Donnerstag 09.02.12, 16:33 Uhr

Ver.di beschließt Tarifforderung

Ver.di Bochum-Herne schreibt in ein Pressemitteilung: »Die Bundestarifkommission der ver.di hat heute die Forderung von 6,5 % Entgelterhöhung für die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen beschlossen. Zur Stärkung der unteren Einkommen (soziale Komponente) soll die Steigerung mindestens 200 Euro betragen. Außerdem fordert ver.di die unbefristete Übernahme der Auszubildenden sowie eine spürbare Anhebung der Ausbildungsvergütung um 100 Euro. “Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst haben einen Anspruch auf eine spürbare Erhöhung ihrer Einkommen.“ erklärte Gudrun Müller, Geschäftsführerin im ver.di Bezirk Bochum-Herne. Im vergangenen Jahr mussten die Beschäftigten im öffentlichen Dienst einen Reallohnverlust von 0,6 Prozent hinnehmen. „Damit sich der Abstand zur Privatwirtschaft nicht weiter vergrößert, ist eine deutliche Anhebung der Löhne und Gehälter nicht nur ein Gebot der sozialen Gerechtigkeit.“ so Müller. „Im öffentlichen Dienst wird gute und für die Gesellschaft wichtige und nützliche Arbeit geleistet, die auch entsprechend honoriert werden muss. Deshalb steht die Tarifrunde auch unter dem Motto „Wir sind es wert!“
Bereits im Dezember hatten sich die ver.di Mitglieder aus den Bochumer und Herner Betrieben und Dienststellen in einer bezirklichen Tarifkonferenz klar positioniert und die Erwartung auf eine spürbare Einkommenserhöhung formuliert. „Dafür sind unsere Kolleginnen und Kollegen kampfbereit!“ ist sich Gudrun Müller sicher.
Die Verhandlungen beginnen am 1. März 2012. Die weiteren Verhandlungstermine sind bereits vereinbart: 12.-13. März sowie 28.-29. März.
Sofern es bis Mitte April zu keiner Einigung kommt, wird voraussichtlich die Schlichtung stattfinden. Ab Anfang Mai könnte es bereits zu Erzwingungsstreiks kommen.
„Wir wollen keine lange sich hinziehende Tarifrunde.“ erklärt Gudrun Müller, deshalb werden wir bereits Ende Februar vor Ort zu ersten Aktionen aufrufen.“«


Donnerstag 09.02.12, 14:48 Uhr

Schule ohne Rassismus

Auch SchülerInnen aus Bochum bei der DGB-Jugend in Hattingen

115 Schülerinnen und Schüler auch aus Bochum treffen sich am Wochenende im DGB-Jugendbildungszentrum Hattingen.  Zum dritten Mal organisiert die DGB-Jugend NRW das Netzwerktreffen gemeinsam mit der Landeskoordination von „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Allein in Nordrhein-Westfalen sind dem Netzwerk 250 Schulen angeschlossen, in Bochum nehmen bisher drei Schulen an dem Projekt teil: die Heinrich-Böll-Gesamtschule, die Erich-Kästner-Gesamtschule sowie das Oswald-von-Nell-Breuning Berufskolleg. Wie der Ankündigung zu entnehmen ist,  richtet sich das Projekt an Schülerinnen und Schüler, “die einen Beitrag für eine demokratische Gesellschaft leisten wollen und sich gegen alle Formen von Diskriminierung und Rassismus engagieren. Die Teilnehmenden werden sich mit unterschiedlichen Aspekten menschenverachtender Einstellungen auseinandersetzen, Erfahrungen mit Projekten an ihren Schulen austauschen und neue Ideen für Aktionen entwickeln.
In zwölf verschiedenen Workshops können sich die Schülerinnen und Schüler mit Alltagsrassismus, dem Terror der NSU und der Gewaltbereitschaft der „Autonomen Nationalisten“, Gemeinsamkeiten und Unterschieden zwischen Jugendlichen unterschiedlicher Herkunft und mit Vorstellungen der Ungleichheit und Vorurteilen beschäftigen.
Das Seminar findet vom 10. bis 12.2.2012 im DGB-Jugendbildungszentrum Hattingen statt.


Donnerstag 09.02.12, 14:23 Uhr

GM muss Verträge einhalten!

