Archiv - April 2017

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Samstag 08.04.17, 21:40 Uhr

Verliebt & saudischer Religionspolizist?


In der Reihe Change your view: arabisches Kino bietet das endstation.kino  ab Montag, den 10.04. mit Barakah meets Barakah einen neuen, bisher unbekannten Blick auf Saudi Arabien. In der saudischen Hafenstadt Dschidda soll Barakah als Ordnungsbeamter dafür sorgen, dass das öffentliche Leben nach dem islamischen Recht verläuft. Dies tut er immer freundlich aber ohne religiösen Eifer, viel lieber spielt er in einer Laientheatergruppe Hamlet. Seine Rolle ist die der Ophelia, Proben und Aufführungen mit Frauen sind verboten. Als er ein illegales Fotoshooting unterbinden soll, verliebt er sich auf den ersten Blick in Bibi, die für das Label ihrer Adoptivmutter ‚Heavenly Hips’ modelt, aber viel berühmter als gesellschaftskritische Bloggerin und IT-Girl ist. Nur wie soll er sie näher kennenlernen, in einem Land, das jeder Form von „dating” feindlich gegenübersteht? (weiterlesen)

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Freitag 07.04.17, 19:48 Uhr

Gezielte Provokation gegen Russland

„Der Raketenangriff der USA in Homs gegen die syrische Armee ist unverantwortlich und ein Bruch des Völkerrechts. Das ist eine gezielte Provokation gegen Russland und droht aus dem Stellvertreterkrieg in Syrien jetzt einen Weltkrieg zu machen. Deutschland darf nicht Teil dieses Eskalationskurses sein. Die Bundesregierung muss klar machen, dass deutsches Territorium für weitere US-Angriffe nicht zur Verfügung steht“, erklärt die Bochumer Bundestagsabgeordnete der Linken Sevim Dagdelen: „Es droht eine globale Gewalteskalation. Die Begründung der US-Führung für die Aggression gegen Syrien ist verlogen. Denn bisher gibt es keinerlei wirkliche Aufklärung zur Urheberschaft des Giftgaseinsatzes in Chan Schaich, der nun als Rechtfertigung für die US-Militärschläge mit Marschflugkörpern herhalten musste. Leider muss man feststellen, dass die Kriegstreiber, die auf eine US-Intervention hingearbeitet haben, erfolgreich waren. Die Bundesregierung muss sich dafür einsetzen, dass diese gemeingefährlichen US-Angriffe beendet werden statt Verständnis für Trumps Aggression aufzubringen.“

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Freitag 07.04.17, 08:06 Uhr

Antifaschistische Soliparty

Die Antifaschistischen Aktion Bochum lädt am Samstag, den 8.4. ab 19 Uhr zu einer Antifaschistischen Soliparty ins Soziale Zentrum ein: »Die rassistische Mobilisierung nimmt an Fahrt auf, überall in Deutschland und Europa, doch besonders auffällig wird dies in der ostdeutschen Provinz. Hier kommt es verstärkt zu Übergriffen von Nazis auf Antifaschist*innen und Geflüchtete. Doch trotz Pegida und besorgten Nachbar*innen, setzen sich Betroffene weiterhin für ein solidarisches Miteinander ein und kämpfen gegen den spürbaren Rechtsruck in der Gesellschaft. Gleichzeitig geht der Kampf für eine emanzipatorische Gesellschaft auch abseits vom Szenekiez weiter. Gerade deswegen ist es wichtig, kleinere Städte und Dörfer abseits der linken Wohlfühlzonen oder im angeblichen “Dunkeldeutschland” nicht pauschal abzuschreiben. (weiterlesen)

Freitag 07.04.17, 07:55 Uhr

Urban Gardening in Langendreer

Auf Einladung der Naturfreunde-Langendreer hat sich nach einem Vortrag im NaturfreundeZentrum eine Urban Gardening Gruppe zusammengefunden. Als Starter Projekt für das Urban Gardening in Langendreer wurde die Neugestaltung des Carl-von-Ossietzky-Platzes konzipiert. Dies wird nun auch von der Bezirksvertetung unterstützt. Am morgigen Samstag, ab 9:30h werden die ersten Arbeiten beginnen. Ende April sollen die ersten Pflanzungen vorgenommen werden. Bis dahin werden die Pflanzen zu einem Großteil aus Spenden und von Tauschbörsen sowie durch eigene Anpflanzungen zusammengetragen. (weiterlesen)

