Archiv - Oktober 2017

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Donnerstag 19.10.17, 11:01 Uhr
bodo irritiert über Selbstlob des Oberbürgermeisters

Wohnungslosenhilfe?

Die Wohnungsloseninitiative „bodo e.V.“ kritisiert die Darstellung des Oberbürgermeisters zum Bereich Wohnungslosenhilfe beim Jahresempfang in der Rotunde. Statt sie zu bündeln, würden die Angebote durch Kündigung der Mietverträge durch die Stadt auseinandergerissen.  „Wir freuen uns, dass der Oberbürgermeister die Wohnungslosen nicht ‑ Zitat ‑ ,von einer schäbigen Immobilie in eine andere‘ schicken will“, sagt Bastian Pütter, Redaktionsleiter des Straßenmagazins „bodo“. „Die vielen Jahre in einer baufälligen und zum Ende praktisch unbewohnbaren Immobilie waren leider kein Problem für die Stadt.“  Einen Neubau der Notschlafstelle in Modulbauweise begrüßt „bodo“ ausdrücklich. Dass so „die Versorgung wohnungsloser Menschen zukünftig an einer Stelle ermöglicht“ werde, so Eiskirch, sorgt aber für Irritationen.„Tatsächlich ist es so, dass bislang Tagesaufenthalt, Suppenküche, die Medizinische Wohnungslosenhilfe, ,bodo‘ an der Stühmeyerstraße und wenige Meter weiter die Beratungsstelle für Wohnungslose innenstadtnah gebündelt sind“, erklärt Tanja Walter, Geschäftsführerin des „bodo e.V.“. (weiterlesen)

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Mittwoch 18.10.17, 15:18 Uhr

75 Prozent für Sevim Dagdelen

Sevim Dagdelen ist auf der Klausurtagung der Linksfraktion mit 75 Prozent der Stimmen zur stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden gewählt worden. Das war überfällig. Für Bochumer Abgeordnete ist das eine Selbstverständlichkeit. Die Bochumer Abgeordneten Axel Schäfer (SPD) und Frithjof Schmid (Grüne) bekleiden diese Funktion schon seit vielen Jahren in ihren Fraktion. Während Axel Schäfer bundespolitisch kaum in Erscheinung tritt und eher die Hinterbänkler im Bundestag vertritt, ist Frithjof Schmidt eine einflussreiche Persönlichkeit in seiner Fraktion. Sevim Dagdelen war schon in der vergangenen Jahren ohne die Funktion in der Fraktionsführung eine Politikerin, die das Bild der Linken bundesweit in der Öffentlichkeit prägte. Wahrscheinlich wird sie jetzt noch häufiger zu Talkshows oder Interviews eingeladen. Ihre Linke Basis in Bochum freut sich: „Mit einem tollen Ergebnis von 75,4 Prozent wurde Sevim Dagdelen gestern als stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linken im Deutschen Bundestag gewählt. Darüber freuen wir uns sehr und schicken herzliche Grüße nach Potsdam, wo die Fraktionsklausur tagt. Sevim Dagdelen gehört zu den profiliertesten Außenpolitikern im Deutschen Bundestag und ist das Gesicht der Linken in der Integrations- und Migrationspolitik.”

Mittwoch 18.10.17, 14:28 Uhr

Soziale Stadtführung mit „bodo“

Bodo lädt am Samstag, den  21. Oktober  um 11 Uhr zu einer “Sozialen Stadtführung” ein: »Jetzt, wo es kälter wird, wird es für Menschen, die auf der Straße leben, besonders hart. Mit seiner sozialen Stadtführung zeigt der gemeinnützige Verein „bodo“ einmal im Monat, was es bedeutet, keine eigene Wohnung zu haben. Wie verbringen wohnungslose Menschen den Tag, wo die Nacht, welche Anlaufstellen gibt es für sie? Bei den sozialen Stadtführungen von „bodo“ werfen die Teilnehmenden gemeinsam mit einem Verkäufer des sozialen Straßenmagazins einen Blick in solche Einrichtungen, sprechen mit MitarbeiterInnen und erfahren von Verkäufern, die zum Teil selbst „auf Platte“ waren, was es eigentlich bedeutet, ohne Obdach zu sein. Die Tour dauert rund zwei Stunden.« (weiterlesen)

