Mittwoch 04.07.18, 17:15 Uhr

Dieselfahrverbot auf der Herner Straße?

Nach Fahrverboten in Hamburg und Stuttgart rückt nach Ansicht der Sozialen Liste auch das Dieselfahrverbot auf der Herner Straße in Bochum näher. Sie schreibt: »Bereits am 28. März 2018 hat die Deutsche Umwelthilfe (DHU) beim Verwaltungsgericht Gelsenkirchen Klage gegen die Bezirksregierung Arnsberg eingereicht und der Stadt Bochum Verstöße gegen die 39. BImSchV vorgeworfen. Im vergangenen Monat (Juni 2018) wurde von der DHU mit Unterstützung von Mitgliedern der Sozialen Liste Bochum eine weitere Messung mit 2 Passivsammler-Messröhrchen auf der Herner Straße durchgeführt, die die hohe Belastung mit dem Dieselabgasgift Stickstoffdioxid (NO2) bestätigen dürfte. Nach der Rechtsprechung in ähnlichen Fällen ist auch in Bochum mit Fahrverboten zu rechnen.

Die Soziale Liste fordert die politischen Kräfte der Stadt auf, den Druck auf die Automobilkonzerne zu erhöhen, die endlich Maßnahmen treffen müssen, um die Umweltbelastungen durch den Autoverkehr drastisch zu reduzieren. Da das mit Worten bisher wenig Erfolg hatte, sind jetzt drastischere Maßnahmen gerechtfertigt.

Die Soziale Liste unterstreicht erneut ihre Forderung, den Ausbau der Herner Straße zur vierspurigen Rennstrecke rückgängig zu machen. Insbesondere muss der Abkürzungsverkehr von der A 43 zur A 40 und umgekehrt unterbunden und die Herner Straße in Riemke zweispurig zurückgebaut werden. In Höhe des Riemker Marktplatzes sollte eine Geschwindigkeitsbegrenzung erfolgen und ein großzügiger Fußgängerüberweg gebaut werden.«

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4. Jul. 2018, 23:27 Uhr

LeserInnenbrief von Gerhard Schneider:

Da ich fast täglich von der Vierhausstraße in die Herner Straße einbiege oder sie kreuze, fällt mir immer wieder auf, wie viele Schwerlastkraftwagen diese Straße benutzen, obwohl sie für LKW über 7.5 Tonnen gesperrt ist. Soviel Anliegerverkehr für LKW gibt es hier gar nicht. Die meisten kürzen ab (vor allem den Berg zum Bochumer Kreuz. M. W. kontrolliert das niemand.
Das ist schon eine wesentliche Quelle für Belastung mit NOx, Feinstaub und Lärm.

Ich finde auch dass Rückbau auf eine Spur je Richtung und Tempo 40 oder 30 sehr viel bringen werden.


 

6. Jul. 2018, 13:39 Uhr

LeserInnenbrief von Eugen Witt:

Die Anlieger der Herner Straße haben 20 % der Kosten der Fahrbahnen nach dem KAG bezahlt. Die restlichen 80% der Kosten wurden mit einem hohen Prozentsazu gefördert (Fö-Ri-Kom-Stra). Hier gibt es eine Zweckbindungsfrist, also wird der Rückbau und eine “Zweckentfremdung” schwierig.
Ich selbst bin unmittelbarer Anlieger und habe ca. 8.000,- Euro für den Ausbau als Beitrag bezahlt.

Mein Vorschlag:
Durchfahrtverbot.
Er ist zwar nicht kontrollierbar, aber ALLE Navigationssystemanbieter wären verpflichtet die Abkürzung zwischen A 43 und A 40 aus ihren Systemen zu löschen, um die “Transitreisenden” aus dem Norden der Republik in den westlichen Ruhrraum (immerhin 35 % Durchgangsverkehr) nicht zum verbotenen Handeln zu bewegen.
Dann hieße es vor der Ausfahrt in Bochum Riemke nicht mehr: “Bitte nehmen sie die nächste Ausfahrt”.

MfG Ein Wahlbochumer, der im Mittel 51 Mikrogramm NOx proKubikmeter Luft einatmet.


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