Mittwoch 13.03.19, 08:35 Uhr

Mit Feminismus die Welt retten? Ja, bitte!

Am Donnerstag, dem 21.03.2019 lädt die Rosa Strippe, Kortumstr. 143 um 19.00 Uhr zu einem Vortrag und Gespräch mit der feministischen Ökonomin und Autorin Dr. Friederike Habermann für lesbische Frauen und Freundinnen ein: Feministische Ansätze bergen das Potenzial für eine emanzipatorische Gesellschaft – und das nicht nur für Frauen. Sie bringen nicht nur in den Blick, wer wie in welchen Erwerbszweigen diskriminiert wird, sondern stellen das Konzept von Erwerbsarbeit gänzlich in Frage. Denn wie kann es sein, dass ein Großteil der Tätigkeiten für die Wirtschaft nicht zählt? Der in den letzten Jahren verwendete Begriff Care für solche Reproduktionsarbeit bringt das Sorgen füreinander in den Blick, was eine andere Logik bereithält als Profit. Das ist mehr als eine moralische Forderung: Vertreter*innen der Vernetzung Care Revolution zeigen auf, dass es innerhalb des Kapitalismus keine gerechte Entlohnung geben kann, und dass durch ihn die Konstruktion von als weiblich oder migrantisch besonders geeigneten Menschen hierfür nahegelegt wird.
Weshalb kann die feministische Forderung aus den 1980er Jahren nach Ausweitung der Lebensbereiche ohne die Vermittlung über Geld (damals ‚Subsistenzansatz‘ genannt) eine Stärkung des utopischen Elements darstellen? Was heißt, unsere sozialen und ökonomischen Verhältnisse zu queeren? Wie fangen wir im Alltag damit an, und wie wird auf diese Weise ein solidarisches Miteinander im Hier und Jetzt ermöglicht?
Eine Veranstaltung im Rahmen von ALTERnativ-Los! für ältere Lesben.

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13. Mrz. 2019, 09:45 Uhr

LeserInnenbrief von Leo:

Kann Feminismus die Welt retten? Nein.
Genau so wie all die anderen als emanzipatorisch deklinierten “Ismen”, z.B. der Kommunismus, der Sozialismus, der Anarchismus, der Veganismus,usw.. Wird etwas zum “ismus”, koppelt es sich zwangsläufig vom emanzipatorischen Gehalt ab und schafft interne Hierarchien, Funktions(zuschreibungen) und Regelwerke, die die eigentlichen Ideen nur noch verwalten und ihnen kaum noch nutzen. Vielmehr finden sich auf den bestehenden Feldern der Antagonismen und Machtkämpfe die üblichen Nutznießer*innen und Verwalter*innen der Misere.

Also: Kann Feminismus die Welt retten? Nö, und das ist – wie bei all den anderen “ismen” – auch gut so.

Wie heißt noch mal der Spruch? Willst Du, dass was passiert, musst Du es schon selber tuen.

Es rettet uns kein höh’res Wesen,
kein Gott, kein Kaiser noch Tribun
Uns aus dem Elend zu erlösen
können wir nur selber tun!


 

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