Goaliat
Im Oktober 2006 hatte ein Laden in der Oskar Hoffmann Straße eröffnet, der vorwiegend Sachen von Marken wie "Thor Steinar" oder "pro violence" verkaufte. Dies sind Modemarken, die in erster Linie rechtsextreme KäuferInnen bedienen sollen. Gegen diesen "Nazi-Laden" formierte sich Widerstand. Mit diesem Internet-Angebot wurden Informationen über Aktivitäten und Nachrichten zu diesem Laden dokumentiert.
Eine Stadtteil-Initiative von NachbarInnen des Nazi-Ladens, die u.a. von vielen Geschäftsleuten im Ehrenfeld, von Kirchen, Parteien, Gewerkschaften, dem Kinder- und Jugendring und dem Schauspielhaus unterstützt wurde, ist es gelungen, den Nazi-Laden zu vertreiben.

 
www.bo-alternativ.de - special:

Kein Naziladen im Ehrenfeld
...und auch nicht im Dortmunder Kreuzviertel!


Donnerstag 22.02.07, 12:26 Uhr

Braune Schmierereien

david-175.jpgMehrere Schaufenster, in denen das Plakat “David statt Goaliat – Kein Naziladen im Ehrenfeld – und auch nicht anderswo” hängt, sind heute Nacht mit brauner Farbe beschmiert worden. Neben einer Reihe von Geschäfte waren auch das Büro der Linkspartei an der Uni-Straße und ein Fenster von Thomas Zehnter, der das Plakat gestaltet hat, Ziel der Schmiererei. Die Initiative, die sich für die Schließung des Nazi-Ladens in der Oskar-Hoffmann Straße einsetzt, wird ihre Kampagne in den nächsten Tagen verstärken und auch auf den Litfaßsäulen im Stadtteil plakatieren. Die Gewerkschaft ver.di wird das Plakat angezielt an Mitglieder schicken, die im öffentlichen Bereich für Aufklärung über den Nazi-Laden sorgen können. Außerdem wird das Plakat an alle Schulen der Stadt verschickt. Siehe auch bo-special “no-naziladen”.

Montag 12.02.07, 20:00 Uhr

Antifademo angemeldet

Die Antifa-Gruppe azzoncao schreibt: »Für Samstag, den 17. März ist eine Antifaschistische Demonstration in Bochum angemeldet worden. Unter dem Motto “Schöner Leben ohne Naziläden” soll auf die Existenz und das Wirken des Ladens “Goaliat” aufmerksam gemacht werden.«

Freitag 09.02.07, 20:15 Uhr
Kein Naziladen in Ehrenfeld ...

Plakate laden zum Verschwinden ein

Am Donnerstagnachmittag hat die Initiative, die sich dafür einsetzt, dass der Nazi-Laden in der Oskar Hoffmann Straße möglichst bald verschwindet, Plakate in die Kneipen und Geschäfte im Ehrenfeld gebracht: “David statt Goaliat – Kein Naziladen in Ehrenfeld und auch nicht anderswo!” Hierbei wurde die Initiative von VertreterInnen aus Politik, Gewerkschaften, Einzelhandel und Kultur unterstützt. Elmar Goerden hängte Plakate im Schauspielhaus auf und beteiligte sich an der Aktion. Die Bereitschaft in den einzelnen Läden, bei der Kampagne mit zu machen, war ausgesprochen hoch. Hiervon konnte sich auch eine Gruppe von Nazis um den NPD-Funktionär Markus Schumacher überzeugen. Sie zog wieder ab, als sie sah, dass sie keine Chance hatte, die Plakat-Aktion zu stören. Der Laden-Besitzer Kellerhoff leugnet häufig, dass er mit den Nazis zusammenarbeitet.
Die Berichterstattung in den Ruhr-Nachrichten und im Stadtspiegel.

