Goaliat
Im Oktober 2006 hatte ein Laden in der Oskar Hoffmann Straße eröffnet, der vorwiegend Sachen von Marken wie "Thor Steinar" oder "pro violence" verkaufte. Dies sind Modemarken, die in erster Linie rechtsextreme KäuferInnen bedienen sollen. Gegen diesen "Nazi-Laden" formierte sich Widerstand. Mit diesem Internet-Angebot wurden Informationen über Aktivitäten und Nachrichten zu diesem Laden dokumentiert.
Eine Stadtteil-Initiative von NachbarInnen des Nazi-Ladens, die u.a. von vielen Geschäftsleuten im Ehrenfeld, von Kirchen, Parteien, Gewerkschaften, dem Kinder- und Jugendring und dem Schauspielhaus unterstützt wurde, ist es gelungen, den Nazi-Laden zu vertreiben.

 
www.bo-alternativ.de - special:

Kein Naziladen im Ehrenfeld
...und auch nicht im Dortmunder Kreuzviertel!


Montag 28.05.07, 12:00 Uhr

Flic-Flac-antifa

Mitte Juni gastiert der Circus “Flic-Flac” in Bochum. In vielen Geschäften hängen mittlerweile Werbeplakate. Eins hing auch im Nazi-Laden Goaliat – aber nur für kurze Zeit. Einige NachbarInnen machten “Flic-Flac” daraufhin aufmerksam, um was für einen Laden es sich handelt. “Flic-Flac” hat sich daraufhin sofort entschuldigt, das Plakat abhängen lassen, sich von dem Laden distanziert und “akrobatische Grüße” geschickt.

Samstag 26.05.07, 19:00 Uhr
Thor-Steinar- und andere Nazi-Klamotten sind unerwünscht:

Berlin! Bremen! Bochum?

“Werder Bremen setzt nun ein deutliches Zeichen gegen Rechts. Zukünftig wird Zuschauern, die Kleidung der Firma “Thor Steinar” tragen, der Zugang zum Weser-Stadion verwehrt”, schreibt der Fußball-Bundesliga-Verein Werder Bremen auf seiner Webseite. Zuvor hatte schon Hertha BSC genauso entschieden: “Ab dem Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg (04.11.2006) wird Zuschauern, die Kleidung der Firma Thor Steinar Kleidung tragen, der Zugang zum Berliner Olympiastadion verwehrt”, heißt es auf der Webseite des Berliner Fußball-Clubs. Der VfL Bochum hat sich bisher geweigert, diesem Beispiel zu folgen. Die Bochumer hatten ihre Weigerung mit Berliner Besonderheiten begründet, die in Bochum nicht gegeben seien. Mit der Bremer Entscheidung kommt der VfL nun in die Defensive. Seine Kampagne “Dafür! Dagegen!” könnte bald im Abseits stehen. In Bochum gibt es schließlich einen Nazi-Laden, der offensiv Thor-Steinar-Sachen verkauft.

Dienstag 22.05.07, 14:00 Uhr

AStA & Antifa

Die Linke Liste schreibt auf ihrer Webseite: “Am Dienstag, den 16.5., fand im Bochumer „Haus der Geschichte des Ruhrgebiets“ ein Vortrag statt, der vom Bochumer DGB und dem ehemaligen AStA der RUB veranstaltet wurde. Thema war der Naziladen Goaliat und in Zusammenarbeit mit der Ehrenfelder Initiative gegen den Laden am Schauspielhaus wurde dort etwa 100 AnwohnerInnen über den Zusammenhang zwischen rechter Mode, dem neuen Lifestyle der extremen Rechten und dem Laden „Goaliat“ informiert. Der neue Asta hielt es nicht für nötig dort zu erscheinen.” Näheres.

Donnerstag 10.05.07, 22:00 Uhr
Dienstag, 15. Mai, 19.00 Uhr, Haus der Geschichte des Ruhrgebietes, Clemensstr. 17-19

Kein Naziladen im Ehrenfeld…

...und auch nicht anderswo!

Am Dienstag, dem 15. Mai, findet um 19.00 Uhr im Haus der Geschichte des Ruhrgebietes, Clemensstr. 17-19 eine Informationsveranstaltung zum Thema Rechtsextremismus statt. Hintergrund ist die Tatsache, dass sich seit Herbst letzten Jahres in der Oskar-Hoffmann Straße ein Geschäft befindet, das Bekleidung für eine rechtsextreme Kundschaft anbietet. Viele Menschen in Ehrenfeld sind erschrocken, dass sich nun ein solches Geschäft in ihrer Nachbarschaft befindet. Zahlreiche Einrichtungen, Institutionen und Gruppen sowie Nachbarinnen und Nachbarn fordern, dass dieser Laden möglichst schnell wieder verschwindet. Mit einer Reihe von Aktivitäten und vielen informativen Berichten in den Medien ist bereits ausführlich über die rechtsextremistischen Hintergründe des Geschäftes informiert worden.
In der Infoveranstaltung möchte sich nun das Bündnis, das viele Aktivitäten gegen den Laden initiiert hat, vorstellen und erklären, warum das Ganze eben kein “normales” Bekleidungsgeschäft ist, sondern eine wichtige Funktion für die extrem rechte Szene einnimmt. (weiterlesen)

