30.4.
Im letzten Semester hatte sich an einer Rezension eines Buches zum Thema Sozialismus und Nationalismus eine kleine Debatte in der Uni-Campus-Zeitung
2313 entsponnen, die mit dem Schwerpunkt der aktuellen Ausgabe (Nr. 59) fortgesetzt wird. Außerdem im Heft: eine Rezension von "Reproduktionskonten fälschen" aus dem b-books-Verlag und ein Haufen guter Gründe, warum man auf keinen Fall in Münster studieren sollte (S. 8). Die aktuelle Ausgabe als pdf-Datei.


29.4.
Mittwoch, 09.05., Bahnhof-Langendreer, 20.00 Uhr
, Anti-Atom-Plenum:
Castor-Transporte - Reise ans Ende der Demokratie!
Mit Luise Schatz (als Demobeobachterin für das Komitee für Grundrechte und Demokratie im Wendland) und Umweltjurist Daniel Burkholz. Näheres

28.4.
n Herne gab es in der Nacht vom 27. auf den 28.04. drei Hausbesetzungen. Das
Antirassistische Zentrum Bochum unterstützt die Forderung der Herner BesetzerInnen. Eine Presseerklärung der BesetzerInnen
.
28.4.
Hintergründe über das Bermuda-Dreieck und die Verwaltung

Auf den Internetseiten "Bermuda-News" ist in der Rubrik "Fakten" ein erstaunlicher Bericht zu finden. Neben vielen Details über die Entwicklung des Bermuda-Dreiecks sind hier auch Einschätzungen der Bochumer Verwaltung zu lesen, die recht authentisch klingen. Zu der im letzten Jahr vollzogenen weitgehenden Privatisierung des Konrad-Adenauer-Platzes heißt es z.B.: "Ein Freund von Mentzen*, Herr Fiene vom Amt für Wirtschaftsförderung, die beiden haben laut Fiene die Idee für die 'Sanierung des Platzes' 2000 gehabt und ausgearbeitet, gab etwas offener zu, dass er die Leute, wie sie auf der Bühne waren, nicht in Bochum haben möchte. Er liebe diese Stadt und möchte diese 'Sub-Kultur', deren Leute in seinen Augen 'stören, krakeelen, saufen, pissen, kotzen' nicht in seiner Stadt haben. Auch sein Wunschpublikum sind über 40-jährige, die schon voll berufstätig sind und zahlungskräftig im Bermuda Dreieck vertreten sind." *Leiter des Ordnungsamtes

27.4.
Flanieren mit Flair statt Lärm und Gestank
Bündnis Umweltfreundlicher Stadtverkehr legt Vorschläge zum Autofreien Tag vor
Auch in Bochum haben jetzt die offiziellen Vorbereitungen für den 22. September, den europaweiten Autofreien Tag, begonnen. Das Bochumer Bündnis Umweltfreundlicher Stadtverkehr hat dazu Ideen entwickelt und erste Vorschläge erarbeitet. Als Kernpunkte für den 22.9. schlägt das Verkehrs-Bündnis vor:
- einladende Bedingungen des öffentlichen Verkehrs durch Taktverdichtung und Sondertarif (kostenlos, bestimmter Gegenstand als Fahrkarte o.ä.)
- Attraktivierung der Einkaufsmöglichkeiten durch besondere Angebote des Handels wie etwa geschäftsübergreifenden Lieferservice
- erhöhte Aufenthaltsqualität in der Innenstadt durch Vorbehalten des Innenstadt-Kerns innerhalb des Innenringes für den Umweltverbund aus Bahn und Bus, Fahrrad und zu Fuß.
Näheres

26.4.
Auf den Spuren des Ruhrkampfes

Sonntag, 6. Mai, 10.00 Uhr, Springerplatz: Fahrradtour: Auf den Spuren des Ruhrkampfes 1920 - Die vergessene Revolution
Im März 1920 erhoben sich ArbeiterInnen im gesamten Ruhrgebiet gegen den "Kapp-Putsch" in Berlin. Der Aufstand wurde nach ca. einem Monat niedergeschlagen. Auf der Tour werden Gedenkstätten besucht und über die - weitgehend in Vergessenheit geratenen - Hintergründe und den Verlauf des Ruhrkampfes berichtet.
Näheres


