Samstag 11.11.17, 10:40 Uhr

Gedenken an Carlos Palomino

R.I.P. 11.11.2007

Das Polit-Cafè Azzoncao erinnert: »Am 11. November 2007 wurde der 16-jährige Antifaschist Carlos Palomino auf dem Weg zu einer Kundgebung gegen die rechtsradikale Partei „Democracia Nacional“ (DN) in der Madrider U-Bahn von einem spanischen Falangisten erstochen. Eine Woche später demonstrierten wir mit vielen anderen am 17.11.2007 durch Bochum, um unsere Anteilnahme und Solidarität gegenüber den Angehörigen, FreundInnen und GenossInnen von Carlos Palomino zu zeigen. Die Demonstration stand unter dem Motto „Cambiad Furia y Tristeza a Resistencia!“ – „Verwandele deine Wut und Trauer in Widerstand!“.
Für unseren Film „uno di noi – einer von uns“  über das Graffito, das 2008 an der Bochumer Hermannshöhe für die ermordeten Antifaschisten Carlos Palomino, Timur Kacharava, Fjedor Filatov, Davide Cesare, Renato Biagetti, Jan Kucera und Thomas Schulz entstand, fuhren wir im April 2009 für ein Interview mit Mavi Muñoz nach Madrid. Wir trafen die Mutter von Carlos Palomino in dem Stadtteilladen „Asociacion de vecinas/os alto del arenal“ im Barrio Vallekas.«

Um Carlos zu gedenken, der heute vor 10 Jahren ermordet wurde, veröffentlichen wir hier noch einmal das damals geführte Interview:

Madrid: Der faschistische Mord an Carlos Palomino
22.04.2009

Der 16-jährige Carlos Yavier Palomino wurde am 11. November 2007 in einer U-Bahn in Madrid von einem 24-jährigen rechtsradikalen Berufssoldaten erstochen. Am 12. April 2009 interviewten einige Mitglieder von Azzoncao seine Mutter Mavi im Stadtteilladen „Asociacion de vecinas/os alto del arenal“ in Vallekas, dem Stadtteil aus dem Carlos stammte.

(Wir weisen darauf hin, dass wegen der Übersetzung das gesprochene Wort etwas „eingedeutscht“ wurde. Also Begriffe und Ausdrücke umgangssprachlich niedergeschrieben wurden. Ein herzliches Dankeschön hier noch mal an den Übersetzer.
Des weiteren haben wir uns nur auf die Niederschrift des Gesagten konzentriert. Wie Mavi auf die Fragen reagierte und wie sie erzählte, war weit emotionaler, als der hier wiedergegebene Text es erscheinen lassen.)

Azzoncao: Um uns kurz vorzustellen: wir sind Mitglieder einer Antifagruppe, die Erinnerungsarbeit macht. D.h., dass wir versuchen über die faschistische Morde an GenossInnen zu berichten und ZeugInnen und Familienangehörige zu Wort kommen zu lassen. Das auch besonders im benachbarten europäischen Ausland. Wir hoffen, dass wir mit unseren Fragen den richtigen Ton treffen, dass keine unserer Fragen ungebührlich sind.
In Deutschland war es vor ein bis eineinhalb Jahren sehr schwer, über den Mord an Carlos etwas zu erfahren. Können Sie uns etwas über Mord am 11. November 2007 erzählen?

Mavi: An diesem Tag wollte mein Sohn Carlos auf eine Demonstration gegen die faschistische Partei Democracia National (DN) gehen, die eine Demonstration gegen MigrantInnen veranstalten wollte. Carlos war 16 Jahre alt. Er gehörte zu keiner politischen Organisation, verstand sich aber als Antifaschist. Auf dem Weg zu der Demonstration im Stadtteil Usera, in der Metrostation Legazpi, kam es zu den Ereignissen. In der Metrostation warteten die ganzen AntifaschistInnen, um in die Metro zu steigen und zur Demonstration zu fahren. Bevor die U-Bahn hielt, konnte der Berufssoldat und Nazi, der später meinen Sohn erstach, sehen, wer in die U-Bahn steigen würde. Die ganze U-Bahnplattform war voll mit AntifaschistInnen, etwa 300 Personen. Als er sah, dass so viele Leute, die gegen seine Naziideologie waren, die U-Bahn betreten würden, präparierte er seine Waffe. Er hatte ein Kampfmesser bei sich und schob es in den Ärmel seiner Jacke, um es schneller ziehen zu können. Nicht speziell gegen Carlos, sondern gegen irgendeinen Antifaschisten.

