Das Antifa-Plenum wird künftig an jedem 2. und 4. Montag um 19.30 Uhr im
Bahnhof Langendreer tagen.
Das letzte Plenum war nicht besonders gut besucht. Es leidet offenbar noch an
mangelnder Koordinierung und Vorbereitung.
Das Plenum wird die Initiative des "Linken Netzwerkes" unterstützen, künftig
samstags, 11.00 - 14 Uhr, mit einem Infostand in der Innenstadt präsent zu
sein: hier sollen zentral antifaschistische Informationen und Publikationen
in die Öffentlichkeit gebracht werden, aber auch die jeweiligen -
parteiunabhängigen - Gruppen können zusätzlich ihre eigenen Schwerpunkte
setzen.
Eine Gruppe des Plenums versucht weiterhin, die Bermuda-Kneipiers zu einer
sichtbaren Aktion gegen Neonazis zu bewegen (Aktion "Noteingang" etc.), zu
der sie sich vor einiger Zeit mündlich verpflichtet hatten. Jetzt, da es ans
Umsetzen geht, wollen sie nicht mehr so recht ran. Bei dieser
Entsolidarisierung scheint die Geschäftsführung des Mandragora wieder die
unrühmlichste Rolle zu spielen.
Die führende Beteiligung des Mandragora an der Privatisierung des
öffentlichen Raumes im Bermuda-Dreieck ist auch mit ein Grund, warum Aktionen
wie das erfolgreiche "Springen im Dreieck" unbedingt wiederholt werden sollen
(in der gleichen oder ähnlichen Form):
einer derart lebendigen Aktion von Zurückeroberung öffentlicher Plätze und
von offensivem Vorgehen gegen rechtsradikale Umtriebe scheint derzeit kaum
etwas entgegenzusetzen zu sein, weder von der Politik, noch von den Neonazis,
und auch nicht von - auf ruhiges Geschäft abzielenden - Kneipiers. Die
sogenannte "Dienstagsgruppe", die mit "Springen im Dreieck" befaßt ist,
findet es jedoch höchst sinnvoll, wenn sich an Vorbereitung - vor allem aber
an Umsetzung - einer weiteren Aktion mehr Leute beteiligen würden, unter
anderem, um die Aktion und das Equipment besser abzusichern.
Zunächst soll jetzt unterstützt werden, dass das Freiraum-Konzert am Freitag,
6.10., auf der Mandragora-Bühne, ein ähnlicher Erfolg wird wie die
Dreiecks-Aktion.
Die zunehmenden Aktivitäten von Neo-Nazis in den Stadtteilen (u.a. Weitmar,
Schloss etc.) sind bisher zu wenig beachtet worden, werden aber zunehmend ein
Problem. Das Plenum überlegt, wie die Öffentlichkeit gegenüber derart
dezentralen Auftritten der Rechten aufmerksam gemacht werden kann. Noch gibt
es nämlich seitens der antifaschistischen Szene keine zentrale Erfassung und
Auswertung von Neo-Nazi-Aktivitäten. Das wäre ebenfalls eine der nächsten
Aufgaben des Plenums!