25.4.
Mittwoch, 2. Mai, 20.00 Uhr, Bahnhof Langendreer
http://www.bo-alternativ.de - eine Konzeptdiskussion
Seit Herbst 1999 bietet www.bo-alternativ.de verschiedenen Gruppen und Initiativen in Bochum die Möglichkeit, sich kostenlos im Internet zu präsentieren. Darüber hinaus wird hier auf interessante andere Seiten verwiesen und über Termine in Bochum informiert. Durch die Veröffentlichung von Nachrichten, Dokumenten und Kommentaren ist hier nach und nach ein Stück Gegenöffentlichkeit entstanden. Es gibt allerdings keine vergleichbaren lokalen und nicht-kommerziellen Internet-Seiten, von denen Erfahrungen übernommen werden könnten.
Was bisher fehlt, ist eine konzeptionelle und öffentliche Diskussion über das Projekt. Sie soll bewusst außerhalb des "Netzes" im direkten Gespräch begonnen werden. Schließlich grenzt das Internet auch eine ganze Reihe von Leuten aus. MigrantInnen sind unter den NutzerInnen z. B. deutlich unterrepräsentiert.
Auf dem Treffen soll grundsätzlich über die Konzeption von www.bo-alternativ.de diskutiert und über eine Weiterentwicklung des Projektes nachgedacht werden.
24.4.
Castor-Protest im Ruhrgebiet

Den Anti-AKW-Gruppen aus dem Ruhrgebiet und dem Bergischen Land gelang am Dienstagabend eine kleine Aktion im Duisburger Hauptbahnhof. Etwa 40 Leute lehnten sich an einen eingefahrenen ICE, so dass er 15 Minuten nicht weiterfahren konnte. Im Zug wurden Flugblätter verteilt, und über Megafon wurde auf die Beteiligung der Bundesbahn bei den Castor-Transporten hingewiesen. Die Aktion sollte den Protest gegen den Atommülltransport von Neckarwestheim nach Sellafield unterstützen. Das Bochumer Anti - Atom - Plenum will auch bei etwaigen weiteren Atommülltransporten solche Aktionen mittragen.
24.4.
Die
Arbeitsloseninitiative Werkschlag hat die Termine ihrer Treffen geändert. Das nächste Treffen ist am Donnerstag, dem 26. April, um 10.00 Uhr im Büro des Industrie- u. Sozialpfarramtes, Wittener Str. 242.

24.4.
Mandragora hat kein Hausrecht auf dem Konrad Adenauer Platz

In der Auseinandersetzung um die Privatisierung des Konrad - Adenauer - Platzes gibt es etwas Bewegung. Im vergangenen Jahr hatte das Ordnungsamt der Stadt Bochum ein Schreiben verfasst, in dem mitgeteilt wurde, dass die Kneipe auf dem gesamten Platz das Hausrecht habe. Dieses Schreiben wurde wie eine Speisekarte in Plastikfolie eingeschweißt und allen präsentiert, die vertrieben werden sollten. Die Bochumer Justiz hatte diese Regelung nicht akzeptiert. Anzeigen wegen Hausfriedensbruchs, die die Geschäftsführung gegen missliebige Gäste gestellt hatte, wurden nicht verfolgt.
In der WAZ ist heute zu lesen: "Dr. Hanspeter Knirsch, Ordnungsdezernent der Stadt, wies gestern darauf hin, dass es sich bei dem Konrad-Adenauer-Platz nicht um eine Vermietung, sondern um eine Sondernutzungsgenehmigung handelt: Der Inhaber dieser Genehmigung habe kein Hausrecht, er dürfe jedoch z.B. bei Ruhestörung zivilrechtliche Ansprüche geltend machen: eine Klage auf Unterlassung oder Schadenersatz für entgangenen Gewinn."


24.4.
Protestwoche

Zur Protestwoche an den Hochschulen und insbesondere der landesweiten Demonstration in Düsseldorf am Donnerstag, 26.April, bringt die Uni-Campus-Zeitung
2313 einen ausführlichen Artikel, u.a. mit einem Schwerpunkt auf der Situation an den Gesamthochschulen. Außerdem lesenswert: eine Rezension der neuen CD von Funny van Dannen. Die gesamte 2313 als pdf-Datei

23.4.

