Montag 01.05.17, 22:00 Uhr

Tanzdemo für eine Stadt für Alle

Das Netzwerk »Stadt für Alle« ruft am Freitag, den 19. Mai, um 18:30 Uhr zu einer Tanzdemo unter den Motto “Reclaim the City! Her mit der Stadt! Réclamez la ville!” auf, die vor dem Konzerthaus startet: »Steigende Mieten, Wohnungsnot bei gleichzeitigem Leerstand, eine Stadt, die wie ein Unternehmen geführt wird? Das wollen wir nicht! Wir fordern ein Bochum für alle, das heißt eine Stadt, in der alle Menschen unabhängig vom Einkommen gut wohnen und leben können. Wir wollen unser soziales und kulturelles Leben dabei selbstorganisiert in die Hand nehmen. Wir wollen uns tanzend die Stadt zurückerobern!
Guter Wohnraum für alle!
Die Bevölkerung in Bochum wächst wieder, und damit ist die Wohnungsfrage zurückgekehrt. Auch wenn die Situation nicht mit der in Ballungsräumen wie Berlin, Hamburg oder Köln vergleichbar ist, so ist es auch in Bochum für mehr und mehr Leute schwierig, eine gute und bezahlbare Wohnung zu finden. Den Konkurrenzkämpfen, die in so einer Situation entstehen können, wollen wir eine Absage erteilen. Wir fordern guten Wohnraum für alle, unabhängig von der Herkunft, und widersetzen uns rassistischer und sozialer Spaltung.
Refugees welcome to stay!
Deutschland und die EU schotten sich zunehmend gegen flüchtende Menschen ab. Eine Asylrechtsverschärfung nach der anderen wird verabschiedet – dazu braucht es nicht mal die AfD. Auch die Stadt Bochum nutzt ihre Handlungsspielräume, die sie gegen diese von Land und Bund vorgegebene Linie hätte, nicht – trotz massiver Proteste von Geflüchteten. Stattdessen wird die rigide Vertreibungs- und Abschiebepolitik mitgetragen. Zu viele Menschen müssen immer noch in unwürdigen Massenunterkünften leben, obwohl gleichzeitig tausende Wohnungen leer stehen. Für uns heißt „Stadt für Alle“ auch: Bleiberecht und gute Wohnungen für alle! „Refugees welcome“ darf keine hohle Parole bleiben!
Den Leerstand mit Leben füllen!
Es gibt viele Initiativen, die Räumlichkeiten suchen, um dort Orte des unkommerziellen und selbstorganisierten Lebens zu schaffen. Für solche Initiativen gibt es genug Platz, auch in leerstehenden städtischen Gebäuden. Diese müssen endlich geöffnet werden.
Stadt der Solidarität statt Stadt der Konkurrenz!
Unsere Wünsche und Forderungen widersprechen der Idee der unternehmerischen Stadt, für die nur der Wirtschaftsstandort zählt. Wir wollen unser Wohnen und Leben jenseits von ökonomischer Verwertbarkeit organisieren.
Die AfD versucht, benachteiligte Gruppen gegeneinander aufzuhetzen, und die Parteien der sogenannten Mitte streiten sich lediglich über die Verwaltung des neoliberalen Status quo. In Frage gestellt wird er von ihnen nicht. Wir wollen als Lager der Solidarität sichtbar werden und tanzend eine „Stadt für Alle“ einfordern.«

 
 
 
 


Terminmitteilungen bitte an
redaktion@bo-alternativ.de