Morgens die Tasse Kaffee oder
Tee zum Wachwerden, Bananen für den kleinen Hunger zwischendurch, Schokolade als Extra-Genuss und auch schöner
Schmuck und Handarbeiten, um die Lieben oder sich selbst zu beschenken – Lebensmittel und Produkte, die wir wie
selbstverständlich (täglich) konsumieren, kommen aus Ländern des Südens zu uns. Oft genug denken
wir gar nicht mehr über die Herkunft dieser uns liebgewordenen Selbstverständlichkeiten nach.
In der globalisierten
Welt findet ein reger Austausch statt: „Die Armen decken den Reichen den Tisch“ – und werden dabei immer ärmer,
denn die von den Reichen diktierten Handelsbedingungen sind ungerecht. Die Akteure des Fairen Handels wollen diesen
Kreislauf durchbrechen, profi-tieren sollen beide Seiten: die KäuferInnen genießen Produkte, die sozial-verträglich
und immer häufiger auch ökologisch produziert werden, die KleinbäureInnen verbessern ihr Einkommen
und die Chancen ihrer Familien.
Ehrenamtlich
Engagierte sorgen bei uns in Eine-Welt-Läden dafür, dass die Produkte aus Afrika, Amerika und Asien verbreitet
und KäuferInnen über die Lebensbedingungen der ProduzentInnen informiert werden.
Viele KundInnen
finden diese Ideen gut, wissen aber oft nicht, wo sie die Waren einkaufen können. Deshalb haben sich in diesem
Jahr alle „Fair Handelnden“ zur „Fairen Woche 2001“ zusammen geschlossen, bundesweit können dann Säfte, Kekse und vieles mehr probiert werden,
bundesweit können Interessierte Informationen erhalten.
Bochum
tief im Westen – für faire Beziehungen mit dem Süden!
Auch in Bochum soll der Faire Handel ganz groß rauskommen. Infotische mit Proben gibt’s in Supermärkten, Kneipen und Plätzen, und wer Glück hat, erhält in dieser Woche beim Kinobesuch eine süße Überraschung. Großer Auftakt ist am 22. 9. auf dem Dr. Ruer Platz, der AK „Bochum Kaffee“ lädt zum Kaffeeklatsch mit Kuchen ein. Ein Höhepunkt ist sicher das Stück „Ay, ay ay café!“ am 25. 9., mit dem uns die guatemaltekische Theatergruppe nicht nur zum Nachdenken sondern auch zum Lachen bringen will.
Auch andere Gruppen, die nicht
direkt mit Produkten zu tun haben, befassen sich mit „Fairen Beziehungen“: Entschuldungskampagne, Verbot von Kinderarbeit
oder Mindeststandards bei Kleider- und Blumenproduktion sind hier Stichworte für aufgeweckte und kluge KonsumentInnen.
Ganz vorn mit dabei:
Schülerinnen und Schüler in Bochum!
Erstmalig gibt es in mehreren
Schulcafés und Kiosken fair gehandelte Snacks und Säfte, die Kids wollen ausprobieren, ob der faire
Riegel nicht die Regel an ihren Schulen werden kann. Damit machen sie vor, was woanders schon lange gewünscht
wird: in der Agenda 21 –Stadt Bochum sollte eigentlich in allen nicht privatwirtschaftlichen Cafés und Kantinen
ausschließlich fair gehandelte Ware im Verbund mit regional vermarkteten Ökoprodukten verkauft werden.
Mal sehen, ob das Beispiel Schule macht...!
Bochums Jugend weiß, warum
sie lieber zum fairen Riegel greift. Das Thema wird im Unterricht aufgegriffen und besprochen, und schließlich:
Die Kids sind ja nicht blöd!
Wenn Sie mehr wissen wollen:
achten Sie in dieser Woche auf Werbe-wände, Zeitungen und Rundfunk – hier gibt’s auch was zu gewinnen. Rufen
Sie uns an oder kommen Sie zu unseren Veranstaltungen, ein Tässchen Bochum Kaffee (der mit dem Kuhhirten)
ist immer dabei!
WAS IST FAIRER HANDEL?
Der Faire Handel
- ermöglicht
es benachteiligten Produzenten-Familien in Afrika, Asien und Lateinamerika, ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen
zu verbessern,
- steht für partnerschaftliche und verlässliche Handelsbeziehungen,
- stellt die Menschen in den Mittelpunkt und fördert soziale Gerechtigkeit und den schonenden
Umgang mit den natürlichen Lebensgrundlagen.
Informationen und Bildungsangebote gehören ebenfalls zum Fairen Handel. Der Faire Handel mit Kaffee, Tee, Honig, Schokolade, Orangensaft, Bananen oder Kunsthandwerk bietet eine konkrete Handlungsalternative.
Weitere Informationen: Pfr. Wolfram Gauhl Tel. 335415l
Pfr. Gert Hofmann Tel. 2397179
ESG: Thomas Krieger, Tel 9719443
Bahnhof Langendreer: Dagmar Wolf, Tel. 26612
Jürgen Eichel (Referent für Transfair),
Tel. 14919