Keine Maßnahmen zu Lasten der Opel-Beschäftigten

Die Linkspartei in Bochum und die Bochumer Bundestagsabgeordnete Sevim Dagdelen erklären anlässlich der Spekulationen um eine mögliche Schließung des Opel-Standortes Bochum: „Egal wie die Bilanz bei General Motors in der nächsten Woche ausfällt, Opel muss sich an die Verträge halten. Es darf weder Werksschließungen noch betriebsbedingte Kündigungen mindestens bis Ende 2014 geben. Die Beschäftigten von Opel haben ihren Beitrag zur Sanierung von Opel mehr als übererfüllt.“ Dagdelen weiter: „Wie bei ThyssenKrupp Nirosta sollen auch bei Opel wieder die Beschäftigten als Opfer der Gewinninteressen eines Konzerns herhalten. Das ist zutiefst zynisch, angesichts eines Rekordgewinns von 8 Milliarden Dollar von General Motors im letzten Jahr. Die Linke steht auch weiterhin im Kampf für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze solidarisch an der Seite der Opel-Beschäftigten.“
Amid Rabieh, Mitglied des Vorstandes Die Linke. Bochum kritisiert: „Eine Schließung des Bochumer Opelwerks würde neben den Arbeitsplätzen bei Opel tausende weitere Arbeitsplätze in der Stadt gefährden. Während auf der Ebene der öffentlichen Daseinsvorsorge unsere Stadt kaputt gespart werden soll, da nach den Steuerentlastungen für Wohlhabende und das Kapital die öffentlichen Kassen leer sind, rationalisieren die großen Konzerne in Bochum die Arbeitsplätze weg. Sollten sich die unsäglichen Gerüchte bewahrheiten, dann sind alle Bochumerinnen und Bochumer aufgerufen, gemeinsam mit den Arbeiterinnen und Arbeitern bei Opel gegen eine Werkschließung zu kämpfen.“


Donnerstag 09.02.12, 14:01 Uhr

Noch Plätze frei für kleine Haie

Wie uns das KiJuKuMa in Gerthe mitteilte, sind für die 1. Staffel 2012 des Schauspielkurses “KleineHaie” für Kinder von 12 bis 14 Jahre sind jetzt noch ganz kurzfristig noch einige Plätze für Mädchen und Jungen frei geworden! Dieser  “Theaterkurs bietet Kindern & Teenies die Möglichkeit, in der Entwicklung eigener Szenen die Grundlagen des Schauspiels und des Zusammenspiels im Ensemble spielerisch zu erfahren. Neben der Vermittlung der Grundlagen des Schauspiels werden in der zweiten Phase der Kursstaffel eigene Charaktere geschaffen, eigene Szenen in kleineren Gruppen entwickelt und geprobt. Der Kurs mündet in der abschließenden Werkstattaufführung.” Die Kursstaffel mit 6 Terminen findet jeweils Dienstags von 16.oo bis 17.30 Uhr im KiJuKuMa, Lothringerstr. 36 c statt. Sie beginnt am 14.02.2012 und endet mit einer öffentlichen Werkstattaufführung am 20.03.2012.
Die Kosten betragen 43.- € pro Kind,
Anmeldungen sind möglich unter 02 34 / 85 45 58.

“Kleine Haie” Schauspielkurs für Kinder & Teenies von 12 bis 14 Jahren
6 Termine vom 14.02.12 bis 20.03.12 jeweils 16.oo Uhr bis 17.30
im KiJuKuMa – Lothringerstr. 36 c – 44805 Bochum


