Montag 08.10.18, 12:39 Uhr

Wie aus frustrierten Bürgerkindern Monster werden


Aus traurigem und aktuellem Anlass zeigt das endstation.kino am Sonntag, den 14.10. um 17 Uhr Wir sind jung. Wir sind stark. über den Angriff auf das Asylbewerberheim in Rostock-Lichtenhagen von Burhan Qurbani.
Am Sonntag wird europaweit das Kino gefeiert. Kinos stehen für kulturelle Vielfalt, demokratische Werte, Toleranz und Offenheit. Sie zeigen Filme, die sich mit gesellschaftlichen Herausforderungen ebenso auseinandersetzen, wie mit den Chancen. Gerade bei unseren osteuropäischen Nachbarn in Polen und Ungarn kommt dem Kino und seiner Botschaft eine besondere Rolle zu. Aber auch in Deutschland suchen die Menschen nach Möglichkeiten, sich für eine offene Gesellschaft einzusetzen. Der Regisseur steht nach dem Film für ein Gespräch zur Verfügung. Qurbanis Ziel war, nicht noch einen Neonazi-Film zu realisieren, sondern ein Sozialdrama, das zeigt, wie aus frustrierten Bürgerkindern Monster werden. Und es soll aufrütteln – angesichts erstarkender rechtsextremer Umtriebe.

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8. Okt. 2018, 13:25 Uhr

LeserInnenbrief von Reinhard:

Diese “Bürgerkinder” sind im “Arbeiter- und Bauerstaat” sprich der DDR groß geworden. Der Mauerfall war zur Zeit des Pogroms von Rostock gerade erst 2,5 Jahre vorbei. Das Porgrom von Hoyerswerda fand schon 1991 statt. Somit sind diese jugendlichen Schlagetods eindeutig im realexistierenden Sozialismus erzogen worden. Ebenso alle Anwohner*innen die Beifall klatschten.

Der Begriff “Bürgerkinder” suggeriert eine kapitalistische Gesellschaftsordnung mit dementsprechenden Klassen und Schichten.
Ihn hier so anzuwenden entlastet den autoritären Sozialismus und seine Perversion des Kommunismus, die er über ein halbes Jahrhundert vorwiegend in Ost-Europa betrieb.


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