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Freitag 07.04.17, 07:39 Uhr

Townsends Welt & die Wirklichkeit

Das Netzwerk “Recht auf Stadt – Ruhr” hat auf seinem Blog einen Beitrag veröffentlicht mit dem Titel: “Kreativ mit Bochum-Gen: Stadtmarketing versus Wirklichkeit.” Hierin wird beschrieben, wie  Stadtdirektor und Kulturdezernent Michael Townsend bei einer Veranstaltung vor einigen Wochen “Die Bochum-Strategie” vorgestellt hat.  Er präsentierte Bochum als sei die  Stadt eine Boomtown schlechthin, als „leistungsfähige Konzern Stadt“, der sich „als Dienstleister“ mit hoher „Kundenorientierung“ versteht, die „pulsierende City“ mit ihren „Kiezen“ und „beliebten Wohnquartieren“, mit ihrer „Offenheit und Toleranz“ und „hohem Freizeitwert“. Dem hält der Beitrag entgegen, dass mehr als 60.000 Menschen in Bochum als arm gelten und jedes vierte Kind Transferleistungen bezieht, dass die Schulen überall vor sich hin bröckeln… Im Strategiepapier wird Bochum zum „Hot Spot der Live Kultur“, darunter wird dann von Hochkultur und Festivals über freie Kultur bis hin zu „kreativen Milieus“ und „Kiezstrukturen“ alles subsummiert.  So viel passiere laut Townsend in Bochum, dass man sich oft nicht entscheiden könne, wohin man gehen soll. Der Beitrag stellt dem die konkreten Erfahrungen der freien Kulturszene gegenüber.

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Freitag 07.04.17, 07:30 Uhr

Soziale Liste für den Ausbau der U 35

Die Soziale Liste spricht sich für die geplante Verlängerung der U 35 von der Hustadt (Technologie Quartier) nach Langendreer zur Unterstraße aus und erklärt: »Der Anschluss der „Campus-Linie“ an die neue Straßenbahnlinie 310 wäre ein wichtiger Beitrag die Ruhr-Universität, die Fachhochschule und das Technologie Quartier mit den Stadtteilen im Bochumer Osten besser zu verbinden. Die Baumaßnahme kann auch zur Verringerung des Autoverkehrs und der Parkplatzprobleme im Bereich der RUB/Hustadt beitragen. Für die Stadtteile Langendreer und Werne könnte die Entwicklung verstärkt werden, jungen Menschen einen Wohn- und Lebensraum zu bieten.« (weiterlesen)

Donnerstag 06.04.17, 20:11 Uhr
Gemeinsam ein Buch von Bini Adamczak lesen

kommunistische Gespenster

Die Gruppe Glitzer & Krawall lädt dazu ein gemeinsam das Buch „Gestern Morgen – Über die Einsamkeit kommunistischer Gespenster und die Rekonstruktion der Zukunft“ von Bini Adamczak zu lesen und zu diskutieren. Das erste Treffen des Lesekreises ist am 10. April, um 19 Uhr im Sozialen Zentrum Bochum. Ab dann jeden 2. und 4. Montag im Monat. Die Ankündigung: „Die Re-Konstruktion eines kommunistischen Begehrens führt in die Geschichte des Kommunismus und bürstet diese gegen den Strich: von 1939 bis 1917. Vom Hitler-Stalin Pakt bis zur Oktoberrevolution kreisen die Überlegungen Adamczaks um die Figuren von Partei und Klasse von Verrat und Versprechen, um sie in ihrer Logik, aber vor allem als Erfahrungen zu rekonstruieren. (weiterlesen)

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Donnerstag 06.04.17, 17:13 Uhr

