Archiv für das Jahr: 2019


Nur ein „Nazi-Kiez“?

Das Antifa-Café lädt am Mittwoch, den 22. Mai um 19 Uhr im Sozialen Zentrum zu einem Vortrag über  Perspektiven auf Engagement gegen Rechtsextremismus in Dortmund-Dorstfeld: Der Dortmunder Stadtteil Dorstfeld gilt als eine Hochburg des organisierten Rechtsextremismus. Nicht zu Unrecht: Schon seit Jahren haben sich dort Neonazis niedergelassen, beanspruchen Straßenzüge für sich und versuchen mittels einer Strategie des Raumkampfes die Deutungshoheit über den Stadtteil zu erlangen. Doch auch wenn sich rechtsextreme Strukturen hier verfestigt haben, so ist Dorstfeld in der Realität kein ‚Nazi-Kiez‘, wie die Neonazis immer wieder behaupten. Denn auf der anderen Seite existieren auch unterschiedliche Aktivitäten gegen Rechtsextremismus im Stadtteil. (mehr …)


Bildungssystem in Mali & Deutschland

Die Aktion pro Afrika lädt am Dienstag, den 21. Mai um 19:30 Uhr im Bahnhof Langendreer zu einer Veranstaltung ein mit dem Titel: „Bildungssystem in Mali & Deutschland – ein Vergleich“:» Momo Sissocko ging in Mali zur Schule und arbeitet heute als Lehrer in Deutschland. Er kennt beide Bildungssysteme und wird in seinem Vortrag aufzeigen, welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede es gibt, welche kulturell bedingt sind, was koloniale Wurzeln hat und was auf die sehr unterschiedlichen ökonomischen Verhältnisse zurückzuführen ist.«


Initiative stellt erste Forderungen

Am vergangenen Dienstag fand die erste Vollversammlung der Radwende Bochum statt, einer Vereinigung verschiedener alternativer Verkehrs- und Umweltschutzinitiativen und interessierter Einzelpersonen. Die Initiative möchte den Wandel Bochums zu einer lebenswerten, umwelt- und klimagerechten Stadt vorantreiben und schreibt: »Die dazu wirksamsten Maßnahmen stellten die Teilnehmer*innen gleich in der ersten Konferenz fest. Bis fast auf den letzten Platz besetzt war in der vergangenen Woche das botopia an der Alleestraße. Über 40 Teilnehmer*innen diskutierten in der ersten Vollversammlung am 7. Mai die Radwende Bochum. Unter diesem Namen haben sich Aktive von verschiedenen verkehrs- und umweltpolitischen Gruppen zusammengeschlossen und nach einigen Wochen Vorbereitung ins Botopia eingeladen. Die Liste reicht von ADFC und attac über BUND, Greenpeace, Nabu, Naturfreunde, Stadt für alle bis zu urbanRadeling (Critical Mass), VCD und velotopia. (mehr …)


Polizeiübergriffe & Informationsfreiheitsgesetz

Am Montag, den 20. Mai haben die beiden Polizeiübergriffe vom 1. Mai und 19. Juni 2016 ein juristisches Nachspiel vor dem Verwaltungsgericht in Gelsenkirchen. Die Polizei hatte bei einer Großdemonstration gegen einen NPD Aufmarsch am 1. Mai in Bochum mehrere Hundert Menschen über länger als 6 Stunden eingekesselt, festgehalten und etliche Strafanzeigen erstattet. Am 19. Juni gab es einen besonders brutalen Übergriff der Polizei in eine völlig friedliche Demonstration, die sich gegen den Auftritt einer rechten Politsekte (DASKUT) wandte. Näheres. Ein Vierteljahr später hat eine Bochumer Bürgerin einen Antrag auf Übermittlung von Informationen nach dem Informationsfreiheitsgesetz (IFG) NRW gestellt. Sie wollte u. a. wissen, wie viele Personalienfeststellungen durchgeführt, wie viele Ermittlungsverfahren eingeleitet wurden und wie viele davon zur Anklageerhebung führten. Die Polizei hat eine Beantwortung der Fragen mit der Begründung abgelehnt, dass sie über diesen Überblick nicht verfügt und ihn nur mit einem übermäßig großen Aufwand – jede Akte müsste in die Hand genommen werden –  herstellen könnte. Das Verwaltungsgericht muss nun entschieden, ob die Polizei wirklich diese Informationen verweigern darf.


