Dienstag 26.03.19, 19:41 Uhr

Das Leitbild Mobilität steht im Stau

Mit einem Öffentlichkeitsforum „Nachhaltige Mobilität der Zukunft“ hat die Stadtverwaltung im April letzten Jahres zur öffentlichen Diskussion über ein “Leitbild Mobilität” eingeladen. Entwürfe wurden ins Internet gestellt. Eine E-mail-Adresse für Anregungen wurde veröffentlicht. Bürgerbeteiligung wurde groß propagiert. Anfang dieses Monats hat die Verwaltung daraus eine Vorlage für den Rat erstellt und den Entscheidungsprozess dokumentiert, welche Anregungen aufgenommen und welche verworfen wurden. Die Verwaltung verschickte die Unterlagen mit einem Anschreiben von Stadtbaurat Bradtke an die Fraktionen. Ungewöhnlich ist, dass dieses Unterlagen bis heute nicht wie üblich im  Bürgerinformationssystem der Stadt Bochum veröffentlicht wurden. Seltsam ist, dass Markus Bradtke in seinem Schreiben ankündigt, dass der überarbeitete Entwurf des Leitbildes am 2. 4. 2019 im Ausschuss für Infrastruktur und Mobilität  zur Anhörung eingebracht wird und in der Ratssitzung am 11. 4. 2019 der Beschluss des Leitbildes auf der Tagesordnung steht. Zu beiden Sitzungen gibt es inzwischen Einladungen mit Tagesordnungen, in den die Befassung des Leitbild nicht auftaucht.
Der Vorgang ist äußerst seltsam, weil in dem Leitbild nichts Verbindliches formuliert ist. Unter den Handlungsschwerpunkten wird versprochen: Alles soll besser, schöner, ökologischer werden. So böse Geschichten, wie Tempo 30 auf allen Nebenstraßen werden nicht einmal angedacht. Nachfolgend werden die Vorlagen veröffentlicht ohne Antwort darauf, wieso das Leitbild nicht im Bürgerinformationssystem und in den Tagesordnungen der Sitzungen auftaucht.
Anlage 1 Leitbild Mobilität Leseversion
Anlage 2 Leitbild Mobilität Änderungsversion
Anlage 3 Abwägungskriterien
Anlage 4 Abwägung Leitbild Mobilität
Anlage 5 Sammelthemen
Einladung und Tagesordnung des Ausschuss für Infrastruktur und Mobilität am 2. 4. 2019
Einladung und Tagesordnung der Ratssitzung am 11. 4. 2019


Dienstag 26.03.19, 14:36 Uhr

„Jugendphänomen Salafismus“

Der Kinder- und Jugendring und die ev. Jugend laden ehrenamtlich und hauptberuflich Tätige am Donnerstag, 28. März um 18.00 Uhr zu einer Fortbildung zum Thema „Jugendphänomen Salafismus“ in das Ev. Jugendpfarramt, Neustr. 7 ein: »Themen der Fortbildung sind der Salafismus in Deutschland und speziell der Salafismus im Internet, das Erkennen fragwürdiger Seiten und radikaler Botschaften sowie die Beschäftigung mit sinnvollen Strategien im Umgang mit dem Salafismus in der Jugendarbeit und in der Schule. Piotr Suder von der IFAK wird als Referent über den Salafismus und über verschiedene Präventions- und Deradikalisierungsprojekte informieren. Anmeldungen zur Fortbildung sind per Email: info@jugendring-bochum.de oder per Telefon: 0234 – 51 64 61 56 in der Geschäftsstelle des Jugendrings möglich.«


Dienstag 26.03.19, 11:30 Uhr

Kritische Einführungswochen an der RUB

Auch wenn die Ruhr Uni sich seit Jahren einen langweiligen rechten introvertierten AStA leistet, gibt es immer wieder Lichtpunkte, die aus der Uni in die Stadt strahlen. Die “Kritischen Einführungswochen”, die maßgeblich von der Fachschaft Sozialwissenschaften organisiert werden, sind ein herausragende Beispiel. Sie richten sich an Erstsemester und sollen zur Orientierung in der neuen Umgebung dienen. Die Veranstaltungen sind aber für alle offen und interessant. Auf ihrem Weblog haben es die VeranstalterInnen noch nicht geschafft, eine Veranstaltungsübersicht zu veröffentlichen. Auf facebook ist ein solcher Überblick schon vorhanden. Für alle Facebook-VerweigerInnen wird der Veranstaltungsüberblick nachfolgend veröffentlicht:
23. 4. 17 Uhr
Rechte Parteien in Bochum und Umgebung
Ort wird noch bekannt gegeben

