Archiv - Mai 2017

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Dienstag 16.05.17, 12:17 Uhr
Drastische Gebührenerhöhungen bei der Musikschule geplant

Rot-grüner Abgesang

Die Bochumer Linksfraktion kritisiert die Ankündigung von SPD und Grünen, auf der Ratssitzung am Donnerstag für eine massive Erhöhung der Musikschul-Entgelte zu stimmen. „Die Pläne sind zutiefst unsozial und treffen vor allem die Schwächsten“, sagt Horst Hohmeier, Mitglied der Linksfraktion im Rat. „Wer zustimmt, wird dafür verantwortlich sein, dass sich viele Familien den Musikunterricht nicht mehr leisten können.“ Die Linksfraktion berichtet: »Die Verwaltung schlägt eine Abschaffung der Gebührenbefreiung für Familien mit wenig Einkommen vor. Sie sollen zukünftig 25 bis 50 Prozent der Normalpreise zahlen. Die Ermäßigung für Geschwisterkinder soll von 50 Prozent auf 20 Prozent sinken. Gleichzeitig sollen die regulären Tarife deutlich erhöht werden: Für den Unterricht von Kindergarten- und Grundschulkindern sollen Eltern zukünftig bis zu 408 Euro im Jahr bezahlen, bisher waren es maximal 320 Euro. Das Entgelt für Gruppenunterricht soll sich von 276 bis 350 Euro auf 384 bis 468 Euro pro Jahr erhöhen. Beim Partnerunterricht sollen die Gebühren sogar von 384 bis 490 Euro auf 528 bis 636 Euro steigen. Auch die Instrumentenmiete soll sich deutlich erhöhen.« (weiterlesen)

Montag 15.05.17, 16:48 Uhr

Anders lernen


In der Reihe Neues Lernen zeigt das endstation.kino ab Donnerstag, den 18.05. den Dokumentarfilm Berlin Rebel High School. Alex war mit Anfang 20 schon an über zehn Schulen. Nirgends hat er es lange ausgehalten, mit Disziplinzwang und der Konkurrenz unter den SchülerInnen kam er nicht klar. So ging es auch Lena, die sich in der Schule nie frei fühlte und stets gegen die Regeln des Landlebens aufbegehrte. Und für Hanil aus Aachen war Schule eine lästige und völlig sinnfreie Pflichtveranstaltung. Doch sie alle wollten stattdessen nicht nur einfach nichts machen, sondern eine Zukunft für sich reklamieren, die Spaß und Sinn macht. (weiterlesen)

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Montag 15.05.17, 08:44 Uhr

Abgründe eines Reformators

Die Initiative Religionsfrei im Revier lädt am Freitag, den 19. Mai um 19 Uhr im Bahnhof Langendreer zu einem “Luther-Abend” ein. Zunächst präsentiert der Historiker Hartmann Schimpf einen Überblick über weitgehend unbekannte Ungeheuerlichkeiten, die Martin Luther von sich gegeben hat. Dass Luthers offen erklärter Judenhass Blaupause für den Völkermord der Faschisten war, ist mittlerweile so klar geworden, dass selbst die ev. Kirche sich nach fast 500 Jahren von seinen Positionen distanzieren musste. Dass Luther ein fundamentalistischer Menschenhasser war, der den Papst und die Kardinäle an den Galgen bringen, von der Lehre abweichende Prediger töten, Hexen verbrennen, behinderte Kinder ersäufen, Ketzer rädern, Prostituierte ädern und aufständische Bauern mit dem Schwert erschlagen wollte, ist dagegen noch nicht im öffentlichen Bewusstsein angekommen. Als größten Feind des Glaubens erkannte er die Vernunft, der er die “Augen ausstechen” wollte. Das alles ist schwer verträgliche Kost. Eine Gruppe der Initiative Religionsfrei im Revier hat das Thema kabarettistisch bearbeitet und stellt das Ergebnis im Anschluss an den Vortrag erstmals vor. Der Eintritt ist frei.