Demonstration am Montag, 30.4. 18.00 Uhr Bochum Hauptbahnhof:
„Stühle raus!“ Die Biergärten sind auf- Wir sagen: Grenzen auf - der Tanz zwischen den Stühlen beginnt! Freiraum für alle - außer für FaschistInnen und RassistInnen! Her mit dem Antirassistischen Zentrum!


21.4.
Mittwoch, 25. April, 19.30 Uhr Bahnhof Langendreer

Bittere Bilanz des „Friedens“ in Kurdistan
Zur aktuellen Situation in Kurdistan und den „Turbulenzen” in der PKK


21.4.
Dienstag, 24.04.: Castor-Alarm

Am 24. April soll der nächste Atommülltransport von Neckarwestheim nach Sellafield rollen. Fanden solche Transporte bislang häufig unter Ausschluß der Öffentlichkeit statt, so haben vor 14 Tagen AtomkraftgegnerInnen gemeinsam in Deutschland und in Frankreich bei einem WAA-Transport nach La Hague an vielen Orten entlang der Strecke erfolgreich gestört und ein (mit mehr als 6000 PolizistInnen) enormes Polizeiaufgebot notwendig gemacht.
Das Bochumer Anti-Atomplenum ruft auf:
Unsere Polizei bleibt hier! Demonstration am Schreibtisch der Atomindustrie!
Dienstag, 24. April, 18.00 Uhr - Essen Hbf - Ausgang Kettwiger Straße, Willy-Brandt-Platz
näheres

20.4.
Pünktlich zur ersten von einer Reihe von Demonstrationen im Bermuda-Dreieck ist am Samstag eine neue Webseite ins Netz gegangen:
http://www.setzdichlieber.de. Hier sind Hintergründe zu den Auseinandersetzungen im Bermuda - Dreieck zu finden.

20.4.
Letzte Fahrrad-Samstagsdemo endet kämpferisch

Samstag 11.30 Uhr: Nach tagelangem Regen bricht der Himmel auf. Im strahlenden Sonnenschein startet die 36. Fahrraddemo. Die Stimmung ist gut. Eine Band, ein paar Flaschen Sekt und O-Saft erwarten die Teilnehmenden abschließend auf der Massenbergstraße zu einer kleinen Feier. Der WDR macht noch ein paar Interviews und bittet dann einige TeilnehmerInnen zu Aufnahmen in der Hernerstraße mitzukommen, wo schließlich ein Radstreifen erfolgreich durchgesetzt wurde. Auf der Rückkehr fahren die Fernsehstars über die Brückstraße. Dort parkt eine Autofahrerin mit ihrem PKW ziemlich dreist auf dem Radweg. Die Auseinandersetzung spitzt sich zu, als sie sich weigert, den Radweg zu räumen. Sie fühlt sich genötigt und ruft die Polizei. Personalien wurden aufgenommen.

20.4.
Radio BonteKoe
hat seine Webseiten aktualisiert. Nächstes Konzert ist am Donnerstag, 26. 4., mit Pridigarji.

20.4.
PDS-Landesparteitag in Bochum

Am 5. und 6. Mai findet der Landesparteitag der PDS NRW in der Bochumer Heinrich-Böll-Gesamtschule statt.Die Veranstaltung ist öffentlich. Allerdings sind große Teile des Parteitags von Gremienwahlen und Satzungsanträgen geprägt. Interessant scheinen vor allem zwei Punkte: Am Samstag gegen 13 Uhr wird sich die PDS mit der Privatisierung öffentlicher Unternehmen und der Vergabe öffentlicher Aufträge in NRW beschäftigen. Dazu wird auch Gabi Schmidt, stellvertretende Vorsitzende des ÖTV-Bezirks NW II sprechen. Am Sonntag gegen 12.30 Uhr referiert die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Vereinten Europäischen Linken / Nordisch Grüne Linke im europäischen Parlament, Sylivia-Yvonne Kaufmann, zum Thema 'Grundrechte in Europa ausbauen'.