23. 4. 19 Uhr
Bildung für alle! wirklich?
Kulturfabrik Bochum

24. 4. 16 Uhr
YPG international
Ort wird noch bekannt gegeben

24. 4. 19 Uhr
Verdinglichung und die Politik der kritischen Theorie
Soziales Zentrum

25. 4. 14 Uhr
Eine Gesellschaft ohne Gewalt: Eine feministische Utopie
Ruhr-Universität Bochum GD04/620

25. 4. 16 Uhr
Der Oury Jalloh-Komplex
Blue Square Rub

25. 4. 18 Uhr
Menschenfeindlichkeit in der Fußball Fanszene
Oval Office im Schauspielhaus

26. 4. 10 Uhr
Vernetzungstreffen zu 10 Jahren UN-Behindertenrechtskonvention
Universitätsbibliothek Bochum 1E09

26. 4. 16 Uhr
Muslime sind die neuen Juden? Zu Antisemitismus und Islamophobie
Ruhr-Universität Bochum GB03/42

27. 4. 11 Uhr
Bodos Sozialer Stadtrundgang
Stühmeyerstraße 33

27. 4. 16 Uhr
Bildung is a Battlefield! Lernen im neoliberalen Kapitalismus
Bochum Unverpackt, Herner Str. 14

28. 4. 16 Uhr
Die Lieblingsfilme der Rechten
Ruhr-Universität Bochum

29. 4. 14 Uhr
Zur Pathologisierung des politischen Gegners
Ruhr-Universität Bochum

30. 4. 16 Uhr
Einführung in den Anarchismus
Ruhr-Universität Bochum GD 04/620

2. 5. 14 Uhr
Einführung in die materialistische Rassismuskritik
Ort wird noch bekannt gegeben

2. 5. 16 Uhr
Psychoanalytische Religionskritik
Ruhr-Universität Bochum GD 04/620

4. 5. 16 Uhr
True cost of coal Workshop
Kulturfabrik Bochum


Montag 25.03.19, 16:56 Uhr

Commonistischer Lesekreis

Am 7. April um 17 Uhr startet im Kostnixladen ein Lesekreis zum Thema “Commonismus”. Die EinladerInnen schreiben: »Commons sind laut Wikipedia „Ressourcen (Code, Wissen, Nahrung, Energiequellen, Wasser, Land, Zeit u.a.), die aus selbstorganisierten Prozessen des gemeinsamen bedürfnisorientierten Produzierens, Verwaltens, Pflegens und/oder Nutzens (Commoning) hervorgehen“ und werden vielfach „jenseits von Markt und Staat“ verortet, „womit vor allem gemeint ist, dass in Commons-Kontexten andere Handlungslogiken dominieren“. Stefan Meretz und Simon Sutterlütti skizzieren in ihrem Buch „Kapitalismus aufheben – eine Einladung, über Utopie und Transformation neu nachzudenken“ die Möglichkeit einer Commons-basierten Gesellschaft, dem Commonismus, als Aufhebung des Kapitalismus, sowie mögliche Wege dorthin.

In einer Zeit sich zuspitzender sozialer und ökologischer Krisen ist es unseres Erachtens nach dringend notwendig, über Wege aus dem Kapitalismus nachzudenken. Dies wollen wir im Rahmen unseres Lesekreises tun. Zuerst wollen wir „Kapitalismus aufheben“ und im Anschluss daran diverse Kritiken, die andere Autor*innen daran formuliert haben, lesen. Vorkenntnisse sind nicht nötig, das Buch liefert einen guten Einstieg in die Thematik. Wir treffen uns – passenderweise – in einem Commons-Projekt, nämlich dem KostNixLaden (Dorstener Straße 37), immer am 1. und 3. Sonntag im Monat um 17 Uhr. Erster Termin ist der 7. April. Das Buch gibt es gratis als PDF im Internet unter: https://commonism.us/