60 Jahre cubanische Revolution

Die Humanitäre Cuba Hilfe (HCH), die sich seit fast 25 Jahren in Kuba und in den letzten Jahren auch in Mali mit medizinischen, kulturellen und Bildungsprojekten engagiert, lädt am Samstag, den 18. Mai im Theater Thealozzi, Pestalozzistraße 21, zu einer Konferenz zum 60-sten Jubiläum der kubanischen Revolution ein: Die Tagung wird von unserer Dachorganisation, dem Netzwerk Cuba e.V., dem bundesweit 37 Mitgliedsgruppen angehören veranstaltet. Wir, die HCH, richten die Veranstaltung als Mitgliedsorganisation hier in Bochum lokal aus. Anwesend werden der kubanische Botschafter und weitere Gäste aus Kuba sein. Außerdem sind Einladungen an alle in Deutschland lebenden ca. 8000 Kubaner*innen ergangen. Schwerpunkte der Veranstaltung werden Workshops sein, in denen Themen wie Frieden, internationale Solidarität, soziale Menschenrechte, Umwelt, Klima, globale Herausforderungen und Demokratie, Partizipation, Verfassung diskutiert werden. (mehr …)


50 Jahre Amnesty Bochum

Anlässlich ihres fünfzigjährigen Bestehens laden die Bochumer Gruppen von Amnesty International für Dienstag, den 21. Mai zu einem Jubiläumsabend ins Kunstmuseum Bochum ein. Die Veranstaltung beginnt um 18:30 Uhr mit einer Podiumsdiskussion, bei der neben Bochumer Amnesty-Mitgliedern aller Generationen auch Amnesty-Generalsekretär Markus Beeko zu Gast ist. Moderiert wird die Veranstaltung unter der Fragestellung „Was bringt der Einsatz für die Menschenrechte“ vom Bochumer Gründungsmitglied Klaus Pokatzky. Im Anschluss sorgen die Jazz-Professorin und klassische Pianistin Ilse Storb und Bariton-Saxophonist Jürgen Koch für die musikalische Gestaltung des Abends. Darüber hinaus wird eine kleine Ausstellung aus fünfzig Jahren Menschenrechtsarbeit in Bochum gezeigt. Der Eintritt ist frei. (mehr …)


Ist Elektromobilität die Alternative?

Am Donnerstag, den 16. 5. laden die  NaturFreunde Langendreer um – 19: 30h Treffpunkt: in ihr Zentrum, Alte Bahnhofstr. 175 zu einer Veranstaltung über Elektromobilität ein: »Wenn E-Autos mit Strom laufen, der durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe ge- neriert wurde, bringen sie kaum eine Erleichterung fürs Klima. Und dennoch werden sie von der Politik als scheinbar einzige Alternative propagiert. Die Frage: Wie umweltfreundlich E-Autos wirklich sind, wird in diesen Szenarien kaum gestellt. Dabei müssten die Ökokosten der Herstellung ebenfalls in eine Bewertung der Umweltverträglichkeit einfließen. Denn allein der Blick darauf, dass Elektroautos im Gebrauch keine klimaschädlichen Treibhausgase und giftigen Stickoxide ausstoßen, ist unzureichend. (mehr …)


Kleine Germanen


Am Freitag, den 17.5. um 19 Uhr und Samstag, den 18.5. um 17:00 Uhr zeigen das endstation.kimo den Dokumentarfilm Kleine Germanen. Der Film macht auf ein kaum aufgearbeitetes Problem unserer Gesellschaft aufmerksam, das mit Blick auf die rechten Gewaltausschreitungen der letzten Zeit aktueller denn je ist: Kinder, die in einem demokratiefeindlichen Umfeld aufwachsen und nach dogmatischen Prinzipien rechtsextremer Ideologie erzogen werden. Die Doku blickt aber auch über die traditionellen Strukturen entsprechender Gruppierungen hinaus in einen Teil unserer Mittelstandsgesellschaft, der immer stärker von rechtspopulistischen Strömungen geprägt ist. Am Freitag, den 17.5. schließt an die Vorführung um 19 Uhr ein Filmgespräch mit dem Produzenten Ali Samadi Ahadi an.


Die Bochumer Seebrücke-Initiative ruft zur Demo „Ein Europa für alle auf“.

Die Bochumer Seebrücke-Initiative schreibt: »Die Außengrenzen der Europäischen Union sind ein Massengrab. Zehntausende Menschen sind beim Versuch, in Europa Schutz vor Verfolgung, Krieg und Elend zu finden, ums Leben gekommen. Das Sterben im Mittelmeer ist kein unvermeidliches Unglück, sondern das Resultat einer gezielten Politik der Abschreckung und des Sterbenlassens. Deswegen ruft die internationale Seebrücke-Bewegung zur Demonstrationen „Ein Europa für Alle – Deine Stimme gegen Nationalismus“ auf. Weil wir für ein ganz anderes Europa einstehen. Es ist ein Aufruf zum Protest und zum Widerstand: Gegen rechte Parteien, ihren Rassismus und Nationalismus ebenso wie gegen die Politik der EU. Unseren gemeinsamen Seebrücke-Aufruf findet ihr hier: Ein Europa für alle – das heißt sichere Fluchtwege für alle! In Bochum nehmen wir den Regionalexpress um 8.55 Uhr. Wir treffen uns in der Bahnhofshalle, um den gemeinsamen Erwerb günstiger Tickets  koordinieren zu können. Bitte seid dafür pünktlich um 8:40 Uhr da!«