Donnerstag 12.04.07, 19:15 Uhr

Antifa-Aktion im ehemaligen Ruhr-Stadion

Am Samstag, dem 14. April, spielen die Herren-Fußball-Mannschaften vom Verein für Leibesübungen (VfL) Bochum und vom Hertha Berliner Sport-Club (BSC) im ehemaligen Ruhr-Stadion an der Castroper Straße gegeneinander. Gleichzeitig findet rund um das Stadion ein großes Fan-Club-Fest statt. Die Initiative gegen den Nazi-Laden Goaliat wird bei dieser Gelegenheit über den Nazi-Laden informieren. Zunächst wird die IG-Metall-Jugend in der Halbzeitpause auf dem Rasen auflaufen und ihre Plakat-Aktion wiederholen: “Schöner leben ohne Nazis”. Anschließend wird die Initiative mit einem Infostand über den Nazi-Laden und seine Produkte informieren. Das Spiel gegen Hertha BSC bietet sich besonders für diese Aktion an, weil Hertha BSC bei seinen Heimspielen BesucherInnen, die Kleidung von Thor Steinar oder andere Nazi-Produkte tragen, keinen Zutritt ins Olympia-Stadion erlaubt. Zur entsprechenden Meldung von Hertha BSC.

Mittwoch 21.03.07, 18:30 Uhr

Erneute braune Schmierereien

schaufenster.jpgZum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen sind die Schaufensterscheiben von Geschäften und Büros im Ehrenfeld mit brauner Farbe beschmiert worden. Die Schmiereien richten sich gegen Läden, die das Plakat “David statt Goaliat” aufgehängt haben, mit dem gegen den Nazi-Laden in der Oskar Hoffmann Straße protestiert wird. Am heftigsten wurde das Atelier von Thomas Zehnter beschmiert (Foto). Er hat das Plakat entworfen. Auch das Schaufenster des Büros der Linkspartei wurde mit brauner Farbe besudelt. Dazu erklärt die Sprecherin der Linkspartei Bochum, Anna-Lena Orlowski: “Offensichtlich versuchen Nazis nun, mit ihren braunen Schmierereien Geschäftsleute, Künstler und andere antifaschistisch eingestellte Menschen, die das Plakat aufgehängt haben, einzuschüchtern.
Wir lassen uns aber nicht einschüchtern. Selbstverständlich werden wir uns weiter gegen Nazis, Rassismus und Antisemitismus einsetzen. Und zwar öffentlich mit Plakaten, Flyern, Veranstaltungen und durch die Teilnahme an Antifademos.” Die Erklärung im Wortlaut.
Am Samstag hatten mehrere Hundert Menschen gegen den Nazi-Laden demonstriert. Am Sonntag ist die Scheibe des Nazi-Ladens demoliert worden. In der Auslage liegen Kleidungsstücke des Labels “Pro Violence”.

Sonntag 18.03.07, 23:30 Uhr

Bericht und Dokumentation der Demo gegen den Nazi-Laden Goaliat

Die Antifa-Gruppe “Azzoncao” hat einen ausführlichen Bericht und ihre Einschätzung der Demo gegen den Nazi-Laden Goaliat geschrieben. Sie dokumentiert die drei Reden, die gehalten wurden und das Flugblatt, das die Polizei verteilt hat. Zu Bericht und Dokumentation.

Samstag 17.03.07, 22:00 Uhr

Demonstration gegen Nazi-Laden

anti-goaliat-demo.jpg

Ca. 400 DemonstrantInnen – vorwiegend jüngere Antifas – machten heute auf die Existenz des Nazi-Ladens Goaliat aufmerksam. Etwas Hektik kam zu Beginn der Demonstration auf, als der Bochumer NPD Vorsitzenden Carsten Römhild am Rande des Demo-Zuges gesichtet wurde. Die übrige Demonstration verlief ohne Zwischenfälle. Die Polizei verhielt sich weitgehend friedlich.

Samstag 03.03.07, 19:00 Uhr

Beitrag in Einblicke 9 der Linksfraktion.PDS zu Goaliat

linke-pds.gifDie Linke.PDS-Fraktion im Rat hat in ihrer Zeitung “Einblicke” einen Beitrag veröffentlicht unter dem Titel: “David gegen Goaliat- ein Stadtteil wehrt sich”. Im Wortlaut.

Samstag 03.03.07, 17:00 Uhr

Demonstration gegen Nazi-Laden

Das Politcafé Azzoncao schreibt, dass die Demonstration am 17. 3. unter dem Motto „Schöner Leben ohne Naziläden“ um 14:00 Uhr am Husemannplatz beginnen soll. Ein Aufruf und ein Plakat liegen mittlerweile als PDF-Datei vor. Näheres.

Mittwoch 28.02.07, 18:00 Uhr

SPD Ehrenfeld: Resolution gegen Goaliat

spdlogo.gifDie SPD-Ehrenfeld hat auf ihrer Jahreshauptversammlung eine “Resolution gegen das rechtsextreme Bekleidungsgeschäft im Ehrenfeld” verfasst. Hier heißt es u.a.: “Daher wenden wir uns entschieden und offensiv gegen die Ansiedlung eines Geschäfts in unserem Stadtteil, das neofaschistische Bekleidung vertreibt. Wir beteiligen uns gemeinsam mit aller Kraft an legalen Aktionen gegen dieses Bekleidungsgeschäft und an dem breiten Bündnis unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger sowie anderer gesellschaftlicher Kräfte.” Im Wortlaut.

 
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