Die Gewerkschaft ver.di klagt
gegen verkaufsoffenen Sonntag

Die Gewerkschaft ver.di geht rechtlich gegen den verkaufsoffenen Sonntag am 30. April in der Bochumer Innenstadt vor.  Das kündigte ver.di-Bezirksgeschäftsführerin Gudrun Müller heute in einem Pressegespräch an. Anfang kommender Woche werde der Schriftsatz beim Verwaltungsgericht Gelsenkirchen eingereicht, denn der Beschluss des Bochumer Rats, sechs verkaufsoffene Sonntage in diesem Jahr zu erlauben, sei rechtswidrig. ver.di zieht jetzt vor Gericht, um eine einstweilige Anordnung gegen diese erste Sonntagsöffnung im Jahr 2017 zu erwirken. Anschließend sei der Bochumer Rat gefordert, erneut über den umstrittenen Beschluss zu beraten. Die Gewerkschafts-Aktiven haben die Hoffnung, dass die Bochumer Politik sich nicht sechs teure und peinliche „Klatschen“ vor Gericht einholen will, sondern dass die Ratsmehrheit ihren Beschluss dann korrigiert. (weiterlesen)
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Mittwoch 05.04.17, 07:00 Uhr
Englische Uraufführung im Bahnhof Langendreer:

„Ready for Boarding”


Ready for Boarding ist ein Live-Hörspiel des Brachland-Ensembles über die “verschärften Verhörmethoden”, die die CIA nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 verwendete. Das Stück basiert auf dem Untersuchungsbericht des Geheimdienstausschusses, der 2014 den vollen Umfang dieser euphemistisch Verhörmethoden genannten Foltermethoden öffentlich machte. Am Mittwoch, dem 19. April um 19 Uhr wird das Stück im Bahnhof Langendreer aufgeführt – erstmalig in der englischen Fassung. Einladerin ist die englischsprachige Bochumer Gruppe von Amnesty International. (weiterlesen)

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Dienstag 04.04.17, 21:43 Uhr

Jüdisches Leben unterm Hakenkreuz

Die Volkshochschule (VHS) bietet am Sonntag, den 9.4. um 14.00 Uhr einen Stadtrundgang zum Thema “Jüdische BochumerInnen unterm Hakenkreuz” an: Die VHS bietet wenige Tage nach dem 1. April einen Stadtrundgang an. Am 1. April 1933 wurde auch in Bochum der „Boykott“ der Geschäfte der jüdischen Bochumer ohne Widerstand aus der Bochumer Bevölkerung „erfolgreich“ durchgezogen. Auch Ärzte und Rechtsanwälte  waren betroffen. Auf dem Stadtrundgang durch die Innenstadt soll an etlichen Plätzen, Gebäuden, Stelen und Stolpersteinen auf Diskriminierung, Verfolgung, Flucht oder Deportation und Ermordung jüdischer MitbürgerIinnen aus Bochum hingewiesen werden. Es soll den Fragen nachgegangen werden: Was wussten die Bochumer vom Schicksal ihrer jüdischen Nachbarn? Wer profitierte von der Verfolgung der jüdischen Mitbürger? Welche Etappen der antijüdischen Maßnahmen gab es in Bochum? Welche politischen und religiösen Vorurteile machten den antijüdischen Terror möglich? Warum gab es so wenig Widerstand? Wie ist eigentlich auch in Bochum mit den wenigen Überlebenden umgegangen worden? (weiterlesen)

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Montag 03.04.17, 21:09 Uhr

Mutmaßliche Nazis erwischt

Am Wochenende sind das Soziale Zentrum und Gebäude in der Nachbarschaft mit Nazi-Symbolen beschmiert worden. Zur Festnahme der mutmaßlichen Nazis schreibt die Polizei: »Die Polizei Bochum hat am Sonntag, 2. April, gegen 8 Uhr, zwei Graffiti-Sprayer in Bochum gefasst. Aufmerksame Zeugen hatten zwei Männer dabei beobachtet, wie sie mit Spraydosen rechtsextremistische Parolen auf eine Hauswand an der Emscherstraße in Bochum gesprüht haben. Fünf weitere Häuser an der Josephstraße und an der Schmechtingstraße wurden ebenfalls beschmiert. Aufgrund der schnellen Reaktion der Zeugen – sie hatten sofort die Polizei gerufen – konnten die Beamten der Polizei Bochum die beiden Tatverdächtigen in der Nähe vorläufig festnehmen. (weiterlesen)

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Montag 03.04.17, 20:57 Uhr

Alte und neue soziale Bewegungen?

