Donnerstag 29.03.18, 10:15 Uhr
Bochum verzichtet auf Fördermittel für den Radwegebau

Grüne kritisieren Stadtverwaltung

Die grüne Ratsfraktion kritisiert, dass die Stadtverwaltung offensichtlich keine Fördermittel für den Radwegebau abruft: »Über das Landesprogramm Nahmobilität 2018 können die Städte in NRW Fördermittel für den Rad- und Fußwegebau an kommunalen Straßen beantragen. Insgesamt 16,1 Millionen Euro stellt das Land den Städten und Gemeinden dafür zur Verfügung. Nachdem die Grünen unlängst kritisiert haben, dass ein beantragtes und bewilligtes Projekt als Zubringer zum Springorumradweg letztes Jahr nicht realisiert wurde, zeigen sie sich nun erneut irritiert. „Wie jetzt im Ruhrparlament bekannt wurde, hat die Stadt Bochum auf eine Beantragung von Fördermitteln für den Rad- und Fußwegebau im Rahmen des Förderprogramms Nahmobilität 2018 gänzlich verzichtet. Lediglich für Öffentlichkeitsarbeit sei ein kleiner Betrag beantragt worden.
Wir sind uns noch nicht ganz sicher, was das zu bedeuten hat. Entweder die Stadt benötigt keine Fördermittel für den Radwegebau, oder im Bereich Straßenplanung verschläft man derzeit die Planung von Rad- und Fußwegen. Beides wäre ein Grund, hier hart durchzugreifen. Es kann nicht sein, dass die vom Rat beschlossenen Maßnahmen zum Radwegebau ignoriert werden und Hilfe vom Land nicht angenommen wird. Wer sich offenen Auges durch Bochum bewegt weiß, dass an vielen Ecken und Enden Rad- und Fußwege fehlen“ so Sebastian Pewny, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen im Rat.
Besonders pikant: Die 2017 nicht realisierte Maßnahme Zubringer zum Springorumradweg, bei der die Stadt Fördermittel verfallen lassen hat, wurde 2018 gar nicht erst wieder angemeldet. «

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31. Mrz. 2018, 21:58 Uhr

LeserInnenbrief von Wolfgang vom Ubu:

Ostern ist nah, und diesmal gleichzeitig der 1. April. Ein gut gewählter Termin, so dachten sich anscheinend die Grünen, um die Bochumer mal wieder zu verkohlen. Da sitzen sie mit den Sozialkleptokraten Eiskirch und Co.KG quasi auf der Regierungsbank, und behaupten nun, irritiert zu sein und ihre Informationen erst via Ruhrparlament bekommen zu haben. Wer sich wirklich mit offenen Augen durch Bochum bewegt , sieht jede Menge Stellen , an denen es brennt , gerade auch auf den Gebieten, um die sich zu kümmern die Grünen einst versprachen. Aber das ist verdammt lange her, geschätzt so an die 30 Jahre. Seitdem ist vieles davon den Bach runter gegangen, was mal für grün und Ökologie stand, von anderen Schwerpunkten wie Frieden oder Sozialem ganz zu schweigen. Und nun das wieder aufs Tablett zu bringen , wo es an allen grünen Rändern bröckelt, wen wollt ihr damit noch verkackeiern ? (Hat das Ruhrgebiet dafür nicht wunderschön treffende Begriffe parat ?) Da sind doch nicht nur die Zubringer für Radwege. Bevor du überhaupt einen Radweg erreichst, hast du dir doch schon mindestens einen Achter reingefahren, weil du durch die Schlaglöcher auf den Bochumer Strassen fahren musstest. Wo sind eigentlich die versprochenen Bäume im Bereich Weitmarer Bahnhof abgeblieben ? Müssen wir uns von dem Landschaftsschutzgebiet Werner Feld verabschieden ? Wird nun in Bochum alles an Böden versiegelt, was nicht im Umkreis Stiepel, Haarstrasse, liegt ? Okay, ich weiss, dass wir noch etliche mächtige Autohändler in der Stadt haben , aber können wir nun, wo Opel eh weg ist , nicht mal drangehen und mindestens Dieselverbote und Tempo 30 in der Stadt durchsetzen , wenn schon nicht gleich eine ganz autofreie Stadt? Ja,ja, ich hör schon wieder das alte Gejammer, die (durch und durch korrupte) Stadtverwaltung sei die eigentliche Schuldige. Daran ist etwas dran, doch ist sie das schon seit 60 Jahren und nicht allein schuldig: Der Chef der Verwaltung ist euer Kumpel, der OB! Wenn ihr Grünen jetzt antreten wollt, um hier in Bochum endlich mehr Lebensqualität zu erreichen, solltet ihr euch daran erinnern, wohin ihr jetzt endlich mal zu treten habt!


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