Gegen Faschismus und deutsche Besatzung – Der Widerstand in Frankreich
– Die Deutschen in der Résistance
Peter Gingold, Bundessprecher der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der Antifaschisten, referiert
über das Thema "Die Deutschen in Résistance". Er hat selbst von 1941 bis 1944 in der Résistance
gekämpft und war Mitglied in der M. O. I., eine Organisation innerhalb der Résistance, in der die ausländischen
Widerstands-Kämpfer organisiert waren. Er beteiligte sich an der Befreiung von Paris im August 1944 und gehörte
mit seiner Frau nach dem Krieg zur kleinen Zahl der Juden, die nach Deutschland zurückkehrten, um mitzuhelfen,
ein neues demokratisches Deutschland aufzubauen. Peter Gingold ist ebenfalls Vorstandsmitglied in der DRAFD, Verband
der Deutschen in den Streitkräften der Antihitlerkoalition.
Die Veranstaltung findet statt im Rahmen der Ausstellung "Oradour - Blicke gegen das Vergessen".
29. September 2001, 11 bis 16 Uhr, Live Station Dortmund (im Hbf):
Die Veranstaltungen finden - bis auf das Seminar mit M. Heinrich (im
Bahnhof Langendreer) - im Kulturcafé des AStA der Ruhr-Uni statt. Weitere Infos/Anforderung der Programmbroschüre
unter: critix@gmx.de.
Initiative zur Rehabilitation der Opfer des Kalten Krieges
Am Montag hat sich im Bahnhof Langendreer eine Initiative gegründet, die sich die Aufarbeitung der Repression
in Bochum während des Kalten Krieges zur Aufgabe gemacht hat. Zunächst sollen die Erinnerungen von noch
lebenden ZeitzeugInnen aufgezeichnet werden. In einem Buch soll dies zusammen mit Dokumenten und zusammenfassenden
Beiträgen veröffentlicht werden. Das nächste Treffen der Initiative findet am 1. Oktober um 19.30
Uhr im Bahnhof Langendreer statt.
In der aktuellen BSZ ist ein Interview mit dem Bochumer
Vorsitzenden der VVN/BdA, Klaus Kunold, über seine Erinnerungen, u.a. auch an seine eigene Kriminalisierung
in der damaligen Zeit, zu finden. Im Ruhr-Echo-Verlag ist das Buch "Willi Nowaks Knastnotizen" erschienen, das einen Einblick in das politische Klima der damaligen Zeit bietet.
Samstag, 8.9.: - "Köln stellt sich quer" -
Naziaufmarsch verhindern - Rassismus bekämpfen!
Für den 8.9. rufen Neonazis zum 4. Mal binnen zweieinhalb Jahren zu einem Naziaufmarsch in Köln auf.
Dieses Mal haben sie sich ein besonders infames Motto ausgedacht: "Mein Freund ist Ausländer - Solidarität
mit Gary Lauck!"
Der Amerikaner Gary Lauck ist Vorsitzender der in Deutschland verbotenen Nachfolgeorganisation der NSDAP, die sich
NSDAP/Aufbau Organisation nennt. 1996 wurde er in Deutschland zu vier Jahren Haft verurteilt wegen Volksverhetzung,
Aufstachelung zum Rassenhass und Verbreitung von NS-Propaganda.
Treffpunkt der Gegenaktionen: 10.30 Uhr, Offenbachplatz, Köln, Infos: 0221/9526359. Näheres.
Treffpunkt in Bochum: 8.00 Uhr, Infopoint Hauptbahnhof, Abfahrt 8.26
Uhr (Regionalexpress), Ankunft in Köln: 9.42 Uhr
BSZ wieder wöchentlich
Die BSZ erscheint nach der Sommerpause ab Mittwoch wieder wöchentlich. Themen der neuen Ausgabe: "Hintertür
beim Bachelor", "Bermuda-Dreieck: Kampagne gegen Drogenhilfe vorerst gescheitert", "Alle für
Opel/General Motors", "Hausarrest in Genua", "Oradour – Blicke gegen das Vergessen", "Im
Kalten Krieg im Knast". Perspektivisch: Die PDF-Datei macht deutlich,
dass es wohl auch gelungen ist, AnzeigenkundInnen in ausreichendem Umfang zu finden. Zur aktuellen Ausgabe.
Videofilmreihe des Frauenarchivs ausZeiten und der VHS:
"Fortgehen - Dableiben - Zurückkehren"
Dass sie aus ihrer gemeinsamen polnischen Heimatstadt fortgingen, war nicht ihre Entscheidung. Die sieben jungen
jüdischen Frauen, von denen der erste Film der neuen Reihe erzählt, wurden von den Nazis deportiert.
