Samstag 08.08.09, 10:00 Uhr

Aktion zum Hiroshima-Gedenktag

“Ich wähle atomwaffenfrei” kündete ein Transparent, mit dem am Donnerstagabend das Bochumer Friedensplenum durch das Bermuda-Dreieck zog. Hiermit wurde an den 64. Jahrestag der atomaren Vernichtung von Hiroshima und seiner Einwohner erinnert und gleichzeitig auf die bevorstehende Bundestagswahl aufmerksam gemacht. Ein zweites Transparent zitierte die Bundeskanzlerin: “Wir müssen an der nuklearen Abschreckung festhalten.” Das machte die vielen Besucher, die in der Kortum- und Brüderstraße saßen, natürlich neugierig. Die meisten von ihnen nahmen interessiert das Flugblatt der Friedensbewegung an, auf dem u. a. auch darüber informiert wurde, dass nur ca. 100 km von Bochum entfernt in der Eifel nach wie vor 20 Atombomben lagern. Das Friedensplenum verteilte außerdem  Postkarten, die an die Bundeskanzlerin geschickt werden sollen. Hierin wird sie aufgefordert, dafür zu sorgen, dass zumindest Deutschland endlich atomwaffenfrei wird. Bilder von der Aktion.

Montag 03.08.09, 12:17 Uhr

Nie wieder Hiroshima und Nagasaki

Am 6. August jährt sich zum 64. Mal das Gedenken an den grauenvollen Atombombenabwurf auf Hiroshima in Japan durch die USA. Am Morgen des 6. August 1945 um 8:15 Uhr zündeten die USA die Bombe. 45.000 Menschen waren sofort tot. 3 Tage später folgte der Abwurf der zweiten Atombombe auf Nagasaki. Wir wollen uns dessen erinnern.

Seit diesen Tagen und bis heute lebt die Weltbevölkerung mit der realen Bedrohung durch Atomwaffen. Der Kalte Krieg, in dem die Friedensbewegung u.a. besonders gegen die Stationierung von Atomwaffen aktiv war, ist zwar vorbei, die Bedrohung aber keinesfalls. Wenn schon ein amerikanischer Präsident davon spricht, die Atomwaffen dieser Welt gänzlich abschaffen zu wollen – eine Forderung die die Friedensbewegung seit ihrem Bestehen stellte – , dann sollte uns dies in dreifacher Hinsicht zu Denken geben. (weiterlesen)

Freitag 31.07.09, 16:33 Uhr

Juli-Rundbrief des Friedensplenums

Das Bochumer Friedensplenum macht keine Sommerpause und hat heute einen Rundbrief veröffentlicht. Darin heißt es »Am Hiroshima Gedenktag, am 6. August treffen wir uns um 18.00 Uhr am Engelbert Denkmal, Café Konkret in der Kortumstraße. Wir haben zwei Transparente dabei. Das erste teilt mit: Wir wählen atomwaffenfrei. Das zweite informiert, dass A. Merkel den atomaren Erstschlag für unverzichtbar hält. Wir wollen hiermit durch das Bermuda Dreieck ziehen und dabei Flugblätter und Postkarten verteilen.
Die Atomkriegsgefahr ist heute größer als jemals im Kalten Krieg, sagt direkt zu Anfang der Sendung Henry Kissinger, der früher schon mal zu den atomaren Scharfmachern gehörte. Die Höllenwaffen entgleiten jegleicher Kontrolle, so sagen alle möglichen Experten.
Welche Sendung ist gemeint?
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Montag 27.07.09, 10:23 Uhr

Krieg spielen in Großbritannien

Wem die täglichen Kriegsberichterstattungen und die zahlreichen Fernsehbeiträge über Waffensysteme in N24 nicht reichen, der kann über den Kanal setzen und in England ein wenig Krieg spielen. Was sich zuerst als ein Gag anhört, ist leider unglaubliche Realität. Dass man sich auf der Insel gerne Kriegsfilme anschaut, ist bekannt und dass dabei die Vergangenheitsbewältigung des 2. Weltkriegs in einer merkwürdigen Art und Weise immer noch eine Rolle spielt, auch. Anstatt nun aber Lehren aus der Geschichte zu ziehen, spielt man nowadays gerne Krieg und dies mit originalem Kriegsmaterial aus dem 2. Weltkrieg, restauriert und bereit für „neue Vernichtungsfeldzüge“.

„Ja, die Deutschen zu spielen ist schon die größte Attraktion. Die Ausrüstung war so viel besser als die britische oder amerikanische, die Uniformen sahen nach was aus. Und natürlich sind die Waffen viel besser.“ wird ein Teilnehmer dieses regelmäßig veranstalteten Events zitiert, der im am 26. Juli 2009 ausgestrahlten Beitrag des Weltspiegels zu Wort kam.