Donnerstag 09.02.12, 12:17 Uhr

Jugendring bietet Ferienpatenschaft an

Damit bei den Kinder- und  Jugendreisen eine soziale Ausgrenzung vermieden wird, hat der Kinder- und Jugendring das Projekt „Bochumer Ferienpate“ auf den Weg gebracht. Mit Hilfe des Projektes werden Spendengelder eingeworben, um einkommensschwache Familien bei der Finanzierung der Eigenanteile für Kinder- und Jugendfreizeiten zu unterstützen. Das Projekt „Bochumer Ferienpate“ ist 2010 zum ersten Mal durchgeführt worden. 107 Kindern und Jugendlichen ist mit Hilfe der Spendengelder die Teilnahme an einer Ferienfreizeit ermöglicht worden. 2011 konnte das Projekt noch einmal ausgeweitet werden und 182 Kinder und Jugendliche konnten gemeinsam mit Gleichaltrigen schöne und erlebnisreiche Ferientage verbringen.
Vom Projekt „Bochumer Ferienpate“ haben insbesondere Kinder und Jugendlichen aus Bochum-Wattenscheid profitiert. Annähernd 50% der geförderten Kinder und Jugendliche haben ihren Wohnsitz in Wattenscheid. Durch großzügige Spenden von Bochumer Firmen, Institutionen und Privatpersonen konnten bis Anfang Februar über 15.000 € für das Ferienpatenprojekt für 2012 eingesammelt werden. Die Ferienbörse mit vielen Angeboten.


Mittwoch 08.02.12, 16:13 Uhr

Samstag: Anti-ACTA-Demo in Dortmund

Die Bochumer Occupy Initiative schreibt: »ACTA ist ein unter Ausschluss der Öffentlichkeit und demokratischer Instanzen ausgearbeiteter Vertrag, der die Freiheit des Internets extrem beschneiden wird. Der 11.02. wurde als bundesweiter Anti ACTA Protesttag ausgerufen. Verschiedene Initiativen und Gruppen aus dem Ruhrgebiet rufen deswegen zur Teilnahme an einer Kundgebung in Dortmund auf. Die Demonstration startet um 15.00 vor dem Hauptbahnhof in Dortmund. Occupy Bochum unterstützt diesen Aufruf und bittet alle Bochumer BürgerInnen, sich zahlreich an diesem Protest zu beteiligen.«


Mittwoch 08.02.12, 16:04 Uhr

DGB: GM hat Verantwortung für Opel

Der DGB Ruhr-Mark schreibt: »Mit großem Unverständnis hat DGB Regionsvorsitzender Michael Hermund auf Meldungen reagiert, dass GM offenbar plant, weitere Einschnitte bis hin zu Werksschließungen bei Opel vorzunehmen. „Der GM Konzern macht inzwischen wieder Milliardengewinne, 2011 den Höchsten in der Firmengeschichte, nachdem der Konzern vor drei Jahren pleite war und vom Staat gerettet werden musste. Damals war Opel die Stütze auf dem europäischen Markt. Die Opel Beschäftigten haben in den vergangenen Jahren durch Gehaltsverzicht ihren Beitrag zur Sanierung erfüllt. Der Verzicht war kein Geschenk an Opel, sondern ein Darlehen. Jetzt ist Zahltag! Die Belegschaft will ihr Geld zurück.
Wer jetzt droht, Verträge nicht einzuhalten, will sich am Geld anderer bereichern.
GM sollte sich eher Gedanken über die Zukunft auf dem europäischen Markt machen. Hierzu gehören neue Produkte und Modelle auch im Bereich Elektromobilität. Opel braucht aber auch neue Märkte. Der europäische Markt stagniert. Opel muss endlich „made in Germany“ nach Asien und Osteuropa bringen dürfen. Hier steht GM in der Verantwortung für seine Tochter.“«

 


Mittwoch 08.02.12, 15:57 Uhr

Der Sonntag soll verkaufsfrei bleiben!

Die Soziale Liste im Rat lehnt auch nach der gestrigen Beratung bei der Oberbürgermeisterin die Bestrebungen ab, zur Ratssitzung am 1. März erneut über die bereits entschiedene Frage der verkaufoffenen Sonntage zu debattieren und schreibt: »Sie lehnt es insbesondere ab, sich dem Druck der Händler und Verbandsfunktionäre zu beugen. Dies umso mehr, da in der Öffentlichkeit eine deutliche Zustimmung zu dem Ratsbeschluss der vergangenen Woche zu erkennen ist. Ein Umstoßen dieses Beschlusses kann nur das Ansehen des Rates beschädigen. Erneut würde die ungebremste Macht der Wirtschaft und seiner Verbände dokumentiert. Die neue, um 2 Tage verringerte, Beschlussvorlage, die in den Rat eingebracht werden soll, missachtet die vielen grundsätzlichen, sozialen, weltanschaulichen und ethischen Argumente, die ganz wesentlich zur Ablehnung der verkaufsoffenen Sonntage im Rat geführt haben. „Die Soziale Liste im Rat sieht in den vorhandenen Ladenöffnungszeiten genügend Spielraum für den Einzelhandel attraktive Angebote zu entwickeln, der Sonntag muss nicht dazugehören“, äußert sich Günter Gleising, Ratssprecher der Sozialen Liste.«


