Montag 18.02.19, 08:00 Uhr

Nur Einzelfälle?

Rechte Netzwerke in der Bundeswehr

Das offene AntifaCafé im Sozialen Zentrum lädt am Mittwoch, den 27. 2. um 19 Uhr zu einem Vortrag von Martina Renner über Rechte Netzwerke in der Bundeswehr ein: »Rechte Netzwerke gebe es in der Bundeswehr nicht – heißt es. Das ist kaum glaubwürdig angesichts der ganzen Reihe von Vorfällen in den letzten Jahren, bei denen Soldaten mit neonazistischen Handlungen aufgefallen sind. Die Bundeswehr und der MAD leugnen beharrlich die Ausmaße rechter und neonazistischer Tendenzen in der Truppe. Indem sie verschleiern und vertuschen riskieren sie, dass Neonazis bei der Bundeswehr Waffen, Munition und militärische Fähigkeiten sammeln und für Gewalttaten und Anschläge nutzen. Auch als die TAZ unlängst ein rechtes Netzwerk in der Bundeswehr um den KSK Soldaten André S. mit dem Decknamen Hannibal aufgedeckt hat, blieb der öffentliche Aufschrei aus.
Wie gefährlich sind die Netzwerke Nordkreuz und Südkreuz? Wie ist die Rolle des militärischen Abschirmdienstes? Warum interessiert es offenbar niemanden, wenn rechte Prepper in der Bundeswehr Terrorpläne schmieden?

Martina Renner ist antifaschistische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag und Obfrau des parlamentarischen Untersuchungsausschuss zum Anschlag auf dem Breitscheidplatz. Sie beschäftigt sich intensiv mit rechten Netzwerken in Bundeswehr und Polizei.

Der Tresen ist ab 18:30 Uhr geöffnet. Anschließend an den Vortrag wird ein veganes Essen gegen Spende angeboten.«

 
 
 
 


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