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Sonntag 14.05.17, 22:02 Uhr

Das Landtagswahlergebnis in Bochum

Partei 2017 2012
SPD 35,3 46,7 -11,4
CDU 25,3 18,0 +7,3
Grüne 7,2 13,0 -5,8
FDP 10,3 5,6 +4,7
Linke 7,4 3,7 +3,7
Piraten 1,2 8,5 -7,3
AfD 8,7 0 +8,7

Auch in Bochum ist das Wahlergebnis ungewöhnlich: SPD und Grüne verlieren zusammen mehr als 17 Prozent. Die Grünen sind nur noch sechst stärkste Partei. Die Linke hat ihren Stimmenanteil  auf niedrigem Niveau verdoppelt.  Gruselig: Mehr als 15.000 Menschen haben in Bochum AfD gewählt.
Die SPD hat ihr vernichtendes Wahlergebnis in Bochum offenbar erwartet. Auf der Webseite der Stadt werden im Gegensatz zu den vergangenen Wahlabenden keine Gewinne und Verluste angezeigt.

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Sonntag 14.05.17, 14:58 Uhr

Andrang im Weglaufhaus

Der Landesverband Psychiatrie-Erfahrener NRW ist ein Verein, der sich für die Rechte von Menschen einsetzt, die “in die Fänge der Psychiatrie geraten sind oder waren”. Er kämpft für die freie Wahl der Therapie und ein selbstbestimmtes Leben. Am Freitag, den 12.5. hatte der Verein zum 2. Tag der offenen Tür in der Anlaufstelle in der Wittener Straße 87 eingeladen und berichtet darüber: »Am vorigen Freitag herrschte großer Andrang beim 2. Tag der offenen Tür des Weglaufhauses für Psychiatrie-Erfahrene. Die Bochumer Anlaufstelle besteht in dieser Form seit 13 Jahren. Das Selbsthilfeprojekt bietet Alternativen zur Psychiatrie sowie aktuelle und regelmäßige Treffen und eine Unterkunft mit Krisenbegleitung. Die ersten Besucher kamen schon kurz vor 14 Uhr. Ihnen strömte schon im Eingangsbereich der Duft frischer Waffeln entgegen. Neben einer reich gedeckten Kaffeetafel gab es noch ein kaltes Buffet mit internationalen Leckereien, alles von den engagierten, Psychiatrie-erfahrenen Besuchern und einer Bewohnerin der Selbsthilfeeinrichtung liebevoll selber hergestellt. (weiterlesen)

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Sonntag 14.05.17, 08:30 Uhr

Ende des Wahlfangs

Wenn in Bochum Wahlen stattfinden, wird um 17 Uhr das Rathaus geöffnet und im kleinen und großen Ratssaal gibt es Informationen und Getränke. Auf einer Großleinwand kann die Fernsehberichterstattung verfolgt werden. Auf einer Reihe von Monitoren sind der Stand der Auszählung in Bochum und die Stimmbezirksergebnisse zu sehen. Die örtliche Politprominenz ist anwesend und Presseleute suchen nach Stimmen zum Wahlergebnis. Das Presseamt lädt zu einer Pressekonferenz mit dem Wahlleiter und den örtlichen Parteivorsitzenden. Wer Schadenfreude genießen kann, kommt hier auf seine Kosten. Es gibt immer genügend VerliererInnen, die anwesend sind. Früher musste man bei solchen Terminen nur aufpassen, dass man dem Leitkultur präsentierendem Axel Schäfer entging, der immer jedem die Hand schütteln will. Mittlerweile ist der Termin ziemlich ekelig geworden, weil dort unbehelligt Nazis rumlaufen dürfen: Ratsmitglieder mit ihrem Umfeld. Wer die Stimmauszählung in Bochum und die lokalen Einzelergebnisse verfolgen will, kann das aber auch im WeltWeiten Web tun. Auf Sonderseiten der Stadt werden zeitnah die Ergebnisse dargestellt.