20.4.
Wem gehört die Stadt?

Der Konflikt um die Privatisierung von öffentlichem Raum in Bochum wird in diesem Sommer offensichtlich eskalieren. Zentrum der Auseinandersetzung ist der Konrad - Adenauer - Platz und die Kneipe Mandragora. Hier war die Stadt Bochum im vergangenen Jahr so weit gegangen, den gesamten Platz und selbst den dortigen öffentlichen Brunnen der Kneipe zu überlassen. Von der Kneipe bezahlte uniformierte AufpasserInnen (Security-Leute) sorgen dafür, dass Menschen, die dort einfach nur sitzen wollen und z. B. keine Großstadtpreise für ihr Bier bezahlen wollen, vertrieben werden (s.a. Meldungen vom
24.6.00, 2.9.00 und 29.9.00).
Am Samstag hatte Wolfgang Wendland bereits die erste von mehreren samstäglichen
Demonstrationen auf dem Konrad - Adenauer - Platz organisiert. Es folgt am 30.4. eine auch überregional beachtete Demonstration im Bermuda-Dreieck unter dem Motto: "Zwischen den Stühlen tanzen!". Ab dem 4. Mai findet an jedem Freitagabend im Sommer von unterschiedlichen Bochumer Initiativen eine Kundgebung gegen die Privatisierung der Innenstadt statt. Die Stadt Bochum setzt in dieser Auseinandersetzung auf Eskalation. Sie hat angekündigt, dass auch weitere Teile des Husemannplatzes durch mindestens zwei weitere Betriebe (Cafés) privatisiert werden sollen.
Beim Konrad - Adenauer - Platz hat die Stadt Bochum allerdings juristisch eine Niederlage einstecken müssen. Die Übertragung des Hausrechtes auf dem Platz an die Kneipe wurde juristisch gekippt. Die Anzeigen der Geschäftsführung des Mandragoras gegen missliebige Gäste wegen Hausfriedensbruches scheiterten bereits bei der Staatsanwaltschaft. Die uniformierten AufpasserInnen des Mandragoras werden in diesem Jahr wohl kaum mit einem Brief des Ordnungsamtes herumlaufen können, dass der Kneipenbesitzer das Hausrecht auf dem Platz hat.

20.4.
Politischer Uni-Schnupper-Kurs

Die Linke Liste an der Ruhr-Uni stellt sich vor: Am Dienstag, 24. April, will sie neben den üblichen laufenden Geschäften ausführlich sich und ihre Arbeit vorstellen. Das Treffen beginnt um 18.15 Uhr in GA 04/711.
Näheres

19.4.

Aktionen: "Stoppt das Bildungsmassaker!"
In der nächsten Woche finden landesweit Aktionstage an den Hochschulen gegen die
Auswirkungen des "Expertenratsberichts" statt. Es geht hierbei um massive Streichungen von Kapazitäten an den Unis. An der Ruhr-Uni wird am Montag an einem Infotisch auf der Uni-Brücke und um 16.00 Uhr auf einer Informationsveranstaltung über die Auswirkungen für die Bochumer Uni informiert. Ort ist das AusländerInnenzentrum im StudentInnenhaus, hinter dem Kulturcafé.
Donnerstag findet eine landesweite Demo in Düsseldorf statt.
Treffpunkt für Bochum ist um 11.15 Uhr am Info-Point im Hbf., um mit dem NRW-Express 11.26 Uhr nach Düsseldorf zu fahren.
Demo-Aufruf, Hintergrund


18.4.
Dienstag, 24.4., 19.00 Uhr, Bahnhof Langendreer:

Die Neue Sozialdemokratie und ihr „aktivierender“ Sozialstaat
Entsorgung der sozialen Gerechtigkeit gegen soziale BürgerInnen-Rechte?