Montag 25.03.19, 16:02 Uhr

Nur noch kurz die Welt retten


Ab Donnerstag, den 28. März läuft im endstation.kino der Film Fair Traders. In der Ankündigung heißt es: »Wirtschaften muss auch fair gehen! Dies ist der Grundgedanke der drei Protagonist*innen dieses Films: Sina Trinkwalder fertigt Zero-Waste-Kleidung. Der Textilingenieur Patrick Hohmann leitet zwei Großprojekte in Indien und Tansania für die Herstellung von Biobaumwolle. Die ehemalige Pädagogin Claudia Zimmermann betreibt einen Biohof mit angeschlossenem Dorfladen. Alle drei vereint das Bemühen, faire Arbeitsbedingungen und nachhaltige Produktion mit dem Kostendruck der freien Marktwirtschaft zu versöhnen.«
Die Film-Webseite
Eine Filmkritik von Silvia Hallensleben bei epd

Spielzeiten

Do. 28. Mär. 18:00 Uhr
Fr. 29. Mär. 17:00 Uhr
Sa. 30. Mär. 17:00 Uhr
So. 31. Mär. 17:00 Uhr
Mo. 01. Apr. 18:00 Uhr
Di. 02. Apr. 18:00 Uhr
Mi. 03. Apr. 18:00 Uhr

Montag 25.03.19, 11:36 Uhr

Fragen an KandidatInnen zur Europawahl

Der ver.di Bezirk Mittleres Ruhrgebiet lädt am Mittwoch, den 27. März um 18:00 Uhr im ver.di-Haus, Universitätsstr. 76 zu einer Veranstaltung anlässlich der Europawahl ein. Die KandidatInnen sollen zu den für die Gewerkschaft wichtigen Themen befragt werden. Zugesagt habe ihre Teilnahme: Mehrdad Mostofizadeh, B90/Die Grünen;  Özlem Alev Demirel, Die Linke; Oliver Basu Mallick, SPD und Vincent Felix Bartscher, FDP. Von der CDU gibt es noch keine Zusage.


Sonntag 24.03.19, 14:25 Uhr

Critical Mass mit 150 Teilnehmenden


Im Anschluss an die in der vorigen Meldung beschriebenen Raddemo fand am Freitagabend die monatliche Critical Mass Aktion statt. Mit 150 Teilnehmenden war es die bisher größte Critical Mass Aktion in Bochum.


Sonntag 24.03.19, 13:53 Uhr

Mindestabstand: 1,5 Meter

Am Freitag, den 22. hatten März  der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (adfc) Bochum und die Fahrradinitiative urbanRadeling zu einer Fahrrad-Demo für mehr Rücksicht beim Überholen von RadfahrerInnen aufgerufen. Einige der mehr als 100 TeilnehmerInnen hatten mit “Poolnudeln” auf dem Gepäckträger oder am Lenker, mit Plakaten und entsprechend bedruckten Warnwesten dazu aufgefordert, beim Überholen von RadfahrerInnen den geforderten Mindestabstand einzuhalten. Vorschrift ist, dass beim Überholen von RadfahrerInnen durch Kraftfahrzeuge ein Abstand von mindestens 1,5 Metern (zum Lenkerende!) eingehalten werden muss. Der NABU Bochum hat auf seiner Webseite Fotos von der Demonstration veröffentlicht.


Sonntag 24.03.19, 09:34 Uhr

Lesung: Das Jahr der Frauen

Die Stadtbücherei im BVZ lädt am Donnerstag, 28. März, um 19.30 Uhr zu  einer Lesung ein:  »Es war ein besonderes Jahr, das Jahr 1919. Erstmals dürfen Frauen in Deutschland wählen. Diese Initialzündung und ihre Folgen beschreibt die Schriftstellerin und Journalistin Unda Hörner in ihrem Buch „1919 – Jahr der Frauen“, Sie beschreibt in ihrem Buch eine historische Zeitenwende. Auf allen Gebieten machen sich Frauen daran, ihr Leben selbst zu gestalten: Mit Käthe Kollwitz wird zum ersten Mal eine Frau in die Akademie der Künste berufen, Marie Juchacz hält als erste eine Rede im Parlament. Während in Berlin Rosa Luxemburg ihren Einsatz für die politische Neuordnung mit dem Leben bezahlt, widmen sich Frauen in Paris der Wissenschaft und Kultur: Marie Curies Radiuminstitut öffnet seine Pforten, Sylvia Beach gründet Shakespeare & Company und Coco Chanel kreiert das unsterbliche Parfüm Chanel No. 5.
Die 57-jährige Autorin verwebt diese Lebenswege und historischen Ereignisse zu einer atmosphärisch dichten Erzählung – eine faszinierende Zeitreise ins Jahr 1919, in dem auf einmal alles möglich schien für die Frauen. Nach der Lesung steht die Autorin für Nachfragen zur Verfügung. Die Lesung ist eine Kooperationsveranstaltung der Evangelischen Stadtakademie, dem Katholischen Forum und der Stadtbücherei Bochum.«
Eintritt fünf Euro, für Mitglieder drei Euro.


