Archiv - Mai 2017

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Freitag 19.05.17, 21:07 Uhr

Leerstehendes Haus in der
Herner Straße besetzt

Kombination aus Wohnraum und sozialem Zentrum beabsichtigt

Am Freitagabend haben AktivistInnen ein leerstehendes Haus in der Herner Straße 131 besetzt. Damit protestieren sie einerseits gegen den Mangel an bezahlbarem Wohnraum und unkommerziellen Kulturangeboten und wollen andererseits konkret eine Alternative schaffen. In dem Haus, das aus Ladenlokalräumen im Erdgeschoss sowie Wohnungen in den Obergeschossen besteht, wollen sie Raum für soziale und politische Projekte schaffen. Die Obergeschosse könnten zudem als Wohnraum genutzt werden, so die AktivistInnen – etwa für Geflüchtete und andere Wohnungssuchende. Mit einem Flyer richteten sich die AktivistInnen an die Nachbarschaft und luden diese dazu ein, den Ort mitzugestalten.
Die Besetzung fand parallel zur Tanzdemo „Reclaim the City“ des Bochumer Netzwerkes „Stadt für Alle“ statt, bei der es ebenfalls um die Themen Wohnraum und Leerstand ging. Im Anschluss an die Demo machten sich einige Demonstrierende auf den Weg zur neuen Hausbesetzung, um ihre Unterstützung auszudrücken.

Freitag 19.05.17, 19:15 Uhr

Wann ist ein sehr gut ein sehr gut?

Das Presseamt der Stadt firmiert seit dem Amtsantritt von OB Thomas Eiskirch unter dem Titel “Referat für Kommunikation”. Heute hat das Referat ein kleines Meisterstück an “moderner Polit-Kommunikation” abgeliefert: Beim Fahrradklima-Test 2016 des ADFC hat Bochum mit der Note 4,06 den 23. Platz unter den 39 deutschen Städten mit mehr als 200.000 EinwohnerInnen belegt. Dieses gerade noch “ausreichende” Ergebnis in der unteren Hälfte des Städterankings präsentiert die Pressestelle der Stadt Bochum heute in einer Mitteilung mit folgenden Zeilen: “Die Anstrengungen der vergangenen Jahre machen sich bemerkbar: Bochum hat beim Fahrradklima-Test 2016 des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) sehr gut abgeschnitten: In der Kategorie „Aufholer“ der Städte hat Bochum den 1. Preis gewonnen.” (weiterlesen)

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Freitag 19.05.17, 19:00 Uhr

Bericht von der Ratssitzung

Die Linksfraktion berichtet in ihrem aktuellen Newsletter ausführlich über die gestrige Ratssitzung. Die Themen sind: Rot-schwarz-grüner Rechtsbruch: ver.di muss weiter klagen; Unsozial: Große Kürzungskoalition erhöht Gebühren für Musikschule drastisch;  Luftschadstoffe in Bochum: Verzögerungstaktik statt schnelle Prüfung;  Bochum Strategie: Marketing-Sprech statt Lösungen für soziale Probleme; Kein Werben fürs Sterben: Kritiker*innen fliegen von Berufsinformationsmesse; Linksfraktion für bessere Information für Geflüchtete.

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Freitag 19.05.17, 16:14 Uhr

Bier ist keine Ramschware

379.000 Hektoliter – so viel Bier wurde in Bochum bei einem Pro-Kopf-Verbrauch von 104 Litern allein im letzten Jahr rein statistisch getrunken. Doch ein Großteil davon ging als Ramschware über die Ladentheke, kritisiert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). „Neun Euro für einen Kasten Markenbier sind im Supermarkt mittlerweile gang und gäbe. Damit wird Bier weit unter Wert verkauft“, sagt Yvonne Sachtje von der NGG Ruhrgebiet. Solche Preise brächten viele Brauereien in ernsthafte Schwierigkeiten – und gefährdeten Arbeitsplätze auch in der Region. (weiterlesen)

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Freitag 19.05.17, 16:09 Uhr

Kostenloser Filmclub: bigger than life

Das endstation.kino startet in Kooperation mit dem Institut für Medienwissenschaften an der Ruhr-Uni am Montag, den 22. 5.  die Filmreihe bigger than life. Jugendliche und junge Erwachsene sind jeden Montag von 16 – 19 Uhr zum gemeinsamen Kinofilm und anschließenden Filmgespräch eingeladen.Die Filme werden von jungen Studierenden mit und ohne Fluchterfahrung ausgesucht und vorgestellt. In Filmclub-Tradition stehen das gemeinsame Kinoerlebnis und die anschließende Diskussion im Mittelpunkt. Für Snacks und Getränke ist gesorgt. Die Gespräche finden auf deutsch und arabisch statt. Jeden Montag ab 16 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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Freitag 19.05.17, 11:01 Uhr

CouLe – Preis für couragierte Lesben

Am Sonntag, dem 21. Mai findet um 15 Uhr im Jahrhunderthaus an der Alleestraße die Verleihung des „CouLe – Preis für couragierte Lesben“ von der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Lesben in NRW statt. Die erste Preisträgerin ist María do Mar Castro Varela. Die LAG Lesben in NRW ehrt damit eine renommierte Wissenschaftlerin für ihre langjährige engagierte Arbeit in den Themenfeldern der Internationalen Frauen- und Genderforschung, der Kritischen Migrationsforschung und den postkolonialen Theorien, mit den Schwerpunkten Diskriminierung, Rassismus, Gender und Queer Studies. Um das Wirken engagierter lesbischer Frauen sichtbar zu machen und öffentlich zu würdigen hat die LAG Lesben den Preis für couragierte Lesben geschaffen, der seit 2009 als „Augspurg-Heymann-Preis für couragierte Lesben“ vergeben wurde. Die Jury des alten und neuen Preises ist davon überzeugt, „dass wir zur Erreichung unserer Ziele komplexe und politisch denkende Vorbilder brauchen. Deshalb ist uns die Auszeichnung vorbildhaften Wirkens mit unserem Preis für couragierte Lesben besonders wichtig. Denn damit ehren wir explizit lesbisches Engagement und machen es – auch über die Community hinaus – bekannt. Gerade in regressiven Zeiten des zunehmenden Populismus gilt es sichtbar zu sein: Je mehr wir auf uns aufmerksam machen und je mehr Mut wir zeigen, desto stärker werden wir als eine Kraft wahrgenommen, die sich nicht ausgrenzen lässt!“ Näheres zum Preis und Näheres zur Preisträgerin.

