Montag 29.05.17, 21:43 Uhr
Diskussion in der Herner Straße 131:

Wo wir stehen

Zwischen "Wohnungen für alle" und Mietshaussyndikat

Im besetzten Haus in der Herner Straße 131 findet am Dienstag, den 30. Mai um 19 Uhr eine “Fortsetzung der öffentlichen Diskussion über (diesen) verdammten Leerstand”. In der Ankündigung heißt es: »Seit über einer Woche wird die Herner Straße 131 besetzt. Ein Ladenlokal, das als “Infoladen” dient, wurde am Samstag mit Kaffee und Kuchen eröffnet. Sonntagnachmittag legte der Bochumer Umsonstladen einen Teil seiner Artikel zum Verschenken aus. Ein Rechtshilfevortrag informierte über Strafandrohungen für Besetzer*innen. Das Haus ist unübersehbar zum Leben erwacht.
Fragen über Fragen
Während das Ladenlokal nach und nach für verschiedene Veranstaltungen geöffnet wird und auch manche Wohnungen “wohnlich” eingerichtet werden, stellen wir uns viele Fragen darüber, wie wir das Haus weiter nutzen wollen und auch können. Die Podiumsdiskussion gab uns viele Anregungen zu Verhaltensstrategien und wer was davon haben soll.

  • Wollen wir ein Mietshaussyndikat gründen und damit das Haus legal erwerben? Oder sollen wir bis zur Räumung und darüber hinaus weiter praktisch den kapitalistischen “Sachzwang” des Mietverhältnisses herausfordern?
  • Wollen wir hier für ‚uns‘ ein mietfreies Wohnen, etwa mit Duldung, durchsetzen? Oder sollen wir die Eigentumsfrage radikal stellen, etwa mit der Parole “Wohnungen für alle und zwar umsonst”?
  • Wollen wir einigen Wenigen Wohnraum bieten, die ihn am Dringlichsten benötigen und damit den bröckelnden Sozialstaat aus der Verantwortung nehmen? Oder fordern wir eine gänzlich andere Auffassung von Sozialwesen?
  •  Oder vielleicht alles zusammen?«

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