Mittwoch 08.02.12, 10:44 Uhr

Der Rat hat sich geirrt

Die Oberbürgermeisterin der Stadt Bochum hat gestern die Mitglieder des Ältestenrates der Stadt und die Vertreter der Industrie- und Handelskammer und des Einzelhandelverbandes zu einem Gespräch eingeladen. Es ging um das Thema “verkaufsoffene Sonntage”.  Kommerz und Politik waren sich schnell einig, dass es unverantwortlich ist, wenn Ratsmitglieder einfach ihrem Gewissen folgen und Entscheidungen treffen, die nicht den Interessen der IHK und des Einzelhandels entsprechen. Die SPD versprach, diese peinliche Panne zu korrigieren. Auf der nächsten Ratssitzung sollen die noch möglichen verkaufsoffenen Sonntage in gewohnter Weise durchgewunken werden.


Dienstag 07.02.12, 21:39 Uhr

Hillo Wichmann ist tot

Willi Wichmann, Spitzname „Hillo“, ist tot. Er wurde vor einer Woche aus seiner Wohnung in der Hustadt geborgen, nachdem er dort über zwei Monate tot lag. Hillo war Jahrgang 1955, er hätte im Dezember Geburtstag gehabt. Viele von uns kannten ihn aus dem Politischen Buchladen, wo er bis zu dessen Ende als Kollektivmitglied arbeitete. Hillo hatte an der RUB Sozialwissenschaften studiert und galt vielen als kluger und belesener Ratgeber. Auch die GoG hatte in ihm einen Freund und Fachmann für Politische Ökonomie. Hillo bekam seine unheilbare Erkrankung, die ihn letztlich geistig, seelisch und körperlich aufzehrte, bis zu seinem tragischen Ende nicht in den Griff. Dem Wunsch seiner nächsten Angehörigen zufolge wird er anonym in einer Urne bestattet. Viele alte politische Weggefährtinnen und Weggefährten sind schmerzlich berührt und geschockt.


Dienstag 07.02.12, 15:24 Uhr
Tragödien des Alltags – zum Schreien komisch

Theater Gegendruck: Charms Maschine

Das Theater Gegendruck erinnert am Sonntag, den 12.2. um 20 Uhr im Bahnhof Langendreer mit einem multi-medialen Theaterabend an den großen russischen Autor Daniil Charms. In der Ankündigung heißt es: »Das Spiel mit Masken und Identitäten war das Lebenselexier des russischen Dichters, Zauberers und Sprachartisten Daniil Charms (1905-1942), der seine Mitwelt in immer neuen Rollen und Verkleidungen überraschte. Charms gilt als Klassiker des Absurden Theaters, vor Ionesco und Beckett. Die Figuren seiner subversiv-komischen Gedichte, Theaterszenen und Prosastücke bewegen sich wie ihr Schöpfer auf einem dünnen Seil über den Abgründen des Alltags. Stets vom Absturz bedroht verfolgen sie unbeirrt ihren Weg, verschwinden plötzlich, um in anderer Gestalt wieder aufzutauchen.
Die Charms Maschine von Theater Gegendruck gibt mit einem nachdenklich-rasanten Theaterabend einen Einblick in ein „gigantisches Werk in vollkommen labyrinthischem Zustand“ (A. Nitzberg).
„Das Schmiede-Publikum feiert das Theater Gegendruck für seine Hommage an den lange vergessenen Daniil Charms“ titelte die WAZ (Ausgabe „Unser Vest“) vom 23. Januar 2012 ihren Artikel zur Premiere der Charms Maschine und berichtet: „Gelacht wird viel und am Ende gibt es minutenlangen Applaus.“ Die Recklinghäuser Zeitung vom 24. Januar 2012 stellt u.a. fest, dass die vier Darsteller von Theater Gegendruck die Freiräume der Charms-Akteure „ausgiebig nutzen, um sich von den überlieferten Textfragmenten des russischen Autors zu intensiver, in jedem Moment ansteckender Spiellust inspirieren zu lassen.“«
Foto: Norbert Kriener


Dienstag 07.02.12, 15:07 Uhr

Abschiebungen in den Kosovo?