Samstag 23.03.19, 19:32 Uhr

Erinnern und Gedenken

Am Sonntag, den 31. März ruft die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN – BdA) um 11.00 Uhr auf dem Werner Friedhof dazu auf, der Kämpfer gegen den rechten Kapp-Lüttwitz-Putsch von 1920 und der anti-faschistischen Widerstandskämpfer gegen Faschismus und Krieg zu gedenken: Ihr Einsatz, ihr Idealismus und Kampfeswillen sollte für uns heute Verpflichtung sein, den reaktionären Kräften von heute den Weg zu versperren u»nd in ihrem Sinn für Frieden, Freiheit, Solidarität und sozialen Fortschritt einzutreten. Wir treten dafür ein, dass das Anwachsen von Neonazismus und Rassismus in der Bundesrepublik gestoppt wird. Ebenso Angriffe auf demokratische Organisationen wie Attac und VVN-BdA, deren Arbeit durch Entzug der Gemeinnützigkeit beeinträchtigt werden soll. Wir wollen, dass neue (und alte) Geschichtslügen auf unfruchtbaren Boden treffen. Das Rad der Geschichte darf nicht zurück gedreht werden.
Die Gedenkrede auf dem Werner Friedhof hält: Ulli Sander, Bundessprecher der VVN-BdA.«


Samstag 23.03.19, 14:50 Uhr

Mutige SozialdemokratInnen

Am letzten Wochenende haben sich in Bochum einige SPD-Mitglieder getroffen, um eine Landesgruppe der säkularen Sozialdemokrat*innen in NRW zu gründen. Näheres. Einer der beiden SprecherInnen ist Johannes Schwill aus Bochum. Das ist ganz schön mutig. Die FAZ schreibt am 19. 3. 2019: »Wer nicht kirchlich orientiert ist, hat es schwer in der SPD: Die „Säkularen Sozialdemokraten und Sozialdemokratinnen“ wollen einen Arbeitskreis in der Partei gründen – so wie Christen, Muslime und jüdische Genossen jeweils einen haben. Aber die weltlich Gesinnten dürfen nicht. Mehr noch: Generalsekretär Lars Klingbeil verbietet ihnen mit Hinweis auf die Parteijustiziarin, sich als „Sozialdemokraten“ auszugeben. „Das gilt auch für öffentliche Auftritte, zum Beispiel im Internet“ schreibt Klingbeil in einem Brief an die Gruppe, welcher der F.A.Z. vorliegt.«
Zu Zeiten der Weimarer Republik war die SPD noch eine deutlich säkular orientierte Partei. Im Heidelberger Programm der SPD von 1925 heißt es: „Die öffentlichen Einrichtungen für Erziehung, Schulung, Bildung und Forschung sind weltlich. Jede öffentlich-rechtliche Einflußnahme von Kirche, Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften auf diese Einrichtungen ist zu bekämpfen. Trennung von Staat und Kirche, Trennung von Schule und Kirche, weltliche Volks-, Berufs- und Hochschulen. Keine Aufwendung aus öffentlichen Mitteln für kirchliche und religiöse Zwecke.“ Ein erheblicher Teil der SPD war damals offen antiklerikal, organisierte Kirchenaustrittsaktionen und erkannte frühzeitig, welche wichtige Stützen des Faschismus die Kirchen sein könnten und dann schließlich auch wurden.
Es ist auf den ersten Blick unverständlich, wie sich die im Niedergang befindliche SPD ausgerechnet an die noch stärker an Zuspruch verlierenden Kirchen klammert. Aber Andrea Nahles und anderen führenden SozialdemokratInnen fehlt jedes Bewusstsein dafür, dass die Aufklärung und der Kampf für Menschenrechte immer ein Kampf gegen die Kirchen war und ist. Der Grundgesetzauftrag zur Trennung von Kirche und Staat bedeutet ihnen nichts. Sie kennen nur ihre Seilschaften, die eng mit Kirchenstrukturen verwoben sind.
Weitere Informationen: Kein Platz für säkulare Interessen in der SPD