Mehr Bürgerbeteiligung wagen

Zu den Chancen, die sich nach der Bürgerversammlung zur Neubebauung Markstraße/Stiepeler Straße ergeben, erklärt Wolfgang Czapracki-Mohnhaupt für das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung:  »Die Bürgerversammlung zur Neubebauung Markstraße/Stiepeler Straße hat erneut gezeigt, dass in den Stadtteilen die Information der betroffenen Bevölkerung nicht früh genug erfolgen kann. Erneut ist auch deutlich geworden, dass die Betroffenen über die tatsächlichen Umstände vor Ort oftmals besser informiert sind als die Fachleute aus dem Rathaus.  Es ist zu hoffen, dass die in der Versammlung gewonnenen Erkenntnisse in den noch zu erstellenden Gutachten Berücksichtigung finden werden. Bisher liegt lediglich eine Bergschadenstechnische Risikoanalyse vor. Verkehrs-, Lärmschutz- und Artenschutzgutachten sowie Umweltbericht und Landschaftspflegerischer Begleitplan liegen hingegen noch nicht vor. Ergebnisse hierzu werden nicht vor Ende des Jahres vorliegen. (mehr …)


Aktionen zur Vonovia-Hauptversammlung

Am 16. Mai 2019 findet im RuhrCongress die diesjährige Hauptversammlung der Vonovia statt, des größten deutschen Wohnungsunternehmens. Aus diesem Anlass findet eine Reihe von Veranstaltungen statt. Am Mittwoch, den 15. Mai gibt es um 18:00 Uhr im Bahnhof Langendreer eine VoNO!via MieterInnenversammlung. MieterInnen und ihre AnwältInnen/UnterstützerInnen aus u.a. Bremen, Darmstadt, Dortmund, Frankfurt, Hamburg, Konstanz, Mannheim, Witten stellen ihre Erfahrungen und Vorwürfe an die Vonovia vor. Im Mittelunkt des ersten Teils stehen Erfahrungen mit den miserabel geplanten und durchgeführten „Modernisierungen“, sowie mit den Mieterhöhungen und Verdrängungen, die diese auslösen. MieterInnen aus Darmstadt, Witten, Frankfurt, Konstanz und Hamburg werden berichten, welche Bedrohungen der die Modernisierungen für ihre Nachbarschaften bedeuten und wie sie sich dagegen in Mieterinitiativen und Mietvereinen zur Wehr setzen. In Frankfurt liegt eine Studie über die Mieterverdrängung durch Vonovia vor. Grundsätzlich, so kritische Aktionäre, erhöhen sich die Mieten der Vonovia stärker und schneller als die Einkommen.  (mehr …)


Werbung der Partei „Die Rechte“

Das Poliit-Café Azzoncao schreibt: »Die neo-nazistische Partei „Die Rechte“ hat nun auch in Bochum angefangen Wahlkampf zu betreiben. Laut Internet hat sie an diesem Wochenende in Bochum – Werne und – Langendreer plakatiert. Die abgebildeten Fotos legen nahe, dass es sich bei den Plakatierern um Mitglieder des so genannten Ewers Clan handelt. Der Ewers Clan um Daniel und Timo E. und deren Schwager Martin P. sah sich vor ca. 5 Jahren gezwungen, aus Bochum-Langendreer wegzuziehen. Sie hatten versucht aus Langendreer eine zweites Dorstfeld zu machen und mit auswärtigen Kamerad*innen massiv Menschen bedroht und angegriffen. Die sozialen Strukturen im Stadtteil, Outings und andere Aktionen legten den Rechten nahe „die Füße still zu halten“. Schließlich zogen sie nach Lütgen-Dortmund und engagieren sich seitdem vermehrt in Dortmund. Dort in der Partei „Die Rechte“. (mehr …)


Die fromme WAZ 1

In den letzten acht Tagen hat die WAZ sich sehr viel Sorgen über den Zustand der Kirchen gemacht.  Zwei Aufmacher auf der Titelseite und mehrere Kommentare beschäftigten sich mit dem Niedergang des organisierten Christentums: „Studie: Bis 2060 verlieren Kirchen die Hälfte der Mitglieder“, „Schicksal der Kirchen geht die gesamte Gesellschaft etwas an„, „Kirchen im Ruhrgebiet droht drastischer Geldmangel“. Am Sonntag beschäftigt sich eine Veranstaltung der Initiative Religionsfrei im Revier mit dem Thema „Abschied von der Kirchenrepublik„.  Der prominenteste Kirchenkritiker des Landes Michael Schmidt-Salomon wird in einem Vortrag am morgigen Sonntag in Bochum darlegen, ‚warum es höchste Zeit ist, die „Kirchenrepublik Deutschland“ hinter uns zu lassen und die verfassungswidrige Diskriminierung religionsfreier Menschen zu beenden‘. Die örtliche WAZ hat sich verweigert, einen Veranstaltungshinweis auf diese Veranstaltung am Sonntag um 19 Uhr im Bahnhof Langendreer zu veröffentlichen.


