Von Vietnam bis Genua - Was bleibt vom Internationalismus?
Die Zeichen verdichten sich. Eine neue internationale Bewegung ist
im Entstehen und gewinnt an Bedeutung. "Seattle" und "Genua"
sind Kristallisationspunkte dieser Bewegung, die den
Neoliberalismus unter Druck setzt. Die gesellschaftliche
Marginalisierung emanzipatorischer Politik scheint aufgebrochen
zu sein. Herrschaftskritische Positionen gewinnen an Boden. Da
die neue Bewegung im Kontext der alten steht, wird viel davon
abhängen, Erfahrungen internationalistischer Bewegungen kritisch
zu beleuchten und produktiv zu wenden: den proletarischen
Internationalismus der alten Arbeiterbewegung, den
Internationalismus der APO, die Machtvergessenheit der NGOs.
Der Referent Moe Hierlmeier, Aktivist des Lateinamerikakomitee
Nürnberg und Mitarbeiter des Arbeitsschwerpunkt Weltwirtschaft
des BUKO (Bundeskoordination Internationalismus) hat soeben im
Schmetterling-Verlag ein Buch veröffentlicht, das sich mit der
Ideengeschichte des Internationalismus und damit mit der
Entwicklung und den Irrtümern der Linken in Deutschland
beschäftigt.
Veranstalter: ak - analyse & kritik und Redaktion Fantômas in
Zusammenarbeit mit der_notstand e.V. & Labournet Germany,
31.10. Bochum, Café Madrid, Nordring 57, Beginn 19:00