Samstag 23.03.19, 13:53 Uhr

Kritik an der Zwangspsychiatrie

Der Landesverband Psychiatrie-Erfahrener NRW lädt am Montag, den 1. 4. um 20:00 Uhr im Alsenstraßenwohnzimmer, Alsenstraße 27, zu einer Veranstaltung mit Jörg Bergstedt ein zum Thema “Pippi im Folterland – Willkür, Isolation und Verbrechen in der Zwangspsychiatrie”. In der Einladung heißt es: »240.000 Menschen werden jedes Jahr in Deutschland gegen ihren Willen psychiatrisch zwangsbehandelt. Solche “Behandlungen” haben es in sich. Es sind qualvolle Unterwerfungsrituale, bei denen die eine Seite alle Macht hat und die andere keine. Das geben die Chefs deutscher Kliniken selbst zu. Der Wille des Patienten würde gar nichts zählen, schrieb die Führung einer forensischen Psychiatrie in einem Brief an die Vorsorgebevollmächtigte eines Gefangenen – und erteilte ihr Hausverbot. Auch andere Verbrechen geben die Täter*innen in Weiß offen zu:

Wenn passende Medikamente fehlen, würden halt andere genommen. Die seien dann zwar nicht zugelassen, aber das mache nichts. Disziplinarmaßnahmen würden als Therapie verschleiert. 18 bis 25 Jahre kürzer würden Menschen leben, die über lange Zeit Psychopharmaka nehmen – in der Regel: nehmen müssen. Der Staat hat mit den geschlossenen Psychiatrien Räume geschaffen, in denen die Untergebrachten Freiwild sind. 359 Euro erhalten die Kliniken dafür pro Tag und Person. Die Klinikärzt*innen sitzen selbst vor Gericht und schreiben die Gutachten, die ihnen die Betten füllen. Über Fördervereine organisieren sie ein zusätzliches, undurchsichtiges Umfeld. Die Ton-Bilder-Schau des investigativen Journalisten Jörg Bergstedt gibt einen tiefen Blick hinter die Kulissen der Zwangspsychiatrie, dargestellt vor allem an Unterlagen, die aus den Psychiatrien selbst stammen. Den Abschluss bildet die Frage, wie eine Welt ohne Zwangsbehandlungen aussehen könnte – und was das alles mit Pippi Langstrumpf zu tun hat.«
Einlass ist ab 19.30 Uhr
Eintritt ist frei


Freitag 22.03.19, 18:07 Uhr
update

Fridays for Future am 22. 3. 2019



update: Es gibt eine weitere Bildergalerie.
Die Initiative Fridays for Future hatte heute Nachmittag eine kleine Mahnwache auf dem Dr.-Ruer-Platz angemeldet. Es wurde jedoch wieder eine große bunte Kundgebung. In Redebeiträgen wurde vor allem daran erinnert, dass die Klimakatastrophe nicht nur eine Bedrohung für die Zukunft ist, sondern bereits heute für Hunger, Tod und Flucht von Millionen Menschen verantwortlich ist.

Die bisherige Berichterstattung auf bo-alternativ.de über Fridays for Future.


Donnerstag 21.03.19, 12:30 Uhr

Wohnungsmängel & Mietminderung

Die Volkshochschule (VHS) lädt in Kooperation mit dem Mieterverein Bochum am Donnerstag, den 28. März von 18.30 bis 20 Uhr in Raum 047 des Bildungs- und Verwaltungszentrums zu einem Vortrag über den richtigen Umgang mit Wohnungsmängeln ein: »Feuchte Wände, zugige Fenster, tropfende Wasserhähne – wenn die Wohnung Mängel hat, kann auch der Frömmste nicht in Frieden darin leben. Doch Wohnungsmängel sind kein Schicksal. Mieter haben zahlreiche Möglichkeiten, dagegen vorzugehen. Das fängt mit Mietminderung an und hört mit Ersatzvornahme noch lange nicht auf.« Die Teilnahme ist kostenlos. Interessierte können sich unter der Rufnummer 02 34 / 910 – 15 55 oder im Internet unter www.vhs-bochum.de anmelden. (Kursnummer 48832).