Mit Referenten der Gruppe Blauer Montag, Hamburg
Vor allem auch mittels Einbindung der Gewerkschaftsspitzen und vieler früherer Sozial-KritikerInnen, hat der Angriff der „Neuen Mitte“ auf Sozialstandards und Verteilungsverhältnisse schon jetzt Ergebnisse erzielt, von denen die frühere konservativ-neoliberale Regierung nur träumen konnte. (So finanzieren die Rentenkürzungen umgerechnet etwa zu einem Drittel die Steuergeschenke an das große Kapital.) Jetzt droht Rot-Grün, die nächsten sozialpolitischen Umbau-Vorhaben in die Tat umzusetzen ...
Näheres


17.4.
Titelbild der neuen 2313

2313: Zehn Gramm sind Eigenbedarf
Pünktlich zum Vorlesungsbeginn erscheint heute eine neue Ausgabe der Uni - Campus - Zeitung
2313. Den Schwerpunkt der Ausgabe bildet ein Beitrag zur Einstimmung auf das Seminar am kommenden Wochenende "Kritische Theorie und Psychoanalyse- Studien zum autoritären Charakter". Hierzu auch das Titelbild (links). Im Praxisteil wird dokumentiert, wie viel Gramm Cannabis in welchem Bundesland als Eigenbedarf gelten (NRW 10 g). Vielleicht wurde der Praxisteil während der Erstellung des Blattes noch konkreter. Eine Überschrift der 2313 endet ganz lustig: "Verfahrene Situation bei Bachelor-Einführung in der G-Reihe der Ruhr-Unhi". Die neue 2313 als PDF-Datei


17.4.

"Anwalt ohne Recht - Schicksale jüdischer Rechtsanwälte in Deutschland nach 1933"
Die Wanderausstellung basiert auf der Ausstellung "Anwalt ohne Recht - Das Schicksal jüdischer Rechtsanwälte in Berlin nach 1933". Die Berliner Ausstellung wurde anschließend überarbeitet und um überregionale Aspekte erweitert. Vom 27.4. - 30.5. ist sie nun in den Bochumer Gerichtsgebäuden am Husemannplatz zu sehen.
Näheres zur Ausstellung


16.4.
Letzte samstägliche Raddemo vor BO-CYCLE

Am Samstag, 21.4., startet die 36. monatliche Fahrraddemo in Bochum. 36 Monate = 3 Jahre.
Das Bündnis Umweltfreundlicher Stadtverkehr wird dieses Ereignis feiern. Die Radtour beginnt wie immer um 11.30 Uhr vor dem Hauptbahnhof. Nach der Fahrt gibt es Straßen-Jazz, Sekt, O-Saft und Informationen auf der Massenbergstraße Höhe Sparkasse.
Wahrscheinlich ist dies auch vorläufig die letzte samstägliche Raddemo. Ab Mai geht es dann immer freitagabends durch die City unter dem Motto: BO-CYCLE.
Ein Bericht der Ruhr-Nachrichten

15.4
Räume statt Räumungen

In einer Resolution erinnern etliche Gruppen, Einrichtungen und Persönlichkeiten daran, dass SPD und Grüne am Tag der gewaltsamen Räumung des Antirassistischen Zentrums (6.12.00) festgestellt haben, dass "
es sowohl für ein `Antirassistisches Zentrum' als auch für zahlreiche Organisationen und Initiativen Raumbedarf gibt". In der Resolution heißt es: "Mehr als ein Vierteljahr später muss festgestellt werden, dass diese Aufforderung offensichtlich nicht sonderlich ernst gemeint war... Stellungnahmen der Verwaltung erweckten den Eindruck, dass Politik und Öffentlichkeit eher getäuscht als informiert werden sollten... Wir fordern Taten: Bochum braucht ein 'Antirassistisches Zentrum' und Raum für viele Initiativen!"
Die Resolution im Wortlaut - Die UnterstützerInnen - Druckvorlagen der Resolution - Kontakt

15.4.
Ostermarsch in Bochum
Ziemlich nass und durchgefroren kamen Sonntagnachmittag ca. 70 "OstermarschiererInnen" per Fahrrad im Bahnhof Langendreer an. Hier gesellten sich noch etliche ZuhörerInnen dazu, die sich diese Tour bei dem Wetter nicht antuen wollten. Reiner Braun informierte über die neuen militärischen Weltraumpläne der USA. Er äußerte die Befürchtung, dass von vielen unterschätzt wird, welche Folgen der Politikwechsel unter dem neuen amerikanischen Präsidenten hat. Braun beschrieb, welcher Militarisierungsschub nun in der internationalen Politik droht.
Am Montag findet zunächst um 10.00 Uhr in der ev. Kirche in Werne der traditionelle Friedensgottesdienst statt. Um 11.00 Uhr gibt es eine kurze Auftaktkundgebung mit Annemarie Grajetzky (Frauen für den Frieden in der ev. Kirche), Wolfgang Dominik (VVN/BdA) und Felix Oekentrop (DFG-VK NRW). Anschließend setzt sich der Ostermarsch zur Schlussetappe nach Dortmund in Bewegung. Gegen 14.00 Uhr wird er mit einem Friedensfest im Fritz-Henßler-Haus beendet.
Näheres