Zur Abschiebepraxis und möglicher Beteiligung Bochumer Stellen daran, hat die Soziale Liste im Rat in der Ratssitzung am vergangenen Donnerstag eine Anfrage mit folgendem gestellt: „Im vergangenem Jahr wurde über die zentrale Einrichtung Düsseldorf eine größere Anzahl von Abschiebungen vorgenommen. Zuletzt sollen im Dezember 2011 30 Kosovo-Albaner abgeschoben worden sein. Deshalb fragen wir an:
1. Sind unter den o. g. Abgeschobenen Menschen aus Bochum?
2. Wenn ja, wie viele zu welchen Rückführungsterminen?
3. Finden Abschiebungen aus Bochum in andere Länder statt?
Wenn ja, in welche Länder und Anzahl an Personen.“


Montag 06.02.12, 22:12 Uhr

Schülerbands sind gefragt

Am 11. 5. will die BezirksschülerInnenvertretung (BSV) ein Konzert mit verschiedenen Schülerbands aus Bochum zu veranstalten und schreibt: »Das Konzert findet unter dem Motto „Grenzenlose Bässe“ statt und soll den Schülerbands die Möglichkeit geben, sich vor einem großen Publikum zu präsentieren. Veranstaltungsort ist das Kulturzentrum Bahnhof Langendreer. Zusätzlich zu drei Schülerbands soll ein bekannterer Headliner spielen, der zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bekannt gegeben wird. Für das Konzert werden noch Schülerbands gesucht. Kriterium ist dabei, dass zumindest ein Großteil der Bandmitglieder Schüler oder Schülerinnen an einer Bochumer Schule ist. Interessierte Bands können sich unter info@bsvbochum.de beim BSV-Vorstand melden.«


Montag 06.02.12, 21:06 Uhr

Vorgestellt: Emma Trosse

Am Freitag, den 10. 2. lädt das Frauenarchiv Auszeiten an der Herner Str. 266  um 19 Uhr zu einem multimedialer Vortrag mit vielen Bildern und Quellenmaterial von Christiane Leidinger. Sie stellt “Emma Trosse (1863-1949), verheiratete Külz – Eine zwiespältige Vorreiterin homosexuellen-emanzipatorischer Publizistik” vor. In der Einladung heißt es: »Emma Trosse war die Erste. Früher als andere AutorInnen – von denen wir bislang weltweit wissen – plädiert sie in ihren emanzipatorischen homosexuellenpolitischen Schriften für „mutiges, energisches Kämpfen“. 1895 und 1897 erscheinen ihre Werke noch vor denen bekannterer ZeitgenossInnen wie Magnus Hirschfeld und Johanna Elberskirchen oder Theo Anna Sprüngli (Anna Rüling). Die Bücher werden verboten. Die Autorin publiziert sie halb/anonym, spielt mit Geschlechterbildern und daraus resultierenden ignoranten Vorannahmen zu Autorenschaft.« Der Einladungsflyer.