Mittwoch 20.03.19, 18:54 Uhr

Neubau des Hallenfreibads Höntrop

Zu der anhaltenden Diskussion über die Zukunft der Bochumer Schwimmbäder sagt Sven Ratajczak, Mitglied der Linken im Sportausschuss:  „Es wird höchste Zeit, mit dem beschlossenen Neubau des Hallenfreibads Höntrop endlich loszulegen. Über ein zusätzliches Spaßbad, wie es sich WasserWelten-Chef Berthold Schmitt wünscht, können wir gerne reden. Aber diese Diskussion darf die Wiedereröffnung in Höntrop nicht weiter verzögern. Dort brauchen wir ein modernisiertes Hallenfreibad mit günstigen Eintrittspreisen, damit sich alle auch regelmäßige Schwimmbadbesuche im Stadtteil leisten können.“

Weiter schreibt die Linksfraktion: » Zusammen mit vielen Bürgerinnen und Bürgern hatte sich Die Linke für eine Rücknahme der Pläne eingesetzt, das Schwimmbad im Wattenscheider Südpark dauerhaft geschlossen zu halten. Das dortige Hallenbad ist seit einem Brand im April 2016 geschlossen. Im kommenden Sommer soll zusätzlich auch das Freibad geschlossen bleiben – offiziell wegen der Neubaupläne. Der Neubau ist vor allem deswegen nötig, weil die Stadt über Jahrzehnte hinweg notwendige Investitionen verschleppt hat.

„Die richtige Reihenfolge ist jetzt: In Höntrop sofort wie beschlossen das Hallenfreibad neu errichten, und über ein zusätzliches Schwimmbad an anderer Stelle weiter reden“, betont Sven Ratajczak. „Seit der Schließung des Stadtbads fehlt weiterhin ein Schwimmbad in der Bochumer Innenstadt. Auch Plänen zur Erweiterung des Freizeitbads Kemnade stehen wir offen gegenüber. Sollte allerdings irgendwer lieber Luftschlösser planen statt in Höntrop sofort loszulegen, werden wir das nicht akzeptieren.“«

 

 


Mittwoch 20.03.19, 18:18 Uhr
Fotoausstellung-Eröffnung & Diskussion:

Frauenbewegung in Argentinien

Am Mittwoch den 27. März um 19 Uhr laden der Bahnhof Langendreer und das endstation.kino zur Eröffnung der Fotoausstellung „Ni una menos – Frauenbewegung in Argentinien“ ein: »Im Juni 2015 wurde unter dem Hashtag #NiUnaMenos zu den ersten großen Demonstrationen gegen Frauenmorde und sexualisierte Gewalt in Argentinien aufgerufen.

“Ni Una Menos” (Nicht eine weniger) wirkte schnell als kollektiver Aufschrei: Der Aufruf, der von Journalist*innen, Aktivist*innen und Künstler*innen verfasst wurde, wuchs zu einer gesellschaftlichen Kampagne an. Mittlerweile haben sich Tausende von Menschen, Hunderte von Organisationen und Mitglieder verschiedener Parteien angeschlossen.

Der argentinische Fotograf Juan Mathias widmet seine Arbeit der Straßenfotografie und porträtiert die Prozesse des Wandels und des Kampfes in seinem Land. Die Ausstellung zeigt die kraftvolle Bewegung „Ni Una Menos“ und porträtiert Momente und Szenen bei den Demonstrationen. In Lateinamerika mobilisieren sich Tausende von Frauen gegen die geschlechtsspezifische Gewalt. Sie machen die Gewalt nicht nur sichtbar, sondern erreichen damit auch wichtige politische Veränderungen.