AfD provoziert bei Gedenkveranstaltung

AfD-Watch Bochum berichtet: »Bei der offiziellen Gedenkveranstaltung und Einweihung des Mahnmals am Gedenkort des ehemaligen KZ-Außenlagers/Brüllstraße versuchte ein Politiker der antisemitischen AfD mit seiner Anwesenheit am Tag der Befreiung (08.05.19) zu provozieren. Am ehemaligen KZ Außenlager Brüllstraße, in dem über 1.700 Männer Zwangsarbeit leisten mussten und viele den Tod fanden, wurde am 08. Mai 2019 eine Gedenkinstallation an die Öffentlichkeit übergeben. Als Gast und Redner war auch Rolf Abrahamson (Foto) anwesend, der selbst Gefangener in diesem Außenlager war und als Zeitzeuge über die schrecklichen Bedingungen dort und die menschenverachtenden Zustände im Nationalsozialismus berichtete. (mehr …)


Anarchistisches Kennenlerntreffen

Die schwarze Ruhr-Uni lädt am 16. 5. um 18.00 Uhr in der zukünftigen Cafeteria von GD (Ebene 03) zu einem anarchistischen Kennlerntreffen an der Ruhr-Uni ein: Immer größere und längere Waldbrände, Stürme, Fluten und Dürren. Allein die Nachrichten zum Klimawandel lassen unsere Zukunft katastrophal erscheinen. Hinzukommen wachsende Umweltzerstörung. Faschismus, Nationalismus und Armut. Politiker*innen, Regierungen und Staaten versprechen uns schon seit Jahrzehnten daran etwas zu ändern, doch sie tragen nur dazu bei es schlimmer zu machen. Sollen wir weiterhin für falsche Versprechungen von Kohlekommissionen und Wahlprogrammen unsere Zukunft aufgeben? Wünschst du dir eine Welt in der alle Menschen gleichwertig, selbstbestimmt und solidarisch zusammenleben? In der wir Verantwortung füreinander übernehmen und duselbst Entscheidungen triffst anstatt gehorsam sein zu müssen? Die Umsetzung dieser Ziele ist kein Utopie, sondern die Voraussetzung dafür, dass wir die Katastrophen unserer Welt bekämpfen können. Es ist deine Entscheidung, ob du weiterhin deine Wünsche und Ziele aufgibst und (immer verzweifelter) auf Autoritäten wartest, die dich erlösen oder mutig wirst und beginnst selbst zu handeln. (mehr …)


Wortbruch der VBW in Grumme?

Die Soziale Liste schreibt: »Viele Mieterinnen und Mieter in der VBW-Flüssesiedlung sind sauer. Einige haben sich an die Soziale Liste gewandt und berichtet, dass der einzige Lebensmittelladen seit Ende April geschlossen ist. Nach einer Demonstration von Nutzern des Ladens Anfang April hatte die VBW noch versichert, den Laden zu erhalten und mit interessierten Nachmietern für den Laden zu verhandeln. Seit dem 2. Mai sitzen die Nutzer des Laden auf dem Trockenen; der Laden ist geschlossen. Vor allem ältere Menschen müssen nun weite Wege in Kauf nehmen, um Besorgungen zu machen oder die Morgenbrötchen zu kaufen. (mehr …)

Rede von Günter Gleising

Am 8. Mai 1945 wurde Europa von dem verbrecherischen System des deutschen Faschismus und seinem Krieg befreit. Mehr als 55 Millionen Menschen waren zuvor dem Nazi-Terror, Holocaust und Vernichtungskrieg zum Opfer gefallen. Millionen Menschen auf der ganzen Welt bezahlten den deutschen Griff nach der Weltherrschaft mit unvorstellbarem Leid.

Anstifter und Nutznießer des Raub- und Vernichtungskrieges waren die deutsche Wirtschaft, die Konzerne und Banken, allen voran die Schwerindustrie an Rhein und Ruhr, die Chemie- und Rüstungsindustrie. Die deutsche Wirtschaft profitierte von der „Arisierung“ und der Ausbeutung von KZ-Häftlingen und Zwangsarbeitern ebenso wie von der Ausplünderung in den besetzten Ländern.

An uns Deutsche richten sich nach wie vor schmerzliche bis heute aktuelle Fragen:

Wer vom Kriegsende am 8. Mai 1945 spricht, darf vom 30. Januar 1933, dem Tag der Machtübertragung an Adorf Hitler nicht schweigen. Wie war es möglich, dass Hitler die von ihm und seinen politischen und wirtschaftlich Förderern geforderte, Reichskanzlerschaft übertragen werden konnte?

Wie war es möglich, dass Hitler und seine Nazipartei innerhalb weniger Jahre von einer politischen Splittergruppe zu einer politisch einflussreichen Kraft werden konnten?

