Freitag 27.10.17, 11:58 Uhr

Bilanz der Lutherdekade

Die Initiative Religionsfrei im Revier hat zum Abschluss der von der evangelischen Kirche zelebrierten” Lutherdekade” eine Broschüre mit dem Titel “Hassprediger Luther – Abgründe eines Reformators” veröffentlicht. Hierin wird dokumentiert,  mit welchem mörderischen Hass Luther Andersglaubende und Denkende verfolgt hat. Luthers Buch “Von den Juden und ihren Lügen” war schließlich eine Blaupause für den Holocaust. Die ev. Kirche und Theologen wie Günter Brakelmann versuchen immer wieder, den Judenhass von Luther zu verharmlosen. Luthers Zitat “Wenn ich einen Juden taufe, will ich ihn an die Elbbrücke führen, einen Stein an den Hals hängen und ihn hinab stoßen und sagen: Ich taufe dich im Namen Abrahams” ist allerdings nicht weich zu spülen. Führende Nazis wie Julius Streicher haben sich in den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen auf Luther berufen.
Im Laufe der “Luther Dekade” sah sich die ev. Kirche gezwungen, sich von Luthers Judenhass zu distanzieren. “Luther Botschafterin” Margot Käßman räumte ein, erst jetzt die Texte von Luther gelesen zu haben. Statt von einer Lutherdekade spricht die ev. Kirche inzwischen lieber von einer Reformationsdekade.
Die Broschüre hat das Verdienst, dass sie neben dem mittlerweile etwas bekannterem Judenhass von Luther auch die gesamte Persönlichkeit von Luther als Hassprediger dokumentiert. Er wollte Hexen am liebsten selber verbrennen, forderte dazu auf, die aufständischen Bauern mit dem Schwert zu erschlagen und wollte den Papst und die Kardinäle an den Galgen bringen. Behinderte wollte Luther ersäufen, Prostituierte ädern und rädern. Aber auch Prediger, die nur ein wenig von seiner Lehre abwichen, drohte er mit der Todesstrafe. Er erkannte, dass die Vernunft der ärgste Feind des Glaubens ist. Ihr sollten die Augen ausgestochen werden.
Die Broschüre besteht zu einem großen Teil aus Luther-Zitaten, die mit Quellennachweisen dokumentiert sind.
Die Druckversion der Broschüre kann z. B. heute Abend beim Treffen der Initiative Religionsfrei im Revier im Bahnhof Langedreer für 1 Euro erworben werden. Sie steht auch als pdf-Datei zur Verfügung.

 

3 LeserInnenbriefe zu "Bilanz der Lutherdekade" vorhanden:

LeserInnenbrief(e) zu "Bilanz der Lutherdekade" als RSS


 

27. Okt. 2017, 15:49 Uhr

LeserInnenbrief von Doro:

Alles zugegeben….Aber Luther war auch ein Meister der deutschen Sprache. Das kann man von dem hier gegebenen Text leider nicht sagen (z.B. “der” Verdienst, während es “das” Verdienst heißen muss! u.v.a.m.) Daher: kleinere Brötchen backen und erst in den Duden schauen!


 

28. Okt. 2017, 12:12 Uhr

LeserInnenbrief von Peter:

Vielen Dank für diesen Hinweis. Ich finde es sehr beruhigend zu wissen, dass Luther seine Hasspredigten exzellent formuliert hat. Auch bei den Verantwortlichen im Dritten Reich wird immer nur das Negative gesehen. Hier wird z. B. fast nie anerkannt, welche logistischen Meisterleistungen vollendet wurden.


 

28. Okt. 2017, 20:10 Uhr

LeserInnenbrief von Fritz:

So bissig wie die Inquisition. So beisst euch doch selbst irgendwohin, z.B. in den Hintern des von euch so verehrten Giordano Bruno, geboren als Luther gerade tot war. Auch der ein Antisemit, aber da entschuldigt ihr es mit dem “Zeitgeist”.


Terminmitteilungen bitte an
redaktion@bo-alternativ.de