Dienstag 30.01.18, 20:05 Uhr

Gegen den Krieg der Türkei in Afrin

Die Bochumer Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschist*innen verurteilt den Krieg der Türkei gegen die Bevölkerung der syrischen Provinz Afrin und ruft zur Solidarität auf : »Der Überfall der türkischen Armee und der Krieg des Erdogan-Regimes gegen die Kurdinnen und Kurden in Syrien sind Verbrechen. In der Region Afrin leben etwa eine Million Menschen. Die kurdische Enklave Afrin wurde bislang noch nicht vom Krieg heimgesucht und beherbergt hunderttausende Flüchtlinge aus anderen Teilen Syriens. Durch den Krieg sind viele zivile Opfer zu befürchten.
Die Frauen und Männer der kurdischen YPG sind ein Bollwerk gegen den IS. Sie haben den dschihadistischen Terror in Kobane besiegt, sie haben die syrische Stadt Raqqa vom Terror-Kalifat befreit, Modelle einer demokratischen Selbstverwaltung entwickelt und die Gleichberechtigung von Mann und Frau verwirklicht. Vor allem dagegen führt Erdogan seinen Angriffskrieg und kündigt in seinen Kriegsreden offen an, alle Kurdinnen und Kurden aus Afrin zu vertreiben.
Wir fordern den sofortigen Rückzug der türkischen Armee und all ihrer islamistischen Söldnermilizen!

Wir fordern, dass die Bundesregierung und alle politischen Instanzen klar und unmissverständlich diesen Krieg verurteilen. Jegliche Beihilfe, auch über NATO-Strukturen, muss eingestellt werden!

In Afrin kommen deutsche Waffen, vor allem Leopard-2-Panzer zum Einsatz. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Außenminister Sigmar Gebriel hüllen sich dazu in Schweigen. Wir fordern den sofortigen Stopp aller Pläne, türkische Panzer mit Hilfe deutscher Rüstungskonzerne zu modernisieren!

Die Region braucht keine Waffen sondern Frieden und territoriale Integrität!

Wir rufen die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt auf: Protestiert gegen diesen Krieg, seid solidarisch mit den Kurdinnen und Kurden hier und in Syrien!«

 

 
 
 
 


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