CASTOR ALARM - Demo in Essen am Tag X

CASTOR-ALARM 23./24.04. von Neckarwestheim nach Sellafield!
Treffpunkt am Tag X - 18.00 Uhr - Essen Hbf
Die Schreibtische der Atomindustrie stehen in Essen! Gehen wir sie besuchen!



CASTOR-ALARM - Tag X - 23./24.04. von Neckarwestheim nach Sellafield!
Treffpunkt am Tag X - 18.00 Uhr - Essen Hbf - Ausgang Kettwiger Straße
Die Schreibtische der Atomindustrie stehen in Essen! Gehen wir sie besuchen!
Gegen Atomtransporte, gegen Interims- und Zwischenlager!
Für die sofortige Stillegung aller Atomanlagen!

NACH DEM CASTOR...

RotGrün hat nach dreijähriger Pause den ersten CASTOR-Transport nach
Gorleben durchprügeln lassen. Der breite Widerstand gegen diesen Transport
hat gezeigt, daß das rotgrüne Projekt "Stillegung der Anti-AKW-Bewegung"
gescheitert ist. Von der Grenze bis ins Wendland haben viele tausend
Menschen gezeigt, daß sie nicht bereit sind, den als "Ausstieg im Konsens"
getarnten Weiterbetrieb der Atomanlagen zu akzeptieren!
Der Gorleben-Transport dient als Türöffner für eine Lawine von
Atommülltransporten in die Wiederaufarbeitungsanlagen (WAA) in La Hague und
Sellafield, denn die französische Regierung hatte die Rücknahme von Atommüll
zur Bedingung gemacht für die erneute Aufnahme von weiterem strahlenden Müll
aus deutschen Atomkraftwerken. Mit der geheuchelten "nationalen
Verantwortung", mit der Bundesumweltminister Trittin den Gorleben-Castor als
notwendig verkaufen wollte, ist es nur zwei Wochen später vorbei. Am 11.
April rollten abgebrannte Brennelemente von den Atomkraftwerken
Philippsburg, Grafenrheinfeld und Biblis in die Plutoniumschleuder nach La
Hague, wo deren Aufarbeitung u.a. der dortigen Bevölkerung weitere
radioaktive Verseuchung beschert. Fanden solche Transporte bislang häufig
unter Ausschluß der Öffentlichkeit statt, so haben diesmal
AtomkraftgegnerInnen gemeinsam in Deutschland und in Frankreich bei einem
WAA-Transport an vielen Orten entlang der Strecke erfolgreich gestört und
ein (mit mehr als 6000 Polizisten) enormes Polizeiaufgebot notwendig
gemacht. Für den Widerstand gilt:
internationale Solidarität statt nationaler Verantwortung.

...IST VOR DEM CASTOR:

Am 23. oder 24. April will das AKW Neckarwestheim einen Atommülltransport
mit drei Behältern nach Sellafield schicken. Auch das Interimslager in
Neckarwestheim, das jetzt genehmigt wurde, kann die Zeitspanne bis zur
geplanten Fertigstellung des unterirdischen Zwischenlagers in frühestens
fünf Jahren nicht überbrücken. Daher sind die Kraftwerksbetreiber weiterhin
auf Atomtransporte angewiesen und es gilt weiterhin:
Atommülltransporte stoppen bedeutet Atommüllproduktion stoppen!
Der Konsens wackelt und kann ins Wanken geraten. Nach dem La Hague Transport
ist nunmehr offensichtlich, daß die erstrebte Normalität wöchentlicher
WAA-Transporte und des schier endlosen Weiterbetriebs der AKWs auf
entschiedenen Widerstand trifft und sich weder Gorleben noch andere
Atomstandorte befrieden lassen. Zu den Atommülltransporten in die
Wiederaufarbeitung kommen 166 Rücktransporte aus La Hague und Sellafield bis
2010 ­ das wird finanziell und politisch unerträglich. Insbesondere gibt es
ernsthaften "Entsorgungsnotstand" bei Polizei und Bundesgrenzschutz, die
nicht wissen wohin mit ihren Überstunden!
Sorgen wir mit einigen Überraschungen und einer Demonstration am Tag X in
Essen für viele weitere solcher Überstunden!
NiX gibt es
­ unsere Polizei bleibt hier!