Azzoncao: War der Mann wie ein Nazi angezogen, dass die Antifaschisten ihn sofort als Solchen erkannt hätten?

Mavi: Er war ganz normal angezogen. Allein ein Oberhemd der Marke Three-Stroke hatte er an. Als die U-Bahn anhielt und die Türen aufgingen, stiegen die AntifaschistInnen ein. Carlos stellte sich neben den Militär, bemerkte dessen Hemd und zeigte mit dem Finger darauf. Das nächste was passierte, war, dass dieser Mann das Messer Carlos in die Brust rammte und in das Herz stach. Der Zug war noch nicht abgefahren und die Waggontüren offen. Carlos wankte aus dem Waggon auf die Plattform zurück. Seine Freunde hatten von dem Angriff nichts mitbekommen und waren verwundert. Sie forderten ihn auf, wieder in den Waggon zu kommen, hielten seine Aktion für einen Scherz. Aber dann brach Carlos auf dem Bahnsteig zusammen. Er blutete stark aus seiner Wunde und die Leute bekamen mit, dass er angegriffen worden war. Es entstand ein großes Chaos. Durch die Geistesgegenwart des Zugführers, der die Aufregung am Ende des Zuges mitbekam, fuhr die Metro nicht weiter, sondern blieb stehen. Ein Teil der Leute eilte auf den Bahnsteig und begann, sich um Carlos zu kümmern, eine Ambulanz zu rufen und ähnliches. Andere versuchten, den Nazi an der Flucht zu hindern. (Anmerkung: In den neuartigen Züge der Madrider Metro sind die einzelnen Waggons nicht voneinander getrennt.) Alex, ein Freund von Carlos, hat sich getraut, auf den Mann zuzugehen, um ihm das Messer abzunehmen. Die Konsequenz war, dass auch er einen Messerstich in die Brust bekam. Der Stich traf die Lunge und Alex verlor durch die Messerattacke die halbe Lunge. Als Alex zusammenbrach, stellte sich der Berufssoldat vor den Antifas hin, provozierte sie und meinte sinngemäß „Wer will der nächste sein?“.(Die Antifas der CAdM ergänzten, dass noch eine weitere Person an der Hand verletzt worden ist.) Das Ganze passierte an einem normalen Sonntagmittag, wenn hier in Madrid alle Familien unterwegs sind mit ihren Kindern, Großeltern usw. In den anderen Waggons und auf dem Bahnsteig entstand eine Art Panik, die Leute flüchteten aus der Metrostation auf die Straße, einige zogen sich dabei Verletzungen zu. Als der Soldat mitbekam, dass die U-Bahn weder weiterfuhr, noch die AntifaschistInnen ihn gehen lassen wollten, nahm er sich einen Feuerlöscher und setzte diesen ein. Er besprühte die AntifaschistInnen und schaffte es bis zum Ausgang der Metro, dort holten die Freunde von Carlos ihn ein und schlugen ihn zusammen. In diesem Moment kam die Polizei und nahm ihn fest.

