Montag 08.01.18, 12:37 Uhr

Warnstreiks in der Metall-
und Elektroindustrie

Die IG Metall Bochum-Herne ruft in Betrieben der Metall- und Elektroindustrie am morgigen 9. Januar zum Warnstreik auf. „Die Arbeitgeber haben diese Warnstreiks mit ihrem bisherigen Verhalten am Verhandlungstisch provoziert. Das Angebot von 2 Prozent und eine Einmalzahlung von 200 Euro trägt in keiner Weise der sehr guten wirtschaftlichen Situation der Branche Rechnung“, sagte Eva Kerkemeier, 1. Bevollmächtigte der IG Metall Bochum-Herne. „Dass sie diese Entgelterhöhung dann auch nur geben wollen, wenn wir ihren Gegenforderungen zustimmen, schlägt dem Fass den Boden aus. Das würde bedeuten, dass die Beschäftigten noch länger und noch flexibler arbeiten müssen und das ohne Zuschläge für Überstunden. Neben sechs Prozent mehr Geld für zwölf Monate fordert die IG Metall einen Anspruch auf zeitweise Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit auf bis zu 28 Stunden. Wer in Schicht oder anderen belastenden Tätigkeiten arbeitet, Kinder betreut oder Angehörige pflegt, soll zudem einen Zuschuss bekommen, um sich die kürzeren Arbeitszeiten leisten zu können.
Bis zur dritten Verhandlung am 18. 1. in Neuss wird die IG Metall in ganz NRW zu mehrstündigen Warnstreiks aufrufen. Kerkemeier: „Es muss Schluss sein mit juristischen Ablenkungsmanövern. Am 18. Januar erwarten wir endlich eine konstruktive und sachorientierte Verhandlung über unsere Forderungen. Sollte es immer noch keine Bewegung geben, werden wir bei den Warnstreiks nochmal kurzfristig nachlegen und dann aber auch schnell über 24-Stunden-Warnstreiks entscheiden. Wir wollen moderne, faire und Chancengleichheit schaffende Regelungen für die Beschäftigten.“

 
 
 
 


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