Montag 06.02.12, 19:44 Uhr

Die GEW zu den Kürzungsvorschlägen

Die GEW schreibt: »Die GEW Bochum begrüßt ausdrücklich die Durchführung der Umfrage zur Haushaltssanierung der Stadt Bochum per Internet als einen Schritt zu mehr Demokratie durch Anhörung und Beteiligung der betroffenen Bochumer Einwohner an wichtigen, zukunftsträchtigen Entscheidungen. Zu den 61 Vorschläge (circa 40% der Gesamtvorschläge) in Bildung, Kultur, Soziales, Gesundheit, Sport müssen zahlreiche anderen addiert werden, wie die Kürzung der Mittel für Verkehrserziehung, die Aufgabe der Medienwerkstatt, Kürzung beim Ferienpass und bei der Ausbildungsbetreuung. Rund die Hälfte der Vorschläge zur Bochumer Haushaltskonsolidierung soll zu Lasten der Bildung gehen.
Die NRW Landesregierung setzt einen Arbeitsschwerpunkt in Entwicklung und Ausbau von Bildung und Erziehung, entsprechend der Erkenntnis, dass Bildungsinvestitionen Investitionen für die Zukunft einer industrialisierten Gesellschaft in einer globalisierten Welt sind. Ausreichende schulische und berufliche Bildung schützt nachweislich vor Arbeitslosigkeit. Durch Bildung verringern sich langfristige Folgekosten für die Gesellschaft zur Grundsicherung und sozialen Fürsorge. Qualifizierte Arbeitskräfte sind ein Standortfaktor für den Erhalt und die Ansiedlung von Betrieben in der Region.
Wenn Bochum im Bildungsbereich den Rotstift ansetzt, so führt dies kurzfristig zur Haushaltsentlastung, aber langfristig zu verringerten Steuereinnahmen (fehlende Arbeitsplätze und niedrigere Einkommen) und erhöhten Ausgaben bei der Sozialhilfe. Sparen im Bildungsbereich widerspricht den Zielen und Investitionen der Landesregierung.
Die Sparvorschläge zur Schließung der zahlreichen Schulen beruhen auf der Raumberechnung nach heutigen Vorgaben mit mehr Schülern pro Klasse und ohne Inklusion. Nach Schulkonsens NRW und pädagogisch sinnvoll sollen in den kommenden Jahren die Schülerzahlen um 5 bis 10 (bei Inklusion) pro Klasse verringert werden. Das wurde in Bochum bisher bei der Planung nicht berücksichtigt, obwohl die GEW in den Gremien dies eingefordert hat. Warum lernt Bochum nicht aus Fehlern anderer Städte? In Berlin wurden in den vergangenen Jahren Kitas geschlossen und die Gebäude abgerissen. Heute müssen wegen der garantierten Betreuung von Kindern unter 3 Jahren genau in diesen Stadtteilen einige Kitas neu gebaut werden. Wenn viele Politiker propagieren, die demographischen Gewinne zur Verbesserung der Bildung und Erziehung im System zu lassen, so sollte auch in Bochum eine langfristige Planung erfolgen. Gut funktionierende Grundschulen mit guter Inklusions- und Sozialarbeit dürfen nicht geschlossen werden!
Die Bochumer Politik und Verwaltung hat in den letzten Jahren positive Akzente bei der Weiterentwicklung des Bildungswesens gesetzt: die Ansiedlung von Hochschulen, das Projekt selbstständige Schule, Gemeinschaftsschule und die Sekundarschulen.
Das Motto „Ohne Bildung wären wir nicht Bochum“ fasst dies treffend zusammen.
„Wir können nur billig“ kann und darf nicht die Perspektive sein! «


Montag 06.02.12, 19:30 Uhr

Frostschutz für BauarbeiterInnen

Die IG BAU schreibt: »Sie gehören zu den kältesten Arbeitsplätzen in Bochum – die Jobs auf den Baustellen im Winter. Damit aus dem Frost-Job kein Frust-Job wird, fordert die IG BAU Bochum-Dortmund einen wirksamen „Frost-Schutz“ für die Bauarbeiter. Dazu gehören, so die Bau-Gewerkschaft, warme Schutzkleidung und wintersichere Baustellen – ohne Rutschgefahr. „Wer bei Minustemperaturen auf Gerüste klettert und dabei auch noch Stahlträger schleppt, muss gut gegen Kälte, Schnee und Eis geschützt werden“, sagt Gerhard Kampschulte. Arbeitsschutz sei kein Geschenk der Arbeitgeber. „Jeder Bauarbeiter hat ein Recht darauf, dass seine Gesundheit nicht aufs Spiel gesetzt wird“, so der Bezirksvorsitzende der IG BAU Bochum-Dortmund.
Schnee, Frost, Glätte – eine Winterbaustelle hat es für die Beschäftigten in sich. „Gute Schutzkleidung wie Handschuhe, Jacken und Stiefel gegen die Kälte sind Pflicht. Der Arbeitgeber muss sie jedem Mitarbeiter zur Verfügung stellen“, sagt Gerhard Kampschulte. Zudem gehöre in diesen Tagen eine „warme Bude zum Bau“: Die Beschäftigten müssten geschützte Räume haben, in denen sie sich zwischendurch mit einem heißen Kaffee, mit Tee oder Brühe aufwärmen könnten. Ideal seien Baustellenwagen oder beheizte Container. „Ein paar Tage bei zugiger Luft und starker Kälte – das haut den stärksten Bauarbeiter um“, so der Gewerkschafter.
Auch für Werkzeuge wie Säge und Betonmischer sei ein einfacher Wetterschutz notwendig – mindestens ein winddichtes Zelt. „Spart der Arbeitgeber an der Sicherheit, verwandeln Eis und Schnee die Baustelle in eine gefährliche Rutschbahn. Wenn der Bau zur Skipiste wird, sind Unfälle vorprogrammiert“, sagt Kampschulte.
Die IG BAU Bochum-Dortmund werde sich in den kommenden Wochen verstärkt für den Arbeitsschutz auf den Winterbaustellen in Bochum einsetzen. Die IG BAU appelliert an alle Bauarbeiter, Verstöße sofort bei der Gewerkschaft zu melden. „Natürlich sind wir froh, wenn das Baugewerbe auch im Winter gute Geschäfte macht. Aber wer als Bauunternehmer einen Extragewinn auf Kosten der Gesundheit seiner Beschäftigten einfahren will, dem kann ich nur sagen: Nicht mit uns!“, so Kampschulte.«