Wie war es möglich Hundertausende andersdenke Menschen, Oppositionelle, Missliebige in Gefängnisse und Konzentrationslager zu stecken. Wie war der Holocaust, die Shoa möglich?

Wie war es möglich, dass das faschistische Regime an der Macht innerhalb von 6 Jahren in der Lage war, einen Eroberungskrieg zu führen und halb Europa zu unterjochen?

Und – Wie war es möglich, dass die größten Teile des deutschen Volkes Hitler auch dann noch folgten, als die Niederlage deutlich zu erkennen war?

Ich will diese Fragen hier und heute nicht beantworten, möchte uns alle aber bitten, sich diesen Fragen immer wieder zu stellen und nach Antworten zu suchen.

Wir als heute Lebende verdanken die Grundlagen unseres Lebens den Siegern des 8. Mai 1945. Die alliierten Streitkräfte, unter denen die Rote Armee die größte Last und Opfer des Krieges in Europa zu tragen hatte, sind auch unsere Befreier. Ihre Rolle, die Bedeutung des antifaschistischen Widerstandes und die geschichtliche Wahrheit über Ursachen und Folgen des Faschismus zu bekräftigen, ist eine unerlässliche Aufgabe, die sich die VVN – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten zu Aufgabe gemacht.

Es war ein langer Weg ehe ein deutscher Bundespräsident den 8. Mai 1945 nicht mehr als „Niederlage“, „Zusammenbruch“, oder „Kapitulation“ definierte sondern von der Befreiung des deutschen Volkes sprach. Es war der 8. Mai 1985. Während in Köln, Frankfurt und Hamburg fast 100.000 Menschen zum 40. Jahrestag der der Befreiung vom deutschen Faschismus und Krieg demonstrierten sprach Bundespräsident Richard von Weizsäcker, während einer Gedenkstunde im Deutschen Bundestag.
Er sagte: „Dennoch wurde von Tag zu Tag klarer, was es heute für uns alle gemeinsam zu sagen gilt: Der 8. Mai war ein Tag der Befreiung. Er hat uns alle befreit von einem menschenverachtenden System der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.“ Und – von Weizäcker ehrte den Widerstand gegen den Faschismus in seinen verschiedenen Formen. Neu war auch, dass der höchste Repräsentant des Staates, dabei auch den Arbeiterwiderstand und den Widerstand der Kommunisten würdigte.

„Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.“ Das haben die Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald nach ihrer Selbstbefreiung im April 1945 geschworen

Vier Jahre nach Kriegsende, 1949, am 8. Mai, beschloss der Parlamentarische Rat unser Grundgesetz. Als eine Antwort auf Krieg und Faschismus kann auch der Artikel 1 unserer Verfassung gelten der lautet:

„Das deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.“

Wie weit entfernt sind wir gegenwärtig von diesen Zielen! Noch nie gab es so viele Brandherde und einen solchen Rüstungswahn. Für die damals Überlebenden nicht vorstellbar, dass Deutschland heute wieder direkt oder indirekt beteiligt ist an Kriegen in dieser Welt, das deutsche Rüstungskonzerne erneut an Waffenproduktion und an ihren Exporten höchste Profite einstreichen.

Das grundgesetzlich verbriefte Asylrecht wurde mehrfach verschlechtert, soziale und politische Grundrechte abgebaut. Jetzt erdreistete sich sogar die FDP zu fordern, die im Grundgesetz verankerte Möglichkeit von Enteignungen und die Sozialpflichtigkeit des Eigentums zu entfernen.

Auf diesem Friedhof gibt es zwei größere Gedenkorte für Menschen die Widerstand geleistet haben:

1. Den Ehrenrundplatz politisch Verfolgter mit 8 Urnengräbern
und
2. Die Ehrenstätte für politisch Verfolgte mit dem Grab von Fritz Husemann und weiteren 19 Urnengräbern.

Diese 28 Gewerkschafter, Sozialdemokraten und Kommunisten – 27 Männer und 1 Frau – wurden von 1941 bis Ende 1944 in den Konzentrationslagern Auschwitz, Buchenwald, Dachau, Oranienburg, Neuengamme und Ravensbrück ermordet. Fritz Husemann starb 1936 im KZ Esterwegen an den Folgen einer Schußverletzung, Elisabeth Sievers 1942 im KZ Ravensbrück.

An dieser Stelle möchte ich den Frauen danken, die heute hier – auch mit dem Transparent – auf den Frauenwiderstand hingewiesen haben. Es ist zu überlegen, wie dieser Teil des Widerstandes gegen Hitler und den Krieg in Zukunft auf dem Friedhof sichtbarer gemacht werden kann.

Die Gräber verweisen darauf: Widerstand gegen den Faschismus und Krieg hat es in Deutschland kontinuierlich gegeben. Auch wenn diejenigen, die Widerstand leisteten oder in anderen Formen ihre Gegnerschaft zum Faschismus zeigten eine Minderheit darstellten, hatte ihr Einsatz eine hohe politische und moralische Bedeutung. Ihr Vermächtnis gilt es zu bewahren, in die Zukunft zu tragen und allen Verleumdungen entgegenzutreten.

