Gedenken der Opfer von Terror und Krieg

In der Woche der Terrorangriffe auf Ziele und Menschen in den USA wurde zweimal -deutschland- und EU-weit - mit Gedenkminuten um die Opfer der Terroranschläge getrauert.
Dies war gut so.

Derzeit wird von den USA mit Unterstützung der NATO ein großangelegter Krieg von langer Dauer - "der erste Krieg des 21. Jahrhunderts", so US-Präsident Bush - gegen die Terroristen und deren Hintermänner vorbereitet. In Afghanistan sind jetzt schon zehntausende von Menschen aus Angst vor Bombardierungen und Kriegshandlungen durch die USA und die NATO auf der Flucht.

Auch Krieg ist Terror, schon die Drohung mit Krieg.

Nach aller Erfahrung werden diese Flüchtlingsbewegungen enorm zunehmen, wenn die USA mit den Kriegshandlungen beginnen. Wie in jedem Krieg werden ungezählte Zivilisten Opfer durch Tod, Verstümmelung, Flucht und Vertreibung werden.

Darum schlagen wir vor, dass am Tage des Beginns der offenen Kriegshandlungen, spätestens am Tage danach,
in den Schulen und öffentlichen Einrichtungen um 12.00 Uhr drei Minuten aller Opfer dieses Krieges gedacht wird.

Eckhard Stratmann-Mertens
Martin Hubbig, beide Lehrer an der Albert-Einstein-Schule Bochum
23.9.01