„Grummer Teiche sind Schutzzone!“


Die Grummer Teiche sollen als Schutzgebiet gegen die Klimakrise gesichert werden. Das ist das Ziel der neu gegründeten „Interessengemeinschaft Grummer Teiche“, die auf Initiative von AnwohnerInnen ins Leben gerufen wurde. In einer Stellungnahme heißt es: »Das traditionsreiche Feuchtgebiet entlang des Grummer Baches liegt als Oase im Bochumer Nord-Osten. Das sogenannte Grumbecktal dient als wichtiges Frischluftentstehungsgebiet und zur Naherholung von tausenden Anwohnern. In Folge der Klimakrise bekommt die Teichlandschaft an heißen Tagen eine immer größere Bedeutung als kühlender Feuchtigkeitsspender des Ortsklimas. Die Interessengemeinschaft „Grummer Teiche“ wurde im Mai 2019 von interessierten Anwohnern aus den Bochumer Stadtteilen Vöde und Grumme ins Leben gerufen. Sie will sich für den Erhalt der Kulturlandschaft, für die Naherholungsfunktion des Gebiets und die klima-stabilisierende Wirkung des Grünzugs sowie die Information der Bürger einsetzen. Das bewaldete Feuchtgebiet soll eine besondere Bedeutung bei der Bekämpfung des am 6. Juni 2019 vom Rat der Stadt Bochum ausgerufenen Klimanotstandes bekommen.
Nachdem Pläne der Stadt Bochum zur Neugestaltung des Gebietes bekannt wurden, will die „IG Grummer Teiche“ die unzureichende Information der Betroffenen verbessern. In mehreren Treffen wurden bereits Maßnahmen entwickelt. Dabei hatten sich die Interessen­gemein­schaft auch Sach­verstand von Fachleuten aus dem Umweltschutz, Landschaftsplanung und Bürgerbeteiligung zur Hilfe geholt. Für Ende Juni 2019 ist eine Bürgerversammlung geplant, die über die Entwicklungs­planungen (Rad-Wege-Konzept und Neugestaltung Grummer Bach) informieren soll und bei der auch nachhaltige Sofortmaßnahmen zur Bekämpfung des Klimanotstands entwickelt werden sollen.
Die überparteiliche IG „Grummer Teiche“ ist damit die erste Organisation der Stadt, die aus dem Klimanotstand konkrete Maßnahmen entwickelt und zur sofortigen Umsetzung zu Beginn des Sommers dem Rat der Stadt Bochum vorschlagen will.«