Archiv - Mai 2017

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Montag 22.05.17, 11:12 Uhr

Zwangsarbeit in Bochum

Der Kinder- und Jugendring und das Kommunale Integrationszentrum laden am Dienstag, 30. Mai um 18.00 Uhr im Stadtarchiv, Wittener Str. 47 zu einer Veranstaltung ein, um über Zwangsarbeit in Bochum zu informieren: »Auf dem Bochumer Stadtgebiet sind im Zweiten Weltkrieg über einhundert Lager und Unterkünfte für mehr als 32.500 Zwangsarbeiter betrieben worden. Die Zwangsarbeiter wurden in der Landwirtschaft, in Handwerksbetrieben und in der Industrie ausgebeutet und sie mussten eine schreckliche Leidenszeit erdulden. Das enge Zusammenleben und miserable hygienische Verhältnisse förderten die Ausbreitung von Seuchen und Ungeziefer. Für viele – durch Unterernährung ohnehin geschwächte Gefangene – bedeutete das den sicheren Tod. (weiterlesen)

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Montag 22.05.17, 08:44 Uhr
Performance. Lesung. Musik. Diskussion.

MAIZ – Das was Leben trägt

Am Freitag, den 2. Juni um 18 Uhr findet im Gemeinschaftsgarten Bochum – Alsenstraße 19a (Hinterhof) eine Performance zum Thema Mais statt. Die Ankündigung: »Das Wort ›Mais‹ stammt aus dem Taíno, einer Sprache indigener Gruppen der Karibik und bedeutet wörtlich ›das, was Leben trägt‹. Die Kulturpflanze mit einer Vielfalt von ca. 60 Sorten, allein in Mexiko, ist allerdings – zumindest in ihrer Diversität vom ›Aussterben‹ bedroht. Doch handelt es sich nicht nur um das Verschwinden einer Pflanze, die weltweit ein kulturelles wie auch kulinarisches Nahrungsmittel darstellt; durch Technologisierung und Optimierung des Saatguts, wie auch dem Einsatz von Gentechnik wurde aus einem Kulturgut eine industrialisierte Ware.
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Sonntag 21.05.17, 13:52 Uhr

„Pastors for Peace“ & Cuba

Die Humanitäre Cubahilfe lädt am Mittwoch, den 24. Mai um 19:30 Uhr zu einem Reisebericht von Dr. Edgar Göll in die Ev. Stadtakademie, Westring 26 c zum Thema ein: Mit den „Pastors for Peace“ (IFCO)    durch die USA und KUBA“. In der Ankündigng heißt es: »Seit 1992 haben Pastors for Peace“ (IFCO) unter Leitung von Reverend Lucius Walker (1930 – 2010)  jährlich Unterstützungs- und Freundschaftskarawanen von den USA über Mexiko und Kanada nach Kuba organisiert. Ziel war es, die völkerrechtswidrige Blockade der USA zu brechen und letztlich beenden zu helfen. (weiterlesen)

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Sonntag 21.05.17, 13:04 Uhr

Unterstützung für die BesetzerInnen

Die “Anarchistische Unterstützungsgruppe für 131BO” schreibt: »Wir waren gestern Nachmittag in der Innenstadt und Umgebung unterwegs und haben dort unseren Soliflyer in etwa ein Dutzend linken Läden, einigen Straßen sowie an Passant*innen verteilt. Die Reaktionen waren sehr unterschiedlich. Neben ein paar negativen, waren viele sehr positive dabei. Einige Menschen berichteten uns auch, dass sie bereits von der Besetzung gehört hätten. Wir ermutigten die Menschen  mal vorbei zuschauen und sich selbst ein Bild zu machen. Eine gute Gelegenheit ist das gemeinschaftliche Grillen Heute um 17.00 Uhr.
Folgt dem Squat auf twitter.«