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Donnerstag 18.05.17, 21:27 Uhr
Handlungsräume öffnen - Projekte durchzusetzen

Strategiediskussion

Das Netzwerk »Recht auf Stadt – Ruhr« lädt am Dienstag, den 23. Mai um 18:30 Uhr im Bahnhof-Langendreer in Bochum zu seinem nächsten Treffen ein: »Nachdem beim letzten Treffen einige neue Interessierte das Netzwerk erweitert haben und von den jeweiligen Projekten und Themen in ihren Städten berichteten, soll auf dem aktuellen Treffen eine Strategiediskussion geführt werden: Was sind mögliche politische Strategien und Taktiken um Handlungsräume zu öffnen und Projekte, wie z.B. ein soziokulturelles Zentrum, durchzusetzen? Wie lassen sich temporäre Freiräume in nachhaltige Strukturen verwandeln? Oder sind die temporären Freiräume schon das Ziel? (weiterlesen)

Donnerstag 18.05.17, 19:19 Uhr
OB Eiskirch schleicht sich am Protest vorbei in den Rat

Aktion gegen verkaufsoffene Sonntage

SPD, CDU & Grüne halten an rechtswidrigem Beschluss fest

Nach der Entscheidung des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen, den verkaufsoffenen Sonntag anlässlich des Maiabendfestes zu untersagen, stand heute ein Antrag der Bochumer Linksfraktion auf der Tagesordnung der Ratssitzung, die Verordnung für verkaufsoffene Sonntage in 2017 zurückzunehmen. Dies hat der ver.di-Fachbereich Handel zum Anlass genommen, vor der Ratssitzung gegen verkaufsoffene Sonntage und für eine Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge im Handel zu protestieren.  „Während einige Ratsmitglieder offen für die gewerkschaftliche Position waren und für eine Allgemeinverbindlichkeit im Handel unterschrieben haben, haben andere schlicht kein Interesse an den Positionen der Beschäftigten gezeigt,“ erklärt der für den Handel zuständige Gewerkschaftssekretär Michael Sievers und ergänzt, „Als respektlos haben die Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter das Verhalten des Bochumer Oberbürgermeisters empfunden. Dieser hat sich wortlos an uns vorbeigeschlichen.“ (weiterlesen)

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Donnerstag 18.05.17, 15:13 Uhr
Der Lebensweg des Ernst Papies:

Buchenwald, Mauthausen und Auschwitz überlebt – in der Bundesrepublik geächtet

Am Montag, dem 22. Mai 2017 lädt die Paritätische Akademie NRW in Kooperation mit der Rosa Strippe um 19.00 Uhr zu einem Vortragsabend in das Haus des Vereins in der Kortumstraße 143 ein. Im Mittelpunkt des Abends steht ein Vortrag von Jürgen Wenke über den Lebensweg von Ernst Papies. Der 1909 in Buer-Erle geborene Arbeiter wurde, wie mehr als 50.000 andere homosexuelle Männer, während der nationalsozialistischen Terrorherrschaft wegen seiner Liebe zu Männern nach Maßgabe des verschärften § 175 verurteilt. Nach der Verbüßung der Haft wurde er 1939 in das Konzentrationslager Buchenwald deportiert, danach 1940 in das Lager Mauthausen in Österreich, im Dezember 1944 nach Auschwitz und im Januar 1945 zurück nach Mauthausen. Dort wurde er am 5.5.1945 befreit. (weiterlesen)

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Donnerstag 18.05.17, 08:17 Uhr
Freitag Abend 18.30 Uhr vor dem Konzerthaus

Tanzdemo für eine solidarische Stadt

„Steigende Mieten, Wohnungsnot bei gleichzeitigem Leerstand und eine Stadt, die wie ein Unternehmen geführt wird? Das wollen wir nicht!“ – Das Bochumer Netzwerk »Stadt für Alle« ruft dazu auf, am Freitag Abend durch die Bochumer Innenstadt zu tanzen. Mit einer lauten und bunten Mitmach-Parade wollen die Aktiven ein Zeichen für eine andere Wohnungspolitik, für mehr selbstorganisierte Freiräume und gegen Ausgrenzung setzen und schreibt: »Los geht es am 19. Mai um 18:30 Uhr vor dem Musikforum (Viktoriastraße). „Reclaim the City – Her mit der Stadt!“, so lautet der Titel der Tanzdemonstration. Als offener Zusammenschluss von stadtpolitisch interessierten Gruppen, Organisationen und Einzelpersonen hat das Netzwerk »Stadt für Alle« bisher Diskussionsveranstaltungen organisiert, Positionspapiere veröffentlicht und sich sogar im Rathaus mit den Verantwortlichen über das geplante „Handlungskonzept Wohnen“ gestritten. Dabei forderten die Aktiven unter anderem, dass die Stadt selbst bezahlbaren Wohnraum durch kommunalen Wohnungsbau schafft, anstatt weiter städtische Grundstücke zu privatisieren. (weiterlesen)

 
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