Donnerstag 14.12.17, 07:10 Uhr

Wem gehört die Innenstadt?

Der squatBO-Tresen lädt am Samstag den 16. Dezember um 18 Uhr im Sozialen Zentrum zu einem Vortrag der Initiative “Stadt für Alle” zur Privatisierung der Innenstadt ein: »Seit einiger Zeit verfolgen Bochums Oberbürgermeister Thomas Eiskirch (SPD) und die rot-grüne Ratsmehrheit das Ziel, die Bochumer Innenstadt grundlegend umzustrukturieren. Auf Vorschlag der Verwaltung und der Consultingagentur Ernst & Young sollen zentrale städtische Gebäude abgerissen werden, um anschließend rund 12.800 Quadratmeter Grundstücksfläche in bester Innenstadtlage zu privatisieren. Als Ersatz für die eigenen Räumlichkeiten soll die Stadt zukünftig für bis zu 15.000 Quadratmeter Bürofläche Miete zahlen – in dem privaten Neubauprojekt auf dem ehemaligen Justizgelände, für das der Investor HBB noch einen zahlungskräftigen Ankermieter sucht.
Aktive des Netzwerks „Stadt für Alle” werden die aktuellen Planungen und die anstehenden Entscheidungen vorstellen. Was genau steckt hinter der “Strategie 2030“ für die Bochumer City, auf die SPD und Grüne so stolz sind? Wie werden die geplanten Privatisierungen die Innenstadt verändern, wenn sie nicht verhindert werden? Wer droht dabei auf der Strecke zu bleiben? Wie können wir in diese Auseinandersetzungen intervenieren, um für eine solidarische und offene Stadt und selbstbestimmte Räume ohne Konsumzwang zu kämpfen – und um deutlich zu machen, dass die Stadt uns allen gehört?«

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15. Dez. 2017, 13:54 Uhr

LeserInnenbrief von Wolfgang vom Ubu:

Wem gehört die (Innen-)Stadt ? Es gibt da einigen Wirrwar diesbezüglich . Habt ihr die Frage nicht schon beantwortet ? Ist doch wohl klar wem ! Dem Eiskirch und seiner Gang von der rot-grünen identitären Bewegung ! Aber ich fiel da neulich auch mal rein : Es gab in letzter Zeit Aufkleber in der Straße , die ich noch nicht kannte. Darauf konnte ich lesen : Unser Land – unsere Werte – Identitäre Bewegung . Zunächst dachte ich, das ist doch ganz schön frech von den Grundbesitzern , bloß weil ihnen Land gehört, auch darauf bestimmen zu wollen. Cuius regio, eius religio fiel mir da wieder ein. Da sind wir ja gleich in den USA , wo du auf privatem (= geraubtem) Gelände erschossen werden kannst. Aber inzwischen erfuhr ich von einem meiner Kunden, dass es hier strenggenommen fast noch schlimmer ist . Da gibt es offensichtlich Leute, wie eben diesen Eiskirch und seine identitäre Gang, die sich anmaßen, über die Stadt, über das Land bestimmen zu können, als wären sie deren Eigentümer ! Und gibt es inzwischen nicht noch höhere Rechte,
Menschenrechte ? Sie sind aber gar nicht Eigentümer ! Sie sind nicht einmal Mieter, die immerhin in den angemieteten Immobilien Hausrecht besitzen, also jemanden rauswerfen können und eine neue Küche einbauen lassen können. Und doch ist es anscheinend in diesem Scheißstaat legal, dass solche Fuzzies trotz des zeitlich beschränkten Mandats durch ihre Wählerschaft , auf dem Gebiet dieser Mandatschaft langfristige Schäden in Form von Zerstörung von Umwelt und öffentlichem Raum anrichten können zu Gunsten der Geldbeutel ihrer Kumpel , und ohne dass dann nach der Mandatschaft verlangt werden könnte, dass der vorige Zustand wieder hergestellt werde. Sind die Wähler so bescheuert, solche Gangster , die sich auf Kosten der Einwohner bereicherten , mit ihrer Beute laufen zu lassen ? Das erfahrt ihr in der nächsten Fortsetzung unseres Romans ….


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