Montag 06.02.12, 19:14 Uhr

Kritik an Abschiebeminister Jäger

„Trotz Wintererlass in NRW lässt Landesinnenminister Jäger (SPD) mit der nächsten Sammelabschiebung in den Kosovo wieder Personen aus NRW in unmenschliche Verhältnisse abschieben. Wegen seiner besonders unmenschlichen Flüchtlingspolitik bezüglich der Abschiebungen in das Kosovo selbst im Winter hat Jäger sicher gute Chancen 2012 zum Abschiebeminister gekürt zu werden”, kommentiert die Bochumer Bundestagsabgeordnete der Linkspartei Sevim Dagdelen die neuerliche Sammelabschiebung am 7. Februar in den Kosovo vom Düsseldorfer Flughafen. Dagdelen weiter: „Der Flughafen Düsseldorf ist nach Frankfurt/Main der zweitgrößte Abschiebeflughafen. Das ist auch ein zweifelhafter Verdienst von rot-grün in NRW und dessen Innenminister. Heuchlerisch ist es, wenn sich die Landesregierung mit dem Verweis auf das Abschiebeabkommen der Bundesregierung mit Kosovo versucht herauszureden. Auch, dass im Winter keine besonders schutzbedürftigen Angehörigen von Minderheiten wie Roma und Ashkali in das Kosovo abgeschoben werden, wäscht sie in keinster Weise rein.
Eine Änderung der Flüchtlingspolitik der Landesregierung ist mehr als überfällig und ein Gebot der Humanität. Wir brauchen einen anderen Umgang mit Flüchtlingen in NRW und ein Bleiberecht für Flüchtlinge in ganz Deutschland. Abschiebungen und Abschiebehaft sind unmenschlich. Die Linke ist für die Abschaffung von Abschiebehaft und gegen Abschiebungen.
Ich unterstütze die Proteste gegen die Flüchtlingspolitik der Landesregierung und deren Abschiebepolitik. Sie helfen, dass Abschiebungen weder in Düsseldorf still, heimlich und ungestört ablaufen noch anderswo. Die beste Flüchtlingspolitik ist eine ohne Abschiebungen.“


Montag 06.02.12, 16:13 Uhr

Vortrag: Die Neuen Nazis

Gemeinsam mit der VHS Bochum hat der DGB Bochum wieder ein Bildungsprogramm unter dem Label „Arbeit und Leben“ für das 1. Halbjahr 2012 zusammengestellt.  Am Montag, den 13. Februar um 18:30 Uhr  findet in dieser Reihe in der VHS im Clubraum eine Veranstaltung statt: “Die Neuen Nazis – Ideologie und Erscheinungsformen” In der Ankündigung heißt es: »Seit über 10 Jahren gibt es in der neonazistischen Szene eine Strömung, die zuerst aneckte und dann zu einem festen Bestandteil des Spektrums wurde: „Autonome Nationalisten“. Ihr Auftreten in der Öffentlichkeit spiegelt nicht das Bild des stiefeltragenden Nazis wider, sondern orientiert sich an Formen der Repräsentation, die dem linken Spektrum traditionell zugeordnet wird. Dabei sprengen sie bewusst Grenzen, die sie nicht als Neonazis klar identifizierbar macht. Doch woher kommt diese „neue Bewegung“? Welche Ideologie verfolgen sie? Die Veranstaltung will diesen Fragen nachgehen und gleichzeitig einen Querschnitt über die neueste Entwicklung der neonazistischen Szene präsentieren.« Referent ist Marc Haarfeld. Die Teilnahme ist “entgeltfrei”.