14.4.
Alles Wichtige zur Demonstration am 30.4. im Bermuda-Dreieck steht unter
http://www.bo-alternativ.de/30-4
"Die Gastwirte des 'Initiativkreis Bermuda-Dreieck' wollen noch in dieser Woche in einer Sondersitzung
beraten, wie das Problem der immer präsenter werdenden rechten Szene in dem Kneipenviertel zu lösen ist. Das
kündigte gestern ein Sprecher der Gastwirte, Dirk Steinbrecher, auf Anfrage der WAZ an. Wie berichtet, war es am
Freitag - wie schon in den Wochen zuvor - erneut zu Unruhen vor allem in der Brüderstraße gekommen. In dem dort
ansässigen Lokal 'Seck´s' verkehren nach Beobachtungen der Polizei und der alternativen Szene viele Rechtsradikale und deren Sympathisanten, die im Bermuda-Dreieck Stunk machen, vor allem gegen Ausländer. Teilweise ist es zu gewalttätigen Übergriffen gekommen." berichtete die WAZ am 18. Juli 2000. Passiert ist seit dem nichts. Die Kneipen-Besitzer sind einfach nicht bereit, gegen die Nazis und die sie duldenden Kollegen aktiv zu werden. Für den Sommer dieses Jahres ist deshalb eine Serie von Aktivitäten im Bermuda-Dreieck vorgesehen.

14.4.

Am Mittwoch, dem 18.4., startet um 19.30 Uhr im Frauengesundheitszentrum, Alte Bahnhofstr. 40, eine Reihe zum Thema: "Frauengesundheit und Migration".
Sergülay Citlak: Welche Sprache spricht mein Schmerz?
Agrilarim bana ne anlatiyor?
Die Veranstaltung befasst sich mit dem kulturell unterschiedlichen Umgang mit psychischen Problemen. Als Beispiel sollen die bei MigrantInnen aus der Türkei häufig auftretenden psycho - somatischen Störungen betrachtet werden. TürkVe ceviri yapilaVaktir.

FrauenGesundheit und Migration


13.4.
Parken auf dem Tunnel?

Mitten in den FußgängerInnenzonen von Bochum gibt es zur Zeit kaum leerstehende Geschäfte. Fast in allen Bereichen, die von Autos belästigt werden, gibt es dagegen Probleme. Die Geschäftsleute in Bochum und ihre Organisationen wollen dies aber nicht wahrnehmen. Völlig ideologisiert fordern sie die Förderung des Individualverkehrs. Sie gehen jetzt sogar so weit, die eingeleitete Maßnahme zur Entfernung der Autos auf der Massenberg Straße in Frage zustellen. "... beim kostenlosen Parken auf dem Tunnel endete (zunächst) die Gemeinsamkeit. Das sollte im Beirat des Stadtmarketing diskutiert werden, damit auch der Handel beteiligt werde." berichten die Ruhr Nachrichten über eine Initiative der CDU in einer Ausschuss-Sitzung des Rates. Der Tunnel unter der Massenberg Straße war mit der Begründung gebaut worden, dass die wegfallenden Parkplätze auf der Massenberg Straße ersetzt werden müßten. Insbesondere für die Grünen könnte es peinlich werden, wenn ihre Zustimmung zu einer weiteren U-Bahnlinie nun noch davon begleitet werden würde, dass freiwerdender Raum von Autos genutzt wird.

12.4.