Sonntag 14.05.17, 07:55 Uhr

Frauenstadtrundgang auch für Männer

Das Frauenarchiv ausZeiten lädt  in Kooperation mit der Volkshochschule (VHS) am Sonntag, den 21. Mai ab 14 Uhr interessierte Frauen und Männer zum Bochumer „Frauenstadtrundgang“ ein. Die Teilnehmenden haben die Gelegenheit, historische Frauen aus dem Bochum des 19. und 20. Jahrhunderts und früher „kennenzulernen“. Sie erfahren, welche Spuren z. B. Nora Platiel und Ottilie Schoenewald, beide Anwältin und Politikerin, oder die Pastorin Ursula Schafmeister in der Stadt, aber auch in der Frauenbewegung hinterlassen haben. Treffpunkt für Führung ist die Glocke auf dem Rathausvorplatz. Interessierte erhalten beim Rundgang kostenlos den neu erschienenen Frauenstadtplan, ausZeiten in Kooperation mit der  Gleichstellungsstelle der Stadt erstellt hat. Der Teilnahme für den Rundgang beträgt fünf Euro, ermäßigt drei Euro. Anmeldungen können bei der VHS unter der Rufnummer 02 34 / 910 – 15 55 erfolgen. Eine Teilnahme ohne Anmeldung ist aber auch möglich.

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Samstag 13.05.17, 07:53 Uhr
Der internationale Kampf gegen Homophobie

No more homophobia

Mittwoch, den 17. Mai um 19:30 Uhr lesen der deutsch-niederländische Autor Lutz van Dijk und der südafrikanische Autor Sonwabiso Ngcowa in der Volkshochschule Raum 1012 aus ihren Büchern “Endlich den Mut …” und “Verdammt starke Liebe” sowie “Nanas Liebe”. (weiterlesen)

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Samstag 13.05.17, 07:51 Uhr
Jürgen Link zur Wahl von Emmanuel Macron

Kollektivsymbolik marsch! MITTE PUR!

Jürgen Link kommentiert auf seiner Webseite “Bangemachen gilt nicht” die französische Präsidentschaftswahl. Er beschreibt, wie ein linker Gegenkandidat zu Le Pen verhindert wurde und mit welcher Symbolik Emmanuel Macron seinen Siegeszug gestaltet: “Kollektivsymbolik marsch! MITTE PUR! Macron und der Wille zum Ruck eines flexiblen Radikalnormalismus” lautet der Titel seines Beitrags. Jürgen Link bezweifelt, dass Macrons Versuch gelingen wird, einen Populismus der Mitte zu gestalten. Zum Beitrag von Jürgen Link.

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Freitag 12.05.17, 21:14 Uhr

Fluchtursachen: zum Beispiel Guinea

65 Millionen Menschen sind laut UNHCR (Hoher Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen) weltweit auf der Flucht vor Armut, Krieg, Hunger und den Folgen des Klimawandels. Damit diese Ursachen nicht blinde Flecken im Diskurs um Flucht und Migration bleiben, organisiert die Medizinische Flüchtlingshilfe ihr Jahresprojekt „Fluchtursachen und Perspektiven für Frieden und Entwicklung“. Sie berichtet über die gestrige Auftaktveranstaltung: »Voller Raum im Bahnhof Langendreer – zum Thema „Fluchtursachen Guinea“ lauschten über 50 Interessierte der selbstorganisierten Gruppe  Voix des Sans Voix (dt.: Stimme der Nichtgehörten). Die Referenten hatten vor allem ein Ziel: Aufklären. Über die Gründe zur Flucht, die politische Lage im westafrikanischen Land und Perspektiven gegen Diktatur, Armut und Gewalt. Die Veranstaltung zeigte die Schattenseiten eines Landes, das die Bundesregierung als „sicheres Herkunftsland“ bezeichnet. (weiterlesen)

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Freitag 12.05.17, 20:40 Uhr

Neueröffnung der Rotunde

Als “Kultur-, Club-, Musik- und Kunstinstitution”, als “urbane Off-Location”, als “traditionsreichen Kulturort”, als “kreativwirtschaftliche Landmarke”, als “einer der wichtigsten Gestaltungsräume der Ruhrmetropole” und als “Ankerpunkt des kreativen Netzwerks im Ruhrgebiet” wird die Rotunde von ihren neuen MacherInnen in einer Presseerklärung tituliert. Am 14. Juni ist Neueröffnung: mit einem “frischem, zwischen lokalen Akteuren und international renommierten Künstlern verwobenem Programm” und mit einem Restaurant und einer Bar mit Außenbereich. Die freie Szene oder Initiativen tauchen nicht mehr im Programm auf. Die ausführliche Presseerklärung zur Neueröffnung der Rotunde mit einer detaillierten Beschreibung der Veranstaltungen bis zum 1. Juli.

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