Mittwoch 07.02.07, 18:39 Uhr

Kein Naziladen in Ehrenfeld…

...und auch nicht anderswo!

david-175.jpgAm morgigen Donnerstag, 8. Februar trifft sich um 16.00 Uhr das Bündnis gegen den Nazi-Laden “Goaliat” vor dem Schauspielhaus Bochum, um Plakate mit der Aufschrift “Bunt statt braun – für ein buntes Ehrenfeld” im Stadtviertel zu verteilen. An dem Bündis beteiligen sich Privatpersonen, VertreterInnen aus Politik, Gewerkschaft, Einzelhandel und Kultur. Auch das Schauspielhaus Bochum beteiligt sich u. a. mit seinem Intendanten Elmar Goerden an der Aktion. Das Bündnis ruft dazu auf, in möglichst vielen Geschäften oder Gaststätten die Plakate aufzuhängen und sich an der Aktion zu beteiligen. Nähere Informationen zum Bündnis gibt es unter: http://www.goaliat.de

Freitag 02.02.07, 20:00 Uhr

Nachricht in 98,5 Radio Bochum am 2.2.2007 und 4.2.2007

radio-bochum.gifDie Initiative gegen den Laden Goaliat startet in diesen Tagen eine Plakat-Aktion.
Die Initiative gegen den Laden Goaliat startet in diesen Tagen eine Plakat-Aktion. Mit dem Plakat will man vor allemJugendliche darüber aufklären, dass in dem Geschäft an der Oskar-Hoffmann-Straße Markenbekleidung aus der rechten Szene verkauft wird. Aufgehängt werden sollen die Plakate in den Ehrenfelder Geschäften, in Jugendeinrichtungen und Schulen. Das sagte uns Rolf Geers vom Kinder- und Jugendring. ORIGINALTON ANHÖREN Die Initiative gegen den Laden besteht unter anderen aus Vertretern von Parteien, Jugendeinrichtungen, der Kirche, Gewerkschaften und kulturellen Größen unserer Stadt.
Der Originalton: http://www.radio985.de/uploads/media/290145191.MP3 (weiterlesen)

Freitag 02.02.07, 19:51 Uhr

WAZ-Artikel vom 3.2.2007

wazkopf.gif“David statt Goaliat” – Plakate klären auf
Mit einer Plakataktion will der Jugendring über die Bekleidungsmarke des Geschäftes “Goaliat” aufklären. Künstler wählte klassischen “David”
“Michelangelos David hat für mich diesen coolen Blick kurz bevor er mit der Steinschleuder Goliath angreift”, sagt Thomas Zehnter über sein Plakat. 250 Stück hat der Kinder- und Jugendring drucken lassen, um über das Bekleidungsgeschäft “Goaliat” an der Oskar-Hoffmann-Straße zu informieren.
“Jugendliche sollen wissen, was sie tragen, wenn sie dort Kleidung kaufen”, sagt Rolf Geers, Geschäftsführer des Jugendrings an der Neustraße. Das Geschäft diene als Einnahmequelle für die rechtsextreme Szene, heißt es in einer Resolution des Jugendrings vom 11. Dezember. (weiterlesen)

Freitag 02.02.07, 18:00 Uhr

Ruhr-Nachrichten-Artikel vom 3.2.2007

rn-150.gifMit David gegen Goaliats neue Kleider
Ehrenfeld – Dem Bekleidungsladen “Goaliat” an der OskarHoffmann-Straße will ein breites Bündnis mit einer Plakataktion ein Ende bereiten. Das Geschäft, das in der rechten Szene beliebte Marken wie “Thor Steinar” oder “pro violence” verkauft, hatte Mitte Oktober eröffnet und sorgt seitdem für Ärger.
“Der Laden muss weg”, verkündet SPD-Ratsherr Friedhelm Lueg mit grimmiger Miene. Nichts zu suchen habe der Nazi-Anlaufpunkt im bunten Stadtteil Ehrenfeld, findet er. Diese Meinung teilt das Bündnis, das von SPD und Grünen über die Linkspartei bis zu Gewerkschaften, Kirchen, dem Kinder und Jugendring und Geschäftsleuten reicht. Mit Plakaten wolle man über den Laden informieren, sagt Rolf Geers, der Geschäftführer des Jugendrings. (weiterlesen)

