Solidarität mit den Genua-Gefangenen!
Da ich mich mit den Gefangenen von Genua solidarisch erkläre, möchte ich nun
hiermit meine Meinung zum Konflikt von RBK und dem Bahnhof kundtun.
Offensichtlich geht es der Kulturabteilung des Bahnhofs, so lautet
jedenfalls meine Interpretation ihres offenen Briefes, gar nicht um das Anliegen an
sich, nämlich der aktiven Unterstützung politisch Gefangener, die, wie linke
politische Arbeit generell, ohne Geldquellen nun mal nicht funktioniert,
sondern lediglich um eine Kriegserklärung an RBK. Wie anders sollen sonst die
miesen Aufzählungen von angeblichen Unzulänglichkeiten der RBK-Crew im Kontext mit
einem Konzert, dessen gesamte Getränkeeinnahmen den Inhaftierten zugute
kommen sollen, gewertet werden?
Das Anliegen der RBK-Leute, den Getränkeverkauf auf dem Fermin Muguruza
Konzert selbst zu organisieren und den gesamten Erlös aus dem Getränkeverkauf als
Solispende für die Genua-Gefangenen zur Verfügung zu stellen, ist Ausdruck
einer politischen Verantwortung, der sich scheinbar nur noch wenige sogenannte
"linke Zentren", wie der Bahnhof doch wohl mal eines gewesen ist (oder immer
noch ist?), stellen. Es wird Zeit, daß sich einige wieder darauf besinnen
auf welcher Seite sie stehen - Solidarität hört nicht beim Geld auf.
Ich unterstütze die Forderung von RBK und sehe keinen Grund, warum sie nicht
erfüllt werden sollte.
anne
susehahn@gmx.de