Die Demonstration gegen die DN war als ein friedlicher Protest geplant. Als bekannt wurde, dass ein Antifaschist durch einen Nazi mit einem Messer schwer verletzt worden war, eskalierte die Situation. Die DemonstrantInnen versuchten über die Brücke von Legazpi zum Aufmarsch der Nazis zu kommen. Die Polizei von den Anti-Disturbios mit ihrer Spezialausrüstung beschützte die Nazis und ging gegen die DemonstratInnen vor. Dabei rief die Polizei solche Sachen, wie „Auf die Schmutzfinken“, womit sie die AntifaschistInnen meinte.
Ich war von meiner Nachtschicht nach Hause gekommen und lag gerade eine Stunde im Bett, als ich angerufen wurde. Mir wurde gesagt, dass Carlos schwer verletzt worden sei, er sei am leben, aber der Rettungsdienst würde sich um ihn bemühen. Mehr Informationen bekam ich zu diesem Zeitpunkt nicht. Ich fuhr zum Krankenhaus „hospital 12 de octubre“. Als ich dort ankam, wusste niemand etwas von Carlos. Ich rief mehrere Krankenhäuser an, um an Informationen zu kommen. Zwischendurch wurde verkündet, dass Carlos verstorben sei, das bekam ich aber erst viel später mit. Viele Leute kamen zum Krankenhaus, weil sie glaubten, Carlos sei hierhin gebracht worden. Aber nur Alex war ins Krankenhaus gebracht worden. Erst um 16.30 Uhr erfuhr ich, dass Carlos verstorben war.

Azzoncao: Wie heißt der Mörder Ihres Sohnes?

Mavi: Er heißt Josué Estébanez de la Hija Außer seinem Kampfmesser hatte er noch einen Schlagring bei sich. Den fand man bei seiner Festnahme. Mit diesen Waffen wollte er zum Aufmarsch der Democracia National. Er sitzt zur Zeit in Untersuchungshaft. Erst saß er im Militärgefängnis, bis sein Zeitvertrag ausgelaufen war. Jetzt sitzt er in einem Gefängnis für Zivilpersonen. Vermutlich kommt es in zwei Monaten zur Gerichtsverhandlung, aber so genau weiß man das nicht.
Für eine lange Zeit und auch heute noch ist in den Massenmedien zu hören, dass es eine Bandenauseinandersetzung war. Das Grundlegende an den Ereignissen vom 11. November ist aber, dass es kein Bandenkrieg war, sondern dass es sich um unterschiedliche Ideologien handelte, die aufeinander trafen. Staatliche Institutionen wollen dies nicht anerkennen, dabei muss ich sagen, dass die Naziideologie geschützt wird vom Staat. Es gibt viele legale Naziparteien und -organisationen. Nach Francos Tod bis heute, in der Zeit der sogenannten Transición , kam es zu vielen Morden faschistischer Gruppen. Doch die Antifaschisten sind es, die vom Staat nicht als legal angesehen und kriminalisiert werden, obwohl sie im Gegensatz zu den Faschisten niemanden getötet haben.

Azzoncao: Wie waren die öffentlichen Reaktionen auf den Mord ?

Mavi: Es gab eine große Desinformation, angefangen bei der rechten Zeitung ABC bis hin zu El Pais, so wurde die Kontrainformation über die Zeitschrift Diagonal und im Internet sehr wichtig, die die Realität und die Wahrheit darstellte. Die Printmedien und das Fernsehen sind sehr manipulativ und in ihrer Tendenz rechts. D.h. Es gibt nicht so etwas wie rechte und linke Zeitungen, sondern alle tendieren immer mehr nach rechts.

Azzoncao: Wir haben gehört, dass Medien mit Ihnen ein Interview gemacht haben, was im Nachhinein sehr entstellt wiedergegeben wurde. Stimmt das?

Mavi: Oh, ja.

[Anmerkung: Kommunique der CAdM und ein Brief von Mavi. Der Hetzbeitrag der TV-Kette Tele5 heißt „Diario de... los extremosseodian“ - "Tagesbericht von... Die Extreme berühren einander" und ist von der Sensationsreporterin Mercedes Milá: Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5]

Azzoncao: Welche Reaktionen antifaschistischer Gruppen gab es ?

Mavi: Nach dem Mord an Carlos sind die antifaschistischen Gruppen aktiver geworden und mehr auf der Straße, sie haben weniger Angst vor Repressalien, sie organisieren viele Demonstrationen und Versammlungen zur Erinnerung an Carlos und für die Rechtsprechung. Gestern sind es 17 Monate, seit Carlos ermordet wurde, ich habe zunächst geglaubt, es würde nur zwei Wochen anhalten und dann in die Vergessenheit geraten, aber seit 17 Monaten werden an jedem 11. des Monats Blumen an der Metrostation angebracht und es wird sehr viel unternommen im Hinblick auf den anstehenden Prozess. Ich bin stolz darauf, was die AntifaschistInnen für Carlos in Bewegung setzen.

