Samstag 02.06.18, 17:53 Uhr

Wahlen in der Türkei

DIDF und das Antifaschistische Café laden am Mittwoch, dem 13. Juni um 19 Uhr im Sozialen Zentrum zu einer Veranstaltung ein zum Thema “Antidemokratische Entwicklungen in der Türkei – Wie Erdogan und türkische NationalistInnen für die vorgezogenen Neuwahlen auch international mobilisieren”: »Die von Präsident Erdogan auf den 24. Juni vorgezogenen Parlaments- und Präsidentenwahlen werden nicht nur das Leben von Millionen in der Türkei lebenden Menschen beeinflussen, sondern auch Auswirkungen auf das Zusammenleben in Deutschland haben. Demokratische Verhältnisse in der Türkei, Meinungs- und Pressefreiheit und Frieden in der Türkei werden sich positiv auf die Türkeistämmigen in Deutschland und Europa auswirken und werden das Zusammenleben hier nicht nur erleichtern, sondern auch wieder normalisieren.
Die Polarisierung, die von Erdogan und seiner AKP betrieben wird, spaltet die Türkei in Schwarz und Weiß, Gut und Böse, Feind und Freund. Jeder Kritiker wird zum Terroristen erklärt, jede Kritik wird als Terrorpropaganda dargestellt.
Und auch die in Deutschland lebenden Türkeistämmigen lassen sich dadurch spalten. Schon eine kleine abweichende Idee kann Grund genug sein, seinen Job zu verlieren oder ins Gefängnis gesteckt zu werden. Aus früheren Wahlen ist uns bekannt, dass der Wahlkampf auch unter den hier lebenden Türkeistämmigen zu einer starken Polarisierung führt. Das rechts-nationale Bündnis zwischen der AKP und der MHP (Nationalistische Bewegungspartei –„Graue Wölfe“) möchte die absolute Macht in der Hand von Erdogan vereinen und die Macht des Parlamentes, der Gerichte und der ausführenden Organe dem Präsidenten unterstellen. Dabei ist diesem Bündnis recht, jegliche staatliche Mittel und Möglichkeiten für die eigene Propaganda zu benutzen und die Wahrheit zu verdrehen, wie es gerade passt.
Wir wollen gemeinsam mit dem Journalisten Yücel Özdemir über die aktuelle politische Lage in der Türkei, die Auswirkungen auf die türkeistämmigen Menschen in Deutschland und die neuen und alten türkischen nationalistischen Gruppen diskutieren.«

 
 
 
 


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