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Sonntag, 25. 3., 20.00 Uhr Der herausragende und aktuell wichtigste Lyriker Südafrikas kommt mit neuen Texten. Lesego Rampolokeng, in Soweto lebend, schreibt trotzige, resignierte bis renitente Verse, seine Sprache ist eine der Eingeweide und des messerscharfen, sozialkritischen Intellekts, seine Themen findet er nicht nur in Südafrika. Im Vortrag rhythmisiert er seine Assoziationsketten zu einer Mischung von Rap und traditionellem Sprechgesang der seSotho und wird so zum Partner der Musiker. Diese sprechen bereits ohne literarische Zutat auf ihren Instrumenten: Günter Sommer trommelt Geschichten und Johannes Bauer posaunt die von konventionellen Bindungen abgenabelten Klänge des Jazz hinaus. Thomas Brückner, kongenialer Übersetzer Rampolokengs und spiritus rector des Unternehmens, trägt seine deutschen Nachdichtungen quasi simultan vor und bringt hier und da Heine und Rühmkorf mit ins Spiel, so dass literarische Vexierbilder entstehen. Dass Bauer und Sommer all das nicht etwa umrahmen, sondern mit rhythmischen und klanglichen Entsprechungen versehen, konterkarieren und vorantreiben, versteht sich bei der Klasse dieser Musiker von selbst. Vitale Spiellust in einer Tradition, die von den Talking Drums über Free Jazz zur freien Improvisation der Gegenwart reicht, findet und verbündet sich mit dem Wort. AK 20,- / erm 12,- Vorverkauf des Schauspielhauses |