Sonntag 21.05.17, 08:33 Uhr

BoBiennale sucht HelferInnen

Die BoBiennale (8. – 18. Juni 2017) rückt näher und die OrganisatorInnen des Kunst- und Kulturfestivals der Freien Szene präsentieren jetzt Programmheft und schreiben: »Das Heft beinhaltet nicht nur eine detaillierte Terminaufstellung, sondern auch kurze Beschreibungen der teilnehmenden Künstler, es stellt die vielfältigen Veranstaltungsorte vor und hält die ein oder andere überraschende Information bereit. Dazu ist es handlich, übersichtlich, liebevoll gestaltet und immer griffbereit. Ein praktisches, unverzichtbares Nachschlagewerk für jede/n Besucher/In! Das Heft erscheint in einer Auflage von 5.000 Stück und wird an den beteiligten Spielorten und im Bochumer Stadtgebiet verteilt. Im Q1 – Eins im Quartier. Haus für Kultur, Religion und Soziales in der Halbachstrasse 1 gibt es die Möglichkeit, in der Zeit von 09.00 – 16.00 Uhr selbst Exemplare zu erhalten. Das Organisations-Team der BoBiennale sucht noch Freiwillige (Volunteers) zur Unterstützung: (weiterlesen)

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Samstag 20.05.17, 22:03 Uhr

BesetzerInnen laden zum Grillfest

Seit dem gestrigen Freitag ist das leerstehende Haus in der Herner Straße 131 besetzt. “Wir möchten hier ein selbstverwaltetes Nachbarschaftszentrum eröffnen”, sagt die Pressesprecherin der AktivistInnen und erklärt weiter: “Neben der Schaffung von Räumlichkeiten, in denen sich Menschen treffen und engagieren können, ohne Geld auszugeben, soll die Besetzung auch zeigen, dass trotz Obdachlosigkeit und Mangel an sozialem Wohnungsbau hier in Bochum Häuser wie dieses über lange Zeit leerstehen gelassen werden. Wir wollen den Leuten Türen zu Räumen öffnen, die sie dringend brauchen. Am morgigen Sonntag, den 21. Mai, findet ab 18:00 Uhr ein Grillfest in der Herner Straße 131 statt. Alle Nachbarinnen und Nachbarn, Freunde und Interessierte sind herzlich eingeladen, um zu grillen, zu diskutieren und über die weitere Nutzung der Räumlichkeiten nachzudenken. Aktuell stehen wir mit der Eigentümerin des Hauses in Kontakt, um mit ihr über die verschiedenen Möglichkeiten zu sprechen, die diese Räumlichkeiten anbieten.”

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Samstag 20.05.17, 20:18 Uhr

Reclaim the City – Kundgebung des
Netzwerks »Stadt für Alle«

Unter dem Motto »Reclaim the City! – Her mit der Stadt!« veranstaltete das Netzwerk »Stadt für Alle« vor dem Bochumer Musikforum am Abend des 19. Mai 2017 eine Kundgebung zu den Themen, steigende Mieten, Leerstände und rassistische Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt, an der sich rund 70 Menschen beteiligten. Unter Anderem berichtete Tareq Alaows, von der Medizinischen Flüchtlingshilfe Bochum, von den Schwierigkeiten, denen Geflüchtete bei der Wohnungssuche ausgesetzt sind: Bürokratische Hürden, Behördenwillkür und rassistische Diskriminierung durch Privatvermieter oder Wohnungsbaugesellschaften. Noch immer ist rund die Hälfte der in Bochum lebenden Flüchtlinge in Sammelunterkünften oder Gemeinschaftswohnungen untergebracht. Ursprünglich war eine Tanzdemo des Netzwerks »Stadt für Alle« geplant. Sie wurde angesichts des Dauerregens abgesagt. Im Anschluss an die Kundgebung besuchten viele Teilnehmer*innen die zeitgleich stattfindende Hausbesetzung an der Herner Straße 131 und drückten ihre Solidarität aus.