"Für die Aufrechterhaltung der Benutzung öffentlicher Plätze durch die Öffentlichkeit, gegen eine Exklusivnutzung öffentlicher Plätze durch Einzelne aus dem Motiv des Gewinnstrebens heraus. Gegen eine Vergabe einer Sondernutzungserlaubnis für den Konrad-Adenauer-Platz durch die Stadt Bochum im Jahr 2001!" oder kurz:
Kundgebung gegen die Nutzung des Konrad-Adenauer-Platzes durch anliegende Gastronomiebetriebe - Sonnabend, 21. 4. 2001, 17.00 Uhr, Bochum, Konrad-Adenauer-Platz
Unter diesem Motto haben Wolfgang Wendland und der "Arbeitskreis Sicherheit und Ordnung (ASO)" eine Demonstration angemeldet. Näheres


11.4.
Nachsitzen bei der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)
Die im Februar geplatzte Jahreshauptversammlung der GEW (siehe Berichte vom 16.2. und 7.3) wird am 10. Mai fortgesetzt. Der GEW-Vorstand war im Februar kritisiert worden, weil er ein äußerst peinliches Auftreten einer GEW - Liste bei der Wahl zum Studierenden-Parlament unterstützt hatte. Die Versammlung im Februar wurde mit der Aufforderung an den Vorstand vertagt, noch vor den Osterferien zu einer neuen Sitzung einzuladen und alle Mitglieder über die Vorgänge an der Uni aufzuklären. Der GEW-Vorstand hat sich ohne Entschuldigung gegenüber den Mitgliedern hierüber hinweggesetzt. Die Einladung erfolgte nun zu Beginn der Osterferien und geht damit bei vielen LehrerInnen in der Urlaubspost unter. Informationen über die Auseinandersetzung wurden nicht geliefert. Die vorliegenden Anträge zum Thema wurden auf die Rückseite eines beigelegten Flugblattes gedruckt, ohne in der Einladung erwähnt zu werden.

10.4
Autofreier Tag: Mit Opel und Aral

Auf Anregung des Agendaprozesses hat der Rat der Stadt Bochum im letzten Jahr beschlossen, dass sich Bochum an der europaweiten Kampagne für einen autofreien Tag beteiligt. Der Oberbürgermeister und seine Verwaltung haben es ziemlich erfolgreich geschafft, dies zu hintertreiben. Die Sache wurde zum Flopp. In diesem Jahr wurde der Entscheidungsprozess an den Agenda-Beirat delegiert. Die vorbereitende Agenda - Programm - Gruppe wurde von der Verwaltung recht eindrucksvoll auf Linie gebracht. Der autofreie Tag soll in diesem Jahr nur noch auf dem Husemannplatz und in der FußgängerInnenzone - u.a. mit Präsentationen von Opel und Aral - stattfinden. Er soll auch nicht mehr autofrei heißen und nicht mehr mit der europaweiten Kampagne verbunden sein.
Ein neues bo-alternativ-
special dokumentiert Meldungen zu dem Thema.

9.4.
Parken auf dem Tunnel?

Mitten in den FußgängerInnenzonen von Bochum gibt es zur Zeit kaum leerstehende Geschäfte. Fast in allen Bereichen, die von Autos belästigt werden, gibt es dagegen Probleme. Die Geschäftsleute in Bochum und ihre Organisationen wollen dies aber nicht wahrnehmen. Völlig ideologisiert fordern sie die Förderung des Individualverkehrs. Sie gehen jetzt sogar so weit, die eingeleitete Maßnahme zur Entfernung der Autos auf der Massenberg Straße in Frage zustellen. "... beim kostenlosen Parken auf dem Tunnel endete (zunächst) die Gemeinsamkeit. Das sollte im Beirat des Stadtmarketing diskutiert werden, damit auch der Handel beteiligt werde." berichten die Ruhr Nachrichten über eine Initiative der CDU in einer Ausschuss-Sitzung des Rates. Der Tunnel unter der Massenberg Straße war mit der Begründung gebaut worden, dass die wegfallenden Parkplätze auf der Massenberg Straße ersetzt werden müßten. Insbesondere für die Grünen könnte es peinlich werden, wenn ihre Zustimmung zu einer weiteren U-Bahnlinie nun noch davon begleitet werden würde, dass freiwerdender Raum von Autos genutzt wird.