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Dienstag 17.10.17, 20:41 Uhr
Zehnter Stolperstein ein für einen verfolgten Homosexuellen

Erstmals wird an ein Männerpaar erinnert

Die Rosa Strippe schreibt: »Am Freitag, dem 20.10.2017 wird der Künstler Gunter Demnig zwischen 12.30 und 12.45 Uhr einen weiteren Stolperstein in Bochum verlegen. Der Stolperstein für Heinrich Barenberg ist der zehnte Stein für einen verfolgten Homosexuellen in Bochum. Erstmals wird damit an ein Männerpaar erinnert, die Verlegung des Stolpersteines für Gerhard Krebs wird im kommenden Jahr folgen. Der Stolperstein für Heinz Barenberg wird vor dem Haus Massenbergstraße 28/30 verlegt, ehemals Wittener Str. 22. Das Haus wurde in Folge des von Deutschen zu verantwortenden Krieges zerstört. (weiterlesen)

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Dienstag 17.10.17, 14:00 Uhr

Expedition Hamme: Thema Leerstände

In der Veranstaltungsreihe „Expedition Hamme – Häuser, Menschen, Nachbarschaften  der Volkshochschule (VHS) geht die Reise am Samstag, den 21. Oktober von 11 bis 14 Uhr weiter. Untersucht werden Leerstände im Stadtteil und folgende Fragen: Was bedeutet es für den Einzelnen, wenn Geschäfte zu bleiben? Was geht an sozialem Miteinander, an Lebensqualität, was an sozialer Sicherheit verloren?  Teilnehmende des ersten Teils der „Expedition Hamme“ stellen ihre Nachforschungen zu den Gewerbeflächen an der Dorstener Straße vor. Im Anschluss gibt es Raum für Fragen und gemeinsame Erinnerungen an frühere Angebote vor Ort, wie die zwei Kinos und eine Diskothek, die es bis in die 70er Jahre an der Dorstener Straße gab. Treffpunkt ist das Bürgerhaus Hamme, Amtsplatz 10–12. Die Veranstaltung wird von Petra Weiler geleitet, die Teilnahme ist kostenlos.  Anmeldungen sind unter der Rufnummer 02 34 / 910 – 15 55 möglich. Weitere Informationen zu „Expedition Hamme“ gibt es im Internet unter https://expeditionhamme.wordpress.com.

Montag 16.10.17, 18:32 Uhr
Kunst am Buseloh-Bau?

Ja, aber bitte nachhaltig und ökologisch!

Zur Sitzung des Ausschusses für Infrastruktur und Mobilität am Dienstag, den 17. Oktober, erklärt Sabine Lehmann, Mitglied der Der Linken in dem Ausschuss: „Die neu eingeweihte Brücke Buselohstraße soll als Kunst-am-Bau-Maßnahme illuminiert werden: LEDs sollen die Fachwerkschrägen des Brückenbogens von unten anstrahlen. Leider sieht diese Beleuchtung nicht nur schön aus: Sie kostet in der Anschaffung 80.000 Euro Steuergelder, sie wird für den Rest ihres Bestehens Energie verbrauchen und Stromkosten erzeugen. (weiterlesen)

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Montag 16.10.17, 09:06 Uhr

Gedenken an die Reichspogromnacht

Die Bochumer Gedenkveranstaltung zum 79. Jahrestag der Reichspogromnacht findet am Donnerstag, den 9. November um 17.00 Uhr am gewohnten Ort in der Harmoniestraße / Ecke Dr. Ruer-Platz statt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung seht ein Präsentation der SchülerInnen des Alice-Salomon-Berufskolleg. Sie erinnern an Susi Schmerler und ihre Familie. Im Einladungsflyer heißt es dazu aus dem Tagebuch der Susi Schmerler – Zeugnis der Flucht einer jüdischen Familie aus Bochum: “Meine Eltern hatten ein Schuhgeschäft und auch Ausrüstungssachen für die Zechenarbeiter. (…) Wir mussten unser Geschäft aufgeben, weil nicht mehr genug Kunden kamen. Auch viele Nachbarn hatten sich von uns zurückgezogen. Inzwischen heiratete meine ältere Schwester und ging nach Amerika. Meine Eltern wollten auch nach Amerika, schafften es aber nicht mehr. (weiterlesen)

