Freitag 13.07.18, 17:27 Uhr
Protest gegen geplante Hochschulgesetzesnovelle

Auftakt für weitere Aktionen

Trotz widerspenstiger Wetterlage und Klausurenphase war die Protestkundgebung auf dem Campus der Ruhr-Universität Bochum am 10. Juli 2018 ein Erfolg. Von 13 bis 16 Uhr artikulierten Studierende ihren Missmut, unter ihnen hochschulpolitische Gruppierungen, das Bündnis der studentischen Hilfsdkräfte, GewerkschafterInnen und das Autonome Referat für Menschen mit Behinderungen und sämtlichen Beeinträchtigungen sowie das Landes-ASten-Treffen NRW. Das im Zuge der ankündigten Gesetzesnovelle gebildete Protestplenum konnte über 600 Unterschriften sammeln für die landesweite Petition #NotMyHochschulgesetz. Mit Informationsständen klärten verschiedene Fachschaften, hochschulpolitische Listen und Initiativen interessierte Studierende über die geplante Gesetzesänderung und die möglichen Folgen auf.
„Mehrere Hundert Studis haben sich die Zeit genommen, mit uns ins Gespräch zu kommen, die Petition zu unterschreiben und versprachen, beim nächsten Mal dabei zu sein“, resümiert Valerie Brosch vom Protestplenum. Was vielen dieses Mal im Weg stand? Bezeichnenderweise: Anwesenheitspflichten, die zurzeit zwar laut Hochschulgesetz illegitim sind, aber bald wieder vermehrt möglich sein wird. „Schon jetzt scheißen Professor*innen auf die Rechte der Studierenden. Bei vielen treten wir offene Türen ein, sprechen konkrete Sorgen und Probleme an. Fehlt nicht viel, dass wir anfangen, geschlossene Türen einzutreten“, kritisiert Protestler Jonas Horn.
Die Kundgebung war nur der Anfang. In der Folge des Protests sollen weitere Aktionen, Informationsstände und Veranstaltungen die Studierenden zusammenführen. „Wir bleiben dran, wir bleiben laut und trotzdem dialogbereit. Dieser Gesetzesvorschlag ist und bleibt #NotMyHochschulgesetz“, erklärt Katrin Lögering, Koordinatorin des Landes-ASten-Treffens.

 
 
 
 


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