Dieser Beitrag des Westdeutschen Rundfunks (WDR) zeigt in erschreckender Weise, wie Militarismus und Krieg nach wie vor verklärt und verharmlost wird und in der Bevölkerung leider immer noch seinen Platz hat. Dieser Beitrag ist wirklich sehenswert…
Zum Video Weltspiegel Beitrag vom 26.07.2009 7:42 min
Zum Artikel Mit Hurra in den Krieg
(la)

Sonntag 26.07.09, 15:26 Uhr
Sonntag, 26.07., 19.04 Uhr, Radio Friedensplenum (98.5 Radio Bochum):

Genitalverstümmelung an Frauen in Mali

Am Sonntag, den 26. Juli, läuft die nächste Sendung von Radio Friedensplenum auf 98,5 Radio Bochum. Das Team von Radio Friedensplenum schreibt zu dieser Sendung:  “Am 18. Juni fand in Bochum im soziokulturellen Zentrum Bahnhof Langendreer eine Veranstaltung zum Thema Genitalverstümmelung an Frauen in Mali statt. Diese Art der Beschneidung der weiblichen Genitalien ist eine kulturell verankerte Praktik, die in Afrika noch in einigen Ländern (u.a. in Mali) angewendet wird. Die Eingriffe werden ohne medizinische Gründe ausgeübt, sind meist mit starken Schmerzen verbunden und können schwere körperliche und psychische Schäden verursachen. Aufgrund dieser weitreichenden Folgen für Leib und Leben der betroffenen Mädchen und Frauen steht die Praxis seit längerem weltweit in der Kritik von Menschen- und Frauenrechtsorganisationen. Gabriele Riedl, die als Entwicklungshelferin drei Jahre lang in Mali gearbeitet hat, berichtet in ihrem Vortag darüber wie malische Organisationen heute daran arbeiten, diese Praxis abzuschaffen. In der Sendung sind sowohl Auszüge aus ihrem Vortrag als auch ein Interview, dass wir im Anschluss an den Vortrag mit ihr führen konnten, zu hören.“ Anschließend an Radio Friedensplenum (ab 19.30 Uhr) wird wieder das Team des politischen Bahnhof Langendreer über interessante Termine und Veranstaltungen im kommenden Monat informieren. Zu hören sind die Sendungen auf der Frequenz von 98.5 Radio Bochum.

Mittwoch 22.07.09, 17:01 Uhr

Afghanistan: Bundeswehr beteiligt sich an Militäroffensive

Rund 300 deutsche Soldaten mit Schützenpanzern und Mörser-Geschützen sind seit heute im Kriegseinsatz. Damit bestätigen sich die Befürchtungen der Friedensbewegung bezüglich der Eskalation des Einsatzes der Bundeswehr in Afghanistan. Von einer Friedensmission kann schon lange nicht mehr gesprochen werden. Es herrscht Krieg!

Der Generalinspekteur der Bundeswehr Wolfgang Schneiderhan wird mit den Worten zitiert: „Es war jetzt einfach an der Zeit, diese Eskalation vorzunehmen.“ (Die Welt 22.07.09). Und der Bundeskriegsminister Franz Josef Jung (CDU) spricht lediglich von einer kritischen Lage der Bundeswehr und scheut sich hartnäckig das Wort Krieg in den Mund zu nehmen.

Er versuchte hervorzuheben, dass die Führung der Operation bei der afghanischen Armee läge, die mit ca. 800 Soldaten im Einsatz ist. Die Frage, warum genau die Bundeswehr im militärischen Einsatz ist und welche spezifische Aufgabe ihr zugedacht wurde, wird von den Medien aktuell gar nicht gestellt und … könnte es nicht doch sein, dass die Bundeswehr doch eine führende Rolle bei der Militäroperation inne hat, um ihrer von der Nato und den USA geforderten stärkeren Beteiligung in Afghanistan Rechnung zu tragen? (weiterlesen)

Dienstag 21.07.09, 22:00 Uhr

’s ist wieder Krieg

Das Bochumer Friedensplenum macht keine Sommerpause und trifft sich am morgigen Mittwoch, 22. Juli, um 19.30 Uhr im Bahnhof Langendreer. Auf der Tagesordnung stehen u. a. die Vorbereitung zum Hiroshima Gedenktag am 6. August, eine Veranstaltung zur kommunalen Friedensarbeit, die Planung einer Aktion am Anti-Kriegstag am 1. September und der Widerstand gegen den geplanten Nazi-Aufmarsch am 5. September in Dortmund. Am Hiroshimatag will das Friedensplenum mit zwei Transparenten durch das Bermuda-Dreieck ziehen. Auf dem einen wird stehen: “Ich wähle Atomwaffen frei” und auf dem anderen das Merkel Zitat “Der atomare Erstschlag ist unverzichtbar”.  Am 26. August sollen dann die Parteien, die zur Kommunalwahl antreten, befragt werden, wie sie sich kommunalpolitische Friedensarbeit in Bochum vorstellen.
Am 1. September jährt sich zum 70. Mal der Überfall der deutschen Wehrmacht auf auf Polen. Mit einer Aktion in der Innenstadt soll daran und an den aktuellen Krieg in Afghanistan unter dem Motto »’s ist wieder Krieg« erinnert werden. Das Motto ist auch eine Anspielung an den unsäglichen Auftritt von Norbert Lammert im Schauspielhaus.