Ein Beispiel für den Arbeiterwiderstand und seiner verschiedenen Formen waren die Wahlen zu den sog. Vertrauensräten. Mit diesen Wahlen 1934 und 1935 wollte die Naziorganisation NSBO in den Betrieben die Arbeits- und Lebensbedingungen regulieren, die Diktatur der Betriebsführer durchzusetzen und das faschistische System in der Wehr-Wirtschaft durchzusetzen.

Obwohl entrechtet und vom Naziterror umgeben, setzten viele Arbeiter dem Propagandafeldzug der Nazis Widerstand und Opposition entgegen, riefen mutig zum „streichen“ auf oder dazu, der Wahl fern zu bleiben. Der Erfolg war beträchtlich. In zahlreichen Betrieben lag die Zustimmungsquote weit unter der erwarteten 100%. Schlechte Ergebnisse hatten oftmals betriebsbekannte eingefleischte Nazis. Beim Bochumer Verein beispielsweise gab es bei den Wahlen am 3. April 1935 immerhin 1.351 Belegschaftsangehörige, die der Liste der NSBO nicht zustimmten. Der Spitzenkandidat der NSBO erhielt nur 36 Stimmen. Auf der Zeche Engelsburg nahmen 474 Bergarbeiter nicht an der Wahl teil oder machten den Stimmzettel ungültig. Ähnliche Beispiele gab es im ganzen Land.

Der Versuch des Naziregimes sich „innerhalb der Arbeiterklasse einen legitimatorischen Schein zu verschaffen“ war gescheitert. Wahlen zu den Vertrauensräten wurden nie wieder abgehalten, stattdessen starteten sie eine Propagandakampagne gegen „Meckerer“ und „Nörgler“.

Der Widerstand gegen den Faschismus spielte auch in den folgenden Jahren eine große Rolle. Schwerpunkte waren nach wie vor die Betriebe der Schwerindustrie an Rhein und Ruhr. Immer wieder wurden große Widerstandszellen gebildet und der Versuch unternommen, Aufklärung über das Naziregime zu leisten und den eigenen Zusammenhalt zu stärken. Das blieb den Nazifunktionären und der Gestapo nicht verborgen. So wurden 1935 und 1936 große Gruppen von Widerstandskämpferrinnen und Widerstandskämpfern entdeckt, die in Betrieben in Bochum, Essen und Dortmund sowie deren Umfeld illegale Schriften und Flugblätter verbreitet hatten.

Mehrere hundert Antifaschisten wurden „im Namen des Volkes“ vom Oberlandesgericht Hamm zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Viele kamen in die Konzentrationslager. Wie der Bochumer Bergarbeiterführer und Sozialdemokrat Fitz Husemann. Über sein Schicksal im KZ Esterwegen hat Uli Borchert ja schon gesprochen. Andere wie Karl Springer und Benno Klier wurden schon im Bochumer Polizeipräsidium ermordet.

Der Widerstand in den Betrieben hielt trotzdem weiterhin an. Größere Widerstandsgruppen bildeten sich ab 1941. Im Stahlwerk II des Bochumer Vereins gab es eine intensivste Zusammenarbeit von antifaschistischen Belegschaftsangehörigen mit Zwangsarbeitern. Ausgetauscht wurden Informationen, die den Betrieb und die Lage der Zwangsarbeiter betrafen. Vor allem aber wurden politische Fragen, Nachrichten über das Vorrücken der Roten Armee besprochen. Dies war vor allem für die ukrainischen und russischen Zwangsarbeiter wichtig und stärkte ihren Lebensmut.

Ende 1942 wurden 3 BV-Arbeiter von der Gestapo verhaftet. In der Verhandlung vor dem Volksgerichtshof wurden 1943 Anton Kolodzniej und Josef Langner zum Tode verurteilt, Johann Mlodoch erhielt eine 5 jährige Zuchthausstrafe. In der Verhandlung wurde besonders hervorgehoben, dass die „Handlungen“ der Angeklagten „Wehrkraftzersetzung in einem wichtigen Rüstungsbetrieb“ seien.

Die Kommunisten Moritz Pöppe und Johann Schmidtfranz waren jahrelang die Köpfe Bochums größter und aktivster Widerstandsgruppe während des 2. Weltkrieges. Mitglieder der Gruppe verbreiteten Nachrichten von BBC und Radio Moskau, gaben von alliierten Flugzeugen abgeworfene Flugblätter weiter und verteilten selbstgefertigte Zettel mit der Aufschrift: „Nieder mit dem Bluthund Hitler“. Pöppe und Schmitfranz wurden Ende 1944 hingerichtet, andere zu hohen Haftstrafen verurteilt.