Die Macher*innen der Ausstellung (Anna Merkens u.a.) führen in die Ausstellung ein und zeigen eine Videobotschaft des Fotografen.«

Eintritt frei


Mittwoch 20.03.19, 07:32 Uhr

Mexiko: Widerstand gegen
kapitalistische “Entwicklungsprojekte”

Am Donnerstag, den 28.3. findet um 20 Uhr in der Goldkante, Alte Hattinger Str. 22  eine Veranstaltung mit Luz Kerkeling statt zum Thema: »Mexiko: Widerstand gegen kapitalistische “Entwicklungsprojekte”«. Die Veranstaltungsankündigung: »In Südmexiko werden die kleinbäuerlich-indigenen Gemeinden durch Monokulturen, Infrastrukturausbau, Tourismusprojekte und Repression bedroht. Diese kleinbäuerlichen Dorfgemeinschaften funktionieren bis heute auf der Basis von traditioneller Versammlungskultur, Selbstorganisation, Gemeinschaftsarbeit und Subsistenzwirtschaft.

Das Land der indigenen Bevölkerungsgruppen gerät jedoch zunehmend ins Visier von Politik und Wirtschaft: Die Gemeindeländereien werden zunehmend in eine Ware konvertiert – in aller Regel ohne die betroffenen Menschen zuvor überhaupt zu informieren.

Ölpalmenplantagen, Autobahnen, touristische Ausflugsorte und neue Schnellzugtrassen sind nur einige Beispiele für neoliberale und technikgläubige „Entwicklungsprojekte“, die direkt oder indirekt die Lebensgrundlagen und Lebensweisen der Menschen angreifen und die Umwelt schädigen.

Neben dem Widerstand der betroffenen Bevölkerungsgruppen, die für ein selbstbestimmtes Leben in Würde und im Einklang mit der Natur kämpfen, thematisiert die Veranstaltung auch die Verbindungslinien zu urbanen Regionen und uns Konsument*innen im reichen globalen Norden, denn der Hunger nach Palmfett, Biosprit und komfortabel-exotischem Tourismus wächst weiterhin.

Referent: Luz Kerkeling, Soziologe, Journalist, Filmemacher, Solidaritätsaktivist und Mitarbeiter der Gruppe B.A.S.T.A. und von Zwischenzeit e.V. (Münster) arbeitet seit 18 Jahren immer wieder in Chiapas/Mexiko.«


Sonntag 17.03.19, 16:38 Uhr

Die »Identitäre Bewegung« in Bochum

Das Antifa-Café Bochum lädt am Mittwoch, den 27. 3. um 19 Uhr im Sozialen Zentrum zu einer Informationsveranstaltung über die “Identitäre Bewegung” in Bochum ein: »Die “Identitäre Bewegung” (IB) konnte in den vergangenen Jahren durch spektakuläre Aktionen auf sich aufmerksam machen. Dabei stellte sie sich als eine junge, dynamische und moderne Jugendbewegung dar und konnte so junge Menschen für sich gewinnen. Auch in Bochum etablierte sich eine Ortsgruppe, die zumindest in der Lage gewesen ist, viele kleine Aktionen durchzuführen. Diese Selbstdarstellung konnte jedoch nur relativ kurze Zeit den extrem rechten und autoritären Charakter dieser angeblichen »Jugendbewegung« der »Neuen Rechten« verschleiern. Parallel entwickelte sich antifaschistischer Widerstand, der gegen die öffentlichen Raumnahmen der Identitären opponierte und mit einer zunehmenden Aufklärungsarbeit sank deren Aktionslevel erheblich. In der Konsequenz haben sich im Ruhrgebiet mittlerweile mehrere Ortsgruppen der IB zu der neuen Gruppe »Defend Ruhrgebiet« zusammengeschlossen.
Bei der Veranstaltung werden wir uns mit den aktuellen Entwicklungen der Identitären im Ruhrgebiet und speziell in Bochum beschäftigen. Zusätzlich werden die Netzwerke der IB beleuchtet und ihr menschenverachtendes Weltbild dargestellt. Nicht zuletzt sollen dabei Möglichkeiten antifaschistischer Gegenwehr mit dem Publikum diskutiert werden.«
Beginn um 19 Uhr, Der Tresen öffnet um ab 18:30 Uhr, die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr, anschließend gibt es wie immer veganes Essen gegen Spende.


Samstag 16.03.19, 12:36 Uhr
Theaterstück über den NSU, die Einwander*innen & den Staat

Warum musste Theo sterben?