Montag 20.07.09, 01:00 Uhr

Bundeswehrsoldaten erschießen wieder Zivilisten in Afghanistan

Wie die Süddeutsche Zeitung am 19.7.2009 in ihrer Onlineausgabe berichtete, hat die Bundeswehr in Afghanistan auf ein heranfahrendes Fahrzeug geschossen und dabei zwei Menschen getötet und zwei weitere verletzt. Eine getötete Person war ein Jugendlicher. zum Artikel

Dass derartige Tötung von Zivilisten seitens der Bundeswehr bei ihren Einsätzen in Afghanistan keine Einzelfälle sind, zeigen die beiden folgenden Artikel aus dem Jahr 2008.

Bundeswehr bestätigt tödliche Schüsse auf Zivilisten in Afghanistan – Spiegel Online vom 29.08.2008

Bundeswehr verteidigt Schüsse auf Zivilisten –  Spiegel Online vom 29.10.2008.

Die hohen Verluste in der Zivilbevölkerung bei militärischen Einsätzen der US-Armee zeigen deutlich, wie wenig Rücksicht auf die Zivilbevölkerung genommen wird.

US-Militär räumt Tod von 26 Zivilisten ein –  Tagesschau.de vom 20.06.2009

Mehr als hundert Zivilisten sterben bei US-Luftangriff – Spiegel Online vom 06.05.2009.

Ende Juni hatte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon dem Sicherheitsrat erklärt, dass alleine zwischen Januar und Mai 2009 800 Zivilisten in Afghanistan getötet wurden, 24 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Friedensmissionen sehen anders aus.

Samstag 23.05.09, 08:28 Uhr
Sonntag, 24.05., 19.04 Uhr, Radio Friedensplenum (98.5 Radio Bochum):

Der Horatier und das Theater Gegendruck

Am Sonntag, den 24. Mai, läuft die nächste Sendung von Radio Friedensplenum auf 98,5 Radio Bochum. Das Team von Radio Friedensplenum schreibt zu dieser Sendung:  „Am 3 Mai gastierte das Theater Gegendruck aus Recklinghausen im Bahnhof Langendreer. Sie präsentierten das Stück „Der Horatier„. Obwohl das Stück auf einer alten Sage aus dem alten Rom beruht, wird es durch die Bearbeitung von Heiner Müller sehr aktuell und liefert interessante Aspekte zur Konfliktbewältigung. Ulli Schröder, selbst ein bekannter Bochumer Schriftsteller, interviewte für Radio Friedensplenum, das Ensemble und den Regisseur Johannes Thorbecke, vor der Aufführung.“  Anschließend an Radio Friedensplenum (ab 19.30 Uhr) wird wieder das Team des politischen Bahnhof Langendreer über interessante Termine und Veranstaltungen im kommenden Monat informieren. Zu hören sind die Sendungen auf der Frequenz von 98.5 Radio Bochum.

Mittwoch 15.04.09, 23:37 Uhr
Elke Koling, IPPNW, Friedensplenum Bochum am Ostermontag in Bochum-Werne:

8.000 Fernsehmorde im Grundschulalter

Liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde,
eine ähnliche Rede wie diese habe ich bereits vor 2 Jahren auf dem Ostermarsch gehalten. Es gibt aber meiner Ansicht nach (friedenspolitische) Themen, über die kann man gar nicht genug reden, bzw. wird viel zu wenig geredet. Eines dieser Themen ist die Auf- bzw. Abrüstung im Kinderzimmer. Als Mutter von fünf Kindern (davon 3 Jungs) fühle ich mich für dieses Thema besonders verantwortlich. Amerikanische Kinder und Jugendliche verbringen mehr Zeit vor dem Bildschirm als mit jeder anderen Tätigkeit außer Schlafen. Schon Zweijährige sitzen dort zwei Stunden vor dem Bildschirm. Ein Durchschnittsschüler hat dort nach Abschluß der High-School (das heißt nach 12 Schuljahren) etwa 13.000 Stunden in der Schule verbracht – und 25.000 vor dem Fernsehapparat. Der amerikanische Medizinerverband American Medical Associatin hat geschätzt, dass ein Kind nach Abschluss der Grundschlule, also mit zehn oder elf Jahren, bereits 8.000 Morde und 100.000 Gewalttaten im Fernsehen gesehen. Es wurde weiterhin geschätzt, dass Kinder, die in Haushalten mit Kabelanschluss oder Videorekorder aufwachsen, bis zum 18. Lebensjahr 32.000 Morde und 40.000 versuchte Morde gesehen haben und dass diese Zahlen für bestimmte Bevölkerungsgruppen in den Innenstädten noch weit höher liegen. (weiterlesen)