NS-Verbrechen und Erinnerungskultur 1


Die Initiative gegen Rechts und die DGB Jugend Bochum laden für heute Abend (5.5) um 19 Uhr zu einer Veranstaltung ins Alsenwohnzimmer, Alsenstr. 27 ein. Das Thema lautet: »“Desaster“ oder „Impulsgeber“ Zur Bedeutung der juristischen Aufarbeitung der NS-Verbrechen für die Erinnerungskultur der Bundesrepublik«. Referent ist der Historiker Michael Sturm aus Münster. In der Einladung heißt es: »Die juristische Ahndung von NS-Verbrechen verlief in der Bundesrepublik enttäuschend. Umfangreiche Amnestiegesetze, Desinteresse und oftmals auch regelrechte Komplizenschaft überwiegender Teile der Justiz trugen dazu bei, dass zahllose Funktionseliten, Vordenker*Innen und Mittäter*Innen des NS sich gar nicht erst vor Gericht verantworten mussten, freigesprochen wurden oder alenfals geringe Sanktionen befürchten mussten.
Gleichzeitig entzündeten sich nicht zuletzt an der von vielen im In- und Ausland als skandalös empfundenen juristischen Vergangenheitsbewältigung heftige gesellschaftliche und politische Debatten, die erheblichen Einfluss auf die Entwicklung der Erinnerungskulturen in der Bundesrepublik hatten. Auch einige NS-Prozesse, wie etwa der Eichmann-Prozess in Jerusalem, der Frankfurter Auschwitz-Prozess oder der Majdanek-Prozess in Düsseldorf trugen zu einer öffentlichen
Auseinandersetzung um den Umgang mit und die Verantwortung für die nationalsozialistischen Verbrechen bei.
Der Vortrag beleuchtet die Etappen der Auseinandersetzung mit den NS-Verbrechen in der Bundesrepublik und widmet sich dabei vor allem der Bedeutung und der Rolle der Justiz.«


Ein Gedanke zu “NS-Verbrechen und Erinnerungskultur

Kommentare sind geschlossen.