Am Sonntag, den 24. März lädt das Bochumer Forum für Antirassismus und Kultur – BoFo e.V. in Zusammenarbeit mit dem Bahnhof Langendreer um 19.00 Uhr zu einem Theaterstück über den NSU, die Einwanderer und den Staat ein. Im Anschluss an die Aufführung steht uns der Journalist Miltiadis Oulios zu einem Gespräch zur Verfügung.

Nach dem Ende des NSU-Prozesses in München bleibt für die Angehörigen der Mordopfer das Versprechen nach vollständiger Aufklärung weiterhin uneingelöst. Das Gericht hat sich auf die Klärung der Mittäterschaft bei der rechtsradikalen Mord- und Terrorserie konzentriert. Die Verstrickungen staatlicher Stellen und die rassistischen Ermittlungsmuster der Polizei sind damit in den Hintergrund getreten. Dabei sind dies die Fragen, die von gesamt-gesellschaftlicher Relevanz sind.

Der Düsseldorfer Journalist Miltiadis Oulios hat daher ein vielschichtiges Theaterstück geschrieben, das diesen Aspekt des NSU-Skandals aufgreift und von einem multinationalen Ensemble intelligent und bewegend in Szene gesetzt wird. Ausgangspunkt ist das Schicksal der Angehörigen von Theodoros Boulgarides aus München. Er war das siebte Mordopfer des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU). Ebenso wie die anderen Opfer wurden er und seine Familie von den Ermittlungsbehörden jahrelang krimineller Machenschaften verdächtigt – bis hin zur Zerstörung ihrer sozialen Existenz.

“Warum musste Theo sterben?” bringt diese traumatischen Erfahrungen auf die Bühne und stellt sie in den Mittelpunkt einer Reflexion über Rassismus in unserer Gesellschaft und die Widersprüche in einer als “gut integriert” geltenden Einwanderergruppe.

Text: Miltiadis Oulios.
Regie: Antonis Chryssoulakis.
Mit: Antonis Chryssoulakis, Aboubacar Traore, Panagiota Tse, Otto Hauptmann, Paraskevi Kapoula und Vaggelis Athanasiou.
Mitwirkung: Gavriil Boulgarides. Stückentwicklung gefördert von Fonds Soziokultur und LAG.
Veranstalter: Bochumer Forum für Antirassismus und Kultur (BoFo e.V.) und Bahnhof Langendreer. Gefördert durch “Farbe bekennen, Demokratie leben”.
Veranstaltungsort: Halle Bahnhof Langendreer, Wallbaumweg 108, 44894 Bochum
VVK: 5 € | AK: 8 € | Erm: 5 €


Freitag 15.03.19, 17:05 Uhr

Neues Beratungscafé “(D)ein Raum”

Am heutige Freitag Nachmittag hat die Medizinische Flüchtlingshilfe (MFH) mit vielen Gästen die Eröffnung ihres neuen Beratungscafés “(D)ein Raum” gefeiert. (D)ein Raum befindet sich im Erdgeschoss des Gebäudes Glockengarten 1, in dem sich auch die übrigen Räumlichkeiten der MFH befinden. Cristina Chivulescu und Lisa Dünnebacke sind für das Projekt verantwortlich und beschreiben folgendermaßen sein Ziel: »In (D)ein Raum bieten wir insbesondere Kinder und Jugendlichen, die mit oder ohne ihre Familien nach Deutschland gekommen sind, geflüchtete Eltern mit Kleinkindern und Menschen, die sich gerne kreativ oder sozial engagieren wollen, die Möglichkeit sich zu informieren und sich auszutauschen. Aktuell bieten wir Beratungssprechstunden, eine Kunsttherapie für Erwachsene, ein Sprach- und Lerncafè für Frauen mit Kindern, eine Informationsreihe zu diversen Themen für junge Geflüchtete und Yoga speziell für Frauen an.

In den neuen Räumen sind Schulungen für Ehrenamtliche,  das Beratungscafè, eine Kinderkunsttherapie, ein Cajonworkshop unterstützt vom WorldBeatClub , Möbel Upcycling und vieles mehr geplant. In (D)ein Raum können Ideen umgesetzt werden und somit EIN Raum zu DEIN Raum werden. Wir sind offen für kreative Inspirationen und auch ernste Anliegen.”


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