| Pressemitteilung des Bochumer Mietervereins vom 9.12.04 Mieterverein begrüßt blaue Tonne, aber: Warum nicht auch für Glas? Der Mieterverein begrüßt die Einführung der blauen Tonne für Altpapier, die zum 1. Januar erfolgen soll. Sie stelle nicht nur einen besseren Service für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt dar - abgeholt bekommen ist bequemer als bringen müssen -, sondern könne auch helfen, Müllgebühren zu sparen: "Wenn es stimmt, dass die Sammelquote beim Altpapier durch die blaue Tonne um 25 Prozent gleich 7.000 Tonnen gesteigert werden kann, dann heißt das doch, dass 7000 Tonnen Papier weniger in den Restmüll-Behältern landen", rechnet Vereinssprecher Aichard Hoffmann vor. "Da wird es bestimmt einige Häuser geben, die dann eine Restmülltonne weniger oder eine kleinere graue Tonne brauchen." Und, mit einem Schmunzeln: "Hoffentlich hat der USB das mit kalkuliert - sonst haben wir 2006 die nächste Gebührenerhöhung." Kein Verständnis hat der Mieterverein allerdings dafür, dass der neue Abholservice nicht auch auf das Altglas ausgedehnt wird. "Alle Argumente", meint Hoffmann, "die von Rot-Grün für die apiertonne angeführt werden, treffen für das Altglas genau so zu: Wenn die vielzitierte Oma ohne Auto weiterhin mit ihrem Altglas zu den Containern laufen muss, könnte sie das Papier wie bisher auch gleich mitnehmen. Und das Stadtbild wird auch nicht schöner, wenn an 280 von 350 Sammelplätzen zwar die Papiercontainer verschwinden, die Glascontainer aber stehen bleiben. Von den Glascontainern geht außerdem eine erhebliche Lärmbelästigung aus, von den Papiercontainern nicht." Der Mieterverein fordert deshalb den Rat auf, so schnell wir möglich auch ein Abholsystem für Altglas "an der Haustür" aufzubauen. |