Freitag 09.11.18, 14:55 Uhr

Fußgängerzone am Rathaus?

Die Linksfraktion im Bochumer Rat setzt sich dafür ein, “den gescheiterten Verkehrsversuch an der Hans-Böckler-Straße zu beenden und am Bochumer Rathaus sofort eine Fußgängerzone (Fahrräder frei) einzurichten”. In einer Erklärung der Fraktion heißt es: »Im Ausschuss für Infrastruktur und Mobilität wird Die Linke am kommenden Dienstag, den 13. November einen Änderungsantrag stellen. „Dass es Handlungsbedarf gibt, bestreitet angesichts der vielen gefährlichen Situationen für den Fuß- und Radverkehr eigentlich niemand“, sagt Sabine Lehmann, Mitglied der Linken im Mobilitätsausschuss. „Der Verkehrsversuch ohne Vollsperrung, den die SPD, die CDU und die Grünen gegen unsere Stimmen durchgesetzt haben, ist gescheitert.“
Um die Hans-Böckler-Straße weiterhin für den Autoverkehr offen zu halten, hatte die Ausschuss-Mehrheit am 10. Juli durchgesetzt, dass die Durchfahrt zunächst nur aus der Richtung Norden gesperrt wird. Bereits damals hatte Sabine Lehmann die Erwartung als naiv bezeichnet, dass sich dadurch der Auto-Verkehr auf der Straße halbieren könnte.
„Auf der Sitzung vor vier Monaten haben wir uns noch nicht mit unserem Antrag durchsetzen können, die Innenstadt am Rathaus endlich zu einem sicheren Gebiet für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen zu machen“, so Sabine Lehmann weiter. „Jetzt sehen alle: Durch die Sperrung nur in eine Richtung hat sich kaum was geändert. Statt weitere Zeit zu verlieren, sollte sofort eine dauerhafte und sichere Lösung umgesetzt werden, die unsere Innenstadt deutlich fußgänger- und fahrradfreundlicher macht.“
Im Einzelnen macht sich die Linksfraktion für den Vorschlag stark, dass die neue Fußgängerzone von der Hans-Böckler-Straße um den Willy-Brandt-Platz bis zum Westring eingerichtet wird. Anlieferungen sollen nur von 6 bis 11 Uhr zugelassen werden. Die Durchfahrt für Fahrräder, Taxen, Busse des ÖPNV sowie die Zufahrt zu privaten Stellplätzen soll weiterhin möglich sein.«

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10. Nov. 2018, 10:38 Uhr

LeserInnenbrief von Wolfgang vom Ubu:

Falls es noch eine Möglichkeit geben sollte , der grossen Katastrophe zu entgehen, dann muss umgehend viel kräftiger in die Pedale getreten werden. Als ersten Schritt möchte ich Fussgängerzone innerhalb des City-Rings ab 2019. Der nächste Schritt , nämlich Ausweitung des autofreien Bereichs auf innerhalb von A 40 und A 43 , sollte höchstens zwei Jahre später stattfinden und kurz danach dann die autofreie Stadt.
Insgesamt werden diese Schritte nicht ausreichen , aber besser wir fangen endlich an . Die Lage ist ernst und vielleicht schon hoffnungslos.


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