Azzoncao: Für Carlos wurde eine Gedenktafel an der Metrostation angebracht?

Mavi: Ja, am 24.11.2007 wurde die Tafel an der Metrostation Legazpi angebracht. Im April/Mai darauf, haben Nazis diese Tafel zerstört, Teile davon mitgenommen und haben geprahlt, die Tafel zerstört zu haben. Das hat mir sehr zugesetzt, dass diese Leute nicht einmal Respekt gegenüber einer Gedenktafel zur Erinnerung an Carlos haben. Daraufhin wurde eine Demonstration gemacht und eine zweite Gedenktafel angebracht, die sich immer noch dort befindet.

Azzoncao: Wann wird der Prozess gegen Josué Estébanez de la Hija, den Mörder von Carlos, sein?

Mavi: Der Prozess wird aller Voraussicht in zwei Monaten beginnen. Es gibt eine offizielle Anklage, mehrere Nebenklagen, eine Nebenklage führe ich. Es existiert ein Video über den Mord. (Anmerkung: Die modernen Metro-Wagons sind alle videoüberwacht.) Ich beabsichtige, dies Video zu gegebener Zeit zu veröffentlichen. Wir haben den Antrag gestellt, den Mord als ein ideologisches Verbrechen zu deklarieren, etwas, was es bisher in Spanien nicht gibt. Falls Carlos vor einem spanischen Gericht keine Gerechtigkeit widerfährt, werde ich mit seinem Fall auch vor das Straßbourger Gericht ziehen. Für mich ist es sehr wichtig, dass die Nazis als illegal deklariert werden und dem Terrorismus gleichgestellt werden.

Azzoncao: Wir haben gehört, dass die Nazis diese Jahr eine Demonstration zur Freilassung des Mörders gemacht haben. Stimmt das?

Mavi: Ja, es gab eine Demonstration am 28. März hier im Stadtteil Vallecas. Angekündigt war sie als Demonstration gegen die wirtschaftliche Krise, es drehte sich aber um den Mord an meinen Sohn und um die Freilassung des Mörders. Und das hier, in Vallecas, einem linken und multikulturellen Stadtteil. Diese Demonstration war eine gezielte Provokation von den Nazis. Die Naziorganisation, die die Demonstration anmeldete, heißt Movimiento Patriota Socialista (MPS), eine faschistische Sammelbewegung. Sie bekam die Erlaubnis von der Stadtregierung, demonstrieren zu dürfen. Die Nazis riefen „Carlos, gib uns das Messer zurück“, „Sieg Heil“ und forderten die Freilassung des Mörders von Carlos. Ich war auch unter den Leuten, die gegen den Naziaufmarsch demonstrierten. Die Stadtverwaltung hatte die antifaschistische Versammlung nicht genehmigt. Es kam dann zu Auseinandersetzungen. Die Demonstration der Nazis wurde von der Polizei beschützt, die AntifaschistInnen von den Anti-Disturbios beschimpft und attackiert. Ein Polizist machte sich mir gegenüber über den Tod meines Sohnes lustig. So war die Stimmung bei der Polizei. Die Polizei provozierte und es kam zu Handgreiflichkeiten. 20 Leute, davon 6-7 Minderjährige, wurden festgenommen und erst am nächsten Tag, mit Anzeigen versehen, wieder entlassen. Soledad Mestre von der Stadtregierung, Mitglied bei den Sozialisten der PSOE, vergibt die Genehmigungen für Demonstrationen. Sie äußerte, dass es keinerlei Provokationen durch die Nazis gegeben hätte. Weder verbal, noch sonstige Attacken. Generell sei es eine friedliche, rechte Demonstration gewesen. Das Gegenteil gelte für die Antifaschisten, dies bewies sie durch die Festnahmen und Fotoaufnahmen.
Nachdem dies vorgefallen war, forderten wir mit unserem neuen Verein „Asociación de Víctimas de la Violencia Fascista“, MigratInnenorganisationen und anderen Vereinen, dass Soledad Mestre zurücktritt und dass alle Demonstrationen von rechtsradikalen und faschistischen Organisationen verboten werden. Aber wir stießen auf taube Ohren, keine unserer Proteste und Briefe wurde beantwortet. So wird es am 18. April eine weitere Demonstration der Falange geben und der MPS, außerdem sind am 1. und 2. Mai fünf Nazi-Demonstrationen angemeldet. Wir versuchen, diese Demonstrationen zu illegalisieren, aber zur Zeit sieht es nicht gut aus.