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Samstag 20.05.17, 06:13 Uhr

Solidarität mit den HausbesetzerInnen

Die Antifaschistische Linke Bochum erklärt: »In den Abendstunden des 19. Mai 2017 wurde in Bochum das Haus auf der Herner Straße 131 besetzt. Der unbewohnte Altbau stand lange Zeit leer und wurde seinem Verfall überlassen. Das zentral gelegene Gebäude, das mehreren Parteien innenstadtnahen Wohnraum bieten würde, soll demnächst zwangsversteigert werden. Durch den Leerstand sind Mängel am Gebäude entstanden, sodass ohne Weiteres niemand darin wohnen könnte – ein untragbarer Zustand, denn bezahlbarer Wohnraum in Citynähe ist bei einer studentenreichen Stadt wie Bochum, in die in den vergangenen Monaten zahlreiche Menschen aus Kriegsgebieten geflohen sind, von größter Notwendigkeit! Der stetig steigende Wohnpreisspiegel in unserer Stadt und die schleichende Aufwertung bestimmter Straßenzüge verdrängen alteingesessene Mieter*innen und verwehren Geringverdienenden die Vorzüge eines innenstadtnahen Lebens.  Aus diesen Gründen erklären wir uns solidarisch mit den Hausbesetzer*innen, die den Mut aufgebracht haben, diesen radikalen Schritt zu gehen und durch ihr Handeln Wohnraum erkämpfen wollen. Wir empfinden die Hausbesetzung aus erklärten Gründen als legitim und rufen dazu auf die Besetzer*innen zu unterstützen. Kommt zur Hernerstr.131 in Bochum.  Mehr Informationen zur Besetzung auf twitter.com/squatbo«

Freitag 19.05.17, 21:07 Uhr

Leerstehendes Haus in der
Herner Straße besetzt

Kombination aus Wohnraum und sozialem Zentrum beabsichtigt

Am Freitagabend haben AktivistInnen ein leerstehendes Haus in der Herner Straße 131 besetzt. Damit protestieren sie einerseits gegen den Mangel an bezahlbarem Wohnraum und unkommerziellen Kulturangeboten und wollen andererseits konkret eine Alternative schaffen. In dem Haus, das aus Ladenlokalräumen im Erdgeschoss sowie Wohnungen in den Obergeschossen besteht, wollen sie Raum für soziale und politische Projekte schaffen. Die Obergeschosse könnten zudem als Wohnraum genutzt werden, so die AktivistInnen – etwa für Geflüchtete und andere Wohnungssuchende. Mit einem Flyer richteten sich die AktivistInnen an die Nachbarschaft und luden diese dazu ein, den Ort mitzugestalten.
Die Besetzung fand parallel zur Tanzdemo „Reclaim the City“ des Bochumer Netzwerkes „Stadt für Alle“ statt, bei der es ebenfalls um die Themen Wohnraum und Leerstand ging. Im Anschluss an die Demo machten sich einige Demonstrierende auf den Weg zur neuen Hausbesetzung, um ihre Unterstützung auszudrücken.

Freitag 19.05.17, 19:15 Uhr

Wann ist ein sehr gut ein sehr gut?

Das Presseamt der Stadt firmiert seit dem Amtsantritt von OB Thomas Eiskirch unter dem Titel “Referat für Kommunikation”. Heute hat das Referat ein kleines Meisterstück an “moderner Polit-Kommunikation” abgeliefert: Beim Fahrradklima-Test 2016 des ADFC hat Bochum mit der Note 4,06 den 23. Platz unter den 39 deutschen Städten mit mehr als 200.000 EinwohnerInnen belegt. Dieses gerade noch “ausreichende” Ergebnis in der unteren Hälfte des Städterankings präsentiert die Pressestelle der Stadt Bochum heute in einer Mitteilung mit folgenden Zeilen: “Die Anstrengungen der vergangenen Jahre machen sich bemerkbar: Bochum hat beim Fahrradklima-Test 2016 des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) sehr gut abgeschnitten: In der Kategorie „Aufholer“ der Städte hat Bochum den 1. Preis gewonnen.” (weiterlesen)

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Freitag 19.05.17, 19:00 Uhr

Bericht von der Ratssitzung

Die Linksfraktion berichtet in ihrem aktuellen Newsletter ausführlich über die gestrige Ratssitzung. Die Themen sind: Rot-schwarz-grüner Rechtsbruch: ver.di muss weiter klagen; Unsozial: Große Kürzungskoalition erhöht Gebühren für Musikschule drastisch;  Luftschadstoffe in Bochum: Verzögerungstaktik statt schnelle Prüfung;  Bochum Strategie: Marketing-Sprech statt Lösungen für soziale Probleme; Kein Werben fürs Sterben: Kritiker*innen fliegen von Berufsinformationsmesse; Linksfraktion für bessere Information für Geflüchtete.

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