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Sonntag 15.10.17, 12:22 Uhr

Alle Räder rollen für den Sieg

Am Sonntag, den 22.10. lädt die Volkshochschule zu einen Stadtrundgang mit Wolfgang Dominik ein zum Thema: “Zwangsarbeit und Kriegswirtschaft während des Faschismus in Bochum”. Treffpunkt ist um 14.00 Uhr am Jahrhunderthaus, Alleestr. 80. In der Ankündigung heißt es: »Spätestens mit Beginn des 2. Weltkrieges mussten und wollten die Betriebe in Bochum ihre Produktion auf kriegswichtige Güter umstellen. Im Verlauf des Krieges wurden immer mehr ZwangsarbeiterInnen auch nach Bochum gebracht und in über 150 KZ-ähnlichen Lagern eingesperrt. Wer waren diese Menschen? Wie lebten und starben sie? Wo waren die Lager? Gerade der von Hitler als NS-Musterbetrieb „geadelte“ Bochumer Verein als eine der größten Rüstungsschmieden des Reiches kann als trauriges Beispiel exemplarisch genannt werden. (weiterlesen)

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Sonntag 15.10.17, 11:10 Uhr

Sehenswerte Ausstellung: »VerSIErt«

Das Frauenarchiv ausZeiten weist in seinem aktuellen Rundbrief auf eine Ausstellung im Haus der Geschichte des Ruhrgebiets, Clemensstr. 17 hin: »Frauen machen Geschichte bei Evonik – Die sehenswerte Ausstellung zeigt das Ergebnis einer Aufarbeitung der Lage der Frauen in der chemischen Industrie anhand der Materialien aus dem Konzernarchiv von Evonik und der Vorgängerfirmen, inklusive der Situation von Zwangsarbeiterinnen während der NS-Zeit. Es ist das erste Mal, dass ein Konzern die Geschichte der Frauenarbeit selbst in den Blick nimmt.Die Ausstellung läuft bis zum 9. November 2017, ein Katalog zur kostenfreien Mitnahme ist ausgelegt.«

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Sonntag 15.10.17, 08:38 Uhr
Performance von noNEGATIF

Ohne dieses… Dazwischen

Am Mittwoch, den 18.10. um 19.30 Uhr bringt die Gruppe noNEGATIF ihre neue Performance „Ohne dieses … Dazwischen“ im Bahnhof Langendreer auf die Bühne und zu den Menschen. Unter Begleitung von Danny Friedrich hat sich noNEGATIF erneut auf den Weg gemacht, dem Wesentlichen in uns auf den Grund zu kommen. Oder zumindest ein Stück näher. Ausgehend von der Arbeit mit Texten von May Ayim, MaSeHo, Nayyirah Waheed, Mascha Kaléko und anderen ist eine interaktive Performance entstanden, die in der Begegnung mit den Gästen dieses Wesentliche aufzuspüren versucht. Die Papiere weg. Die Namen. Die Erinnerungen und Zuschreibungen. Die Augen geschlossen. Bloß blankes ICH. (weiterlesen)

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Samstag 14.10.17, 15:52 Uhr

Gegen die totale Erfassung

Am 2. November um 19:00 Uhr lädt die Initiative Kulturfabrik Bochum im Sozialen Zentrum zu einer Veranstaltug unter dem Titel “Gegen die totale Erfassung DISRUPT”! ein: »Dies beschreibt die Versuche, das menschliche Dasein den Anforderungen einer reduktionistischen künstlichen Intelligenz zu unterwerfen. Der Anpassungsdruck des Menschen an die Maschine wirkt bereits jetzt – weit vor einer vollständigen Vernetzung aller mit allem. Das Redaktionskollektiv çapulcu dechiffriert diese – oft unhinterfragte – Entwicklung als Angriff auf unsere Autonomie und analysiert seine entsolidarisierende Wirkung. Denn Technologie ist nie neutral, sondern immanent politisch. Ein Gegenangriff auf die Praxis und die Ideologie der totalen Erfassung erscheint zwingend notwendig. Die Autor*innen plädieren für die Wiederbelebung einer praktischen Technologiekritik zwischen Verweigerung und widerständiger Aneignung spezifischer Techniken. Themen werden sein: (weiterlesen)

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