Montag 06.02.12, 09:08 Uhr

In welcher Gesellschaft wollen wir leben?

Wenn am 15.2. 2012 die Bochumer Occupy-Initiative zur Diskussion „Bewegung in eine lebenswerte Gesellschaft“ in das Theater unten einlädt, startet damit eine neue Veranstaltungsreihe, in der die Möglichkeiten einer demokratischen und solidarischen Gestaltung von Gesellschaft und Ökonomie erkundet werden. Die Gespräche zwischen dem Schauspielhaus und der Bochumer Occupy-Initiative begannen, nachdem am 11.11.2011 eine Polizeikette verhinderte, dass die TeilnehmerInnen einer Demonstration der Bochumer Occupy-Initiative Flugblätter an die Besucher des Schauspielhauses verteilen konnten. Eine Kommunikationspanne zwischen Occupy-Initiative und Schauspielhaus war schuld, dass die Polizei ihre Macht demonstrieren konnte. Dieses Missverständnis führte jedoch zu intensiven Gesprächen, in denen sich gemeinsame Perspektiven entwickelten. So ist für die nächsten Monate eine gemeinsame Informations-und Diskussionsreihe geplant, in der die Möglichkeiten einer demokratischen und solidarischen Umgestaltung von Gesellschaft und Ökonomie erkundet werden sollen.
Den Auftakt macht eine Gesprächsrunde mit dem Titel „Bewegung in eine lebenswerte Gesellschaft“ am 15. Februar um 19.30 Uhr im „Theater unten“, in der die Occupy-Iniative Bochum sich und ihre Arbeit im Gespräch vorstellt. Hier soll darüber diskutiert werden, warum eine solche demokratische Bewegung notwendig ist, welche Wege und Irrwege es bis dorthin gibt und welche Institutionen für eine lebenswerte Gesellschaft in einer globalisierten Welt benötigt werden. Hierzu werden keine Antworten und Konzepte von einem Podium geliefert: Vielmehr möchte man eine Veranstaltungsform erproben, die auf möglichst viele Beiträge aus dem Publikum setzt. Erkenntnisse und Ideen, aber auch Fragen und Kritiken sollen während der Veranstaltung gesammelt und für eine weitere Bearbeitung auf der Occupy-Website www.occupybochum.de zur Verfügung gestellt werden.


Sonntag 05.02.12, 15:27 Uhr
Schade, Peter Paul Zahl – Leben gefährdet die Gesundheit

The Wirschbande

Am Freitag, den 10. 2. treten um 20.oo Uhr im Bochumer Kulturrat Jürgen und Rocco Wiersch auf mit “Schade, Peter Paul Zahl – Leben gefährdet die Gesundheit. Eine Live-Biografie” In der Ankündigung heißt es: »Mit laut- und leisestarkem Einsatz von Stimme und Gitarre betreiben Jürgen und Rocco Wiersch Autorwerbung für den am 24. Januar 2011 gestorbenen germaicanischen Exil- Literaten und Knast-Lyriker Peter Paul Zahl, dessen Werke sang- und klanglos aus den Regalen der Buchhändler zu verschwinden drohen. Die Wierschs gehen nicht auf Distanz – sie leiden, lieben, lachen und flippen aus mit Peter Paul Zahl, der im Gefängnis, als politischer Gefangener im Deutschen Herbst, trotz Einzelhaft, Isolation, Behinderung und Verhinderung von Post und Besuchen, trotz aller zermürbenden Schikanen der Staatsgewalt es geschafft hat, sich als Dichter und Denker bei einem großen Publikum Gehör zu verschaffen.«
The Wirschbande:
Schade,Peter Paul Zahl – Leben gefährdet die Gesundheit.
Eine Live-Biografie
Freitag, 10.02.2012  - 20.oo Uhr
Bochumer Kulturrat – Lothringerstr. 36 c – 44805 Bochum
Eintritt: 7 €, erm. 5. €
Kartenreservierung: 02 34 / 86 20 12


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