Alle sieben
überlebten das Konzentrationslager gemeinsam, danach trennten sich ihre Wege, keine kehrte nachhause zurück.
Joseph Morder, Autor und Regisseur dieses Films, wird von den anderen sechs Frauen nur durch seine Mutter gehört
haben. Dennoch ist sein Film ihnen allen gewidmet - und wird gewiss beantworten lassen, warum. "Meine sieben
Mütter" ist am Freitag, 7.9., 19.00 Uhr, im Frauenarchiv ausZeiten, Josephinenstraße 71, zu sehen.
Das weitere Programm der Reihe.
Feministische Perspektive: Den Winter zum Sommer machen!
"Die Dritte Feministische Winteruni wird allerdings erst im Sommer 2001 stattfinden", heißt es
auf der aktualisierten Web-Seite dieses erfolgreichen Projektes.
Am gestrigen Samstag sind zehn weitere Gefangene in Genua aus dem Gefängnis entlassen worden, unter ihnen
auch C. aus Bochum. Er trifft heute in Bochum ein. Näheres.
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Am Beispiel Leo Koflers
Marxismus im
Zwanzigsten Jahrhundert
Am 29.4.-1.5.2000 fand an der Ruhr-Uni-Bochum ein Kongress
der Leo-Kofler-Gesellschaft statt unter dem Motto: "Am Beispiel Leo Koflers - Marxismus und soziale Bewegung
im Zwanzigsten Jahrhundert". Die Vorträge der Tagung sind nun im Verlag "Westfälisches Dampfboot"
erschienen. Herausgeber ist Christoph Jünke. Näheres.
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Kalter Krieg in Bochum
Während des Kalten Krieges sind auch etliche Hundert BochumerInnen wegen ihrer gewerkschaftlichen oder kommunistischen
Aktivitäten - oft aber auch nur wegen eines Verdachtes - ins Gefängnis gekommen. Dieses düstere
Kapitel der Adenauer-Ära ist bisher kaum aufgearbeitet worden. Am Montag, dem 3. September, 19.30 Uhr gründet
sich im Bahnhof Langendreer eine Initiative, die in den nächsten Monaten zu diesem Thema arbeiten will. Einige
Berge von Gerichts-Akten und alten Broschüren warten darauf, gesichtet zu werden. ZeitzeugInnen sollen gesucht
und befragt werden. Wer mitarbeiten möchte und am Montag verhindert ist, melde sich bei Martin.Budich@bo-alternativ.de
oder rufe an unter 0234/26622.
Weg mit allen Abschiebeknästen!
Bundesweite Demonstration , 3. Oktober, 12 Uhr, Abschiebeknast
Büren
Aus Bochum fährt ein Bus. Abfahrt 9.30 Uhr, Hauptbahnhof. Der Fahrpreis beträgt 25 Mark. Karten müssen
nicht vorbestellt werden. Am Montag, dem 24. September, findet um 19.00 Uhr im Bahnhof Langendreer (Halle) ein
lokales Vorbereitungstreffen statt. Berichtet wird über den geplanten Ablauf der Demo und Verhaltensabsprachen
im Fall von Polizeikontrollen bei der Anreise.
Der Aufruf
und weitere Infos zur Demonstration und Infos zu Abschiebungen allgemein.
Attac
An sehr vielen Orten gründen sich zur Zeit lokale Gruppen von Attac.
Diese Organisation setzt sich mit Fragen der Globalisierung auseinander. Ihr ist durch die Proteste in Genua der
Durchbruch in den deutschen Medien gelungen. In mehreren Zusammenhängen wird auch in Bochum über die
Gründung einer Gruppe diskutiert. Als erste haben nun Serdar Yüksel, Jürgen Bargmann und Michael
Büttner zu einer Gründungsversammlung eingeladen:
"Einladung zu attac-Bochum: Samstag, 15.9.2001, 16.30 Uhr - 19.00 Uhr, Centrum Cultur, Centrumplatz 2, Bochum-Wattenscheid
Programm: - Input zur neoliberalen Globalisierung - Oliver Moldenhauer (Mitglied der Bundeskoordination von attac),
Bericht über Ziele und Aktionen von attac - Erfahrungsberichte von Genuademonstranten - Diskussion über
Ziele und Aktionen von attac-Bochum - Was sonst noch wichtig ist." Näheres über Attac.