Exkursionen der
Bochumer Geschichtswerkstatt
August - Dezember 2008



Sonntag, 31. August 2008
Bochum im Nationalsozialismus:
Stadtrundfahrt per Rad

Wir machen Station an Orten im gesamten Stadtgebiet, die in
der nationalsozialistischen Zeit von Bedeutung waren. Diese
etwa 8-stündige Radtour führt zu den Orten des Nazi-Terrors, zu
Stätten des Widerstandes und der Verfolgung in Bochum. Ausgangspunkt
ist der Springerplatz. Weitere Stationen sind u. a. der
ehemalige Standort der alten Synagoge in der Innenstadt, das
Polizeipräsidium, die früheren Standorte der Außenlager des KZ
Buchenwald und der Zwangsarbeiterlager, der Kommunalfriedhof
in Altenbochum und als Endpunkt das ehemaliges Zechengebäude
am Kemnader Stausee.
Anmeldung erforderlich!
Treffpunkt: Springerplatz, Bochum
Uhrzeit: 9:00 Uhr
Die Teinahme an der Stadtrundfahrt ist kostenfrei.





Samstag, 18. Oktober 2008
Auf den Spuren der Edelweißpiraten:
Stadtrundgang durch Köln

Edelweißpiraten – so nannten sich in den dreißiger und vierziger
Jahren Gruppen von Jugendlichen, die gegen die Nazis standen
und sich vorwiegend gegen die Hitlerjugend organisiert haben.
Sie organisierten sich in Köln, aber auch im Ruhrgebiet und im
Bergischen Land und trugen häufig unter dem Hemdenkragen
das aus Horn geschnitzte Edelweiß. Viele ihrer Mitglieder haben
Zwangsarbeitern geholfen, Flugblätter gedruckt und vor allem
wurden Lieder gegen die Nazis komponiert.
Nach dem Stadtrundgang werden wir noch Gelegenheit haben,
das ehemalige Gestapo-Gebäude in Köln, das heute eine Gedenkstätte
ist, zu besichtigen.
Treffpunkt: Bochumer Hauptbahnhof
Uhrzeit: 8.30 Uhr
Teilnahmegebühr: Der Stadtrundgang dauert 2 Stunden und kostet 48 Euro, inklusive
Führung durch die das NS-Dokumentationszentrum(je mehr
Personen teilnehmen, desto weniger werden die Kosten für jeden
einzelnen oder jede einzelne).





Freitag, 28. November 2008 – Sonntag, 30. November 2008
Vor 25 Jahren:
Der „heiße Herbst“ der Friedensbewegung
Exkursion nach Mutlangen

Mit Verabschiedung des „NATO-Doppelbeschlusses“ durch die
Außen- und Verteidigungsminister der NATO-Staaten im Dezember
1979 wurde die Stationierung neuer Mittelstreckenraketen in
Westeuropa angekündigt. Anfang der Achtziger Jahre demonstrierten
Millionen von Menschen gegen die Stationierung neuer
Mittelstreckenraketen in Westeuropa. Eine neue Friedensbewegung
in der BRD und in anderen westeuropäischen Ländern hatte
sich daraufhin entwickelt, sie hatte damals an Stärke gewonnen
und zu neuen Aktionsformen gefunden.
Im November 1983 wurde in der BRD und in anderen NATOStaaten
mit der Stationierung US-amerikanischer Mittelstreckenraketen
Pershing II und der Marschflugkörper „Cruise Missiles“
begonnen. Die Friedensbewegung reagierte darauf mit gewaltfreien
Protestaktionen und Sitzblockaden.
In Mutlangen, einem kleinen Ort in Baden-Württemberg, wurden
im November 1983 die ersten Mittelstreckenraketen vom Typ Pershing
II stationiert. Mutlangen entwickelte sich in den folgenden
Jahren zum einem Ort des gewaltfreien Widerstandes und des
Protestes gegen die Stationierung der Mittelstreckenraketen.
Das Eingangstor des Raketendepots wurde dabei ständig von
DemonstrantInnen blockiert. Dort hat im Jahr 1983 hat auch eine
„Prominentenblockade“ stattgefunden: Schriftsteller, Politker
und Künstler setzten sich vor das Eingangstor.
Heute sind die Mittelstreckenraketen nicht mehr da und das
Gelände, auf dem die Mittelstreckenrakete Pershing II in den Himmel
ragte, ist heute ein Wohngebiet.
In Mutlangen werden wir das Gelände des ehemaligen Raketendepot
erkunden, einen „Geschichtspfad“ nachgehen und mit Zeitzeugen
sprechen.
Anreise: nach Absprache
Teilnahmegebühr: ca. 30 Euro+Verpflegung (Selbstversorgung)+Fahrtkosten
Übernachten werden wir im Tagungshaus der Friedens- und
Begegnungsstätte Mutlangen.





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