Eine weitere Gruppe aus Mitgliedern der illegalen Gewerkschaften, der SPD und KPD wurde 1944 entdeckt. Der Kommunist Otto Wachhorst, der Kontakt zur illegalen KPD-Leitung hatte, wurde sofort Opfer der Verhörmethoden der Gestapo. Ohne Namen preisgegeben zu haben, erlag er seinen Verletzungen. Die Anklageschrift vom 28. Oktober 1944 listet die Lebensläufe von 6 weiteren Angehörigen der Gruppe auf, die der „Vorbereitung zum Hochverrat und Feindbegünstigung“ sowie der Wehrkraftzersetzung beschuldigt wurden. Zur Urteilsverkündung vor dem 2. Senat des Volksgerichtshofes am 26. Januar 1945 konnten nur noch 2 Angeklagte erscheinen. Sie wurden zu 8 bzw. 6 Jahren Zuchthaus verurteilt. Der Gewerkschafter Stefan Spichalski und der Sozialdemokrat Karl Nieswandt waren ermordet worden, ebenso wie die „ab 4. 11. 44 vermißt“ gemeldeten Wilhelm Braumann und Jakob Bahmann.

Wie groß der Widerstand gegen Faschismus und Krieg war, belegen auch die hohen Zahlen von Verhaftungen, Verurteilungen, Hingerichteten oder Ermordeten. Im ersten Halbjahr 1944 lag die Anzahl der Verhaftungen in Deutschland, die aufgrund von Widerstandshandlungen, Arbeitsniederlegungen, dem verbotenen Umgang mit Ausländern und Vergehen nach dem Heimtückegesetz bei 310.686 Menschen.

Allein im Monat März 1944 gab es folgende Verhaftungen:

Kommunismus, Marxismus 1.28

Reaktion, Opposition 2.322

Widerstandsbewegung (Ausland) 2.371

Katholische Kirchenbewegung 76

Evangelische Kirchenbewegung 9

Sekten 68

Juden 402

Wirtschaftsangelegenheiten 582

Wegen Arbeitsniederlegungen wurden festgenommen:

a. Deutsche 2.294

b. Ausländer 30.221

Verbotener Umgang mit ausländischen  Arbeitern und Kriegsgefangenen 2.207

Sonstige Verhaftungen 4.467

(Gleising, Verbrechen, S. 232)

Neben dem Arbeiterwiderstand gab es auch den christlichen Widerstand, den Widerstand gegen Hitler aus konservativer Gesinnung, den jüdischen Widerstand, den späten Widerstand in einigen militärischen Kreisen. Zu nennen ist auch der passive Widerstand und die vielfältigen anderen Formen seine Gegnerschaft zum Faschismus und Abneigung zum Krieg zu zeigen. An sie alle gilt es sich heute zu erinnern und uns zu verpflichten in ihren Sinn heute tätig zu sein.

Ich möchte zum Abschluss auf einen Widerstand eingehen, der heute kaum bekannt ist bzw. vergessen wurde. Auf den von den Nazis so bezeichneten „ausländischen Widerstand“. Diese Widerstand betrifft uns hier in Bochum und unseren Rundweg in ganz direkter Form. Im Zentrum steht das Bochumer Gefängnis, die berüchtigte Krümmede.

Die Flucht von Zwangsarbeitern aus ihren Lagern wurde ab 1942 immer häufiger und für die Nazis ein großes Problem. Vor allem viele junge Menschen nahmen die schlechte Behandlung, miserable Arbeitsbedingungen und Entrechtung nicht einfach hin und nutzten Situationen z. B. bei Bombenangriffen zur Flucht. Sie wurden aber meist schnell wieder aufgegriffen und ins Bochumer Gefängnis gebracht. Im Jahr 2000 erzählte uns Pawel Anzupow, der zu Besuch in Bochum war, von einem Fluchtversuch, den er zusammen mit vier Kameraden aus dem „Lager Höntrop“ unternahm, der aber schnell im überfüllten Gefängnis in Bochum endete.

Eine andere Gruppe von Häftlingen in der Krümmende bildeten Belgier, Niederländer und Franzosen, die nach der Besetzung ihrer Länder dort Widerstand gegen die deutsche Besatzungsmacht geleistet hatten. Verurteilte aus diesen Ländern wurden zur Strafverbüßung nach Westdeutschland, auch in das Bochumer Gefängnis gebracht. Diese Häftlinge erhielten nach einem „Nacht- und Nebel-Erlass“ der deutschen Besatzungsmacht die Bezeichnung NN-Gefangene.

In den Akten, die in den Niederlanden gesammelt sind und veröffentlicht worden sind stehen die Vergehen, die ihnen vorgeworfen wurden:

– „Verbergung von Gesuchten“,

– „Weitergabe von Lebensmittelkarten,

– “Jodenhelp“ = Judenhilfe.

– „Weitergabe von Lebensmitteln an Untergetauchte“

– „Mitgliedschaft in Gruppen wie „Oranjewacht“ oder „Waarheidsgroup“

– „Beleidigung der Wehrmacht“.

