Ultimos días en La Habana



Der Filmclub der Humanitären Cuba Hilfe zeigt am Donnerstag, 13. 6. um 19 Uhr im Bahnhof Langendreer den Film „Die letzten Tage in Havanna“ (Regie: Fernando Pérez): Diego und Miguel, beide Mitte vierzig, leben in einer heruntergekommenen Wohnung in Havanna ohne fließendes Wasser und jeglichen Komfort. Miguel verdient sein Geld als Tellerwäscher und kümmert sich um seinen alten Schulfreund Diego, den seine HIV-Infektion ans klapprige Bett fesselt. Während aber Diego, anders als sein körperlicher Verfall vermuten lässt, voller Witz, Optimismus, erotischer Begehrlichkeiten und purer Lebensfreude steckt, wirkt der physisch gesunde Miguel innerlich wie abgestorben.
Verschlossen, wortkarg und stoisch bis zur scheinbaren Gleichgültigkeit, gilt sein einziger Lebenssinn der erhofften Ausreise in die USA. Diegos Zustand verschlechtert sich, er muss ins Krankenhaus und überlässt seiner Nichte Yusi das Zimmer. Als Miguels Visum tatsächlich eintrifft, stehen nicht nur für ihn überraschende Entscheidungen an… Auch dieser neue Film von Fernando Pérez (Suite Habana, La Vida es silbar) ist eine Liebeserklärung an die kubanische Hauptstadt und ihre Bewohner. Er präsentiert anhand seiner liebevoll skizzierten Charaktere ein schillerndes Kaleidoskop der Gefühle. Últimos días en La Habana wurde mit einer besonderen Erwähnung der Jury des Festivals Havanna bedacht und lief als einziger kubanischer Spielfilm auf der Berlinale 2017.