bürgerlich?” am Donnerstag, den 13. Juni um 19 Uhr im atelier automatique, Rottstraße 14 zu einem Gesprächsabend mit Zeitzeuginnen über intersektionale Fragestellungen, Diskussionen und Perspektiven in der westdeutschen Frauen-/Lesbenbewegung der 1970er und 80er Jahre ein: »Mit dem Begriff der Intersektionalität schuf Kimberlé Crenshaw 1989 ein wichtiges Analyseinstrument zur Auseinandersetzung mit Mehrfachdiskriminierungen. Die Berücksichtigung intersektionaler Aspekte gehört heute zur feministischen Theorie und Praxis dazu. Doch wie ging die Frauen-/Lesbenbewegung in den 1970er und 80er Jahren mit Mehrfachdiskriminierungen um? Wie sahen Diskussionen, Protestformen, Gruppenzusammensetzungen aus? Stand der gemeinsame Nenner „Frau“ immer im Vordergrund? Wie sah die Wahrnehmung in und Teilhabe an der Bewegung zum Beispiel von Migratinnen, Frauen mit Behinderungen, Lesben, ArbeiterInnentöchtern, Nicht-Akademikerinnen, jüdischen Frauen, schwarzen Frauen aus? Darüber möchten wir mit Zeitzeuginnen sprechen und so Entwicklungen in der westdeutschen Frauen-/Lesbenbewegung in den Blick nehmen. Mit: Gitta Büchner, Ulrike Janz, Dr. Angela Scaglione, N.N. Moderation: Linda Unger«


Mittwoch 05.06.19, 07:27 Uhr
Rechte Netzwerke

Schattenarmee oder Einzelfälle?

Die Linken Liste an der Ruhr-Uni und die Kritischen Jurist*innen Bochum laden am Donnerstag, den 13.06. um 19:00 Uhr in der Goldkante, Alte Hattinger Straße 22 zu einer Veranstaltung zum Themenkomplex “Schattenarmee oder Einzelfälle? Rechte Netzwerke!” ein: »Egal ob in Duisburg, Dessau, beim NSU-Prozess in München oder in geheimen Chats von Bundeswehrsoldaten. Immer wieder zeigt sich, dass auch die deutsche Staatsgewalt nicht verschont bleibt vom gesellschaftlichen Rechtsruck. Durch Korpsgeist und Vertuschung gedeckt, entstehen dabei rassistische, antidemokratische und oftmals auch rechtsextreme Strukturen. Wie diese aussehen und wozu sie fähig sind, beantwortet Sebastian Wehrhahn für uns. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bundestag und forscht zu Rechtsextremismus und Rechtsterrorismus, sowie in den letzten Monaten zu den Komplexen Franco A., Nordkreuz und Hannibal.«

 


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