8.4.
Polizei und Stadt sind sich offensichtlich noch nicht im Klaren darüber, wie sie mit mehreren Anmeldungen für Demonstrationen auf dem Konrad-Adenauer-Platz umgehen sollen. Recht wahrscheinlich wird das Grundrecht auf Demonstrationsfreiheit vor Gericht einen höheren Stellenwert haben als das kommerzielle Interesse der Kneipenbesitzer. Für die erste Demonstration am 21.4. (siehe unten), die im Oktober 2000 angemeldet wurde, gibt es noch keine Anmeldebestätigung.

7.4.
Die Grüne Ratsfraktion hat jetzt einen e-mail-Verteiler eingerichtet, über den sie ihre aktuellen Veröffentlichungen verbreitet. Bestellbar bei:
MPiegeler@Bochum.de

6.4
Die Plakate und Flugblätter für die
Demo am 30.4. sind fertig. Sie werden am Montag beim Anitfa-Plenum verteilt. Leute, die Lust haben, zu plakatieren oder Flugblätter zu verteilen, können diese dort abholen. Außerdem wird während des Plenums die Demonstration weiter besprochen. Montag, 9. April, 19.30 Uhr, Bahnhof Langendreer

5.4.
Umweltfreundlicher Stadtverkehr in Gelsenkirchen: Zu diesem Thema trifft sich der
VCD Kreisverband Bochum und Gelsenkirchen vor Ort und lädt seine Mitglieder – insbesondere die Gelsenkirchener – sowie alle Interessierten am 9.April, 19.30 Uhr, in die Gaststätte Haus Löken, Stolzestraße 3, ein (fünf Minuten zu Fuß vom Hauptbahnhof entfernt oder mit der Linie 302 bis Haltestelle Rheinelbestraße).
3.4.

Kein (Atom)Müll in Nachbars Garten!
Castoralarm für Süddeutschland

"Schon wenige Tage nachdem der Castortransport von La Hague nach Gorleben durchgeprügelt wurde, entlarvt sich das Geschwätz von Trittin und anderen PolitikerInnen über unsere nationale Verantwortung für unseren Atommüll als leere Phrase. Mindestens 42 Castorbehälter sollen allein in diesem Jahr ins Ausland verschoben werden. Bereits am 10. April werden aus 3 AKWs (Philippsburg, Biblis, Grafenrheinfeld) Castorbehälter nach Frankreich transportiert," heißt es im Aufruf des Bochumer Anti-AKW-Plenums.

Für alle, die hier bleiben: Ruhrgebietsaktion in Essen, Dienstag, 10. April, Hauptbahnhof - Willy - Brandt - Platz! Ab 16:30 Uhr Treffen und Kundgebung, ab 17:30 Uhr Demo.

2.4.

(Kar-)Donnerstag, 12. April, 20 Uhr, Wageni, gegenüber Kulturzentrum Bhf. Langendreer
MONODREAM  &
ODRADEK
Eines der interessanteren soziokulturellen & politischen Projekte in Bochum ist RadioBonteKoe. Die MacherInnen präsentieren monatlich eine eigene Radiosendung (nächste Sendung am Montag, dem 23.4., 19.04 Uhr, Frequenz von RADIO 98,5 Bochum), organisieren bemerkenswerte Konzerte zu niedrigsten Eintrittspreisen und mischen sich in politische Auseinandersetzungen ein.
Für Kardonnerstag laden sie zu einem Konzert mit zwei ungarischen Bands. Über Monodream schreiben sie: "Als quasi Nachfolgeband der legendären TROTTEL blicken sie auf eine siebzehnjährige Bandgeschichte zurück. Unvergessen sind ihre mindestens 15 Auftritte in Bochum." "Eine Frau (Bild) mit ihrer Stimme und ihrer Violine. Männer mit ihren Trommeln, Rhythmusgruppen, Keybords, Maschinen und Gitarren ..."
Näheres


1.4.
Wahlkampfauftakt 2004

Die
Bochumer PDS hat ihre Kandidatur für die nächste Kommunalwahl angekündigt. Da es bei der Kommunalwahl keine 5-Prozent-Hürde mehr gibt (selbst die FDP ist im Rat vertreten), hat die PDS gute Chancen, wie in den Nachbarstädten Mandate zu erringen. Ihre Ankündigung verbindet sie mit einer Kritik am beschlossenen Doppelhaushalt der Stadt. Näheres

ARCHIV DER ALTEN NEUIGKEITEN