– und vieles mehr.

Es ist heute wohl kaum mehr feststellbar wie viele Menschen aus diesem Kreis in Bochum im Gefängnis waren. Aber viele Gefängnisinsassen fanden in der Krümmede den Tod. Sei es der schlechten Haftbedingungen, der mangelhaften Ernährung oder den Luftangriffen geschuldet. Zwischen 1941 bis 1945 waren 312 NN-Gefangene unter den Todesopfern im Bochumer Gefängnis. Die toten Krümmede-Häftlinge wurden auf einen Feld auf den Friedhof Freigrafendamm begraben. Nach dem Krieg wurden die Toten umgebettet. Ein Teil von ihnen wurden in das Gräberfeld 19 a „Kriegstote verschiedener Nationalitäten“ umgebettet.

Immer wieder erreichen die VVN-BdA oder den Gefängnisseelsorger der Krümmede, Herrn Zimmer, Briefe und Mails mit Anfragen von Nachfahren, die mehr wissen wollen was in Bochum geschah oder die den Ort des Leidens in Bochum sehen wollen.

Deshalb und auch unsertwegen möchte ich hier und heute eine Anregung machen: Auf dem Friedhof Freigrafendamm sollte ein Erinnerungsort geschaffen werden, der an die Belgier, Franzosen und Niederländer erinnert, die wegen ihres Widerstandes nach Bochum verschleppt wurden und besonders an die, die in Bochum den Tod fanden.

Ohne die Widerstandskämpfer, die Toten und die Überlebenden, ohne die, die auf dem Appellplatz im KZ Buchenwald den Schwur leisteten „Nie wieder Faschismus – nie wieder Krieg“, wäre der Neubeginn schwer möglich gewesen. Ihr beispielhafter Kampf war ein wesentlicher Grundpfeiler für den Wiederaufbau nach 1945 und sollte es bis heute sein! Das Erinnern an den 8. Mai veranlasst uns Bezug zu nehmen auf unsere unsägliche deutsche Geschichte des letzten Jahrhunderts. Sie ist Mahnung, der weiteren Militarisierung unserer Gesellschaft und den Kriegseinsätzen der Bundeswehr, Einhalt zu gebieten, der Rechtsentwicklung, der Spaltung der Bevölkerung in Arm und Reich, Deutsche und Nichtdeutsche, dem Nationalismus konsequent zu begegnen.

Aufstehen für Frieden, soziale und politische Gerechtigkeit, für internationale Solidarität, gegen den Geschichtsrevisionismus und die Rechtsentwicklung, lehrt uns die Geschichte.

Ich bedanke mich, dass ich hier und heute an diesem Tag für die VVN-BdA sprechen konnte.


Erinnerung an den Widerstand
gegen den Faschismus

Das „Bündnis gegen Rechts“ hatte am gestrigen 8. Mai – dem Jahrestag der Befreiung von Krieg und Faschismus – zu einem Gedenkrundgang auf dem Friedhof am Freigrafendamm aufgerufen. Der Sprecher des Bündnisses Uli Borchers unterstrich in seiner Begrüßung und seinem Redebeitrag am Grab von Fritz Husemann, dass neben dem Gedenken an die Opfer des Faschismus es auch wichtig sei, Menschen zu würdigen, die Widerstand gegen den Faschismus geleistet haben. Neben Husemann seien schließlich Plätze und Straßen nach Franz Vogt, Karl Springer, Heinrich Imbusch oder Heinrich König benannt. Vergessen werden dürfe auch nicht der Mut von Amtsrichter Eberhard Greiff, der Heinrich König das Recht zur bewaffneten Notwehr zu sprach, als die SA ihn abholen wollte. Felix LipskiFelix Lipski vom Klub Stern der Holocaust-Überlebenden der jüdischen Gemeinde, erinnerte an die 30.000 Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge, die in Bochum Sklavenarbeit verrichten mussten und viele von ihnen in den Tod getrieben wurden. Die Rede im Wortlaut. Das Geschichtsprojekt von Hildegardis- und Goethe Schule berichtete über ihre Gedenkarbeit und die Bemühungen, auf dem Gräberfeld  der sowjetische Soldaten auf dem Blumenfriedhof eine würdige Erinnerung zu gestalten. Näheres auf der Webseite des Projektes. (mehr …)


Der marktgerechte Patient


Der Arbeitskreis Krankenhäuser des ver.di Bezirks Mittleres Ruhrgebiet lädt am Mittwoch, den 15.05. um 18:30 Uhr in der ver.di Geschäftsstelle Bochum, Universitätsstraße. 76, zu einem Filmabend ein, gezeigt wird: „Der marktgerechte Patient“. Pflegekräfte, ÄrztInnen und PatientInnen sprechen in diesem Film offen über die Auswüchse des Fallpauschalen-Systems, das 2003 eingeführt wurde. (mehr …)