Das Institut für soziale Bewegungen (ISB) der RUB lädt am Freitag, den 7. April um 17:30 Uhr im Haus der Geschichte des Ruhrgebiets, Clemensstraße 17 zum 4. Bochumer Disput ein mit dem Thema: Sind Allianzen zwischen alten und neuen sozialen Bewegungen ein Mittel gegen Entsolidarisierung und Populismus? In der Anündigung heißt es: »Der 4. Bochumer Disput findet als Abschlussveranstaltung der dreitägigen internationalen Konferenz in Bochum zu Bewegungsallianzen (Cross-Movement Mobilization) statt, zu der sich über 120 Wissenschaftler_innen aus mehr als 20 Ländern angemeldet haben und teilnehmen werden. (weiterlesen)

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Sonntag 02.04.17, 08:16 Uhr

WDR & Pretzell antifaschistisch begleitet

Die Antifaschistische Aktion Bochum schreibt: Am Mittwoch, den 29.03.2017 wollte der Westdeutsche Rundfunk den Landesvorsitzenden der AfD Nordrhein-Westfalen, Marcus Pretzell, auf dem Platz des europäischen Versprechens in der Bochumer Innenstadt interviewen. Mit dem AfD-Rassisten sollten Vertreter*innen der „Jungen Europäischen Föderalisten“ (JEF) als pro-europäische Bewegung in den Diskurs treten. Das Team des WDR erschien bereits gegen 16.20 Uhr auf dem Platz und begann sofort, mehrere Kameras aufzubauen, eine Drohne war ebenfalls im Einsatz. Es wurde sofort begonnen, anwesende Antifaschist*innen zu filmen. Um 17.45 erreichte Marcus Pretzell den Platz des Geschehens. Möglicherweise machte sich das WDR Team Sorgen über die körperliche Unversehrtheit ihres Interviewpartners und fuhren Marcus Pretzell im Produktionswagen quer durch die Innenstadt. (weiterlesen)

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Samstag 01.04.17, 21:04 Uhr
Auf dem Platz des europäischen Versagens II

“Pulse of Europe” wird etabliert

An den beiden vergangenen Sonntagen fanden jeweils um 14 Uhr auf dem Platz des europäischen Versagens (direkt neben dem Rathaus vor dem Kirchengebäude) Versammlungen  im Rahmen der Kampagne “Pulse of Europe” statt. InitatorInnen der Bochumer Aktion waren Menschen, die ein Zeichen gegen Nationalismus und Populismus setzen wollen. Als sie für den morgigen Sonntag erneut eine Kundgebung anmelden wollten, erfuhren sie, dass die Bochumer Europa-Union zum selben Zeitpunkt am selben Ort mit dem selben Titel bereits eine Kundgebung angemeldet hatte und auf ihrer Webseite dafür wirbt. Gleichzeitig hat die ev. Stadtakademie einen Aufruf von Jochen Gertz für das Treffen am morgigen Sonntag auf ihrer Webseite veröffentlicht. Gertz ist der Künstler, der den Platz konzipiert hat. (weiterlesen)

Samstag 01.04.17, 21:02 Uhr
Auf dem Platz des europäischen Versagens I

“Es gibt kein Recht auf Nazi-Propaganda”

Am Mittwoch dieser Woche wollte ein Team des WDR-Fernsehens auf dem Platz des europäischen Versagens (direkt neben dem Rathaus vor dem Kirchengebäude) ein Gespräch mit dem AfD-Landesvorsitzenden Pretzell aufnehmen. Pretzell ist auch Spitzenkandidat seiner Partei für die Landtagswahl. Antifaschistische DemonstrantInnen verhinderten die Aufnahmen. Sie rückten mit Transparenten an und skandierten: “Es gibt kein Recht auf Nazi-Propaganda.” Das WDR-Team rief die Polizei, um die DemonstrantInnen vertreiben zu lassen. Der verantwortliche Beamte, der dann auftauchte, enttäuschte die Fernsehleute. Er riet den DemonstrantInnen, eine Spontan-Demonstration anzumelden. Dann sei ihr Protest legal. Die DemonstrantInnen folgte gerade noch rechtzeitig dem Rat. Es rückte ein weiteres Polizei-Team an, das ganz offensichtlich den Auftrag und die Absicht hatte, gewaltsam den Protest abzuräumen. Nur mühsam konnte der Beamte, der Grundgesetz, Versammlungs- und Demonstrationrecht kannte und ernst nahm, seine KollegInnen dazu bringen, von ihrem Ansinnen abzulassen. (weiterlesen)

 
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