Azzoncao: Können Sie etwas zu dem neu gegründeten Verein erzählen?

Mavi: Der Verein ist neu, ca. einen Monat alt, er ist von mir und vier/fünf anderen Eltern gegründet worden, deren Kinder Opfer rechter Gewalt geworden sind. Wir sind dabei, weitere Eltern zu kontaktieren, demnächst werden wir mehr an die Öffentlichkeit gehen. Zunächst haben wir uns anläßlich der Nazi-Demonstration von 28.3. an die Öffentlichkeit gewandt. Ziel und Zweck unserer Vereinigung ist es, dem Faschismus zu bekämpfen, ihn zu illegalisieren und offiziell dem Terrorismus gleichzustellen. Der korrekte Name ist „Asociación de Víctimas de la Violencia Fascista, Racista y Homófoba“ – „Verein der Opfer faschistischer, rassistischer und homophober Gewalt“.

Azzoncao: Wie schätzen Sie generell die Akzeptanz faschistischer Gruppen und deren Gesinnung in der spanischen Gesellschaft ein?

Mavi: Die Akzeptanz ist steigend. Aber auch der Grad der antifaschistischen Einstellungen steigt. Es ist wichtig, dass die Bevölkerung reale Informationen erhält. Das ist hier in Spanien schwer, da die Presse oft die Informationen manipuliert.

Azzoncao: Können Sie uns sagen, wie Ihr Sohn war?

Mavi: Nun ich war seine Mutter was soll ich sagen. Ich bin eine Mutter.
Aber ich habe mich mehr als Freundin, denn als Mutter von Carlos verstanden. Carlos war herzlich zu seiner Familie und zu seinen FreundInnen. Er teilte gern, war nicht egoistisch. Er war sehr empfindlich gegenüber Ungerechtigkeit, was auch seine Sympathie für den Antifaschismus erzeugte. Er galt als treuer Kumpel, der versuchte Leute aufzumuntern, wenn es ihnen schlecht ging. Er war ein schlechter Schüler. Er machte oft Scherze, war ein Witzbold. Kommunikativ, auch zu älteren Personen. Er sprach aus, was er dachte. War nicht gewalttätig, ließ sich aber auch nichts gefallen. Er war streng zu mir, wenn ich rauchte. Er rauchte selber nicht, trank kaum. Er trieb viel Sport, hatte eine Medaille in Schwimmen, zwei Medaillen in Basketball, ritt, machte Judo und Kick-Bocken. Gewann immer im Schach gegen mich. Er war sehr neugierig, probierte alles aus, war wissbegierig

Azzoncao: Möchten Sie jugendlichen AntifaschistInnen in Deutschland etwas sagen?

Mavi: Vor einiger Zeit waren deutsche Antifaschisten in Madrid. Es hat mir gefallen, was für Aktivitäten diese machen. Ich kann den Jugendlichen empfehlen, sich ein Beispiel an den älteren AntifaschistInnen zu nehmen. Sie können froh sein, dort solche Beispiele zu finden.

Azzoncao: Möchten Sie noch etwas Generelles sagen?

Mavi: Ich möchte Euch danken, dass ihr von soweit her gekommen seid und ich würde mich freuen, wenn ihr dieses Interview auch außerhalb von Deutschland veröffentlichen würdet.

Azzoncao: Vielen Dank für dieses Interview.

 
 
 
 


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