Dienstag 30.01.07, 22:30 Uhr

Nazis & Versteckspiel

Im Sozialen Zentrum informierte heute Abend Jürgen Peters vom Bildungsforum Rheinland auszugsweise über die mehr als 120 bekannten Symbole und Codes, die verschlüsselt oder offen eine rechte politische Orientierung ausdrücken sollen. Sie sind für Außenstehende meistens nicht erkennbar. Sie sind mehr als nur Erkennungsmerkmal für Gleichgesinnte: Sie vermitteln ein Gruppengefühl und sie transportieren eine eindeutige politische Botschaft. Politische Symbole sind nichts anderes als komprimierte Darstellungen der wesentlichen Grundsätze einer Weltanschauung. Ihre Wiedergabe vermittelt einen bestimmten Inhalt, eine Zugehörigkeit, oder ist bei jugendlichen TrägerInnen erst einmal ›nur‹ Ausdruck eines Gefühls. Das ›sich rechts fühlen‹ steht im Vordergrund und schließt einen ausformulierten politischen Inhalt nicht zwingend mit ein.
Die wichtigsten Elemente des Vortrages und einige weitere Details sind im Internet veröffentlicht unter: http://www.dasversteckspiel.de

Sonntag 28.01.07, 21:45 Uhr

Farbbeutel gegen Goaliat

Auf dem Internetportal “Indymedia” wird darüber berichtet, dass in der Nacht von 23. auf den 24. Januar eine Gruppe von AntifaschistInnen den Nazi-Laden in der Oskar-Hofmann Straße mit Farbe verziert hat. Näheres. Bereits am 24. Dezember war der Laden bei einer Aktion mit Plakaten zugekleistert worden. Ein breites Bündnis von NachbarInnen, Geschäftsleuten, Parteien, Einrichtungen und Organisationen versucht gleichzeitig, die Vermieterin des Ladens davon zu überzeugen, dass sie dem Nazi-Laden kündigen soll.

Samstag 27.01.07, 15:15 Uhr
Dienstag, 30.1., 19.30 Uhr, Soziales Zentrum, Rottstr. 31

Das Versteckspiel – Symbole, Codes und Lifestyle der extremen Rechten

Ein Referent des “Antirassistischen Bildungsforums Rheinland” (ABR) beleuchtet am Dienstag im Sozialen Zentrum die Codes, Symbole und Marken rechter Jugendlicher und analysiert sie im Kontext eines entsprechenden Lifestyles.
Etliche Leute in Bochum haben erst in der Auseinandersetzung mit dem Nazi-Laden in der Oskar-Hoffmann-Straße realisiert, dass Nazis nicht mehr unbedingt als Springerstiefel-tragende Glatzen rumlaufen. Die Nazi-Szene saugt Leute aus verschiedenen Subkulturen auf, gibt sich aber auch gern ganz adrett und bürgerlich und entwickelt unterschiedliche Identifikations-Codes. Politische Symbole sind dabei die komprimierte Darstellung der wesentlichen Grundsätze einer Weltanschauung. Ihre Wiedergabe vermittelt zwar einen bestimmten Inhalt, ist jedoch gerade bei jugendlichen TrägerInnrn erst einmal “nur” Ausdruck eines rechten Lebensgefühls. Die politische Botschaft kann sich in der Aufwertung des Eigenen und der Ablehnung alles Fremden erschöpfen. (weiterlesen)

Mittwoch 24.01.07, 00:25 Uhr

Junge Welt Artikel vom 24.1.2007

jw.jpgMit dem Laden »Goaliat« in der Oskar-Hoffmann-Straße gibt es seit Mitte Oktober des letzten Jahres erstmals einen rechten Devotionalienhandel in Bochum. Informationen der antifaschistischen Gruppe »Attoncao« zufolge werden in dem Ladenlokal insbesondere Kleidungsstücke der bei Neonazis äußerst beliebten Marken »Thor Steinar« und »pro violence« verkauft. Bochumer Antifaschisten haben schnell reagiert und sich die Internetpräsenz goaliat.de gesichert. Auf der Homepage wird nun über antifaschistische Aktivitäten gegen den Thor-Steinar-Händler berichtetet. Mit einem Plakat »David statt Goaliat« protestieren in Bochum-Ehrenfeld Geschäftsleute und Nachbarn des Neonaziladens. Der Artikel im Wortlaut.

 
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